Forum: Wirtschaft
Wäre es besser für Griechenland, die Eurozone zu verlassen?

Mehr Verwirrung war selten: Das Tauziehen um die wirtschaftliche und politische Zukunft Griechenlands entwickelte sich zu einer beispiellosen Achterbahnfahrt. Die Zukunft des Landes ist ungewiss. Wäre es für die Griechen besser, die Eurozone zu verlassen?

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krassopoteri 29.02.2012, 16:36
180.

Zitat von krassopoteri
Giechenland IST ein Fass ohne Boden.
Selbst Griechenlands grösstes, an der Börse gelistetes Unternehmen, verkleinert sich jetzt. Wie kommen die Griechen je wuieder auf die Beine, unter ihrer Politik Frau Merkel?
Coca-Cola Hellenic to end production at two units | Athens News

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wernerthurner 29.02.2012, 18:01
181.

Zitat von lolapianola
So, jetzt spielen wir das Szenario mal durch: Papademos kündigt morgen an: Wir treten aus dem Euro aus! Wie viele Minuten wird es dauern, bis sich vor den Banken endlose Schlangen bilden, weil die Leute ihr letztes Geld retten wollen?
Das haben die Griechen doch schon längst getan.
Was wird passieren wenn Griechenland eine Staatspleite hinlegt?
Das was z.B. auch in Brasilien, Argentinien und sonstwo passierte
als Staaten pleite gingen.
Bei SPON gibt es hierzu eine interessane interaktive Graphik der Staatspleiten.

P.s. Wie man liest, wird es am 8.März soweit sein!

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planet2 29.02.2012, 19:13
182. Hallo !

Zitat von Robert B.
Ob es für die Griechen besser wäre auszutreten, weiss ich nicht. Sicherlich wäre es aber besser für Deutschland, aus dem Euro auszutreten. Am Besten aus der EU gleich mit. Dann kann D, NL, A und FIN noch mal alleine was auf die Beine stellen. Ohne die Dauernörgler und Absahner.
Danke für diese Zeilen.Aber wir sind doch noch nie gefragt worden.

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exilator 02.03.2012, 16:50
183.

Zitat von wernerthurner
Das haben die Griechen doch schon längst getan. Was wird passieren wenn Griechenland eine Staatspleite hinlegt? Das was z.B. auch in Brasilien, Argentinien und sonstwo passierte als Staaten pleite gingen. Bei SPON gibt es hierzu eine interessane interaktive Graphik der Staatspleiten. P.s. Wie man liest, wird es am 8.März soweit sein!
Der Dominoeffekt ist Ihnen bekannt? Wenn Griechenland fällt, fallen die griechischen Banken, mit denen, die Europsa, und mit denen die der gesamten Welt, auch die chinesischen. Griechenland kann tun und ladden was es will: es ist unmündig, und darf nie aus der Eurozone austreten, weil der Dominoeffekt droht.

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raskolnikoff 02.03.2012, 18:28
184.

Zitat von exilator
Der Dominoeffekt ist Ihnen bekannt? Wenn Griechenland fällt, fallen die griechischen Banken, mit denen, die Europsa, und mit denen die der gesamten Welt, auch die chinesischen. Griechenland kann tun und ladden was es will: es ist unmündig, und darf nie aus der Eurozone austreten, weil der Dominoeffekt droht.
Fehlt in Ihrer Aufzählung nur: und dann stirbt die Menschheit aus.

Glauben Sie doch nicht dieser Politpropaganda von der Alternativlosigkeit und diesem "dominoeffekt". Die wenigen, zudem kleinen griechischen Banken können ruhig "fallen", da passiert anschließend gar nichts. im Übrigen ist sowieso kein nennenswertes Privatvermögen mehr im Land, das in einem bankrun abgeholt werden könnte. Das ist schon längst in anderen Euroländern, der Schweiz usw.

Griechenland hat weniger Einwohner als Bayern, das BIP ist in Relation zu Resteuropa schlicht nicht der Rede wert. Das ganze Theater um die angeblich notwendige "Rettung" Griechenlands (denn wer wird da eigentlich gerettet???) ist nur ein Ablenkungsmanöver.

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zwangsreunose 11.03.2012, 15:34
185.

Zitat von sysop
Mehr Verwirrung war selten: Das Tauziehen um die wirtschaftliche und politische Zukunft Griechenlands entwickelte sich zu einer beispiellosen Achterbahnfahrt. Die Zukunft des Landes ist ungewiss. Wäre es für die Griechen besser, die Eurozone zu verlassen?
Es ist immer wieder schön, wenn man diesen ganzen Schlaumeiern den Spiegel vorhalten kann:

Solidarität mit Griechenland:
Handelsblatt-Aktion: Wir kaufen griechische Staatsanleihen! - Deutschland - Politik - Handelsblatt
Das war im Mai 2010.

