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Wachstum im Einzelhandel: Online boomt, klassische Läden stagnieren oder schrumpfen
Fabian Sommer / DPA

Insgesamt sind die Wachstumsaussichten für den Einzelhandel gut. Davon dürfte vor allem der Onlinehandel profitieren. Insbesondere kleine Läden rechnen dagegen mit sinkenden Umsätzen.

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sgrettche 24.04.2019, 15:01
1. Kein Wunder

Drei lokale Geschäfte habe ich abgeklappert, gesucht und nicht gefunden ein Tankini Größe 48D, dabei drei Stunden verplempert. Bei der anschließenden Online-Suche fand ich in kürzester Zeit eine große Auswahl in bekannten Versandhäusern, drei Teile habe ich bestellt, das Ganze dauerte keine halbe Stunde. Also, kein Wunder, dass manche Menschen - so auch ich - den Online-Handel bevorzugen.

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schmidthomas 24.04.2019, 15:07
2. Vielleicht kann SpOn in Zukunft...

die vorliegenden Zahlen präzisieren und die anteiligen Umsätze der (stationären) Lebensmittelhändler separat nennen. Da in diesem Bereich online nur geringe Umsätze getätigt werden, der stationäre Umsatz der Lebensmittelhändler aber einen sehr hohen Anteil am Gesamtumsatz des EH hat, könnte man dann exakte Rückschlüsse ziehen und den genannten Zahlen eine deutlich höhere Aussagekraft zubilligen. So wie hier berichtet, tendiert die Aussagekraft gegen Null.
Zusätzlich wäre es angebracht zu benennen, ob Online-Reservierungen mit anschließender Abholung der Ware in der Filiale zu Online- oder Offlineumsatz zählen. Leider ist hierüber in der vorliegenden Berichterstattung auch nichts zu entnehmen. Danke.

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espressotime 24.04.2019, 15:12
3.

Dann werden sie auch demnächst mitbekommen wie Menschen ihren Job verlieren werden, weil es genau so Leute diesen onlinehandel unterstützen. Nicht nur, weil die passende Größe nicht gefunden wurde, sondern weil man es bequem nach Hause geschickt bekommt. Gleich drei Stück wovon 2 wieder zurück gehen. Ganz umweltbewusst alles. Da braucht man sich nicht wundern, wenn Läden kaputt gehen, die Einkaufsstraße verdrecken und ein Euro Läden einziehen, denen es auch gut geht, weil Geiz ja geil ist. Bravo kann man da nur sagen.

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observerlbg 24.04.2019, 15:20
4. Ja, es geht bergab mit dem stationären Handel

Aber der Onlinehandel brummt, ich sitz hier an der Quelle. Die Städte werden für Käufer unattraktiver (immer weniger Parkmöglichkeiten zu immer höheren Preisen, öffentlicher Nahverkehr zum abgewöhnen...) und die Sortierung der bekannten Läden wird immer spartanischer. Im Internet finde ich alles.

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Rechtsrum 24.04.2019, 15:21
5. Man muss sich ja dem Handel auch nicht aufdrängen

Die Städte wollen nicht, dass man sie mit dem Auto besucht und wenn doch, kostet das Parken schon mal so viel, wie der halbe Einkauf. Die Öffies sind nicht viel billiger und transportieren will man ja auch nicht alles mit Hand und Fuss. Lebensmittel werden nur eingekauft, wo genug Parkplätze ausserhalb sind, der Rest online. Damit sollten die Stadt und ihre Bewohner doch mehr als glücklich sein. Der Einzelhandel sollte sich daran gewöhnen, dass er in Innenstädten keine Zukunft mehr hat.

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katja78 24.04.2019, 15:26
6.

Zitat von espressotime
Dann werden sie auch demnächst mitbekommen wie Menschen ihren Job verlieren werden, weil es genau so Leute diesen onlinehandel unterstützen. Nicht nur, weil die passende Größe nicht gefunden wurde, sondern weil man es bequem nach Hause geschickt bekommt. Gleich drei Stück wovon 2 wieder zurück gehen. Ganz umweltbewusst alles. Da braucht man sich nicht wundern, wenn Läden kaputt gehen, die Einkaufsstraße verdrecken und ein Euro Läden einziehen, denen es auch gut geht, weil Geiz ja geil ist. Bravo kann man da nur sagen.
Sie machen die Onlineshopper zum Buhmann.

