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Waldbrände: Feuer in Kanada lassen Ölpreis steigen
AP

Die Waldbrände in Kanada treffen eines der wichtigsten Ölförderländer der Welt - die Preise für den Rohstoff steigen. Im Kampf gegen die Flammen gibt es jetzt Hoffnung.

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Bertold 09.05.2016, 10:10
1. Würde mich nicht wundern, wenn

die Ölförderung nicht schuld an den Bränden wäre.

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bobrecht 09.05.2016, 10:15
2. Ursache für das Feuer?

Zitat: "Das bislang (vom Feuer) geschädigte Gebiet ist beinahe deckungsgleich mit den Ölsandvorkommen, die in Alberta seit vielen Jahren ausgebeutet werden." Diese Tatsache sollte zu denken geben. Aber keiner fragt nach den Zusammenhängen. Seltsam!

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fd2fd 09.05.2016, 10:24
3. Jedes Jahr das gleiche

Ich werde nie verstehen, warum Länder, die JEDES JAHR von Wald- und Buschbränden geplagt sind (Kanada, Australien, USA, Südeuropäer) nicht Vorsorge treffen.
Rodungen, kontrolliertes Abbrennen vor der Brandsaison, Schneisen schlagen und das Anlegen von Wasserreservoirs in den gefährdeten Gebieten zahlen sich bereits nach dem ersten Brand aus. Auch das Vorhalten einer großen Flotte an Löschhubschraubern, -flugzeugen und -fahrzeugen ist nach den ersten Feuern amortisiert. Mit jeder Drohne aus dem Handel kann man große Gebiete schnell und effektiv überwachen (von Satellitenüberwachung abgesehen, die aber teuer ist). Die Armeen der Länder sollten eine sofortige Eingreiftruppe mit ausreichender Truppenstärke vorhalten, die sofort an den Brandherd geschickt wird, um eine Ausbreitung zu verhindern. Wenn ich dann lese, dass 150 Feuerwehrleute und 100 Soldaten die völlig außer Kontrolle geratenen Brände versuchen zu löschen, hat man keine Fragen mehr. Die Verteidigung des Landes ist zwar wichtig, aber in den westlichen Ländern beschränkt sich dieses Vorhaben auf Gebiete außerhalb des eigenen Staatsgebietes. Also sind die ungenutzten Kräfte sinnvoll an anderer Stelle einsetzbar.

Gemessen an den Kosten, die durch derartige Brände verursacht werden, sind die Kosten für die oben genannten Punkte geradezu lächerlich.
Nach einem Brand müssen eben nicht nur die verbrannten Elemente entfernt werden, die Geschädigten von den Versicherungen in langen Verfahren entschädigt werden, sondern auch die komplette Infrastruktur vom Staat neu aufgebaut werden.

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MiniDragon 09.05.2016, 10:29
4. Cui Bono?

Zitat von bobrecht
Zitat: "Das bislang (vom Feuer) geschädigte Gebiet ist beinahe deckungsgleich mit den Ölsandvorkommen, die in Alberta seit vielen Jahren ausgebeutet werden." Diese Tatsache sollte zu denken geben. Aber keiner fragt nach den Zusammenhängen. Seltsam!
Das Feuer nutzt hier vielen.

Wem aber am nachhaltigsten ?

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andreasreiter 09.05.2016, 10:34
5. Der Klimawandel frisst seine Verursacher

In den betroffenen Gebieten ist die „Feuersaison“ in den letzten 20 Jahren um einen Monat länger geworden. Als Grund kommen nur höhere Temperaturen und größere Trockenheit in Frage die sicher durch den Klimawandel verstärkt werden. Zugleich verbraucht die Ölförderung aus Ölsand zusätzlich enorme Mengen an Energie und setzt deshalb unnötig viel CO2 frei.
Somit ist Kanada nicht nur Opfer sondern auch wesentlicher Verursacher dieser Katastrophe. Und wenn man die Kohlepolitik in Deutschland sieht (Gell Herr Gabriel)lernen wir hier ja auch nichts daraus.

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shechinah 09.05.2016, 10:40
6. Zusamenhänge

Ich seh da vor allem Zusamenhänge mit Umwelt-Aktivisten, die nicht nur im Netz zur Brandstiftung aufgerufen haben, sondern sich auch noch auf Twitter und FB damit brüsten. Einige von diesen "Aktivisten" haben bereits ihren Job verloren, weil sie ihrer Freude über den Schaden zu laut Ausdruck verliehen haben.

