Forum: Wirtschaft
Wahldesaster: Die Selbstzerstörung der SPD
Kay Nietfeld/ dpa

Die SPD unterschätzt, welch dramatischen Bruch es mit ihrer Wählerschaft in der Zeit von Rot-Grün gegeben hat. Nie zuvor und nie mehr danach wurde die eigene Klientel so dramatisch abgehängt wie damals.

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Deeds447 31.05.2019, 12:07
1. Mantra von Ex-Kanzler Schröder

Dennoch beschwört Schröder bis heute seine "neue Mitte", deren Konzeptpapier jetzt auch in UK so kolossal mit sehr sanften Sozialkürzungen posthum aber die Konservativen ausbluten lässt. Er ist weiterhin unbeirrt der Meinung, dass die SPD verliert, weil sie "grüner als die Grünen und linker als die Linke" sein möchte. Das Symptom der sozialdemokratischen Selbstzerstörung trägt immer noch den Alt-Kanzler als Logo vor sich her.

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Ronald Dae 31.05.2019, 12:12
2.

Die SPD hat mit ihrem Mitte-Rechts Kanzler Schröder, dem Freund von Industrie und Wirtschaft, die Linke und die Kleinverdiener im Regen stehen lassen. Die CDU hat statt dessen elementare Positionen übernommen und sich so in eine festen Sattel gesetzt. Das Ende vom langen Lied: Die SPD braucht jetzt niemand mehr. Das mag schade sein, aber sinnvoll für ein Vorankommen. Also bitte: Tante SPD, bitte beiseite treten!

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promoexxl 31.05.2019, 12:13
3. Sorry, aber ich kann das Gejammer über die Agenda echt nicht mehr höre

Was Schröder damals gemacht hat war wichtig und richtig, Punkt. Das Problem ist, dass in den Folgejahren, als es wirtschaftlich dann wieder bergauf ging, versäumt wurde Änderungen und Anpassungen vorzunehmen. Seit Schröder sitzt die CDU am Ruder. Vielleicht beschwert man sich mal bei denen? Stattdessen wird seit 15 Jahren auf die SPD eingedroschen, die damals dafür gesorgt hat, dass Leute wieder in Lohn und Brot kamen und die Staatskasse deutlich weniger belastet wurde. Ohne die Agenda würde es vielen Leuten heute noch schlechter gehen. Vielleicht guckt man mal in die Zukunft und versucht gegenzusteuern? Stattdessen wird über die Vergangenheit gejammert und aus Trotz gar nicht mehr gewählt, oder Leute die enwteder nichts daran ändern können, weil sie keine Mehrheiten bekommen oder Leute, die überhaupt kein Interesse daran haben die Verhältnisse wieder zu ändern. Selber schuld?

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fossiebaer 31.05.2019, 12:15
4.

Ich weiß nicht warum dieser Altkanzler Schröder überhaupt noch Erwähnung findet...wärend seiner Amtszeit alle Schäfchen ins trockene gebracht...und dann schön zu den Russen abgewandert...so jemand würde von mir alle Pensionen gestrichen bekommen und ein Einreiseverbot für Deutschland bekommen...Punkt

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Pyrrhus 31.05.2019, 12:18
5. Eine sehr schwache Analyse

Der Autor vergleicht in seinem Diagramm die untersten 10 Prozent mit den obersten 10 Prozent.
Daraus lässt sich keine vernünftige Aussage ableiten.
Die untersten 10 Prozent waren selten oder nie SPD-Wähler. Entweder gingen sie gar nicht zur Wahl oder sie wählen Kommunisten.
Die Ziel- und Wählergruppe der SPD waren vielmehr die Arbeiter bis hin zu Facharbeitern und Angestellten, die sich eher in der Mitte der Einkommensskala wiederfinden dürften. Es wäre sehr hilfreich gewesen, diese Linien ebenfalls im Diagramm aufzuzeigen. Dann wäre vielleicht eine halbwegs vernünftige Aussage möglich gewesen.

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glissando 31.05.2019, 12:19
6. Endlich!

