Forum: Wirtschaft
Währungsunion in der Krise: Wer ist Schuld, falls der Euro scheitert? Deutschland!

Es klingt absurd: Deutschland schultert in der existentiellen Krise der Währungsunion Risiken von Hunderten Milliarden Euro* - doch wir gelten nicht als wohlmeinende Führungsmacht, sondern*stehen als "Euro-Nazis" am Pranger. Wie konnte es bloß so weit kommen?

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Izmir.Übül 21.06.2011, 15:52
80. .

Zitat von Binideppert?
Deutschland ist erst dann souverän, wenn es nicht mehr Everybody's Darling ist.
Sie meinten wohl "sein will".

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Schlachtroß 21.06.2011, 15:52
81. Falsch!

Wenn der Autor im Jahr 2009 ansetzt, dann springt er so kurz wie ein Einbeiniger mit Blei an den Schuhen.

Die heutige EU und der Euro haben erhebliche Konstruktionsfehler, und dazu gehört die Tatsache, dass es sich bei selbigen um reine Kopfgeburten unserer politischen Klasse (manche sagen auch politischen Winkeladvokaten) in Berlin und Brüssel handelt. Diese Kopfgeburten sind einem einsam-erlauchten Kreis weniger Erleuchteter entsprungen und nicht das Ergebnis einer im Volk verankerten Bürgerbewegungen.

Schlimmer noch: In der Annahme, dass der Plebs (je nach Schmähbedürfnis kann man auch von Pöbel sprechen) eh nicht kapiert, was gut für ihn ist, regiert und entscheidet man am besten an ihm vorbei. Das ist übrigens derselbe Grund, warum es in Deutschland auch keine Volksabstimmungen für wichtige Fragen geben soll. Jetzt fällt der politischen Klasse diese Art zu regieren - nämlich am Volk vorbei - direkt auf die Füße. Die Rituale bleiben gleich: Sollte die Wahlbeteiligung bei Europa-Wahlen sinken wird wieder Betroffenheit geheuchelt, um gleich anschließend darauf hinzuweisen, dass der 'Bürger' (Plebs, siehe vorher) stärker einzubinden sei - letzteres natürlich nur rein rhetorisch.

Woher soll die Identifikation der Deutschen mit der aktuellen EU und dem Euro herkommen?

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idealist100 21.06.2011, 15:53
82. Zu spät

Zitat von smallprint
"Das Land wäre auf viele Jahre von den Kapitalmärkten abgekoppelt und würde jede Chance verlieren, sich in absehbarer Zeit wieder selbst mit Krediten versorgen zu können." Trotzdem muß man ja mal durchrechnen, ob es für den Steuerzahler nicht billiger kommt, den Griechen im Falle einer Insolvenz mit Forderungsausfall für die Glübiger einige Jahre lang 10 Mrd. € als Haushaltsbeihilfe zu zahlen, weil sie am freien Markt nichts mehr kriegen, oder ob es billiger kommt, 260 Mrd. Schulden via EZB und Bürgschaften zu übernehmen. Insolvenzreif ist das Land dort doch so oder so und daß sich die Insolvenzverschleppung für den Steuerzahler auszahlt, bezweifle ich. Das Land braucht einen Schuldenschnitt, und die Frage ist nur, ob der Steuerzahler hier den Schaden hat oder die Bankster anderwo. Warum soll der Steuerzahler mündige Anleger von den Risiken ihrer Geldanlage freistellen? Warum soll das für ihn billiger, besser und günstiger sein?
Die EZB und damit die EURO Staaten haben doch schon mind. 120 Mrd. von den Privaten aufgekauft bzw. sozialisiert. Aber wie gesagt lieber ein Ende mit Schrecken wie ein Schrecken ohne Ende.

