Forum: Wirtschaft
Währungskrieg: Hedgefonds rüsten zum Angriff auf den Yuan
REUTERS

Chinas Wirtschaft steckt in der Krise, Spekulanten wittern ihre Chance: Große Hedgefonds beginnen offenbar damit, im großen Stil gegen den Yuan zu wetten. Doch die Volksrepublik wehrt sich.

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MiniDragon 02.02.2016, 16:07
140. Nicht alle

Zitat von Olaf
Die Annahme ist, dass die KP Chinas lügt und die Wirtschaftsdaten schönt. Ist das nicht der Fall, kann auch nichts passieren und die Hedgefonds verlieren Geld. Gerettet werden müssen sie nicht, sind ja keine Banken.
Hedgefonds werden Geld verlieren, denn einige haben auch darauf gewettet, dass die chinesischen Staatsfirmen ( alle Banken sind staatlich ) nicht pleite gehen können.

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Peter Bernhard 02.02.2016, 18:01
141. Megamagnatisch interessant.

Gut wären mir weitere Informationen über die Mechanismen. Toll jedoch die Info, dass es neben Soros als Ikone vielleicht nur noch andere gibt. Da denke ich gleich: Ersterer setzt Kredite ein - wie war das "noch mal" ... vom Ende her aufgerollt - zahle dann in abgewertetem Yuan zurück - nehme also Kredit in Yuan auf - aha, da müsste ich mich ja an die Bank of China wenden, Hut ab, auf guten Füßen stehen, vielleicht auf tönernen - nehme also Megakredit in Yuan, wechsle diese Summe in meinen Dollar und löse somit eine Spirale der Abwertung aus -- enters one Bass line - the wave grande oscillator - Stichwort short squeeze: bekanntlich müssen short positions auch wieder mal zurückgenommen werden - and this goes on forever. Interessant also die Möglichkeit, personality und politics, the untalking of, miteinander zu verküpfen, was also auf äußerste Koordination mit tollbatchender Massivigkeit liiert.

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Hirndummy 02.02.2016, 18:39
142. Gier frisst mehr als Seele

Vielleicht sollten wir trotz alle Gewöhnungs- und Abnutzungseffekte doch noch auf den Skandal hinweisen, dass da die Herren mit den teuren Anzügen schon wieder ungehemmt gegen eine Volkswirtschaft wetten. Hinter der Abstraktion "Volkswirtschaft" stehen Millionen von real arbeiten Menschen mit ihren Familien, um deren Existenz da "gespielt" wird. Und nicht zu vergessen, dass die Herren da mit dem Geld von Menschen ihr Spiel treiben, die im Falle des Verlustes, wenn ihr Gier nach der fetten Rendite nicht belohnt wird, wieder nach dem Staat rufen und sich "betrogen" fühlen. Wenn diesem Spiel schon kein Ende bereitet wird, dann haut doch endlich wenigstens eine satte Steuer drauf.

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Peter Bernhard 02.02.2016, 20:22
143. Währungsreserven

Gut erwähnt fand ich die hohen Währungsreserven, die also China doch besitze. Da könnte so getan werden, als seien diese als Sicherheit für Kredite tauglich und die Geldmenge enorm ausgeweitet. Interessant finde ich mit Bezug auf Ausland und Devisen hier nicht etwaige Parallelen zum "Hafen Piräus nun ganz in chinesischer Hand" - äh - sondern, dass der Kursverlust einer Währung zweierlei Grundlagen haben kann: Ausweitung der Geldschöpfung, also Inflationierung, und wie angesprochen ist das "eher fälschlich" mit Devisenreserven gekoppelt, oder aber mangelnde Einnahmen aus Export gegenüber dem Import. Wenn also China weniger importiert als es exportiert, so steigt der Yuan. Wenn nun der Yuan billiger "wird" - dann etwa durch pure interne Geldschöpfung, Kredite und Bankrotte - was ja nach Schulbuchwissen "glaube ich" durch den Kursverlust zu mehr chinesischen Exporten führt und somit zu einer gegenwirkenden Aufwertung. Das scheint wohl schlicht und einfach erfolgreiche Geldschöpfung zu sein. Nun stehen hier aber Devisenreserven an: da fand mehr Export als Import offensichtlich statt - und Ziel ist die - lustigerweise, erst mal - Abwertung: China müsste also jede Menge Importe von Waren zulassen. Äh, warum war das - wenn so - nicht schon immer so? Sollten etwa differenziert Rohstoffe in verteuertem Yuan affordabel gemacht werden? Da könnte also mit "dem Daimler" ein in der "bei mir in der Garage stehen" kürzlich vereinbar worden sein - Tanke nämlich. Danke.

