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Währungsschwäche Brexit-Votum: Leichtes Pfund verunsichert Briten
REUTERS

Das Brexit-Votum schickte das Pfund auf Talfahrt. Die britischen Verbraucher sind seitdem vorsichtig, die Firmen pessimistisch.

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capaelle 25.07.2016, 23:43
40.

Zitat von winlen-bay
Das Niveau des FT Index wird von Firmen bestimmt die global tätig sind und nur verhältnismäßig wenig in GB. Mit dem schwachen Pfund gehen somit die eingeführten Gewinne hoch. Die britische Wirtschaft besteht mehr oder weniger aus hairdressers and gambling activities, keine gute Grundlage und profitierte hauptsächlich von inward investments, deren Logik jetzt entfällt. GB wird langsam aber stetig verfallen. When Shell, Unilever, Glaxo, selbst HSBC florieren bedeutet das herzlich wenig für den generellen Wohlstand der Bevölkerung. Es werden noch weniger Mittel für Infrastruktur und dem National Health bereitstehen, was sowieso schon kaum noch zu retten ist. I am afraid, you are totally wrong.
Der FTSE 100! Der FTSE 250 spiegelt die britische Wirtschaft schon ganz gut wieder. In Zusammenhang mit dem Pfundverfall zeigt dieser Index ja aber auch abwärts.

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Kilon 26.07.2016, 00:10
41. Jetzt gehts los...

Tja... 51,9 vs 48,1 war es ja das Ergebnis oder? Wie zahlreiche Umfragen bzw. eigentlich Marktforschung betreibende Institute herausfanden, würde jetzt das Brexit-Votum wohl scheitern.

Ich weiß nicht, ob irgendein Finanzinstitut schon ordentlich Stellen gekürzt hat in London? Natürlich wird jede seriöse Bank weiter hin dort sein, aber ob es dann als "Europa-Hauptsitz" weiter hin dient, ist fraglich...

Wie gesagt ich denke Paris?!, Frankfurt am Main... weiß sonst nicht wo so großartig die Zentren sind. Evtl. auch etwas in Italien/Rom bzw. Spanien... alles mögliche auf dem Europäischen Festland.

Das Pfund ist von über 1,50 US-$ je GBP auf gerade mal so jetzt aktueller Kurs 1,31 US-$ je GBP gefallen.

Sprich: Eher schlecht für Länder die mehr importieren als exportieren. Weiß gerade nicht wie es im UK aussieht, aber denke mal ohne "Dienstleistungen" im Finanzsektor werden die Impote viel höher sein und Exporte auch, sprich ein Haushaltsdefizit, Bankrott vieler kleinen Firmen die bisher noch für die ganze EU produzierten...

Kein Welteruntergang aber wie gesagt der Wirtschaft wird es schon schaden. Man denke alleine an PC (weil ich bald plane frühzeitiger als sonst upzugraden, warte nur einen guten EUR/USD-Kurs... weil der Laden bestellt die Teile erst nach Kaufabsicht und 10%iger Anzahlung (spart vieeeeel Platz, kein Wertverlust durch rumstehende Kartons mit Grakas oder so, nur 2-3 Stück die iwie gerade im Angebot sind oder der Renner stehen rum, sonst so kleiner Kram halt, aber keine teure Hardware die praktisch täglich einen leichten Wertverlust erleiet.

Das wird ja in USD gerechnet, besonders der RAM und die CPU glaube ich.

RAM + CPU + Main-/Motherboard alleine schon einiges teurer als zuvor. Wenn vorher 300 US-$ ergo 200 Pfund ausreichten, braucht es jetzt doch einige Pfund mehr. Dazu kommt noch die/eine Festplatte (kleine SSD für Windows und 1 Online-Rollenspiel :) + normale HDD wie bei meinem 2014er PC schon).

Wie in Russland, solche Leute trifft es... und 500 US-$ ist wirklich nicht sonderlich viel für Low-Budget-Gaming muss man sogar bei meinem "Ladung" einiges mehr zahlen, noch schlimmer die fertigen Komplettsysteme in manchen Läden wie M-Markt oder Saturn...

Würde auf jeden fall 750 US-$ einplanen, eher 800 bis 900 US-$... mal sehen. Öl und Gas wird auch schon lange importiert netto trotu Schottlands letzter größeren Felder die noch aktiv sind (Brent Crude Oil Sorte besteht eh zu max. 10% aus Brent und 90% anderes Öl aus der Nordsee/Norwegen).

Mal sehen...

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vielflieger_1970 26.07.2016, 00:28
42.

Zitat von pmeierspiegel
der britische aktienindex steht deutlöich höher als vor der brexitentscheidung ... der spiegel mag es sich nopch so sehr wünschen, das GB abschmiert, es wird nicht passieren.. es wird die blaupause , NL wird als nächsten folgen in wenigen jahren.
Es war jedem Ökonomen klar, was passiert, daher wundert es mich auch nicht, was in England los ist. Ihr Szenario mag ja Ihr Wunsch sein, nur wird er sich nicht erfüllen. Und das ist gut so!

