Forum: Wirtschaft
Währungskrieg: Hedgefonds rüsten zum Angriff auf den Yuan
REUTERS

Chinas Wirtschaft steckt in der Krise, Spekulanten wittern ihre Chance: Große Hedgefonds beginnen offenbar damit, im großen Stil gegen den Yuan zu wetten. Doch die Volksrepublik wehrt sich.

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southofhighway 01.02.2016, 18:30
100. Nicht so dumm..

China braucht weiterhin stabile Exporte und eine weitere Yuan Abwertung hilft diesem Zweck - insofern ist die short Position der Hedge-funds keine "Wette" gegen China ....

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salkin 01.02.2016, 18:35
101.

Irgendwie verstehe ich nicht wo man ein Problem für China sieht, dass eine Abwertung zwingend erforderlich macht. China hat auch jetzt noch einen Handelsbilanzüberschuss von ca. 300 Mrd. Dollar p.a.. Es fließen somit immer noch massiv Devisen ins Land. Die Verluste von 700 Mrd. bei den Devisenreserven können daher nur spekulative Abzüge oder Auslandsinvestitionen sein. Bei der staatskapitalistischen Gesellschaft lässt sich das relativ leicht korrigieren. Will man vielleicht den Kurs nach unten drücken um sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen und schürt daher diese Spekulationswelle? Offensichtlich versuchen doch alle Zentralbanken ihre jeweilige Währung nach unten zu manipulieren um ihrer Wirtschaft Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Eine Spekulation gegen den Yuan kann nur klappen, wenn die chinesische Zentralbank das unterstützt oder die Spekulanten zumindest gewähren lässt.

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fritzyoski 01.02.2016, 18:42
102. US Senatoren und Kongressabgeordnete

Zitat von tao chatai
fanden US Senatoren und Kongressabgeordnete den Yuan bis zu 28% unterbewertet....
US Senatoren und Kongressabgeordnete wollen beim US-Waehler punkten und erzaehlen deshalb dem Waehler entsprechende Geschichten, das ist ihr Job.
Hedgefundmanager wollen Profite einfahren, das ist ihr Job. Das sind zwei ganz verschiedene Dinge.
Die oekonomische Kompetenz von US Senatoren und Kongressabgeordneten ist aehnlich wie die kommunistischer Planer in Bejing, naemlich nahe Null.

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53er 01.02.2016, 18:45
103. Wenn meine Geldanlage

aus Anteilen an Fonds dieses Herrn Bass bestehen würde, müßte ich mir jetzt heftig Gedanken darüber machen ob mein Geld morgen noch soviel wert sein wird wie gestern. Wer praktisch alles auf eine Karte setzt, ist kein Fondsmanager sondern ein astreiner Zocker. Genauso gut könnte ich damit eine Runde Poker spielen. Manche werden vielleicht reich aber viele umso ärmer. Bei solchen Spekualtionsgeschäften kann man sich nie sicher sein, auch wenn man Bass heißt und einmal viel Glück hatte. Einmal Glück muss meistens reichen.

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CommonSense2006 01.02.2016, 18:46
104.

Zitat von spigalli
Man kann sicher einfach einen Krieg gegen eine frei konvertierbare Währung führen, gegen eine kontrollierte Währung wird das ungleich schwieriger.
Dann haben Sie die Geschichte gar nicht verstanden.
Wenn eine Währung frei konvertrierbar ist, wird ein Angriff kaum Folgen haben, der Wert sinkt einfahc so lange, bis die Angreifer ihre Positionen bereinigen müssen, dann steigt er auch genauso schnell wieder udn die Angreifer haben nichts gewonnen.

Wenn eine Währung aber künstlich hoch gehalten wird, dann kann man dem Verteidiger das Kreuz brechen, wenn ihm shcneller die reserven ausgehen, als dem Angreifer (so geschehen bei Soros Wette gegen das Pfund) und sich dann auf einem niedrieren (realistischren) Niveau einpendeln, dann haben die Angreifer schnell ein Vermögen gemacht.

Die Gefahr ist real, denn der ttsächliche Wert des Yuan (errechent aus der Stärke der Volkswirtschaft) ist vermutlich deutlichniedriger als der aktuelle.

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sufou 01.02.2016, 18:50
105. oh je

Jetzt wird uns suggeriert das die "guten" Kapitalisten aus der VR China kommen. Und die bösen bösen ami Hedge Fonds treiben die armen Chinesen vor sich her...Ha ha ha...Jeder muss sich die internationale Märkte stellen...

Und wenn sich die China Fans hier auf SPON sich mal vorstellen wie es in der VR China als stinknormaler Arbeiter zu sein??? Erbärmlich denn das können sie nichteinmal hier!!

Die selben Schwachköpfe hier in D glauben auch das wir die "guten" Kapitalisten sind

Ach und das wir zufällig 3 grösster Waffenexporteur...alles wird nur in Gutmensch Länder geliefert

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CommonSense2006 01.02.2016, 18:55
106.

