Forum: Wirtschaft
Währungsstreit: China weist Vorwurf der Manipulation zurück
Kin Cheung/DPA

Die Reaktion aus Peking kam prompt: China weist den Vorwurf der Währungsmanipulation zurück. Stattdessen werfen Staatsmedien den USA vor, die Welt zu destabilisieren.

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lalito 06.08.2019, 11:27
1. Geister

Ob der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika die Flasche wieder zu bekommt ist die eine Frage, die andere hat sich wohl auf lange Sicht mit den bereits rausgelassenen Geistern zu beschäftigen. Porzellanladen und die Elefanten . . .

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mimas101 06.08.2019, 11:29
2. Hmm Tja

Und wer will nochmals den US$ im Keller sehen weil alle Wechselstuben und Notenbanken die anderen nationalen Währungen unfairerweise abwerten würden, natürlich mit dem Ziel den US$ zu verteuern und damit auch die schwer schuftenden US-Amerikaner um den gerechten Lohn ihrer Arbeitskraft zu bringen?
Ich glaube das war DT selbst in einem seiner Tweets.
Damit fordert der Herr Präsident seit einiger Zeit doch höchstselbst eine absichtliche Manipulation, also Unterbewertung, des US$ damit die Welt endlich Waren Made in USA kauft.

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w.diverso 06.08.2019, 11:33
3. Da setzt Trump

China wirtschaftlich immer mehr unter Druck und ist dann überrascht wenn eine Reaktion kommt. Außerdem ist bei einem Land in welches ausländische Investoren Vertrauen verlieren, mehr als normal, dass dann die Währung abwertet. Da China ihre Währung zum Großteil selber kontrolliert war dieser Schritt ja zu erwarten. Dumm ist nur der, der damit nicht rechnet. China ist einfach ein anderes Kaliber als ein Konkurrent um einen Bauplatz für ein Hotel. Das hat Trump scheinbar noch immer nicht begriffen. China wird auch bei der Abwertung ihre Währung mehr als vorsichtig sein, da dadurch ihre Importe auch teurer werden. Da China sich zu einer Konsumgesellschaft entwickelt, ist das wegen den steigenden Importen auch nicht zu vergessen.

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jana45 06.08.2019, 11:41
4. gegenüber dem EURO ist der Renminbi recht stabil

vor einigen Jahren gab es sogar mehr Renminbi für einen Euro. Es liegt eher eine generelle Stärke des Dollar vor. Der Grund liegt im steigenden Ölpreis durch den Irankonflikt, der die Nachfrage nach Dollar steigen lässt und diesen somit gegenüber anderen Währungen stärkt.

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sothebys22 06.08.2019, 12:00
5. Wie lange werden sich die Amerikaner...

...Gefallen lassen dass Ihr President so mit ihren Renteneinlagen und Ersparnissen, die meist in Aktien angelegt sind, unkontrolliert spielt. Diese Börsenkrise gibt nicht die Realität wieder sondern die reine Angst vor Trumps one man Entscheidungen. Ich denke die Rep Partei wird hier reagieren , handeln müssen. Hier geht es nicht um ein paar rassistische Sprüche oder Tote in Grenzstädten , hier gehts ins Portmonee der Wähler und Lobbyisten

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hans-rai 06.08.2019, 12:06
6. Faszinierend, wie die USA...

...jedesmal, wenn sie selbst mit einer Maßnahme eine Situation geschaffen haben, auf die Gegenreaktion mit Schuldzuweisungen reagieren. Es kann einem langsam wirklich Angst machen, wie unter Trump die USA die Weltordnung zerstören. Man kann kaum glauben, dass die USA ihre Stärke so falsch einschätzen und verblüfft sind, wenn sich die angegriffenen Länder wehren. Das alles trägt nicht zu einer entspannten, positiven Entwicklung in der Weltgemeinschaft bei.

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Epimetheu$ 06.08.2019, 12:07
7. Schwanken denn Dollar und Euro frei?

Der Artikel suggeriert, dass Euro und Dollar nur durch den "Markt" beeinflusst werden und nicht durch den Staat/ die Staaten. Natürlich ist dies nicht der Fall. Gerade der Wert des Dollars ist stark durch die Politik der Amerikaner bestimmt, die weltweit militärisch den Petrodollar mit allen Mitteln schützen. Die FED und die amerikanischen Rating Agenturen sind weitere Mittel in den kleinen und großen Währungskriegen.
Die Einschätzung des "scharf formulierten" chinesischen Leitartikels das "...einige Leute in den Vereinigten Staaten machen genau das Gegenteil." teile ich und kann am Beispiel von zig Ländern belegt werden.

Ich würde mir wünschen, dass die Artikel im SPON neutraler formuliert werden würden. Wenn ein semantisch negativ konnotierter Begriff wie "Staatsmedien" verwendet wird, müsste im Gegenzug auch jedesmal auf die politischen/wirtschaftlichen Verstrickungen der New York Times oder Washington Post hingewiesen werden, die auch alles andere als neutral sind.

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warmbruster 06.08.2019, 12:29
8. Krieg und Frieden

Wer die Geschehnisse seit dem Antritt des US Präsidenten kritisch verfolgte, kann jetzt ganz klar sehen,wie sich ein egoistisches Verhalten einzelner "Führer" der großen Handelsnationen in der Realität auswirkt.
In der heutigen Zeit sind keine Handelskriege zu gewinnen.Alle Beteiligten werden die Folge einer solchen Politik tragen müssen. Leider geht das alles zu Lasten des kleinen Mannes.China ist nicht gerade dafür bekannt,dass man unüberlegt handelt. Jedoch gibt es Grenzen. Es ist ja nicht nur die Handelspolitik der US Amerikaner,die für Aufregung sorgt,sondern es sind auch die Ankündigungen nach Stationierung neuer Mittelstreckenraketen im aisiatischen Raum. Der Streit geht aber auch zu Lasten der EU.Hier sollten sich unsere Politiker einmal darüber Gedanken machen,ob es richtig ist,einem Herrn Trump gegenüber immer wieder Zugeständnisse zu machen, ohne dafür eine Gegenleistung zu erhalten. (Gas , Rindfleich, Soja usw.). Wenn die Diplomatie der EU nicht weiterkommt,sollte man Herrn Trump die Vertrauensfrage stellen und sich gegebenenfalls aus dem US Markt zurückziehen und auch keine US Importe mehr zulassen. Dies hätte zwar massive Auswirkungen auf unsere Wirtschaft,aber auch die Trump Wähler würden die Auswirkungen stark zu spüren bekommen. Danach würde die Vernunft vielleicht wieder einkehren.
I

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Darwins Affe 06.08.2019, 12:30
9. Einige Fakten

1) China hat wohl kein Interesse den Yuan als Schwachwährung zu installieren
2) Es möchte sicher keine Kapitalflucht wie 2015/16
3) Andere asiatische Währungen würden nachziehen, was die erhöhten Exportchancen neutralisierte.
4) Importpreise würden zu Lasten der chinesischen Firmen und Bevölkerung teurer
5) Viele chinesische Unternehmen haben sich in USD verschuldet
6) Trump könnte die Zölle noch viel mehr erhöhen

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