Forum: Wirtschaft
Wahl in Griechenland: Merkel steht vor dem Scherbenhaufen ihrer Krisenpolitik

Sparen, nein Danke. Die Griechen haben der deutschen Euro-Rettungspolitik eine Absage erteilt. Jetzt muss die Kanzlerin ihre Strategie ändern - und notfalls eine Parallelwährung zulassen.

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pratter 26.01.2015, 16:19
10. Hätten sich die Politiker

an die geltenden Gesetze und Verträge in Sachen EU gehalten (Maastrich, Lissabon etc.) wäre diese prekäre Lage gar nicht erst entstanden.

Nur die mit fast krimineller Energie nachträglich ersonnenen Sonderregelungen und Verstöße aus Größenwahn (??), Arroganz (??), Absicht (??) bereiten uns seit Jahren diese immensen Schwierigkeiten.

Wer entschädigt denn die Millionen Verlierer der aus o.g. Gründen eingeschlagenen Niedrigzinspolitik, z.B. deren private Altersvorsorge nun einfach so nur noch einen Teil Wert ist?
Muß man dazu seinen Namen um den Zusatz "Bank" ergänzen?

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erasmus89 26.01.2015, 16:19
11. Ein dummes Zeug

was Herr Münchau hier wieder fabriziert. Die Griechen haben gespart und das massiv. Es hätte hierzulande massive Aufstände gegeben, wenn wir nur ansatzweise soviele Einschnitte hätten verkraften müssen. Nur was jeder weiß, nur Herr Münchau nicht: Sparen nutzt den Griechen nichts. Die Schulden sind niemals mehr zurückzubezahlen, und solange kein zwei oder dreistelliges Millarden-Investitionspaket für das Land geschnürt wird, solange wird die Wirtschaft am Boden bleiben. Die Schulden sind abzuschreiben, alles andere wäre verschleppte Insolvenz.

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goldmannsack 26.01.2015, 16:19
12. das kleinere Uebel...

...waere, wenn sich Deutschland aus dem Euro abkoppelt. Wir haben schon in Griechenland, dem deutschfeindlichsten Land innerhalb Europas, fast 60 Mrd. Euro (fuer nur 11 Mio Griechen!!!) verloren. Es reicht - das merkt selbst der duemmste Michel.

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WolfHai 26.01.2015, 16:19
13. Parallelwährung ja: einer der Ur-Forderungen der AfD

Jetzt ist auch schon Herr Münchau bei der AfD angekommen: die Einführung einer Parallelwährung als Ausweg aus dem Euro-Desaster war und ist eine der ursprünglichen Forderungen/Ideen der AfD.

Ich erwarte zwar nicht, dass Herr Münchau sich auch den Putin-Freunden um den AfD-Herrn Gauland oder den Pegida-Verstehern um AfD-Frau Petry anschließt, aber die Befürwortung einer Parallelwährung (also in Wirklichkeit einem Euro-Ausstieg, der in seiner Erscheinung aber auch in seiner Wirklichkeit die Abruptheit eines sofortigen Ausstiegs etwas abfedert) ist doch allein schon eine erstaunlich-erfreuliche Sache.

Am Ende schreibt Herr Münchau noch Artikel, in denen er behauptet, schon immer Parallelwährungen befürwortet zu haben. Dann wissen wir, dass die AfD in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist - oder umgekehrt.

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conocedor 26.01.2015, 16:22
14. billiges Merkel-Bashing

„Vor allem müssten wir zulassen, dass Griechenland indirekt eine Parallelwährung zum Euro einführt.
Diese Zweitwährung ließe sich gegenüber dem Euro abwerten und so die Wettbewerbsfähigkeit Griechenlands verbessern.“
Wie oft wird dieser ökonomische Mumpitz eigentlich noch als „Alternative“ vorgeschlagen?
Anhänger solcher Schnapsideen können sich gern in Kuba umschauen, zu welch ökonomischer Blüte nicht nur eine Planwirtschaft, sondern auch parallel umlaufende Währungen des eigenen Landes die Wirtschaft bringen. Nix mit "Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit".
Als ob eine mögliche Abwertung der eigenen Währung und ein paar daraus folgende Euro mehr Exporteinnahmen die Lösung seien für jahrzehntelang ausgesessene Strukturprobleme.
Im übrigen, die Schuld für Griechenlands Lage auf Angela Merkel zu schieben, kann man dem Wahlkämpfer Tsipras durchgehen lassen, aber nicht einem Spon-Kolumnisten.
Als ob die Bundeskanzlerin im politischen Gefüge von EU, EZB, IWF und Nationalstaaten die einzige ist, die über Entscheidungsgewalt verfügt und diese durchsetzt.
Schlussendlich sollte man sich dann auch mal anschauen, wer für Griechenlands Misere zuvörderst verantwortlich ist.
Das sind Griechenlands Wähler und seine durch und durch korruptionszersetzte Politik.
Und zwar nicht erst seit 2012.