Zitat von ironpolem
Wenn jemand wettet, dann braucht er jemanden, der mit wettet. Wer sdas, der die Wette hält? Der chinesische Staat? Andere Hedgefonds, die die Entwicklung anders sehen? Private Anleger, dei von ihen Beratern im Unklaren gelassen werden darüber, wie sie das Geld angelegt haben? Sollten meine Fragn dumm sein - entschuldigung.
Nein, dumme Fragen gibt es nicht.

Das ist ganz einfach, man nimmt einfach 1 Mrd $, sichert damit einen Kredit von 6,5 Mrd Renminbi bei einer chinesischen Bank ab, wechselt diese in 1 Mrd $ zurück und macht das Ganze ein paar mal und und wartet darauf, dass der Wechselkurs auf, sagen wir 10 Renminbi pro Dollar fällt, zahlt seinen Kredit zurück, hat noch 3,5 Mrd Renminbi über und wechselt die auch noch in 350 Mio $ um und das war's.

Die chinesische Bank sagt bestimmt nicht nein, denn wer seinen Kredit mit US $ absichern kann, der ist ein geschätzter geschäftspartner und bringt ja auch Zinsen rein....

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mrerenoth 01.02.2016, 18:57
107. Abhängigkeiten

Es wurde hier geschrieben die USA seien von China abhängig. Man hat Devisenreserven im Wert von ca. 3 Billionen US-Dollar angehäuft. Das ist aber ein zweischneidiges Schwert. Den damit ist man direkt abhängig von der Geldpolitik der Fed. Wenn die US-Notenbank den Markt mit billigem Geld schwemmt sinkt der Wert des Dollars und damit der Wert der Reserven. China muss dann die Landeswährung aufwerten und chinesische Waren werden teurer.

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CommonSense2006 01.02.2016, 19:03
108.

Zitat von flosse66
Solche Wetten, die auf eine Krise/Schwäche einer Währung setzen, sollten genauso wie illegale Sportwetten behandelt werden. Wenn ich Millionenbeträge auf einen Kursverfall oder eine Wirtschaftskrise setze, dann werde ich nicht tatenlos zusehen, wenn sich die Währung/Wirtschaft wieder erholt, sondern alles in meiner Macht stehende tun, um meine Wette doch noch zu gewinnen, auch über die "Leichen" einer Währung oder einer Volkswirtschaft hinweg. Diese Leute sind/wirken wie Verbrecher, völlig unproduktiv, zerstörerisch.
Ihnen sollte aber klar sein, dass Sie solch ein Verbot überhaupt nicht durchsetzen können, oder?
Wer soll denn entscheiden, o eine Kreditvergabe in einer Währung oder ein Termingeschäft nun tatsächlich der Absicherung eigener Risiken oder dem Wetten gegen andere Teilnehmer oder nur kurzfristiger Handel ist?

Klar, das könnte man natürlich theoretisch über eine zentrale Behörde in jedem Land regeln, aber damit wäre er Markt entweder tot oder er würde sich in die Grauzonen verlagern, sprich völlig unreguliert und vor allem intransparent laufen.

Das erste wäre recht schädlich für die Wirtschaft, das zweite hätte nichts gebracht und hätte die Situation noch verschlimmert, weil man die Risiken nicht einmal mehr sehen könnte.

Merke: Geld sucht sich seinen Weg wie Wasser und wenn sie Staudämme aufrichten, dann werden die ganz schnell unterspült.

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observer2014 01.02.2016, 19:08
109. Nachvollziehbar

Abgesehen vom moralischen Aspekt sind die Wetten gegen den Yuan für mich nachvollziehbar. Die Wirtschaft in China schwächelt ja unter anderem wegen einer geringeren Inlandsnachfrage. Wenn nun der Yuan abgewertet wird, verbilligen sich chinesische Waren im Ausland - die Nachfrage steigt, die Produktion auch. Gleichzeitig verteuern sich importierte Waren, was sich für die Chinesen zu teuer machen. Deshalb weichen sie auf inländische Produkte aus, die Nachfrage steigt, die Produktion auch. Ich persönlich finde, dass eine Abwertung des Yuan von 40 Prozent innerhalb von drei Jahren gewaltig ist. Das kann die deutsche Automobilindustrie der Premiumklasse wirklich hart treffen. Wetten gegen die Währung Yuan hört sich zwar irgendwie halbkriminell an. Es scheinen mir aber durchaus nachvollziehbare marktwirtschaftliche Gründe und Wechselwirkungen zu sein, die der chinesischen Wirtschaft auf die Sprünge helfen könnten. Zudem würde der Devisenschatz durch die Abwertung ja nominal größer, was die Investitionen im eigenen Land bezahlbarer machen.

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