Endlich packt mal einer das wirkliche Thema an: Soziale Ungleichheit und die Partei, die untätig und hilflos daneben steht. Es geht nämlich genau nicht um Personen. Nahles ist nur ein Symptom. Es geht auch nicht um "Themen", auch die falschen Akzente sind nur Symptom der SPD-Krise. Diese wurzelt in der Entwurzlung von ihrem inhaltlichen Kern, im vollständigen Verlust ihrer Glaubwürdigkeit. Da helfen dann auch keine schnellen, halbgaren Lösungen. Kein neuer Fraktions-/Parteichef aus der alten Riege und keine neuen "Themen" aus dem alten Stall. Eine glaubwürdige und vollständige Rückbesinnung auf das zentrale Anliegen der Sozialdemokratie ist gefragt: Soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit. Dann könnte ich die SPD sogar mal wählen. Erstmals.

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Athlonpower 31.05.2019, 12:19
7. Zwei Drittel weniger am Gesamtvermögen des Volkes durch SPD-Politik

Tja, genau so ist es und es wird sich mit dieser Parteiführung auch nichts zum Besseren ändern, weil diese Apparatschiks bis hinunter zur 5. Reihe schon vor 20 Jahren dabei waren und alle brav bei der größten Umverteilung in Friedenszeiten, genannt Agenda 2010 alle schön brav zugestimmt haben,

mal zum vergleichen, der Anteil der unteren Hälfte der Bevölkerung an der privaten Vermögensverteilung betrug 1998, zu Beginn der Rotz/Grünenregierung ca. 3,1%,

der Anteil der unteren Hälfte der Bevölkerung an der privaten Vermögensvereteilung betrug 2017 gerade noch 0,9%, lt. Armuts-und Reichtumgsbericht der Bundesregierung, der ja auch noch "optimiert" wurde,

der Anteil der unteren 50% bundesdeutscher Bevölkerung hat sich in ca. 16 SPD-Regierungsjahren um zwei Drittel verringert und da wundert es Nahles, Scholz und Co. auch noch, daß sich der Stimmenanteil der SPD seitdem auch um zwei Drittel verringert hat,

oder wie ein Satz aus der Matrix lautet: Aktion und Reaktion, das eine folgt auf das andere, so einfach kann es sein, wenn man es die SPD auch nur ansatzweise erklären will, warum sie nur noch eine Ex-Volkspartei ist, oder wie es in der SZ formuliert wurde, die SPD versteht sich seit vielen Jahren nur noch als linker Flügel der CDU.

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dudek 31.05.2019, 12:20
8. Wer 50 % seines Nettoeinkommens für Miete aufbringen muss...

...und nur 60% vom Netto Arbeitslosengeld 1 bekommt wenn er arbeitslos wird wählt nie mehr in seinem Leben diese Partei die ihm diese Perspektive vor gibt.
Diese Angst sitzt jedem im Nacken - und es ist nicht die Einzige!

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molokai 31.05.2019, 12:21
9. SPD Wähler

Der Kommentar ist genauso hilflos wie die SPD selbst. Der SPD sind schlicht die Wähler ausgestorben (wie den Kirchen die Mitglieder). Der überwältigenden Mehrheit geht es gut, aber herum-gedoktert wird (auch in diesem Kommentar) ausschliesslich an den Rändern. Jeder der über die Autobahn fährt oder in die Ferien 'fliegt' fragt sich doch: sind wir alle so arm? Deutsche geben mehr als 80 Milliarden jährlich für Urlaub aus; sind das nur "die Reichen"? Natürlich nicht.
Der Kommentator und die SPD müssten doch glatt mal nachdenken, aber das ist aus der Mode gekommen. Heute ist Brückentag, die Mehrheit nimmt sich frei oder bekommt frei. Krankheit verteilt sich statistisch gesehen besonders auf Montage und Freitage, aha, und heute ist Freitag. Arme Angestellte in Feuerwehr, Krankenhäuser, Läden, da muß wenigstens eine Notbesatzung Dienst machen. Sonst sperren wir das "Armenhaus" einfach für einen Tag zu. Schauen Sie doch heute mal auf die Parkplätze. Wahrscheinlich hat der Kommentator seine Arbeit zuhause am Frühstückstisch erledigt und sich solche Anblicke erspart.
Es läuft so vieles falsch, aber keiner, wirklich keiner traut es sich lau sagen, man könnte ja......
Umwselt: warum müssen eigentlich diese ganzen SUV's von der armen Bevölkerung gekauft werden? nur ein Beispiel

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