Forum: Wirtschaft
Wahldesaster: Die Selbstzerstörung der SPD
Kay Nietfeld/ dpa

Die SPD unterschätzt, welch dramatischen Bruch es mit ihrer Wählerschaft in der Zeit von Rot-Grün gegeben hat. Nie zuvor und nie mehr danach wurde die eigene Klientel so dramatisch abgehängt wie damals.

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doc_snyeder 31.05.2019, 23:17
410. Die SPD Wähler sind doch alle noch da

Die meisten von ihnen wählen eben jetzt Grün. Aber die Masse der grünen Wähler haben doch, als es die Grünen noch nicht gab, SPD gewählt. Und auch die Linken kommen letztlich von der Sozialdemokratie. - Im Grunde genommen ist das ein Parteienverbund. Und wenn sie es könnten, würden sie lieber heute als morgen den Laden übernehmen. Aber das ist im Bund - zum Glück - noch nicht zu sehen. Denn der Kanzler kommt von der stärksten Partei. Und das die Grünen auch noch an der Union vorbeiziehen können, ist derzeit und hoffentlich auch für die nächste Zukunft nicht zu erwarten.

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wauz 31.05.2019, 23:19
411. Lüge!

Zitat von neutron76
(...) Heute geht es im Prinzip niemandem schlechter als vor Schröder, a(...)
Millionen Zeugen und die amtliche Statistik überführen Sie!

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heinzgünther 31.05.2019, 23:29
412.

Zitat von cave68
die Frage ist vielmehr warum sich die SPD auch so viel den Grünen oder der CDU anbiedern und nicht mal den Blick ins Ausland geworfen haben. Alle skandinavischen Länder haben irgendwann in den 70er,80er ihren Wohlfahrtsstaat abgeschafft und in eine moderne sozialdemokratische Strukur gebracht. Beispielsweise gibt es in Dänemark nach meinen Erkenntnissen weder Kündigungsschutz noch grossartige Sozialhilfesätze beispielsweise für Flüchtlinge. Einen Aufschrei habe ich dort nicht vernommen...ganz im Gegenteil... Die SPD sollte endlich mal lernen,dass zu viel soziale Wohltaten den sozialen Frieden nicht sichern sondern eher das Anspruchsdenken erhöhen....
In Dänemark beträgt das Arbeitslosengeld ca 90% des letzten Lohns für 2 Jahre und danach folgt für quasi alle in Dänemark wohnhaften über 25 eine Sozialhilfe von ca. 1300 Euro, von der man zwar alles bezahlen muss (Miete, Strom, etc) die aber auch kaum gekürzt werden kann.

Tatsächlich gibt es kaum Kündigungsschutz.

Ob das oben genannte nun besser oder schlechter ist sei dahin gestellt, wenigstens benötigt es nicht 100.000 sinnloser Aktenschubser und den damit enthaltenen kosten! Also auf die ein oder andere Art hat sich der Wohlfahrtsstaat da schon ein wenig aufgelöst. Vielleicht jedoch anders als sie meinten...

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Dr.T 31.05.2019, 23:32
413. Traue keiner Statistik, die du nicht selber...

Herr Fricke als Naturwissenschaftler: 6, setzen. Macht hunderte T-Tests, wo eine ANOVA angebracht wäre. Bei Herrn Fricke bringt auch der Storch die Kinder, jedenfalls bedingt die Storchenpopulationsgröße die Geburtenrate beim Menschen. Er hat bestimmt auch einen Laubfrosch im Glas, wg Wettervorhersage und so. Er blendet die Wiedervereinigung genauso aus wie die damals vorherrschende Massenarbeitslosigkeit, die bleierne Zeit der Untätigkeit unter Kohl. Die Dotcomblase hat er auch ausgeblendet, die Abschaffung der Vermögenssteuer durch das Bundesverfassungsgericht erwähnt er immerhin. Vergessen hat er das Erneuerbare-Energien-Gesetz, das kostet auch ganz viel Asche. Ausserdem: die Vermögensentwicklung bei den Reichen hat sich seit dem Jahr, welches als 100% gesetzt wurde (warum grade das Jahr eigentlich?) sehr linear entwickelt - und das Vermögen der ärmsten 10% schon vor der Wahl stark abgerutscht. Wäre Kohl wiedergewählt worden, wäre es noch weiter abgesunken.

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hollowman08 31.05.2019, 23:36
414. Vielleicht

schjaut ja die SPD doch überam Teich. Dort hat Labour zugelegt und zwar mit einem Programm das Verstaatlichung und Rückführung in die Öffentliche Hand aus profitgeilen und skruppelosen Händen die nur die teurste Partydroge den edelsten Nutten und den edelsten Luxuskarossen als höchstes Lebesziel ansieht. Solche Menschen mästet die neoliberale Weltanschasung ungeachtet der hganzen Tote wie z.B. durch Kinderarbeit in den neuen Kolonien (Billiglohnländern) und solche Hurrerei könnte die SPD ja abschwören und wieder den einfachen ehrlichen Menschen verteten und sich eine Abscheu gegen diesem neoliberalen Pfui Teufel entwickelt.

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nobody_incognito 01.06.2019, 00:11
415.

