Forum: Wirtschaft
Wachstumskritische Unternehmen: Vielen Dank, dass Sie nicht bei uns kaufen

Können es sich Firmen leisten, auf Wachstum zu verzichten? Erste Unternehmer und Ökonomen basteln jedenfalls an einer "Postwachstumsökonomie". Ein Betrieb aus Baden-Württemberg zeigt, wie das in der Praxis funktionieren könnte - und welche Kunden man dazu braucht.

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Alexander Berg 14.05.2012, 15:15
1. Wachstum

...ist nur wegen des Zinseszins-Effektes im Geldsystem notwendig.

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felisconcolor 14.05.2012, 15:21
2. optional

es würde an sich schon reichen, wenn wir langlebigere und wartungsfreundlichere Produkte hätten. Den Zyklus von wegwerfen und Neukaufen durch Kaufen und Erhalten ersetzen. Konsequente Modularisierung und Austauschbarkeit von Baugruppen ermöglichen auch Anpassungen an neuere und bessere Standards.
Als Vorreiter für diese Ideen könnte eigentlich das Model des
IBM PC dienen. Austauchbare Baugruppen anpassbar an den Leistungsbedarf mit langfristigem Erhalt der Nutzbarkeit.

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Gerdtrader50 14.05.2012, 15:21
3. Nachtigall, ick hoer Dir trappsen,

Was soll das Luxusgespräch ? Wachstum, Postwachstum, bla, bla, bla, aber immer hoehere Umsaetze, das bleibt ? Was ist denn das ausser Wachstum ? Preise ständig hoeher schrauen, funktioniert auch nur eine Zeitlang.
"Die Gewinne sollen nicht aus immer höheren
Verkaufszahlen stammen, sondern aus verbesserten Produkten - die dann höhere Preise rechtfertigen."

?

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Aguilar 14.05.2012, 15:39
4.

Es erscheint mir erfreulich, daß endlich einmal auch von Unternehmensseite gehandelt wird, um der endlosen Gier nach mehr Wachstum aus den im Artikel genannten Gründen Einhalt zu gebieten. Wie das Kind letztlich heißt, meinetwegen „Postwachstumsökonomie“, ist dabei wirklich egal. Ich bedauere schon seit langer Zeit, daß die Wirtschaft zu sehr den Betriebswirten und -räten und weniger den Volkswirten und Wirtschaftswissenschaftlern überlassen bleibt.

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striver 14.05.2012, 15:39
5. Tumorwachstum

Ewig wachsen tun nur Tumore - so lange, bis ihr Träger tot ist. Wenn eine Wirtschft als krank gilt, wenn sie nicht wächst, dann ist sie wie so ein Tumor. Und der Kranke ist die Gesellschaft. Wie gut, dass es auch Unternehmer gibt, die es schaffen, sich nicht vor den Karren des krankhaften Wachstums spannen zu lassen.

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Kommentarschreiber 14.05.2012, 15:40
6. Schwachsinniger Artikel

Also entweder man entfernt sich vom Begriff "Wachstum", oder man erwirtschaftet eben doch jedes Jahr mehr Umsatz. Was denn nun?! Und eine Abkehr vom Wachstumsbegriff kann ich nicht erkennen. Selbst wenn wir in ganz Deutschland die gleiche Anzahl Produkte wie im Vorjahr herstellen, sie jedoch jedes Jahr verbessern und zu höheren Preisen verkaufen, wächst das BIP doch trotzdem.. Insofern ist dieser Artikel viel Lärm um Nichts. Und auch verbesserte Produkte können zu einem größeren Ressourcenverbrauch führen, auch wenn die Anzahl verkaufter Einheiten gleichbleibt. Ich wage mal die Behauptung, dass sich der Aufwand und der Bedarf an materiellen Ressourcen für die Herstellung z.B. eines Computers oder Handys in den letzten Jahren und Jahrzehnten massiv erhöht hat. Also: "Qualitatives" Wachstum ist dann genauso für die Tonne, wie "Quantitatives". Aber um noch eins klarzustellen: Wer sich gegen Wachstum ausspricht, hat von Wirtschaft sowieso nicht wirklich Ahnung, wie auch der erste Eintrag hinsichtlich "Zinseszins" eindrucksvoll bestätigt.