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managerbraut 02.02.2016, 23:53
144. Geht Chinas Wirtschaft den Bach runter

werden das außer China vor allem die Industrienationen - Konsumländer, deren Konzerne - Unternehmen welche Milliarden in China investiert hatten um Produktionsstätten ihrer Waren zu Niedrigstkosten in china produzieren zu können mit abstürzen.
Das würde in den USA - Kanada - Australien - Japan - Europa zu großen Unternehmensinsolvenzen - Firmenpleiten - Entlassungen - Kurzarbeit - Preissteigerungen, steigende Inflation - Einbruch der Import,- Exportgeschäfte, wie Konsumeinbrüchen führen.
Somit dürfte eine Wirtschaftskrise Chinas sich global auf alle westlichen Industrienationen mit spührbar harten wirtschaftlichen Konsequenzen auswirken!

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90-grad 03.02.2016, 04:29
145. Es gibt da

Zitat von fritzyoski
US Senatoren und Kongressabgeordnete wollen beim US-Waehler punkten und erzaehlen deshalb dem Waehler entsprechende Geschichten, das ist ihr Job. Hedgefundmanager wollen Profite einfahren, das ist ihr Job. Das sind zwei ganz verschiedene Dinge. Die oekonomische Kompetenz von US Senatoren und Kongressabgeordneten ist aehnlich wie die kommunistischer Planer in Bejing, naemlich nahe Null.
doch wesentliche Unterschiede.

US-Politiker und US-Regierungen wollen mit Geschwätz punkten.

Die Chinesische Regierung punktet mit Taten und Fakten.

Hunderte Millionen Menschen sind in China in den letzten Jahrzehnten, mit wie Sie schreiben "oekonomischer Kompetenz nahe Null", in Lohn und Brot gebracht worden.

In den USA hängen bei ca. 80.000.000 unter der Armutsgrenze, ca. 50.000.000 Menschen von der Verteilung von Essensmarken ab.

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90-grad 03.02.2016, 04:34
146. Seit wann schwächelt

Zitat von observer2014
Abgesehen vom moralischen Aspekt sind die Wetten gegen den Yuan für mich nachvollziehbar. Die Wirtschaft in China schwächelt ja unter anderem wegen einer geringeren Inlandsnachfrage. Wenn nun der Yuan abgewertet wird, verbilligen sich chinesische Waren im Ausland - die Nachfrage steigt, die Produktion auch. Gleichzeitig verteuern sich importierte Waren, was sich für die Chinesen zu teuer machen. Deshalb weichen sie auf inländische Produkte aus, die Nachfrage steigt, die Produktion auch. Ich persönlich finde, dass eine Abwertung des Yuan von 40 Prozent innerhalb von drei Jahren gewaltig ist. Das kann die deutsche Automobilindustrie der Premiumklasse wirklich hart treffen. Wetten gegen die Währung Yuan hört sich zwar irgendwie halbkriminell an. Es scheinen mir aber durchaus nachvollziehbare marktwirtschaftliche Gründe und Wechselwirkungen zu sein, die der chinesischen Wirtschaft auf die Sprünge helfen könnten. Zudem würde der Devisenschatz durch die Abwertung ja nominal größer, was die Investitionen im eigenen Land bezahlbarer machen.
in China die Inlandsnachfrage? Die letzten Zahlen gehen m.E. eher in die andere Richtung. Steigerungen von über 10%?

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Clausman 06.02.2016, 12:40
147.

Zitat von CommonSense2006
Nein, dumme Fragen gibt es nicht. Das ist ganz einfach, man nimmt einfach 1 Mrd $, sichert damit einen Kredit von 6,5 Mrd Renminbi bei einer chinesischen Bank ab, wechselt diese in 1 Mrd $ zurück und macht das Ganze ein paar mal und und wartet darauf, dass der Wechselkurs auf, sagen wir 10 Renminbi pro Dollar fällt, zahlt seinen Kredit zurück, hat noch 3,5 Mrd Renminbi über und wechselt die auch noch in 350 Mio $ um und das war's. Die chinesische Bank sagt bestimmt nicht nein, denn wer seinen Kredit mit US $ absichern kann, der ist ein geschätzter geschäftspartner und bringt ja auch Zinsen rein....
Das ist eine Methode, aber viel zu kapitalaufwändig.

FX forwards werden verwendet

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