Forum: Wirtschaft
Währungssystem in der Krise: Daran wird der Euro zerbrechen
DPA

Meine Erkenntnis des Jahres: Der Euro ist gar keine Währungsunion. Er ähnelt vielmehr dem Goldstandard - und der ist auseinander geflogen. Ich sage dem Euro dasselbe voraus.

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dunnhaupt 25.12.2015, 13:51
10.

Das stimmt. Es gab jedoch in der Vergangenheit schon viele erfolgreiche Währungsunionen, darunter die deutsche von 1871. Stets begannen sie vom ersten Tag an mit politischer Union, gemeinsamen Finanzen, Steuern und Sozialleistungen in sämtlichen beteiligten Staaten. Die Idee, dass jeder Staat und jeder Finanzminister nach wie vor auf eigene Faust weiter wurschteln kann, ist absurd.

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btz 25.12.2015, 13:53
11. Schade um die Zeit! Den Artikel zu lesen und zu schreiben.

Selbst die Aussage, dass die Zeit des Euro sicher begrenzt sein wird, ist falsch!
Übrigens gibt es den Thaler auch noch: er heisst jetzt nur Dollar!

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basecape-man 25.12.2015, 13:59
12. interresante betrachtung nur welche schlussfolgerungen ..

sind daraus zu ziehen .haben nicht doch die recht die sagen für den euro wäre es am besten wenn deutschland ihn verlassen würde?und ist ein verlassen des euro egal durch wenn bei der schulden(gelddruckpolitik)der ezb überhaupt ohne einen totalcrash möglich?dazu hätte ich gern mal ein paar fundierte meinungen gehört.kann das ende des euros nicht schon ganz plötzlich kommen wenn z.b gott bewahre uns davor madame le pen die präsidentschaftswahlen in frankreich gewinnt?gibt es einen "plan b"bei der bundesbank?

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nestor01 25.12.2015, 14:04
13. Bahnbrechende Erkenntnis

"Die Zeit des Euro wird begrenzt sein." Diese Vermutung hat sich mir bereits 2012 aufgedrängt. Nicht wegen des "Quasi-Goldstandards", sondern wegen der Erkenntnis, dass der EURO als Schaltgetriebe für völlig unterschiedliche Volkswirtschaften nicht funktionieren kann. Hinzu kommen die unterschiedlichen Mentalitäten der Mitgliedsstaaten hinsichtlich der Fiskalpolitik. Jeder dieser Gründe ist hinreichend für ein Scheitern.

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flipbauer 25.12.2015, 14:11
14. also

Zitat von ihawk
Es läßt sich vorzüglich darüber diskutieren, nur eines wird immer offensichtlicher: Das monetäre System wie wir es kennen nähert sich dem Zusammenbruch. Das am EURO festzumachen ist lächerlich. Die Deregulierungen der Banken vor 30 Jahren hat zur Pervertierung der Finanzwirtschaft geführt. Massive Geldmengen wurden dem Kreislauf der Wertschöpfung entzogen und mafiaähnlich strukturierte Banken zocken täglich mit Billionen. Das ist m.E. das Problem und nicht der EURO.
nicht den Euro abschaffen, sondern die Banken regulieren.

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schlamassel_hoch_12 25.12.2015, 14:12
15. ich hätte nicht gedacht, ...

Herrn Münchau in dem Fazit seiner Betrachtug zustimmen zu können. Gleichwohl sehe ich Differnzen in Details seiner Betrachtung: 1.)"Wer sich nicht anpasst, hat immer größere Schwierigkeiten, sich im System zu halten." Das, Herr Münchau, war doch genau der Plan. Man wollte von Anbeginn des Euro durch die Zwänge der gemeinsamen Währung eine Konversion der Politik aller Länder erreichen, um am Ende aus der Konföderation eine Föderation machen zu können. Der Euro sollte immer Katalysator des Einheitsstaates sein. 2.) "Transferleistungen von anderen Ländern waren keine Option." Pustekuchen. Eben weil der Euro nur ein Werkzeug zum EU-Zentralstaat ist und leider nicht den erwarteten Erfolg hatte, finden inzwischen massive Transferleistungen statt (die Griechenland"rettung" ist genau das), um das Zentralstaatsprojekt nicht aufgeben zu müssen. Der Euro scheitert an der Realität, die sich nicht der Vision annähern will.

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jph_22 25.12.2015, 14:13
16. ... Nur noch viel schlimmer. ..

...Da man ohne eigene Währung nicht einfach raus kann... Jeder der raus will muss erst die eigene Währung drucken und das bedeutet das man ankündigt in ca. 8 Monaten oder so, abwerten wird. Da ist der Absturz durch Kapitalflucht sicher...
Varoufakis beschreibt das alles sehr gut, sein "modest propsal" war der Vorschlag einer Lösung innerhalb der bestehenden Institutionen der EU...

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jamguy 25.12.2015, 14:14
17.

Zitat von stonedeath
Das haben Sie, Herr Münchau,*sehr schön und verständlich formuliert, wie man es eben von Ihnen gewohnt ist. Dass es aber bis jetzt gedauert hat, bis Ihnen diese Erkenntnis gekommen ist, erstaunt mich doch sehr!
Als Sammlermünze bringt der € viel mehr freude und is dann wenigstens was wert.

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tropfstein 25.12.2015, 14:15
18. Der Euro kann wunderbar funktionieren...

..wenn, ja wenn die Teilnehmer sich an Regel Nr 1 hielten: Nur so viel Geld ausgeben wie man hat. Dann spielt es auch keine Rolle, ob ein Land stark (wie Deutschland oder Frankreich) oder schwach (wie Estland und Grievhenland) ist. Estland hält sich an die Regeln und alles ist gut, andere Länder wollen leider südlichen Schlendrian leben, finanziert durch das Vertrauen, das die Nordländer erarbeitet haben. DAS geht nicht.

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FDeck 25.12.2015, 14:17
19. Meine Erkenntnis...

...des Jahres ist die, das nichts von dem was in dieser Kolumne seit Jahren orakelt wird eingetreten ist und höchstwahrscheinlich so auch niemals eintreten wird.

Mit freundlichen Grüßen

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