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Mentar 26.01.2015, 16:22
15. Na klar, Herr Münchau...

Sparen tut weh. Schaut her, wie schlimm es den Griechen geht! Und schuld daran hat Merkel, daher muss jetzt umgesteuert werden und das Sparen aufgegeben!

Klassisches non sequitur. Solange die Griechen einfach nicht erwachsen werden und anfangen, Steuern zu zahlen, hilft NICHTS. Und die Tatsache, dass es ihnen dreckig geht, beweist nicht, dass gegenteilige Konzepte besser geholfen hätten. Nicht im Geringsten!

De facto ist Griechenland wie ein Heroinsüchtiger auf Entzug. Es kann nicht einfach weitermachen wie bisher, aber Methadonprogramme (Geldzahlungen aus Brüssel gegen Reformen) werden verschleppt und abgelehnt. Was ist also die Lösung? Na klar, einen Wahlkampf führen "freie Schüsse für alle!" - und Münchau unterstützt diesen Irrsinn auch noch.

Ich sehe Merkel's Kurs anders: Sie hat zumindest Zeit gewonnen um EU-interne Umbauten vorzunehmen, damit ein Austritt Griechenlands (den Schäuble schon vor etlichen Jahren angeregt hatte) keinen Kollaps des Euro zur Folge hat. Desselben Euro, der nach Münchau's Weisheiten schon vor etlichen Jahren hätte kollabieren müssen.

Aber was schert mich mein Geschwätz von gestern, gell?

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rmuekno 26.01.2015, 16:22
16. Nicht erst unsere Katasrophen Merkel

hat die EURO-Krise geschaffen, das ging schon bei Kohl los. Nichts gegen die Einführung des EURO, aber die viel zu frühe Aufnahme von den Südländern, der laufende Vertragsbruch der Maastrichter Verträge ist die Ursache die wir heute ausbaden. Spitpreise steigen trotz sinkendem Ölpreis weil die EZB den EURO mit Gewalt abwertet, aussereuropäischer Urlaub wird bald unbezahlbar werden ebenso wie aussereuropäische Importe. Merkel hat mit Ihrer Politik und Energiewende alles nur noch schlimmer gemacht. Über sonstige Fehler der Politik seit Jahren will ich gar nicht erst anfangen.

Es wird böse enden

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martin2011ac 26.01.2015, 16:25
17. Zu spät...

Merkel hat solange auf dieses unselige „Sparen, Sparen, Sparen“ verharrt, dass den Griechen am Ende doch gar nichts anderes mehr übrig blieb als einseitig dein Schuldenschnitt zu verlangen und die Verträge quasi zu kündigen. Wie immer dass jetzt auch ausgeht, für einen Kompromiss ist es zu spät, wobei ich die Griechen zumindest soweit verstehen kann, als dass Merkel Ihnen keine Alternative gelassen hat – es ist wie die berühmte Ratte welche man in die Ecke drängt – irgendwann beißt sie und dann tut es richtig weh, da spielt es dann auch keine Rolle mehr das die Ratte doch so klein ist... dabei kann jetzt auch Merkel nicht mehr zurück, weil Portugal / Spanien, ja vielleicht sogar Italien sofort das gleicher fordern würden, sobald sich der Erste mit solchen ultimativen Forderungen a la Tsipras durchgesetzt hätte...

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Neapolitaner 26.01.2015, 16:25
18. Man könnte ja die Mehrwertsteuer moderat erhöhen

vllt. von 19% auf 20%, damit könnten Merkel/Schäuble die Verluste aus dem bisherigen Griechenlandgeschäft in 3 - 4 Jahren reinholen und die Sonne scheint wieder. Die Mehrwertsteuererhöhung kann dann aber beibehalten werden, um ein Polster für künftige Euro-Rettungen aufzubauen.

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Wersglaubt123 26.01.2015, 16:26
19. Und plötzlich ist die Merkelsche Politik gescheiter^^

Linke sind Radikale und die Politik Merkels ist erst heute gescheitert, nachdem die Griechen nicht mehr bereit sind dem EZB Diktat zu folgen.
"Deutschland muss umdenken." Ach ja ? Die Notenpresse anwerfen und dem Molloch mehr Geld in den Rachen werfen hat ja auch so gut in den USA geklappt.
Rationaldenken heißt also das womöglich kleinere Übel zu wählen, vll sollten wir diese Mathematiker nochmal fragen was die dazu sagen.
Und warum ist der Austritt Griechenlands das Ende des Euros? (Was ja auch kein so großes Drama wäre.)
Naja dieser Artikel ist ja mal wieder mit sehr viel Ironie zu geniesen.

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