Forum: Wirtschaft
Wahldesaster: Die Selbstzerstörung der SPD
Kay Nietfeld/ dpa

Die SPD unterschätzt, welch dramatischen Bruch es mit ihrer Wählerschaft in der Zeit von Rot-Grün gegeben hat. Nie zuvor und nie mehr danach wurde die eigene Klientel so dramatisch abgehängt wie damals.

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uhu_13 31.05.2019, 14:28
160. Recht haben Sie

Zitat von Pyrrhus
Der Autor vergleicht in seinem Diagramm die untersten 10 Prozent mit den obersten 10 Prozent. Daraus lässt sich keine vernünftige Aussage ableiten. Die untersten 10 Prozent waren selten oder nie SPD-Wähler. Entweder gingen sie gar nicht zur Wahl oder sie wählen Kommunisten. Die Ziel- und Wählergruppe der SPD waren vielmehr die Arbeiter bis hin zu Facharbeitern und Angestellten, die sich eher in der Mitte der Einkommensskala wiederfinden dürften. Es wäre sehr hilfreich gewesen, diese Linien ebenfalls im Diagramm aufzuzeigen. Dann wäre vielleicht eine halbwegs vernünftige Aussage möglich gewesen.
Genau die Gruppe der kleinen Arbeiter / Facharbeiter / Angestellten wird immer noch vergessen. Die Meisten der Wohltaten kommen bei H4 an und die untere Mittelschicht blutet.

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martinm70 31.05.2019, 14:29
161. Schulz war der Auslöser, nicht Schröder

Die Wahlergebnisse gingen ja auch erst lange nach Schröder in den Keller, und sind klar an Schulz Einstieg festzumachen.

Schulz hat einfach nicht verstanden das gerade(!) die Unterschicht mit Migranten am meisten Probleme haben, einfach weil sie das Gefühl haben es wird für "die" mehr getan als für sie.

Die SPD als die selbst ernannte Partei für die untere Mittelschicht hätte sich genau dieses Thema vornehmen müssen. Aber weder Schulz noch Nahles verstehen das. Der Niedergang der SPD wird sich somit einfach weiter beschleunigen.

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jhoops 31.05.2019, 14:29
162. 30 von 82millionen

Hallo, wer 30% vom Leben aussperrt, beweist nur das ihn die Menschen in der DDR egal sind und waren. Es geht der SPD nur um Macht, basta..

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Düppel 31.05.2019, 14:30
163. Ist schon schade.

Ist schon schade. Die Selbstzerstörung der Grünen wäre mir lieber. Aber die werden nun erst mal das überfressene Deutschland zerstören und dann kommt auch das.

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blue_surfer77 31.05.2019, 14:30
164. aha

Achso, da musste erst mal ein Youtuber zeigen wie es geht, bevor der Spiegel einmal kritisch berichtet. toll.

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Sumerer 31.05.2019, 14:32
165.

Zitat von Pyrrhus
Der Autor vergleicht in seinem Diagramm die untersten 10 Prozent mit den obersten 10 Prozent. Daraus lässt sich keine vernünftige Aussage ableiten. Die untersten 10 Prozent waren selten oder nie SPD-Wähler. Entweder gingen sie gar nicht zur Wahl oder sie wählen Kommunisten. Die Ziel- und Wählergruppe der SPD waren vielmehr die Arbeiter bis hin zu Facharbeitern und Angestellten, die sich eher in der Mitte der Einkommensskala wiederfinden dürften. Es wäre sehr hilfreich gewesen, diese Linien ebenfalls im Diagramm aufzuzeigen. Dann wäre vielleicht eine halbwegs vernünftige Aussage möglich gewesen.
Ich habe mir die letzten Wahlbezirksstatistiken meiner Stadt einmal vorgenommen. Die ehemaligen Wähler der SPD aus den unteren Einkommensklassen bilden die Wählerschaft der AfD.

Jetz noch etwas: Wir als Wähler haben mehrheitlich erkannt, dass es mit dieser Begünstigungspolitik nicht mehr weitergehen kann. Wir wissen wie es zur sozialen Brennpunktbildung kommt und haben Grün gewählt, weil wir einen weiteren Rechtsrutsch unserer Gesellschaft nicht wollen.

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waldopepper 31.05.2019, 14:35
166. @6 glissando

Dem kann ich nur zustimmen. Eine solche Rückbesinnung zu den traditionnellen Werten der SPD ist m.E. aber nicht aus der aktuellen Position als Juniorpartner in der der GroKo möglich. Für einen inhaltlichen Neuanfang braucht die Partei entweder eine führende Regierungsposition oder eben diee Freiheit, aus der Opposition heraus Forderungen laut aussprechen zu können, die dem Wahlvolk die Position der Partei deutlich machen. Lieber mal 1-2 Legislaturperioden völlig auf die Macht (und Ministerien, Pöstchen, Versorgung, Bequemlichkeit) verzichten und Glaubwürdigkeit zurückgewinnen. Ich bin dann (wieder) dabei!