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fd2fd 09.05.2016, 10:49
7.

Zitat von andreasreiter
In den betroffenen Gebieten ist die „Feuersaison“ in den letzten 20 Jahren um einen Monat länger geworden. Als Grund kommen nur höhere Temperaturen und größere Trockenheit in Frage die sicher durch den Klimawandel verstärkt werden.
Die größere Trockenheit und höhere Temperaturen resultieren aber direkt aus der Abholzung und Zerstörung der natürlichen Vegetation. Bodenerosion und das fehlende Nachwachsen heimischer Pflanzen sind die Folge.

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Celegorm 09.05.2016, 10:53
8.

Zitat von bobrecht
Diese Tatsache sollte zu denken geben. Aber keiner fragt nach den Zusammenhängen. Seltsam!
Die Überschneidung ist sicherlich interessant, aber letztlich fällt es schwer, da einen spezifischen Zusammenhang zu sehen. Im Gegenteil, wenn man sieht, was der Ölsandabbau mit der Landschaft anrichtet, dann bin ich eher erstaunt, dass trotz der branchentypischen Mondlandschaften in der Gegend offenbar noch genügend Wälder übrig sind (waren), um ein solches Feuer zu nähren..

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30-06 09.05.2016, 10:54
9.

Zitat von fd2fd
Ich werde nie verstehen, warum Länder, die JEDES JAHR von Wald- und Buschbränden geplagt sind (Kanada, Australien, USA, Südeuropäer) nicht Vorsorge treffen. Rodungen, kontrolliertes Abbrennen vor der Brandsaison, Schneisen schlagen und das Anlegen von Wasserreservoirs in den gefährdeten Gebieten zahlen sich bereits nach dem ersten Brand aus. Auch das Vorhalten einer großen Flotte an Löschhubschraubern, -flugzeugen und -fahrzeugen ist nach den ersten Feuern amortisiert. Mit jeder Drohne aus dem Handel kann man große Gebiete schnell und effektiv überwachen (von Satellitenüberwachung abgesehen, die aber teuer ist). Die Armeen der Länder sollten eine sofortige Eingreiftruppe mit ausreichender Truppenstärke vorhalten, die sofort an den Brandherd geschickt wird, um eine Ausbreitung zu verhindern. Wenn ich dann lese, dass 150 Feuerwehrleute und 100 Soldaten die völlig außer Kontrolle geratenen Brände versuchen zu löschen, hat man keine Fragen mehr. Die Verteidigung des Landes ist zwar wichtig, aber in den westlichen Ländern beschränkt sich dieses Vorhaben auf Gebiete außerhalb des eigenen Staatsgebietes. Also sind die ungenutzten Kräfte sinnvoll an anderer Stelle einsetzbar. Gemessen an den Kosten, die durch derartige Brände verursacht werden, sind die Kosten für die oben genannten Punkte geradezu lächerlich. Nach einem Brand müssen eben nicht nur die verbrannten Elemente entfernt werden, die Geschädigten von den Versicherungen in langen Verfahren entschädigt werden, sondern auch die komplette Infrastruktur vom Staat neu aufgebaut werden.
Haben Sie ueberhaupt eine Ahnung um welche Flaechengroessen es sich hier handelt?
Ist Ihnen klar das seit jahrzehnten bereits Canada kontrollierte Braende benutzt um den Waldboden zu bereinigen. Wiederum - haben sie eine Ahnung von der Groease der Flaechen und der Besiedlungsdichte?

Sie scheinen da so ziemlich unbedarft von etwas zu reden dessen Groessenverhaeltnisse Sie nicht ganz einordnen koenne.

Die Kanadischen Borealen Waelder sind zum allergroessten Wildwachsende Waelder und ein Forstmanagement wie in Europe ist einfach nicht gegeben und moeglich, dazu sind die Kosten zu hoch, die Ertraege zu gering und die Flaechen zu gross, man beschraenkt sich auf den Schutz besiedelter Gebiete.

Ausserdem hat man durch Analysen gelernt das Wildfeuer einen Teil des natuerlichen Waldzyklus darstellen, sodass man unterdessen Feuer die keine Ansiedlungen oder Industrielle Anlagen bedrohen brennen laesst.

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