Forum: Wirtschaft
Wäre es besser für Griechenland, die Eurozone zu verlassen?

Mehr Verwirrung war selten: Das Tauziehen um die wirtschaftliche und politische Zukunft Griechenlands entwickelte sich zu einer beispiellosen Achterbahnfahrt. Die Zukunft des Landes ist ungewiss. Wäre es für die Griechen besser, die Eurozone zu verlassen?

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skruffi 23.02.2012, 09:12
170. Ja, so schnell wie möglich

Zitat von sysop
Mehr Verwirrung war selten: Das Tauziehen um die wirtschaftliche und politische Zukunft Griechenlands entwickelte sich zu einer beispiellosen Achterbahnfahrt. Die Zukunft des Landes ist ungewiss. Wäre es für die Griechen besser, die Eurozone zu verlassen?
Griechenland war nie eurotauglich und wird es nie sein. Griechenland
kann diese Währung nicht stemmen. Also zurück zur Drachme! Die kann
man fein abwerten und Griechenland wäre nicht dem Druck des absoluten
Festhaltens an dieser "Währung" mehr ausgesetzt.
Die Prognosen, welche jetzt zum wiederholten Male zum weiteren Rettungspaket geführt haben, sind doch Augenwischerei. Wer die griech.
Verhältnisse kennt, weiß, dass das so niemals eintreffen wird.
Keine effiziente Steuerverwaltung, kein Grundbuchsystem, Korruption in
allen Lagen, Fakelaki allerorten. Griechenland ist unrettbar!
Die deutschen Politiker sagen uns auch nicht die Wahrheit. Es ist immer
nur von Bürgschaften etc. die Rede, die nur im ungünstigsten Falle den
Steuerzahler belasten. Tatsache ist, dass durch die Beteiligung der Banken
der Steuerzahler schon jetzt mit mind. 10 Milliarden belastet ist. Fakt.

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marant 23.02.2012, 10:44
171. ttt

Zitat von sysop
Mehr Verwirrung war selten: Das Tauziehen um die wirtschaftliche und politische Zukunft Griechenlands entwickelte sich zu einer beispiellosen Achterbahnfahrt. Die Zukunft des Landes ist ungewiss. Wäre es für die Griechen besser, die Eurozone zu verlassen?
... aber natürlich, um dann in aller Freundschaft Geschäfte zu machen ;o) Handelspolitik auf Argentinisch: Tausche Porsche gegen Wein - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

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dirkmüller93 23.02.2012, 23:03
172.

Zitat von skruffi
Griechenland war nie eurotauglich und wird es nie sein. Griechenland kann diese Währung nicht stemmen. Also zurück zur Drachme! Die kann man fein abwerten und Griechenland wäre nicht dem Druck des absoluten ch die Beteiligung der Banken der Steuerzahler schon jetzt mit mind. 10 Milliarden belastet ist. Fakt.

Geb ich dir absolut recht und dieses Problem hat nicht nur Griechenland.Zu viele Staaten mit einer zu schwachen Währung verpesten unseren Euro,meiner Meinung nach wäre eine Kern-Eurozone mit den starken Euro-Ländern immer noch der beste Weg in und aus dieser Krise.Dies würde zu einer Stabilisierung und deutlichen Stärkung des Euro führen.

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Wollilein 24.02.2012, 07:04
173.

Bei der unterstellten Weitsicht und des Intellektes von Schäuble und seinem absoluten Festhalten am Glauben daß Griechenland wieder in ein ruhiges Fahrwasser kommen kann frage ich ich mich mmer öfter ob er uns alle verschaukeln will oder ob daß mittlerweile selbst glaubt.

Die Parameter die zu einer -dann immer noch langfristigen- Gesundung der Staatsfinanzen führen könnten sind ein Schuldenschnitt von mind. 80%, dauerhaft niedriger Zinsen, einer Ausdünnung des Staatsapparates, eine effektive Steuerverwaltung mit nachträglicher Ahndung der bisherigen Steuerflucht UND der Konsens mit den Gewerkschaften.

Nichts davon ist bisher eingetreten, selbst parlamentarische "Durchbrüche" die vor der Türe zu Straßenschlachten führten, und die Freigabe der Hilfspakete zwar sichersellten, werden letztlich dann meist nicht umgesetzt, um entsprechende Klientels milde zu stimmen, z.B. die Liberalisierung der so. geschlossenen Berufsgruppen wie Kraftverkehr, Taxigewerbe, Notare, u.a.
Über die teuer erstandenen Lizenzen zu deren Ausübung muß natürlich ebenfalls diskutiert werden, stellen sie doch oftmals das einzige nennenswerte Vermögen der Menschen dar.

Ferner habe ich Hinweise erhalten,daß das Gros der gr. Staatsanleihen nach gr. Recht vergeben wurden. Das hätte dann zur Folge, daß bei einer Währungsreform die Euroschulden zum abgewerteten Nachteil der Gläubiger tatsächlich Drachmenschulden würden. Wenn das so zutrifft, dann verstehe ich jedes einzelne Hilfspaket, welches partout durchgeboxt wird um wieder einmal eine Insolvenz des Landes zu verzögern.

Kann das jemand bestätigen oder hat weitere Informationen dazu?

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krassopoteri 27.02.2012, 12:18
174.