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rennus 31.05.2019, 14:35
167.

Zitat von yvowald@freenet.de
Zustimmung. So lange es die SPD nicht schafft, ihre "Tötengräber" (Schröder, Clement, Schily, Müntefering und andere) aus der Partei auszuschließen, so lange wird das Siechtum der SPD andauern. Erst wenn die SPD mit neuen Partei- und Wahlprogrammen punkten kann (etwa die Vorstellungen des Juso-Vorsitzenden Kevin Kühnert durchsetzt), wird sie sich erholen. 'Aber erst dann....
Schily und Müntefering sind auf dem Altenteil. Clement ist schon lange aus der SPD ausgetreten und macht Wahlkampf für die -na wie heißt der Verein den er schon zur damligen Zeit huldigte? richtig FDP.
Und was soll ein Parteiausschlußverfahren bringen?
So einfach geht das nicht. Mit Sarrazin hat es bis heute nicht geklappt.

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dr-baumann 31.05.2019, 14:36
168. Ohne Arbeitslosenstatistik sinnlos

Dieser Vergleich hakt an allen Ecken und Enden. Wo ist die Arbeitslosenstatistik? Fakt ist, ein Weiterso hätte damals für den kranken Mann Europas im Bankrott geendet. Suchen Sie die Ursache im Geldsystem und der Deregulierung der Finanzmärkte. Dann wird ein Schuh draus.

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mwroer 31.05.2019, 14:37
169.

Sorry aber ich kann es echt nicht mehr lesen - die arme SPD als Opfer der bösen CDU, die arme geknechtete SPD muss raus aus der Koalition, die SPD braucht Wagenknecht, die SPD muss ganz doll geknuffelt werden .... echt nicht.

Die SPD ist freiwillig in die Koalition gegangen. Entgegen der Ankündigung im Wahlkampf, entgegen der Ankündigung unmittelbar nach der Wahl. Daran ist nicht die CDU Schuld.

Die SPD hat sich mit Floskeln und 'wenn dann' im Koalitionsvertrag abspeisen lassen statt zu sagen 'Das oder gar nichts'. Auch das ist nicht die Schuld der CDU.

Das ist die alleinige Schuld der SPD Führung - beides wurde ggf von den Mitgliedern gewollt, weil man sich halt freut wenn die eigene Partei in der Regierung sitzt, aber von denen haben die allermeisten den Koalitionsvertrag selbst nicht gelesen. Nur die Interpretation der SPD Führung geglaubt - und die hat ihre 'Verhandlungserfolge' so gefeiert das ich zeitweise gedacht habe es gäbe noch einen zweiten Koalitionsvertrag.

Und bei den Wählern die geglaubt haben 'Mit uns keine große Koalition' mehr hatten die Genossen spätestens da verschissen als sie doch wieder in die große Koalition gegangen sind. Und da unterstelle ich 80% der SPD Führungsspitze einfach Eigeninteresse.

Was kam danach? Die große Erneuerung der SPD! Frau Nahles die unbedingt noch stellvertretende Parteivorsitzende werden musste damit sie die Nachfolge von Schulz schneller und leichter antreten hätte können. Da haben sich die Menschen schon gefragt warum man neben den bereits SIEBEN existierenden Stellvertretern jetzt noch schnell einen achten braucht - und dann das Ergebnis der großen Erneuerung ... Personalrochade. Neu war da keiner, nur die Posten haben gewechselt.

Auch das haben die Menschen nicht verstanden - auch das war alleinige Schuld der SPD, auch da war die CDU unschuldig dran.

Also was wollen Sie? Die SPD hat sich selbst zerlegt. Teils durch dumme Reaktionen auf Ereignisse, teils durch Intrigen innerhalb der Partei und teils auch dadurch das die CDU sie hat manches Mal auflaufen lassen.

Natürlich - und warum auch nicht? Seit wann hat denn irgend eine andere Partei die Verpflichtung die SPD aufzubauen? Die haben es selbst vermasselt, die sollen gefälligst ihren eigenen Mist innerparteilich auch aufräumen.

Die SPD hätte nie in die Koalition gehen dürfen. Oppositionsarbeit hätte ihr vermutlich sehr gut getan. Sich jetzt rauszuwinden, unter welchem Vorwand auch immer, dürfte ihr endgültig das Genick brechen.

Sie dürfen eins nicht vergessen: Von den letzten 20 Jahren in Deutschland war die SPD 16 Jahre mit in der Regierung! Klar ist es da schwer zu verkaufen warum das alles falsch war - weil man es mit zu verantworten hat!

Die SPD braucht nicht geknuffelt zu werden, die SPD muss in den Hintern getreten werden damit sie endlich die Eier findet 4 Jahre in die Opposition zu gehen und dort ein bisschen Erdung erhält.

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