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adrenalin123 14.05.2012, 15:42
7.

Zitat von sysop
Können es sich Firmen leisten, auf Wachstum zu verzichten? Erste Unternehmer und Ökonomen basteln jedenfalls an einer "Postwachstumsökonomie". Ein Betrieb aus Baden-Württemberg zeigt, wie das in der Praxis funktionieren könnte - und welche Kunden man dazu braucht.
Ich gehör sicherlich nicht zum Kreise der Kapitalismus-Kritiker, aber die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage rein nach Wachstum und Kennzahlen wie das BIP ist definitiv veraltet und gehört endlich überwunden. Wenn ich heute einen PC für 500 Euro verkaufe und nächstes Jahr einen mit doppelter Leistung aber gleichem Preis, ist die Volkswirtschaft nach bisheriger Definition kein Stück gewachsen und dennoch ist sie qualitativ besser geworden. Darüber hinaus sagen Zahlen wie das BIP absolut garnichts über die Lebensqualität der Menschen im Land aus, und darum sollte es doch eigentlich gehen, oder?

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regensommer 14.05.2012, 15:56
8.

Zitat von adrenalin123
Ich gehör sicherlich nicht zum Kreise der Kapitalismus-Kritiker, aber die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage rein nach Wachstum und Kennzahlen wie das BIP ist definitiv veraltet und gehört endlich überwunden. Wenn ich heute einen PC für 500 Euro verkaufe und nächstes Jahr einen mit doppelter Leistung aber gleichem Preis, ist die Volkswirtschaft nach bisheriger Definition kein Stück gewachsen und dennoch ist sie qualitativ besser geworden. Darüber hinaus sagen Zahlen wie das BIP absolut garnichts über die Lebensqualität der Menschen im Land aus, und darum sollte es doch eigentlich gehen, oder?
Das Beispiel mit der doppelten Leistung für gleiches Geld ist zunächst überzeugend.
Wenn aber die doppelte Leistung einhergeht mit doppelter Umweltverschmutzung (z.B. Trinkwasserverseuchung) oder sonstiges, dann ist es eher ein schrumpfen.
Ansonsten liebt die Wirtschaft die Obsoleszenz (bewußt geplante verkürzte Lebenszeit) um den Verbraucher am ständige Geldausgeben zu halten.

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muellerthomas 14.05.2012, 16:03
9.

Zitat von adrenalin123
Ich gehör sicherlich nicht zum Kreise der Kapitalismus-Kritiker, aber die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage rein nach Wachstum und Kennzahlen wie das BIP ist definitiv veraltet und gehört endlich überwunden. Wenn ich heute einen PC für 500 Euro verkaufe und nächstes Jahr einen mit doppelter Leistung aber gleichem Preis, ist die Volkswirtschaft nach bisheriger Definition kein Stück gewachsen und dennoch ist sie qualitativ besser geworden.
Doch, die Qualitätsverbesserung geht durchaus in das reale BIP ein - was übrigens bei einigen Leuten hochumstritten ist, weil diese darin eine Manipulation der wahren Inflation nach unten erkennen.


Zitat von
Darüber hinaus sagen Zahlen wie das BIP absolut garnichts über die Lebensqualität der Menschen im Land aus, und darum sollte es doch eigentlich gehen, oder?
Das ist auch nicht primäre Aufgabe des BIP, obwohl es durchaus eine sehr hohe Korrelation zwischen BIP und z.B. Lebenserwartung, Kindersterblichkeit etc. gibt.

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