Zitat von Schartin Mulz
so ein unverständliches Geschwurbel. "höhere Sinnstiftungsintelligenz" "objektive Sinnhaftigkeit", ich kenne das noch aus dem Studium, dass die Leute mit den schwächsten Argumenten immer zu solchen furchtbar schlau klingenden Formulierungen griffen. Wenn SIe auf meine Argumente nicht eingehen wollen, haben SIe auch keine Verpflichtung, mir zu antworten.
Auf Ihre "Argumente" gibt es kein (anderes) Gegenargument, weil es bei Interessenskonflikten nur schlaue Gewinner und dumme Verlierer geben kann, d.h. eine *Ein*igung kann nur auf einer objektiven Ebene stattfinden, dem aber der Egoismus im Wege steht.
D.h. die "höhere Sinnstiftungsintelligenz" ist wohl "eclipsed by the moon", so wie wir^^ von Objektivität durch subjektivistischen Egozentrismus abgeknipst sind.
Ansonsten weiter viel Spaß und Erfolg bei einer Lösungsfindung - ein nihilistisches Grundeinkommen wird es auch nicht bringen, d.h. ein Vernunftsbeweis läge einzig in der Abschaffung, d.h. Entmachtung des Geldes. Im vorhersehbar resultierenden Chaos liegt wiederum die Offenbarung der Unvernunft. Aber Unvernunft ist ohnhin zum Scheitern verurteilt, so wie Ihre "Argumentation", d.h. das "Geschwurbel" reich ich zurück und drehe weiter "aktiv" ;-) meine Däumchen.

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Dr.T 01.06.2019, 00:33
416. Gewerkschaften und Mindestlohn:

Zitat von kaltschale
Wenn man sowas machen wollte, hätte man gleichzeitig den Mindestlohn (über Tarifgrenzen hinweg) einführen müssen, das Befristungsgesetz verschärfen müssen und Zeitarbeit verteuern müssen, über den Haustarifvertrag hinaus.
Der Mindestlohn wurde aus den Schröderschen Reformen auf Wunsch der Gewerkschaften wieder gestrichen - die wollten keinen Eingriff in die Tarifautonomie. Und hatten Angst, dass mit Mindestlohn noch weniger Leute Mitglied einer Gewerkschaft werden.

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Dr.T 01.06.2019, 00:35
417. Guter Witz...

Zitat von syracusa
Falsch. Ohne Schröder hätten wir das dänische Sozialmodell übernommen und stünden heute da wie Dänemark, also erstens mit nahezu Vollbeschäftigung, zweitens ohne Niedriglohnsektor, drittens mit garantierter Grundrente ohne Altersarmut, viertens ohne Langzeitarbeitslosigkeit, fünftens ohne Armutsrisiko Kinder, sechstens ohne Armutsrisiko Arbeitslosigkeit.
Ihr Grüne hättet mit Kohl "dänische Verhältnisse" eingeführt? Selten so gelacht. Wenn Grüne regieren, passiert: nix. Ausser in Hamburg, da habt ihr Grüne ein riesiges Kohlekraftwerk mitgebaut, um an Pöstchen zu kommen...

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wauz 01.06.2019, 00:36
418. Findet schon statt!

Zitat von joke61
kann man ermessen in welch verdorbener, asozialer, gleichgültiger Gesellschaft wir leben! Muster: wer Miete nicht nehr bezahlen kann muß halt umziehen, etc. Zur Not unter die Brücke oder was! Ich fürchte mich vo einem Bürgerkrieg, wenn die Abgehängten die 40% überschritten haben. Bei der Empathie, die für sozial schwäschere rüberkommt, würde mich das nicht wundern! Einfach nur ekelhaft, diese neoliberale gleichgültige Gesinnung!
Der Bürgerkrieg aka Klassenkampf findet schon statt. Es wird eben nur noch nicht oft geschossen. Und wenn doch, trifft es Abgehängte und Kranke. (Einfach mal Infos zu Schusswaffengebrauch durch Polizei lesen)
Im Übrigen sind es die reichen, die den Bürgerkrieg angefangen haben un dweiter betreiben. bei uns im Ort gibt es eine Nachfolgeorganisation der SA, genannt Sicherheitswacht, die eben auf die "Kleinen" angesetzt ist. Mich wundert nur noch, warum es noch keine Schleusen vor der Innenstadt gibt, wo man mit seiner Bankkarte ein mindestguthaben / Kreditbetrag nachweisen muss, um überhaupt eingelassen zu werden.
Und ansonsten gilt: man kann mit einer Wohnung genauso Leute töten, wie mit einer Axt! Auch diese Zustände werden wieder eintreten!

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Dr.T 01.06.2019, 00:47
419. Tja, manchmal muss halt was getan werden

Zitat von s.l.bln
Das hatte man, wenn überhaupt im Sinne des sozialen Friedens schwarz-gelb überlassen oder verhindern sollen, so bizarr das klingt. (...) Mit dem Rechtsruck waren Union und FDP im Grunde überflüssig geworden, dafür ging links davon ein wichtiges regulierendes Element verloren.
CDUler sind nicht mehr in der Lage, Reformen zu machen. Kohl konnte nur aussitzen ("die Karawane zieht weiter"), genauso Merkel. Ohne Schröders Reformen wäre Deutschland heute irgendwo auf dem Niveau Italien, wenn nicht sogar Griechenland. Die SPD hat die notwendigen Reformen gemacht. Hätte ja auch sein können, dass sie in der Mitte soviele Wähler gewinnt, wie die an die Linkspartei verliert. Aber viele Wähler sind bei der Linkspartei nicht angekommen. Vermutlich, weil man mit der alten SED nichts zu tun haben möchte und deren Forderungen wie Nato-Austritt für Quatsch hält...

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