Forum: Wirtschaft
Währungsraum in der Krise: Ein Plan für eine stabile Eurozone
DPA

Europa stolpert von Krise zu Krise, statt sich dauerhaft tragfähige Strukturen zu geben. Konzepte dafür liegen auf dem Tisch - doch sie scheitern am Egoismus nationaler Eliten.

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HaioForler 21.06.2015, 18:12
50.

"Der Euro funktioniert so lange, wie Deutschland bereit ist, dafür zu zahlen und zu haften"

[M. Thatcher]

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kalle blomquist 21.06.2015, 18:13
51. Der Beitrag überzeugt nicht

Natürlich, die Politiker sind schuld, sie sind egoistisch, weil sie die Souveränität nicht an ein größeres Ganzes abtreten wollen. In welcher Traumwelt lebt der Autor? Es sind in erster Linie die Menschen Europas, die spüren (ohne vielleicht recht zu verstehen), wie windschief das ganze Euro-Projekt konstruiert ist. Warum sollten sich denn Länder mit geringerer Produktivität und Wertschöpfung am Gängelband zahlender Sugar-Daddy-Länder führen lassen und ihren Stolz vergessen? Warum sollten Länder mit protestantischer Arbeitskultur und hoher Produktivität denn die Sonnenländer dauerhaft alimentieren? Warum denn bloß? Das ist alles einfach irre und kann nie funktionieren. Hass und Zank ist vorprogrammiert. In Deutschland wird der Länderfinanzausgleich und wurden die Kosten der Wiedervereinigung gerade so eben geschluckt, weil die Menschen trotz aller Unterschiede und Egoismen eine tausendjährige geschichtliche, kulturelle und sprachliche Verbundenheit untereinander spüren. Aber welches Band verbindet zypriotische Hirten denn mit finnischen Ingenieuren? Die Politiker sind noch am ehesten bereit, an diesem deliranten Projekt mitzuwirken; sie lassen sich gern vom Mantel der Geschichte streifen. Und ein paar Journalisten leihen, wie man sieht, dem Traumgespinst auch gern ihre Feder.

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wahrheit29 21.06.2015, 18:14
52. Völlig falsche Annahmen

Lieber Professor Müller, sie liegen völlig falsch mit ihren Vorstellungen oder ihrem Wunschdenken von einem gemeinsamen Europa denn soweit wird es nie kommen weil Mehrheit der Bevölkerung das nicht will. Europa muß wieder dezentraler werden, mehr Macht zu den regionalen Ländern und vor allem benötigt jedes Land seine eigene Währung mit dem es spielen kann. Die EU sollte sich wieder auf die reine Wirtschaftsunion zurück ziehen und den Rest den Nationmalstaaten überlassen, dann wird sie auch wieder akzeptiert und die einzelnen Staaten werden wirtschaftlich wieder wachsen.

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hubertrudnick1 21.06.2015, 18:15
53. Vertrauen?

Zitat von w50
, dass das Vertrauen in die EU größer sein soll, als in die nationalen Regierungen. Also mein Vertrauen in Euro-Lösungskompetenz der Bundesregierung ist erheblich beeinträchtigt. Aber die Umfrage und den Nachweis, dass die EU fähiger sein soll möchte ich nun wirklich mal sehen.
Wer sollte denn wem vertrauen, es ging und geht auch heute nur um die eigenen Interessen, da bleiben dann andere auf der Strecke und das von einer Wertegemeinschaft ist ebenso nur eine sehr billige Floske, welche Werte meint man denn wirklich?
Einige wenige konnten sich in den letzten Jahren dermaßen hohe Werte auf Kosten der Allgemeinheit anrafffen, wobei die Gesellschaft dann dafür die Zeche zahlt.
Für mich hat die EU und die Regierungen der einzelnen Länder total versagt, sie haben sich von einer Gemeinschaft zurückgezogen und kommen uns nun mit Floskeln, wobei man sich immer weiter in politischen, militärischen und finanziellen Konflikten verhäddert und die Welt in einer nächsten Katastrophe hineinsteuert.
Auch diese EU, wie man sie nach dem Zusammenbruch des Ostblocks aufgebaut hat, geht mit den Interessen der Bevölkerung fremd, selbst das Vorzeigeland Deutschland hat doch mal den Mut gehabt über die EU-Verträge dem Volk zur Abstimmung vorzulegen, ohne eine Verfassung ist alles nur ein loser Haufen, wo sich einzelne draus gut bedienen können.
Nein, es geht nicht allein um Griechenland, es geht um ganz Europa und wie wir unsere Zukunft gemeinsam aufbauen und das fahren unsere Politiker und Finanzleute nun mal gerade gegen die Wand.