Ein Jahr später:
Schuldenkrise in Griechenland - Laute Töne, leise Rückzieher - Geld - sueddeutsche.de

Seit Freitag letzter Woche:
Umschuldung: Anlegerschützer wollen gegen Griechenland klagen - Börse + Märkte - Finanzen - Handelsblatt


Frage an die Gemeinschaft....was lernen wir daraus?
Spenden wäre vielleicht besser gewesen!!!

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Gluteusmaximus 12.03.2012, 20:58
186.

Zitat von krassopoteri
Vergessen Sie es. Man macht es sich, gerade in GR sehr einfach alle Schuld auf die Politiker abzuladen. Fast jeder Grieche hat beim Schuldenmachen kräftig mitgerührt. Fast jeder hat in den letzten 20 Jahren über seine Verhältnisse gelebt. Ich lebe teilweise schon seit acht Jahren in GR und bin der Meinung schon seit jener Zeit. Wer das Dritteweltland GR Anfang der 80ger kannte und 2004 gesehen hat und welcher angeblicher Reichtum 2004 vorhanden war, konnte sich an den fünf Fingern abzählen, dass irgendetwas nicht stimmen konnte. Tag.
Nun, ihre Erfahrung kann ich nicht in Gänze teilen. Vielleicht haben sie ja auch Recht. Im Grunde sind daher Staaten, die das "Laissez Faire", "Savoir Vivre" oder das "Dolce Vita" als Markenzeichen führen, früher oder später zum Scheitern verurteilt...
Dennoch haben alle diese exemplarisch angedeuteten Staaten verantwortliche Personen, die die Geschicke des Volkes lenken.

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schwarz-weiss-grün 13.03.2012, 08:47
187.

Zitat von Gluteusmaximus
Dennoch haben alle diese exemplarisch angedeuteten Staaten verantwortliche Personen, die die Geschicke des Volkes lenken.
Die aus den reihen des Volkes kommen und von denen gewählt werden.

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exilator 13.03.2012, 09:17
188.

Zitat von raskolnikoff
Fehlt in Ihrer Aufzählung nur: und dann stirbt die Menschheit aus. Glauben Sie doch nicht dieser Politpropaganda von der Alternativlosigkeit und diesem "dominoeffekt". Die wenigen, zudem kleinen griechischen Banken können ruhig "fallen", da .....
Na dann etwas Nachhilfe.
In Europa und im Grunde weltweit, gibt es nur wenige Banken, die noch selbst Geld verleihen. Der grösste Teil der Banken ist lediglich Kreditvermittler, d.h. diesr Kreditvermittler kassiert beim Kreditnehmer, behält einen Obulus und leitet das Geld weiter an den eigentlichen Kreditgeber. Man nennt das: too-connected-to-fail. Banken weltweit gehen nicht am Kreditgeschäft zugrunde, sondern deswegen, weil sie Renditeversprechungen gegeben haben, die sie nicht halten können. Das Eigenkapital ist bei den meisten Banken ( weltweit ) so gut wie aufgebraucht, und wenn es ganz weg ist, dann droht die Insolvenz. Wenn die Banken in Griechenland pleite gehen, reissen sie unweigerlich die Banken des Balkans mit, und diese die Osteuropas. Österreich ist so stark in Osteuropa involviert, dass die Banken ebenso pleite gehen, und damit auch die deutschen Banken, und mit denen die ganz Europas, und - wenn staatlicherseits nichts unternommen wird, dâs Bankensystem insgesamt. Dan nennt man Dominoeffekt. Und natürlich ist auch die Realwirtschaft pleite, denn die Frage, die Sie stellen ist einfach zu beantowrten: Gerettet werden diejenigen, die den Banken das Geld zur Verfügung gestellt haben und die die Renditen haben wollen, die die Banken ihnen versprochen haben, und das ist die Realwirtschaft.
Das hat mit dem Privatvermögen nichts zu tun. Absolut garnichts.

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schwarz-weiss-grün 13.03.2012, 09:40
189.

Zitat von exilator
Banken weltweit gehen nicht am Kreditgeschäft zugrunde, sondern deswegen, weil sie Renditeversprechungen gegeben haben, die sie nicht halten können.
Wo haben sie bitte diesen Mist her? Seit wann geht man in die Insolvenz, wenn man nur 2% statt den erwarteten 4% Renditen erwirtschaftet? Langsam wird es richtig peinlich für sie. Insolvenzen gibt es wegen Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit. Oder was verstehen sie unter "zugrunde" gehen?

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