Zitat von Ernst August
Mal sehen ob Theodorakis nun gewullft wird oder ob man den Helden vo einst aufs Abstellgleis schiebt und erst gar nicht erwähnt (sieht so aus).
Das mit der Drachmeneinführung zum Januar hatte ich geschrieben und es war etwas voreilig. Was aber nicht heisst, dass es im Sommer soweit sein könnte. Denn es spricht sich unter Mitteleuropäern immer mehr rum, dass man die jahrhundertlang gewachsene Krämermentalität der Griechen nicht in zwei, drei Jahren ändern kann.

Kurz zur Änderung meines usernames.
Heutzutage bleibt ja bekanntlich kein Stein mehr auf dem Anderen.
Es werden ständig in allen Lebensbereichen, ohne erkennbare Gründe, ohne Rücksicht auf Kosten und vorhersehbaren Fehlern, Änderungen vorgenommen, nach dem Motto Hauptsache es passiert etwas.
So macht es die Kanzlerin, die Unternehmen und natürlich auch Spiegel online. Weshalb die Form des Forums geändert wurde, bleibt wohl das Geheimnis der Verantwortlichen. Es hat wahrscheinlich viel Geld gekostet, obwohl die alte Form wesentlich besser war. Ich konnte mich plötzlich nicht mehr mit dem username Krassopateras einloggen.
Da es da auch offensichtlich keine Abhilfe gab, musste ich mir einen neuen username einfallen lasse.

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lolapianola 27.02.2012, 13:54
175. Das Hauptproblem wird vergessen

Ja, natürlich könnten die Griechen den Euro-Raum verlassen. In der Theorie klingt das grandios: Dann können sie ihre Währung abwerten, die Wirtschaft wird konkurrenzfähig usw.
So, jetzt spielen wir das Szenario mal durch: Papademos kündigt morgen an: Wir treten aus dem Euro aus! Wie viele Minuten wird es dauern, bis sich vor den Banken endlose Schlangen bilden, weil die Leute ihr letztes Geld retten wollen?
Wir haben nach der Lehmann-Pleite doch erlebt, was geschieht, wenn eine Bank kollabiert. Wenn sämtliche griechische Banken kollabieren, dann ist es nicht mehr weit zum Kollaps des gesamten Finanzsystems.
Wir sitzen alle in einem Boot, ob uns das passt oder nicht.
Eine "einfache" Lösung gibt es nicht, auch, wenn uns das gefallen würde.

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ryder 27.02.2012, 17:29
176. Griechenland

Griechenland muss die Eurozone sofort verlassen. Das wäre sowohl für sie als auch uns besser. Sonst wird Griechenland ein Faß ohne Boden und zum Sprengstoff für Europa. Dies gilt auch für andere Schuldenstaaten.
Ryder

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Gluteusmaximus 27.02.2012, 19:16
177. "Die Griechen", "die Deutschen" etc.

Zitat von sysop
Mehr Verwirrung war selten: Das Tauziehen um die wirtschaftliche und politische Zukunft Griechenlands entwickelte sich zu einer beispiellosen Achterbahnfahrt. Die Zukunft des Landes ist ungewiss. Wäre es für die Griechen besser, die Eurozone zu verlassen?
Leider verfallen wir wieder in alte Tugenden:
Nicht "die Griechen" sind die Schuldenprofis der EU, es sind die dort seit der Einführung des Euro verantwortlichen Politiker. Auch waren es z.b. nicht "die Deutschen", die die Verantwortung für die unsäglichen Taten des "Dritten Reiches" tragen. Eine sachliche Diskussion lässt keine Verallgemeinerungen zu.

Zum Thema: Ja, die in GR verantwortlichen Politiker haben sich ohne Zweifel mit dem Euro übernommen. Das Land ist dem euro aufgrund fehlender wirtschaftlicher Parameter nicht gewachsen, daran gibt es keinen Zweifel. Die Türkei würde das Gleiche erleiden, sollte sie in die Euro-Zone aufgenommen werden. Die unbequeme Wahrheit ist also, dass GR wieder zurück zur Drachme kehren MUSS, denn ein Fass ohne Boden kann nicht gefüllt werden...
. .

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krassopoteri 28.02.2012, 10:56
178.

Zitat von Gluteusmaximus
Leider verfallen wir wieder in alte Tugenden: Nicht "die Griechen" sind die Schuldenprofis der EU, es sind die dort seit der Einführung des Euro verantwortlichen Politiker. . .
Vergessen Sie es.
Die Griechen stehen als Schuldenprofis nach den US - Amerikaner an zweiter Stelle im Ranking.
Man macht es sich, gerade in GR sehr einfach alle Schuld auf die Politiker abzuladen. Fast jeder Grieche hat beim Schuldenmachen kräftig mitgerührt. Fast jeder hat in den letzten 20 Jahren über seine Verhältnisse gelebt. Ich lebe teilweise schon seit acht Jahren in GR und bin der Meinung schon seit jener Zeit. Wer das Dritteweltland GR Anfang der 80ger kannte und 2004 gesehen hat und welcher angeblicher Reichtum 2004 vorhanden war, konnte sich an den fünf Fingern abzählen, dass irgendetwas nicht stimmen konnte.
Deshalb behaupte ich, die europäischen Geldgeber, waren mindestens 15 Jahre lang blind, wie Maulwürfe.
Die Olympiade kostet dem griechischen Staat heute noch ca. 1.000.000Euro pro Tag.

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krassopoteri 28.02.2012, 18:53
179.

Zitat von ryder
Griechenland muss die Eurozone sofort verlassen. Das wäre sowohl für sie als auch uns besser. Sonst wird Griechenland ein Faß ohne Boden und zum Sprengstoff für Europa. Dies gilt auch für andere Schuldenstaaten. Ryder
Giechenland IST ein Fass ohne Boden.

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