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monsineur 21.06.2015, 18:15
54. Naja

Zitat von derpolokolop
Viel spass bei der Suche nach Politiker ohne Ego.
Mann kann sein Ego auch dadurch befriedigen wenn man so handelt das die Rettung durch Aufgabe von Kompetenzen der eigenen Person zugeschrieben wird. Man wäre dann sozusagen ein weiser vorausschauender Politiker der über alle Zweifel erhaben ist. Auch was nettes wenn man sich diesen Nimbus erarbeitet.

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schwaebischehausfrau 21.06.2015, 18:15
55. Fehl-Diagnose..

zumindest in Deutschland will KEINER noch mehr Abgabe von Souveränität an die EU - auch der Großteil der Bevölkerung möchte das nicht. Und die Staaten, die nach "mehr Europa" rufen, wollen primär eines: Mehr Transfer-Union - sie wehren sich mit Händen und Füßen seit Jahrzehnten gegen unpopuläre, weil erstmal schmerzhafte Reformen zuhause und fordern stattdessen mehr Umverteilung. Griechenland ist doch das Musterbeispiel: Seit seinem Beitritt zu EU 1982 schreit es nur nach immer mehr Alimentierung. Reformen? Fehlanzeige! Wieso auch, Europa wird's schon richten mit der großen Subventions-Spritze und billiger Geldflut. Nichts Anderes ist die geforderte "Europäische Arbeitslosen-Versicherung", nichts anderes ist die "Banken-Union". Und dass Griechenland angesichts seiner nicht bezahlbaren Luxus-Renten bald nach einer "Europäischen Rentenversicherung" schreien wird, lässt sich jetzt schon absehen. Logisch, dass es in vielen chronisch klammen, reform-resistenten Südländern eine Mehrheit für solch einen "Europäischen Länderfinanzausgleich" gibt - gerne noch in viel gigantischerem Maßstab als es ja bereits durch den EU-Haushalt passiert - in den auserkorenen Geberländern gibt es diesen Wunsch definitiv nicht. Dort gewinnen beständig EU-kritische Parteien an Zustimmung. Und ein Vergleich der EU mit den USA und England ist zudem aus allseits bekannten Gründen lächerlich: Nicht nur, dass es keine "nationale Identität gibt - es gibt aufgrund von vielen Gründen (u.a. Sprachbarrieren) auch keine grenzüberschreitende Mobilität von Fachkräften, die zwingend sind für eine gemeinsame Währung. Es mutet schon ein wenig naiv an, angesichts der fast schon gescheiterten Totgeburt EURO gleich nach noch mehr Zentralisierung zu sprechen anstatt mehr Eigenverantwortung zu fordern und einen geordneten Rückbau von EURO und EU zu starten

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vox veritas 21.06.2015, 18:16
56. Europa könnte längst gerettet sein

Hach ja, Politik ist ja so einfach, wenn man Kolumnen schreibt.

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beutedeutsche 21.06.2015, 18:16
57. Richtige Diagnose, falsche Therapie

Es ist richtig, das die EU (und nicht Europa) scheitern muss, und lieber frueher als spaeter. Es ist aber falsch zu behaupten, dass die Eliten (???), Parlamente, oder Politiker gegen der EU-Gleichschaltung sind. Gegen der totalistischer Zwangsunifizierung sind vor allem die Menschen, die in jedem europaeischem Land wohnen.
EU als Gebilde wird scheitern, wie alle Vorgaenger, die haben versucht, Nationen mit verschiedener Traditionen, Kultur, ekonomischem und technischem Niveau mit Zwang zu unifizieren. Die Beispiele von Roemischem Imperium, KuK Oesterreich, oder Sowietunion lassen gruessen.

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verinet 21.06.2015, 18:16
58. falsche Versprechungen

...bei der Einführung des Euros wurde versprochen dass dieser weder zu einer Schulden- noch zu einer Transferunion führen wird...der Autor fordert nun genau dieses damit der Euro und das "Projekt Europa" gelingen kann, sowie weitere Aufgabe nationaler Souveränitätsrechte. Ich finde wir sind doch alle Demokraten warum nicht darüber abstimmen lassen? anstatt dem Bürger unter Bruch von Versprechungen dies hintenrum als reines Eliteprojekt rein zudrücken, dies führt zu Verdruss und dem Scheitern des Projekts Europa.
Eine immer weiter führende Integration in der EU muss nicht der beste Weg sein der falsch konstruierte Euro war evtl der erste Schritt zu weit, soviel Stress und Streit gab's vorher nicht. Europa ist der Kontinent der Vielfalt und nicht der einen vereinigten Staaten von Europa Brühe.

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dukatenjunge 21.06.2015, 18:16
59. Pssst,

ich verrate jetzt mal ein Geheimnis: Europas Völker wollen gar keinen Euro-Staat.

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