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hennesviii 26.07.2016, 00:35
43. und Bayern?

Zitat von kocmoc
"Sie reden von D als, wären wir da... Die Unternehmen profitieren und da auch nur die richtig großen, die meisten Mittelständler eben nicht. Der gemeine Bürger profitiert nicht von einem schwachen Euro, im Gegenteil. Wir würden von einem starken Euro profitieren, denn dann würde von jedem Bürger das Eigentum und Vermögenswerte aufgewertet werden."
Glauben sie, die Landwirte in Bayern wären darüber verzückt, dass Agrarprodukte aus IT und FR bei einer imaginären Abwertung viel billiger würden?

Die CSU Stammwähler waren die grössten Lobbyisten für eine Einheitswährung - auch gerade mit Südeuropa / auch wenn dies heute keiner mehr wissen will


https://www.econbiz.de/Record/die-agrarwirtschaft-wartet-auf-die-verwirklichung-der-europäischen-währungsunion-manfred-schöpe/10001200900

im übrigen ist es gerade der Mittelstand in CH, der über den starken Franken klagt

http://www.spiegel.de/wirtschaft/schweizer-franken-wie-unternehmer-mit-der-aufwertung-umgehen-a-1072182.html#js-article-comments-box-pager

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Thomas Mayer 26.07.2016, 00:49
44.

@pmeierspiegel tja, dann rechnen Sie den Aktienindex doch mal in US-Dollar um, dann werden Sie sehen, dass alle britischen Unternehmen auf einen Schlag quasi 10-15% weniger wert waren/sind. Würde dann auch noch der Aktienindex sinken, würde sich das ganze ja potenzieren...

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Umbodsmadur 26.07.2016, 00:56
45. @joG

nicht richtig. Der Export schwaechelt trotz niedrigem Euro. Der deutschen Wirtschaft geht es gut, weil die Deutschen von Draghi gezwungen werden, ihr Geld jetzt rauszuschmeissen, bevor es nichts mehr wert ist - was sie nachweislich auch in Massen tun. Ich hab sogar schon das goldige Wort "Blaeschenbildung" vernommen, hier in diesem Magazin glaub ich ;))

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thequickeningishappening 26.07.2016, 01:43
46. Und was macht das £

wenn der Euro implodiert? Dann gibt es ein "Fenster" fuer Heuschrecken!

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jowitt 26.07.2016, 01:53
47. @ joG

Zitat von joG
....ist ein guter Motor für die Wirtschaft. Der deutsche Export lebt durch den krisengeschwächten Euro gut seit einiger Zeit. Ohne dem mit den daher zu tiefen Zinsen ginge es uns wenig gut.
Na ja. Ganz so einfach ist das schließlich nicht. Wenn man, wie GB sehr viel importiert erhöht das halt erstmal die Preise. Natürlich kann man u.U. seine Produkte günstiger Verkaufen. Da muss man aber dann auch genügend Produkte herstellen. Das dürfte Jahrzehnte dauern, bis sich in GB wieder eine nennenswerte Produktionswirtschaft etablieren wird.

Will sagen: So eindimensional, wie Sie das darstellen, ist es mitnichten.

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jowitt 26.07.2016, 02:02
48. @kocmoc

Zitat von kocmoc
Sie reden von D als, wären wir da... Die Unternehmen profitieren und da auch nur die richtig großen, die meisten Mittelständler eben nicht. Der gemeine Bürger profitiert nicht von einem schwachen Euro, im Gegenteil. Wir würden von einem starken Euro profitieren, denn dann würde von jedem Bürger das Eigentum und Vermögenswerte aufgewertet werden.
"Wir würden von einem starken Euro profitieren, denn dann würde von jedem Bürger das Eigentum und Vermögenswerte aufgewertet werden."

Unsinn. Ich gebe, wie fast alle deutschen Bürger meinen weitaus größten Teil meines Geldes im EURO-Raum aus. Auch wenn ich mein Haus verkaufe, erhalte ich EURO. Ob der nun außerhalb des EUROraumes mehr oder weniger Wert ist, erhöt weder noch vermindert er meine Vermögenslage.

Allenfalls Arbeitsplätze und importierte Güter von außerhalb des EUROraumes sind hier anfällig bei Auf- oder Abwertungen des EURO. Das ändert aber nichts grundsätzliches an meiner Vermögenslage, sondern höchstens an meinem Konsumverhalten.

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Miere 26.07.2016, 04:25
49. Insofern war der Brexit völlig rational.

Die Leute in den sterbenden Seebädern, die für den Brexit gestimmt haben, die jetzt vielleicht wieder mehr Kundschaft bekommen, oder in den ärmeren Vierteln der Großstädte, wo jetzt wohl die Mieten fallen werden, oder Landwirte, die vielleicht wieder konkurrenzfähig anbauen können - die haben also nicht aus Dummheit oder Fremdenfeindlichkeit so gestimmt, sondern ihre Entscheidung war absolut vernünftig.

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