Forum: Wirtschaft
Währungsraum in der Krise: Ein Plan für eine stabile Eurozone
DPA

Europa stolpert von Krise zu Krise, statt sich dauerhaft tragfähige Strukturen zu geben. Konzepte dafür liegen auf dem Tisch - doch sie scheitern am Egoismus nationaler Eliten.

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curiosus_ 21.06.2015, 17:31
1. Genau, Herr Müller, Sie sagen es. Völlig richtig.

Zitat von Henrik Müller
Aber daraus wird nichts, wie es aussieht. Im Vorfeld haben Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Francois Hollande sich bereits in einem gemeinsamen Papier ("Deutsch-französischer Beitrag zur Wirtschafts- und Währungsunion") darauf geeinigt, dass eigentlich alles bleiben soll, wie es ist: Die Nationalstaaten, vor allem die Regierungen, sollen das Sagen behalten. ..... Ein Weiter-so-Kurs, der in krassem Gegensatz dazu steht, was eigentlich nötig wäre. Denn jeder funktionierende Währungsraum der Welt verfügt über drei essenzielle Bausteine. .... Jeder funktionierende Währungsraum der Welt verfügt über drei essenzielle Bausteine: - einen automatischen Ausgleich zwischen wachsenden und kriselnden Regionen durch einen gemeinsames Budget, beispielsweise eine übergreifende Arbeitslosenversicherung, - eine möglichst klare Zuweisung von Aufgaben, Ausgaben und Einnahmen zwischen der regionalen und der gemeinschaftlichen Ebene inklusive der teilweisen Übertragung von Hoheitsrechten, wodurch es möglich wird, gemeinsame Regeln einheitlich durchzusetzen, - eine zentrale Institutionen, die den Volkswillen repräsentiert, in Demokratien Parlament genannt (über das die EU verfügt, nicht aber die Eurozone).
Wie steht bei Wikipedia:

Historisch waren Währungsunionen bei gleichzeitiger Bildung eines Einheitsstaates erfolgreich, während sie andernfalls zerfielen.

Nichts anderes schreiben Sie.

Und genau deshalb wird das zum Glück nichts mehr werden mit dem €. Und bis zum Zerfall derselben werden die Nachteile der Währungsunion (wie z.B. die Exportüberschussweltmeisterschaft Deutschlands seit der €-Bargeldeinführung, herbeigeführt durch Lohndumping ohne ausgleichende Aufwertung der eigenen Währung – zu Lasten der abhängig Beschäftigten) bei weitem die Vorteile überwiegen.

Da helfen auch nicht solche oberflächlichen Scheinerkenntnisse wie diese:

Zitat von Henrik Müller
Der ewige Hinweis, die Bürger wollten "mehr Europa" gar nicht, ist jedenfalls nicht stichhaltig. So desillusioniert die Leute inzwischen sein mögen: Umfragen zeigen, dass in den meisten Euro-Staaten das Vertrauen in die EU immer noch größer ist als in die eigene Regierung.
Was soll das? Selbst wenn dem so wäre, so bezieht sich das doch wohl auf die EU in der heutigen Verfasstheit. Und nicht auf das, wo Sie hin wollen („Jeder funktionierende Währungsraum der Welt verfügt über drei essenzielle Bausteine“). Diese EU müsste doch wohl ganz anders aussehen als heute.

Da versuchen Sie Äpfel mit Oliven zu vergleichen.

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derpolokolop 21.06.2015, 17:35
2. Sie scheitern am Egoismus nationaler Eliten.

Viel spass bei der Suche nach Politiker ohne Ego.

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w50 21.06.2015, 17:44
3. Ich halte die Schlussaussage für einen makaberen Witz

, dass das Vertrauen in die EU größer sein soll, als in die nationalen Regierungen. Also mein Vertrauen in Euro-Lösungskompetenz der Bundesregierung ist erheblich beeinträchtigt. Aber die Umfrage und den Nachweis, dass die EU fähiger sein soll möchte ich nun wirklich mal sehen.

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Kismett 21.06.2015, 17:45
4. Stabile Eurozone

Da dürfen aber nicht gewisse Schuldenstaaten Mitglieder sein.

