Forum: Wirtschaft
Wahldesaster: Die Selbstzerstörung der SPD
Kay Nietfeld/ dpa

Die SPD unterschätzt, welch dramatischen Bruch es mit ihrer Wählerschaft in der Zeit von Rot-Grün gegeben hat. Nie zuvor und nie mehr danach wurde die eigene Klientel so dramatisch abgehängt wie damals.

Seite 18 von 55
ForumBesucher 31.05.2019, 14:38
170. Ja, stimmt!

Aber, nichts Neues. Der industriefreundliche zigarrenrauchende Kanzler präsentiert Bonzentum pur und hat es tatsächlich fertiggebracht, die eigene Wählerschaft massiv und nachhaltig zu verprügeln. Der und sein Genosse Müntefering sowie eine ganze Riege von deren Nachfolgern können in jedem Lehrbuch für Politversagen als Beispiele für "Wie man es nicht macht" angeführt werden. Schröder allerdings übertrifft mit seiner Dreistigkeit, sich den von ihm als lupenreinen Demokraten identifizierten Putin anzudienen, alle anderen. Ein starkes Stück, das dieser eitle Mensch (der seine Haare ganz bestimmt nicht färbt) abgeliefert hat. Pech für die SPD, dass sie nicht so schnell und so druckvoll wie möglich (auch in Folge GroKo's) versucht hat, Reparaturmaßnahmen einzuleiten. Ich frage mich wirklich, wer jetzt noch SPD wählt? Das Warum wird wohl keiner der Wähler mehr beantworten können. Oder vielleicht doch - vielleicht vertrauen sie ja der Nahles? Nein, das kann es ja nun wirklich nicht sein, oder ... ?

Beitrag melden
Liton 31.05.2019, 14:39
171. Ohhh es nervt langsam....

Wie viele unqualifizierte Kommentare soll es noch zu den Problemen der SPD geben? Ja, die SPD hat durch die Agenda an vertrauen bei der Bevölkerung verlorenen. War sie nötigt? Vermutlich schon. War die CDU nach Schröder aber permanent an der Macht? Ja. Kann man endlich mal aufhören die SPD auszuschlachten und jedes Untergangszenarium auszumalen. Ist das langsam ein Fetisch? Leute lasst die Partei sich doch mal erholen. Ich würde mir statt solcher schwachen journalistischen Leistungen oder Kolumnen mal mehr Politik wünschen. Warum wird eigentlich so wenig über Inhalte und so viel über Misserfolge berichtet. Wahlkampf Europawahl... Gab es im Spiegel auch nur einen Artikel über politische Inhalte?

Beitrag melden
babbazspon 31.05.2019, 14:40
172. Ach wie gut...

@fossiebaer... das wir in einer DEMOKRATIE leben in der sowas Gerichte zu entscheiden haben. Und nicht Sie.

Beitrag melden
syracusa 31.05.2019, 14:40
173.

Zitat von Watschn
Gabriel u. Simone Lange sollten stark versuchen Wagenknecht zur SPD zu holen.. (...) Den Posten des SPD-Parteichefs könnte übergangsmässig (evtl. 1 Jahr, bis zu den BTW-Wahlen) Gabriel übernehmen,
Mit dem Nationalpopulismus von Wagenknecht und dem helmut-schmidt'schen Kohle-Neoliberalismus von Gabriel hätte man das perfekte Rezept gefunden, um die Grünen auf über 30% zu bringen. Die SPD wird es danach nicht mehr geben.

Beitrag melden
teflonhirn 31.05.2019, 14:42
174. Führung ist schon ein Brüller

Zitat von glaubenstrichter
Seit der Elefantenrunde wo Herr Schröder die Wahlniederlage gestehen musste, geht es mit der SPD in die Tiefe des Kellers. Es war der Neuanfang mit den falschen Führungskapazitäten. Von Martin Schulz Über Jetzige Spitze Fra Nahes. Man kann nicht über Deutschland und Europa Reden, aber das - Wie der Umsetzung - der ach so brennenden Sachthemen für Deutschland, Europa und den wichtigen Globalen Zusammenhängen sprachlos zu sein. Dem Wahlbürger ist die Ernsthaftigkeit dieser Alteingesessnen Bürgerparteien SPD CDU CSU nicht sichtbar geworden. Flasche Leer ist sichtbar, dass die Tiefe des Tales noch nicht erreicht worden ist.
aber bei Kapazitäten bleibt mir glatt die Luft weg.

Diese Politikdarsteller die als Platzhalter wichtige Ämter ausfüllen.
( Wenn Sie denn üben täten - dann könnten Sie es ja irgendwann), so zu bezeichnen ist ironisch gemeint - oder?

Beitrag melden
three-horses 31.05.2019, 14:42
175. Der Weg nach unten.