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joff 21.06.2011, 15:53
83. früher war alles besser,

Zitat von Spades
Europa hat vor der EU ja ganz toll funktioniert. Es gab ja bloß jede Menge Kriege angefangen beim 30jährigen bis zum 2. Weltkrieg. Zugegeben, ich ziehe hier die EG und ihre Vorgängerorganisationen mit ein, aber ich denke das ist legitim. Die europäische Integration hat eine beispiellose Periode des Friedens für Europa gebracht. So weit, dass Politiker über Synergien durch Zusammenlegung der militärischen Potentiale diskutieren. Ich weiss nicht wie es Ihnen geht, aber dafür bin ich schon ziemlich dankbar.
Tja, so ein bisschen Frieden und einen weltweit seltenst erreichten Wohlstand reicht manchen nicht. In verklärendem Geschichtsrevisionismus war "man" früher "wer".
Da gab es keine Eurokraten, deshalb waren alle frei und das Leben eine einzige, mit stolzgeschwellter Brust erfahrene Wonne.
Sofern man nicht im Schützengraben verreckte.
Zum Thema hier. Es spielt überhaupt keine Rolle mehr, ob die Einführung des Euros und der Beitritt Griechenlands ein Fehler waren.
Der Euro ist da und Griechenland drin. Is so. Da kann man jetzt keifen bis der Stammtisch jubelt, das Problem löst sich dadurch nicht auf.
Ein Scheitern der Währungsunion wäre für die Handelsnation Deutschland ein Katastrophe sondersgleichen. Und um ein Vielfaches teurer als die Rettung von "Pleitestaaten".
Die Verzögerungstaktik wird Frau Merkel, vermutlich, Stimmen einiger ehrlich entrüsteter Nationaldeutscher (oder eurofeindlicher Altkommunisten , wer sich da lieber sieht) bringen, uns alle jedoch letztendlich nur noch mehr Geld kosten.
Insofern geht mir Frau Merkel auch auf den Keks, bin ich doch dummerweise in einer vom Aussenhandel abhängigen Branche tätig. Wie wohl der allergrösste Teil der arbeitenden Bevölkerung.
Unsere freiheitlichen Nationaldeutschen, die hier en masse morgens schon ihre Hysterien posten können, wird das vermutlich weniger treffen.

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Zavi85 21.06.2011, 15:53
84. Natürlich der Osten wars

[QUOTE=tarson;8107751]Man hätte es wissen können:

Wer eine Kanzlerin aus den neuen Bundesländern wählt,
die nicht die Politik der Westbindung Adenauers erlebt hat/erleben konnte,
ist auch nicht in der Lage "... die Grundlinie westdeutscher Politik seit Konrad Adenauer fortzuführen, ..." - mangels Verständnis.

Ganz toll, lassen wir doch lieber Dampf aneinader ab als uns auf die wahren Schuldigen zu konzentrieren. Idioten gibt es in Ost und West und wie jeder hier wissen sollte sind die jeweilig größten in der Regierung. Sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene.

Das man es nicht lassen kann das deutsche Volk gleich als Nazis zu bezeichnen ist einfach furchtbar. Wo ist denn da ihr Mut zum Wiederspruch geblieben Frau Merkel? Ziehen Sie uns nicht nur das Geld aus den Taschen sondern Verteidigen Sie die Menschen die Sie gewählt haben auch!

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Mülheimer 21.06.2011, 15:53
85. Gut formuliert!

Zitat von naknak
Man muss unterscheiden zwischen: -Europa hatte schon vor dem Euro und der EU gut funktioniert. -EU Bürokratisches Monstrum -Euro bloß weg damit!
Sie haben völlig recht und der Artikel ist eine Farce. Sollen wir Deutschen unser Geld mit dem Füllhorn über Südeuropa auskippen. Nein, niemals!
Und wenn wir rechts wählen müssen um diesen Schwachsinn zu beenden (EURO und diese Rettungsschirme) dann werde ich das tun müssen.
Schuld bin dann aber nicht ich sondern die Schwachköpfe, die unseren Wohlstand verschenken!!!!

