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Wahlversprechen: Top-Ökonomen kritisieren Merkels Nein zur Rente mit 70
DPA

Das Renteneintrittsalter bleibt bei 67 Jahren, verspricht die Kanzlerin. Hochrangige Experten halten das nicht für tragfähig. Die deutsche Altersvorsorge werde so auf Dauer kaum zu finanzieren sein.

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jogola 05.09.2017, 07:41
50. Es geht halt weniger

Zitat von rubikon2016
vermeintlichen "Topökonomen", was auch immer das sein soll, mal die Arbeitgeber aufzählen, die Menschen mit 70 (und den aufgrund des Alters höheren Fehlzeiten) beschäftigen und vor allem auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit 60 noch einstellen. Das ist ein Treppenwitz. Die Digitalisierung noch gar nicht berücksichtigt, bzw der damit anstehende Arbeitsplatzabbau.
um die Verlängerung der Lebensarbeitszeit als um die Minderung der Renten.

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reflectionman 05.09.2017, 07:45
51. TOP Ökonomen verdienen auch mehrere hundertausend Euro im Jahr...

sind privat kranken- und rentenversichert und nicht auf die staatliche Versorgung im Alter angewiesen!
Außerdem sind sie in gewisser Weise "parteiisch", da ihre Gehälter i.d.R. aus der privatwirtschaft bezahlt werden.
Auch hier gilt also: "We wissen will wo das es Beute gibt sollte nicht den Jäger fragen..."

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kuddemuddel 05.09.2017, 07:47
52. Unsere Experten ...

... statt ständig rum zujammern, dass die Rente nicht finanziert werden kann oder die Arbeitnehmer zu viel Geld verdienen, sollten sie lieber nach Lösungen suchen, die nicht allein die Arbeitnehmer belasten. Gejammert wird aber nicht, wenn die Branchen, wie die Auto- oder Bankbranche mit Milliarden gepampert werden.

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der_k 05.09.2017, 07:50
53. Wer sag was...

Rente mit 70 ist wichtig und richtig für die deutsche Gesellschaft?
Wer sagt das?
Topökonomen, die ihr Leben lang entweder gelangweilt die Schulbank gedrückt, oder sich im Bürostuhl die hintern breit gesessen haben!

Wer glaubt, dass auch nur einer dieser Topleute in einem normalen Beruf bis zur Rente mit 67 durchhalten würden, der hat sie nicht alle!

Dazu kommt die Bemerkung, man könnte die Rente nicht mehr finanzieren! Natürlich ist es einfacher die Menschen bis 70 arbeiten, in die Kasse einzuzahlen zu lassen, und letzten Endes, bestenfalls direkt auf dem nach-Hause-Weg zu sterben, am Tag des Renteneintritts.
Denn nur dann sind die Renten der Toprumsitzer und Sprücheklopfer gesichert...

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Kiesch 05.09.2017, 07:51
54. Alternativen

Die Bevölkerung wird immer älter (absolut) und hat eine immer Ältere Altersstruktur (daher das Verhältnis von Zahlern zu Rentnern verändert sich). Gleichzeitig erleben wir eine riesige Krise der Privaten Altersvorsorge (die nur zeigt, dass diese nicht für eine verlässliche Rente geeignet ist).
Hinzu kommt das aktuell die Lasten der Rentenreformen insbesondere auf die Jungen verteilt werden. Ja auch die jetzigen Rentner betrifft die Besteuerung der Rente (de facto Rentenkürzung), aber die Jungen müssen aktuell nicht nur relativ gute (im Vergleich zur erwartbaren eigenen Rente) Renten der aktuellen Rentner bezahlen sondern nebenher privat Vorsorgen und kriegen dafür später weniger Rente raus.

Egal ob wir das also wollen oder nicht wollen: Es muss nachjustiert werden an der Rente. Und es gibt, wenn man die Diskussion um die Zusammenführung von Beamtenversorgung und Rente ausklammert (da das letztlich insbesondere wahrscheinlich hinausläuft Steuergelder die aktuell als Zuschüsse in die Rentenkassen fließen dann als "reguläre" Rentenbeiträge der Beamtenbezüge zu zahlen sind - und somit nur aus einem anderen Topf kommen, insgesamt aber nicht deutlich mehr Einnahmen bringen), im wesentlichen nur 3 Stellschrauben:

1. Weniger Rente
2. Höhere Beiträge
3. Späterer Renteneintritt

Während 1 und 3 Kosten senken, erhöht 2. die Einnahmen die ausgeschüttet werden können. Ich persönlich sehe es grundsätzlich als notwendig an das Renteneintrittsalter zu erhöhen, da das das noch vergleichsweise mildeste Mittel ist das zur Verfügung steht. Man arbeitet länger und zahlt dadurch länger ein UND spart Kosten da man später Rente erhält. Ja das ist blöd, ja man möchte früher in Rente, aber so ist das Leben! Denn was sind die Alternativen?
Weniger Rente? Die (gesetzliche) Rente ist doch jetzt schon lächerlich gering. Mit anderen Worten: Man MUSS privat vorsorgen. Und da gibt es zwei Möglichkeiten:
a) Irgendwie einen Fixbetrag erzeugen (z.B. Einmalzahlung Lebensversicherung, Hausverkauf) - da darf man dann hoffen das das reicht. Und hoppla - je früher man in Rente geht, desto eher ist der alle...
b) Monatliche "Rentenzahlungen" (z.B. Private Rente, Mieteinnahmen, etc.) - hier machen letztlich die Versicherer die gleiche Rechnung auf, die der Staat aufmachen würde: Höheres zu erwartendes Lebensalter = weniger Rente oder mehr Beiträge --> Es entsteht also durch festhalten am Renteneintrittsalter ein Automatismus der zu höheren Beiträge oder weniger Rente führt. Alternativen wie Mietobjekte dürften dem gleichen Trend folgen - und sind definitiv keine Option für jeden.