Ist das denn wirklich so schlimm? Ja, unsere Einkaufsstraßen werden sich verändern. Schlimm? Ja, da werden Jobs wegfallen, dafür entstehen woanders neue. Schlimm?

Die Erstkommentatorin hat schon Recht: Einkaufen im Einzelhandel ist in vielen Fällen nervig, zeitaufreibend, unbefriedigend. Da gehe ich nicht mehr hin. Warum auch? Der Preis ist mir ehrlich gesagt sogar wurscht, aber auf das Drumherum (inkompetente "Beratung", Parkplatzsituation bzw absurd teurer ÖPNV, schlechte Öffnungszeiten, Ware nicht vorrätig, usw.) habe ich keine Lust. Ich kann meine Zeit einfach besser nutzen als sie in der Stadt beim Shoppen zu vergeuden. Das hat mit Geiz herzlich wenig zu tun sondern viel damit, die drei-vier Stunden lieber mit etwas angenehmen oder nützlichem zu verbringen.

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schmidthomas 24.04.2019, 15:35
7. Der stationär EH wird weiter schrumpfen.

Zitat von espressotime
Dann werden sie auch demnächst mitbekommen wie Menschen ihren Job verlieren werden, weil es genau so Leute diesen onlinehandel unterstützen. Nicht nur, weil die passende Größe nicht gefunden wurde, sondern weil man es bequem nach Hause geschickt bekommt. Gleich drei Stück wovon 2 wieder zurück gehen. Ganz umweltbewusst alles. Da braucht man sich nicht wundern, wenn Läden kaputt gehen, die Einkaufsstraße verdrecken und ein Euro Läden einziehen, denen es auch gut geht, weil Geiz ja geil ist. Bravo kann man da nur sagen.
Aber solange der stationäre EH keine echten Vorteile für den Kunden erkennen lässt, läuft Ihr Appell ins Leere.
Etwas anderes sind die durch unsere Politik zu verantwortenden Wettbewerbsverzerrungen. Hierzu gehört z.B. die Frage,
- warum Amazon und Co. in D keine oder nur geringe Steuern zahlen oder
- warum Geschäftsmodelle, die erkennbar nur auf Gewinne bei Veräußerungen des Unternehmens ausgerichtet sind und vorher den Wettbewerb durch Dumping in den Ruin treiben, überhaupt toleriert werden.
Ich plädiere hier sicher nicht für staatlich festgelegte Verkaufspreise, wirklich nicht, aber der Staat hat m. M.n. für fairen Wettbewerb zu sorgen. Das tut er nicht und die EU schon gleich gar nicht.

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medfield,ma 24.04.2019, 15:38
8. @rechtsrum

In Lübeck kostet das Tagesticket für das zentrale Innenstadtparkhaus € 10,00. Wenn Sie also meinen, für einen Einkauf von insgesamt € 20,00 mit dem Auto in die Innenstadt einer beliebigen deutschen Stadt fahren zu müssen, sollten Sie dringend einmal Ihre Prioritäten überprüfen...

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dolledern 24.04.2019, 16:01
9. beim uns in der Kleinstadt

gibt es kein H&M. Die Händler wehren sich dagegen. Ich will da aber einkaufen. Die Fahrt mit dem Zug kostet 23,- ? für das Tagesticket. Porto kostet ab Einkaufswert von 25,- nichts. Ich denke auch, wie es hier einige schon schrieben, man kann am Internetkauf kaum vorbei. Selbst bei den Möbeln , kaufe ich online bei dem Anbieter Vorort zahle ich eine Anlieferungspauschale von 30,- ?. Kaufe ich direkt Vorort und mein Auto ist zu klein, kostet eine Lieferung 100,- ? .
Da fühle ich mich geradezu dazu genötigt.

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