Zitat von Watschn
Es kann so nicht mehr weitergehen mit der SPD - in dieser für sie toxisch-tödlichen Koalition, zudem noch als CDU-Junior-Anhängsela...Die SPD MUSS raus, auch evtl. mit 14-15%. Wenn sie weiterhin drin bleibt, wird die Gefahr unermesslich gross, dass sie einstellig - und somit obsolet - wird...Gabriel u. Simone Lange sollten stark versuchen Wagenknecht zur SPD zu holen.. Die Lage ist bitterernst und gefährlich. Die SPD muss spätestens im Herbst (bei GroKo-Überprüfung) handeln u. Austreten, mit dem Ziel eines komplett neuen Aufbruchs; um eine bürgerlich-linkskonservative SPD (einer Ära Brand/Schmidt) zu formen. Den Posten des SPD-Parteichefs könnte übergangsmässig (evtl. 1 Jahr, bis zu den BTW-Wahlen) Gabriel übernehmen, um dann nach einer gewissen Zeit je nach Lage die SPD-Parteiführung bzw. SPD-Fraktionsführung an Wagenknecht oder Lange übergeben zu können. Der auch eher zum linken Spektrum Klingbeil macht eine gute Figur u. könnte evtl. Generalsekretär bleiben, oder evtl. auch neu Kühnert. Die massgebl. Störfaktoren der alten Seeheimer/Schröder-Garde: Nahles, Scholz, Schulz, Heil, Kahrs muss man zum Abtreten (bzw. in die Hinterbänke) forcieren. Plus ab sofort den Austritt der SPD aus dieser Koalition zur Disposition stellen (Wenn...das Konzept einer höchstens steuer-u. finanzunterlagengeprüften Grundrente, -also ohne erniedrigende Hausbesuche/Wohnungskontrolle- plus der 90%-Soli-Abbau...von der CDSU abgeblockt wird). Die beiden SPD-Leute Sigmar Gabriel u. Simone Lange können miteinander, und solch eine Umbau-Lösung mit Konsequenz (sofortiger Koalitionsaustieg ohne Zusage Grundrente u. 90%-Soli-Abbau) wäre der richtige Ansatz zu einer Stabilisierung der SPD (mehr solid-bürgerlich-konservativer Linkskurs, analog Brandt/Schmidt-Ära), mit dementsprechenden Personal (evtl. auch Gabriel, A. Post, Miersch, Klingbeil, Mattheis, Dreyer, Kühnert, Bartsch, Dagdelen & Co.) eine sehr gute (Zwischen)Lösung, ...statt mit A. Nahles u. Scholz weiterzuwursteln bzw. weiterzuschlafen...Und die SPD damit evtl. in den ewigen Schlaf zu stürzen...
"um eine bürgerlich-linkskonservative SPD (einer Ära Brand/Schmidt) zu formen"...der Brand war ein aufrichtige Mann, aber auch ein Träumer. Über Schmidt will ich mir lieber nicht äußern. Nur so viel, ich kenne seit 70 keine Regierung mit der es nicht wieder ein Stück abwärts ging.

Beitrag melden
Geopolitik 31.05.2019, 14:43
176. So ein Quark

Unter Schröder und auch noch Gabriel erreichte die SPD respektablen Waehler Zuspruch. Auch Helmut Schmidt schaffte dies. SPD Waehler waren immer Arbeiter aber eben auch besser verdienende Akademiker. In den letzten Jahren ist die SPD ins unscharfe und nach links abgedriftet und laesst sich jetzt von Herrn Kuehnert, der weder Berufsausbildung noch Studienabschluss hat die Leviten ins Nirgendwo lesen. Schade um unsere Demokratie die immer gut mit einer Einfluss habenden SPD gefahren ist. Davon muessen wir uns zumindest für einige Jahre verabschieden.

Beitrag melden
margei 31.05.2019, 14:44
177. Breaking news!

SpOn stellt nach über 14 Jahren fest es liegt an der Politik für die sie in den letzten 21 Jahren gemacht hatten und machen. Wenn man jetzt noch den Schluß zieht das es neoliberale Wirtschaftspolitik ist, weiß man auch warum die SPD so abstürzt. Warum SPD wählen wenn man natürlich auch das Orginal wählen könnte die FPD.

Vielleicht stellt SpOn auch nach weiteren 14 Jahren fest das Oskar Lafontaine ein sturer Esel ist der sich seit seiner Kanzlerkandidatur nicht geändert hat und immer noch für das gleiche einsteht und vielleicht in weiteren 14 Jahren wird SpOn feststellen dass die SPD seit 1998 massiv abgerückt ist wofür das "S" in der Partei stand. Hoffnung besteht für SpOn noch! Für die SPD hoffentlich keine mehr, sie sollte in den Orkus der bundesrepublikanischen Parteiengeschichte verschwinden, vielleicht nicht die Quislings Schröder, Clemens, SiggiPop und co als wahrnendes Beispiel was mit einer Partei passiert wenn sie von Neoliberalen, den Superreichen verpflichtetenden, gekapert werden.

Beitrag melden
jigger1 31.05.2019, 14:44
178. Solange die SPD...

...sich nicht öffentlich für die Politik der Schröder-Clique entschuldigt, alle Führungskräfte, die diese Politik unterstützt, toleriert oder entschuldigt haben, aus der Partei wirft und wieder anfängt, sozialistische oder zumindest soziale Politik zu machen, wird der Absturz unaufhaltsam weitergehen.

Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!

Beitrag melden
jonahlomu 31.05.2019, 14:45
179. genau umgekehrt

Für mich wird die SPD nie wieder stark werden, wenn sie sich auf Klientalpolitik ("des kleinen Arbeiters") beschränkt. Stark wird sie nur, wenn sie wieder, ja wie zu Zeiten von Schröder; die "Mitte" besetzt, mit klarem Wirtschaftssachverstand. Schaut mal nach Bremen, was hat dort die SPD in 70 Jahren bewirkt, außer mit die höchste Arbeitslosigkeit im ehemaligen Westen? Was hat der "kleine Mann" davon? Seien wir uns auch ehrlich: viele "einfache" Arbeiter (das ist nicht mein Begriff) laufen inzwischen mit bedenklichem Gedankengut zur Afd über. Die "echten" Linken wählen doch lieber gleich die Linke. Wie sollen dann 30+% für eine Partei überbleiben, die so tickt wie die Frau Nahles?

Beitrag melden
Seite 18 von 55
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!