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Kiesch 05.09.2017, 07:51
55. Alternative 2

Die einzige brauchbare Alternative wäre die immer gefürchtete Erhöhung der Rentenbeiträge. Ich sehe allerdings nicht das die funktionieren kann so wie man das bisher gefahren hat.
Was wäre denn die Idee dahinter? Wir werden produktiver - platt gesagt: für die gleiche Arbeitsleistung erwirtschaften wir mehr - das zum Verbrauch zur Verfügung steht. Dementsprechend kann ein Arbeitnehmer mehr Rentner ernähren. Dazu muss aber eben zwingend der Arbeitnehmer mehr von seinem Arbeitslohn abgeben (ist ja über die private Vorsorge schon jetzt durch die Hintertür so - statt zu sagen wir erhöhen die Beiträge hat man uns verkauft das wir privat Vorsorgen müssen). Wie erreicht man das aber ohne das das extrem auf Löhne und Kaufkraft drückt? Ganz einfach: Lohnnebenkosten. Man erhöht zumindest den Arbeitgeberbeitrag im gleichen Maße wie den Arbeitnehmerbeitrag - so werden alle Seiten herangezogen und - Bonus - der erhöhte Arbeitgeberbeitrag der, zusätzlich zum Brutto, aber abhängig vom Brutto, gezahlt wird, führt zu einem staatlich verordneten steigenden Arbeitslohn (auch wenn man auf dem Gehaltszettel das Gegenteil zu sehen meint).

Warum steigend? Weil der Staat Geld entgegen landläufiger Meinung nicht auffrisst oder irgendwo verbrennt, sondern letztendlich - zum Beispiel über die Rente - wieder an die Bürger auszahlt. Der Staat behält im Gegensatz zu Unternehmen keine Gewinne ein. Ja er trifft hier und da Entscheidungen die man für Suboptimal halten mag, aber:
er bringt weder Geld auf die Kaymans, noch drückt er sich um Steuerzahlungen, noch hat er überbezahltes Personal (vom Gehalt eines Dieter Zetsche können wir uns alle Minister plus mehrere Abgeordnete leisten - quasi ein Schnäppchen dafür das die 80 Mio Menschen als Personal betreuen müssen).

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post.scriptum 05.09.2017, 07:52
56. Nun wissen wir, dass unsere ...

... Dauerkanzlerin ihre Positionen schneller räumt als andere morgens ihre Unterwäsche wechseln. Es wäre müßig, hier Beispiele zu benennen, sie sind Legion. Warum sollte es also bei der Rente mit 70 anders sein. Natürlich wird sie kommen, weil es angesichts des steigenden Lebensalters auch gar nicht anders geht. Merkel wollte im Duett mit Schulz keine Angriffsfläche kurz vor dem Wahltermin liefern. Im Übrigen wird die Dauerkanzlerin auch einmal abtreten. Wenn sie die Rente mit 70 nicht einläutet, werden es andere tun. Mutmaßlich wird es perspektivisch noch nicht einmal dabei bleiben. Alles andere ist illusiorisch.

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aktiverbeobachter 05.09.2017, 07:53
57. flexibel

Ich bin für eine deutliche Flexibilisierung des Rentenprozesses. Erlaubt den Menschen (wer möchte) doch bis 70 zu arbeiten. Gebt aber doch anderen Menschen (wer möchte) die Möglichkeit ab 60 jederzeit mit den bis dahin gezahlten Beiträgen in Rente zu gehen. Das fände ich eine echte Reform und eine tolle menschennahe Flexibilisierung, die vielen Menschen helfen würde.

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fatherted98 05.09.2017, 07:53
58. Ganz einfach...

Zitat von s-bahnfahrer
...Recht solange nur das arbeitende Volk einzahlt aber andere Gesellschaftsgruppe Leistungen beziehen. Wo liegt das Problem? Warum übernimmt man nicht bewährte Lösungen, wie z.B. Österreichische? Dort zahlt ohne Ausnahme jeder ein und bekommt 80% Rente, 65 Jahren. Warum diese Hirnblockade?
....weil man das nicht will! 2/3 des Bundestages und der Landesparlamente bestehen aus Beamten oder Selbstständigen (meist Juristen oder Steuerberatern o.ä.)....diese Leute vertreten erst mal ihre eigenen Interessen und nicht die Interessen des Bürgers. Insofern....ist es kaum verwunderlich das niemand auch nur ein Rentenreförmchen angehen möchte....dazu kommen noch mehere Millionen Neubürger in den vergangenen und nächsten Jahren...die durch Einzahlung nie auch nur die Grundrente erlangen werden....das alles führt zu einer effektiven Rentenkürzung....da man die nicht so nennen will....wird man das Rentenalter weiter erhöhen. Ich schätze mal nach den Wahlen kommt die Rente mit 70 wenn die FDP in der Koalition sitzt...ist dann halt "alternativlos"....

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mirrorman3 05.09.2017, 07:55
59. Mogelpackung 1. Güte

Was sollen diese irrsinnigen Zahlen? Renten mit Steuergeld bezahlen, wie in anderen Ländern! Ich habe jahrelang Überstunden gemacht (ohne Ausgleich - nur um den Job zu behalten), jetzt bekomme ich viel weniger als z. B. viele Lehrer, die immer einen sicheren Job hatten und immer gejammert hatten.

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