Wenn ich den Zirkus mit Griechenland mir so ansehe. Die sind doch gemeinschaftsunfähig. Misfits.

Eine Gemeinschaft ist immer nur so stark wie das schwächste Glied.

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keyghobad 21.06.2015, 17:45
5. Quod erat demostrandum

Europa ist eben der Kontinent der unfähigen Politiker und Politikerinnen. Und Deutschland steht an der Spitze. Was uns jede Woche neu bewiesen wird.

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jgwmuc 21.06.2015, 17:46
6. Nein und nochmals NEINNN

Gibt man Griechenland nach so ist das der Einstieg in weitere Hilfspakete, weitere hunderte von Milliarden Euro. Ferner gibt es den darbenden Ländern eine Blaupause an Hand, wie zu verfahren ist. Das wäre das Ende der Union. Eine Parlament das nichts zu melden hat, eine Verwaltung die sich bereits überflüssig macht, Verordnungen über Gurken, Lampen und weiteren unwichtigen Scheiss, kümmert. Wenn Griechenland nachgegeben wird ist das ein Signal für den EU Ausstieg. Die Ostländer die am meisten Geld bekommen, sträuben sich Asylanten aufzunehmen. Es ist zum Kotzen. EU ist zu einem Nationalen Verein verkommen der nur Beute abzocken will, jedoch keine Pflichten übernehmen will.

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grm5015 21.06.2015, 17:47
7. Plutokraten

GR hat die grösste und effektivste Handelsflotte der Welt.
Eigentlich müsste hier ein Multi-Milliarden Umsatz und Multi-Milliarden Ergebnis in der Bilanz von GR stehen.
Es müssten Steuern fließen und ein Außenhandels überschuss in sehr großer Höhe.
Warum passiert da nichts?
Die Zentralbank von GR macht nichts, der IWF tut nichts, die EU weiß von nichts, Frau Dr. MERKEL sowieso nichts.
Diese Leute werden wie die IWF, die Weltbank, die EZB usw von den Plutokraten unserer schönen westlichen Welt gelenkt.
Sie fahren offensichtlich das griechische Volk in die Hölle,
und zerstören als nächstes die gesamten europäischen Völker.
Und um dem allen noch Nachdruck zu geben zetteln sie darüberhinaus einen Krieg mit Russland an, der im Moment schon mehr als nur kalt ist.
Pfui Spinne.

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klaus47112 21.06.2015, 17:48
8. das angeblich vereinte Europa...

.. ist die Lebenslüge einiger Euromanen Politiker und ihrer Journalistischen Helfershelfer! Verbale Schwurbeleien können nicht darüber hinwegtäuschen, dass kein Land und schon gar nicht die Bürger eien Transferunion wollen! Wir sind ja in D nicht mal in de Lage den Länderfinanzausgleich anständig zu organisieren! Der Vergleich mit USA hinkt! Dort hätte man GR schon vor Jahren in die Insolvenz geschickt! siehe Detroit! Das Pferd wurde mit dem EURO von hinten aufgezäumt. Der EURO hätte die Krönung eines Einigungsprozesses werden können, als Katalysator, besser Druckmittel ist er völlig fehlgeschlagen. Wo sind die urdemokratischen Prinzipien, One man one Vote? No Taxation without Repräsentation? Stattdessen leisten wir uns seit Jahren die Alimentation eines de facto Failed State in dreistelliger Milliardenhöhe, Rechts- und Vertragsbrüche allenthalben, Vernichtung des Vertrauens in die staatlichen Funktionen sind die Folge!

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hilfe-deutsche-sprache&#1 21.06.2015, 17:49
9. Der gemeinsame Euro ...

... so unterschiedlich starker europäischer Wirtschaften ist, wie es vorherzusehen war, gescheitert. Nun gibt es 2Wege, die man zukünftig gehen könnte: Entweder ein Europa, in dem weiterhin die "Schwächsten" subventioniert werden ( falsch verstandene Solidarität ) oder die Erkenntnis, dass ein derartiges Europa nicht funktioniert. Sinn und Lucke lassen grüßen.

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