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xeniabloom 21.06.2011, 15:54
86. Ab nach Karlsruhe am 05.07.2011

Zitat von idealist100
Warum schreibt der Autor nicht gleich:" Die BRD hat als Nachfolger des Deutschen Reiches halt Reparationszahlungen in unbegrenzter Höhe an die EURO Länder zu leisten". Das wäre richtig, anstatt den Leser zu verballhornen.
Sie haben vergessen zu erwähnen, dass Deutschland von Griechenland und vom Euro am meisten profitiert hat...Habe ich heute nur zwei Mal im Radio gehört und bekomme Entzugserscheinungen...

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MDen 21.06.2011, 15:54
87. Jo!

Zitat von Fliegendes Nashorn
Der Euro wurde uns von den Alliierten aufgezwungen als "Preis der Wiedervereinigung" - DER SPIEGEL brachte dies vor ca. 20 Jahren sogar als Titelgeschichte. Das deutsche Volk hat den Euro nicht gewollt, die gemeinsame Währung wurde uns aufgezwungen, um uns zu schwächen. Gleich mit der Einführung der neuen Währung wurden die Deutschen der Hälfte ihres hart erarbeiteten Vermögens beraubt. Und nun sollen, wenn scheitern tut was scheitern muss, die Deutschen "schuld" sein? Nein! Wenn irgendjemand schuld ist, dann - die Alliierten, die auf der Einführung des Euro bestanden, - die Griechen, die sich in den Euro hineingelogen und betrogen haben, - die Banken, welche letztlich die Profiteure der aus dem Hut gezauberten "Schulden" sind. Die Deutschen sind nicht die Schuldigen, sondern die Hauptopfer des von vornherein zum Scheitern verurteilten Euros. Und jedesmal, sobald die Deutschen nicht ohne mit der Wimper zu zucken zig Milliarden ans Ausland verschenken, mit der Nazi- oder Schuldkeule zu drohen, verfehlt seine Wirkung, und erreicht bei den heutigen Deutschen oft nur das Gegenteil.
Seit dem Euro geht´s mit der deutschen Wirtschaft nur noch bergab! Vor dem Euro war die Deutschland wirtschaftlch bärenstark, es gab weder Arbeitslosigkeit noch Verschuldung. Und dann haben die Griechen, die Spanier, Die Portigiesen und die Iren unseren deutschen Reichtum verprasst, den wir Deutschen mit unserem immerwährenden Fleiß ganz allein schwer erarbeitet haben. Ds ist soooo gemein!!!

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Willi Wacker 21.06.2011, 15:54
88.

Zitat von Fliegendes Nashorn
- die Griechen, die sich in den Euro hineingelogen und betrogen haben,
Eben.
Am Anfang dieser griechischen Tragödie stand (der geduldete und geschützte) Betrug.
Und in der Fortsetzung war es der Bruch der eigenen Regeln (3% Verschuldung als OBER-Grenze; gefolgt von Sanktionen).
Der Bruch der Regeln ging auch von Deutschland aus.
Aber alle haben fröhlich mitgemacht.

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flanke 21.06.2011, 15:55
89. ...

Ja spinnen denn jetzt alle?

Bin ich etwa im falschem Film?

Wir deutsche Bürger - nicht der Staat, die Regierung oder Frau Merkel - bürgen mit sage und schreibe 211.000.000.000 (!!!) Euro für die Schulden von Ländern, deren Probleme wir in keinster Weise verursachtt haben und die SPON-Redakteure lassen nichts unversucht, uns dafür noch Schuldgefühle einzureden.

Ab wann gibt es denn mal ein wenig Dankbarkeit? Ab 500 Mrd.? Oder ab einer Billion?

Ohne die Deutschen, die anstatt zu streiken und zu demonstrieren (obwohl sie allen Grund dazu hätten) weiterhin hart ARBEITEN um die Schulden der Anderen zu bezahlen, wären Staaten wie Griechenland, Irland oder Spanien schon längst pleite. Dann gäbe es dort keine Nobelpensionen oder Traumgehälter für Pförtner mehr.

Wie wäre es denn zur Abwechslung mal mit einem schlichten "Danke, ihr Deutschen"?

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