Forum: Wirtschaft
Warnstreik: Am Montag bleiben in Berlin Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen stehen
Monika Skolimowska/ZB/ DPA

Berliner müssen sich am Montag erneut auf Einschränkungen im Nahverkehr einstellen: Alle Beschäftigten der BVG sollen ganztägig die Arbeit niederlegen. Es ist der dritte und härteste Warnstreik in der laufenden Tarifrunde.

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Farguard 29.03.2019, 03:52
1. Wer kann, der streikt...

ÖPNV, Flugverkehr, Bahn, Müllabfuhr, die können, denn das trifft alle.

Hansi aus der Buchhaltung, Fritz der Schlachter, Herbert der Versicherungskaufmann...jaja, können sicher streiken, werden aber nur belächelt und auf die "so bald es geht raus damit" - Liste gesetzt.

Genau darum - und nicht, weil man anderen "nichts gönnt" - sind eben diese bei Streiks so gerne mal "sauer".

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raoul2 29.03.2019, 04:51
2. Umdenken tut not

Statt sich über irgendwelche Streikaktionen zu mokieren oder über weitere Preiserhöhungen nachzudenken, sollte die Hauptstadt mit gutem Beispiel vorangehen und das öffentliche Verkehrsnetz vollkommen umgestalten:

Freie Fahrt auf allen Linien für einen möglichst angemessenen (monatlichen oder jährlichen) Preis. Aufstockung des Personals, der Strecken und der Haltestellen - das würde Berlin zu einer der modernsten Großstädte Deutschlands machen und die Lebensqualität erheblich erhöhen.

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Halcroves 29.03.2019, 05:54
3. Folgen des Niedriglohns; zu Lasten der Fahrgäste - der Wirtschaft....

Die 68er haben noch mal die dicke Sahne abschöpfen wollen und haben dafür so jeden radikalen Blödsinn, den die Wirtschaftsverbände forderten, durch gewunken. Immer mit dem Tenor - Wirtschaftlichkeit - Konkurrenzfähigkeit etc.
Nun rächt sich der Niedriglohn. Aber wem juckt´s ? Schröder & co. haben abgesahnt und liegen mit der xten Frau im Bett. Nachdem jahrelang die Lohnspirale, von den großen Unternehmen, nach unten gedrückt wurde, bluten nun als erstes die kleinen Unternehmen aus. Wer kann denn von 12,- Euronen/h und weniger eine Familie ernähren. Bis 2002 war ein Lohn von ca. 16 -18 DM selbstverständlich, egal wo man angeheuert hat. Als studentische Aushilfskraft hatte ich mehr. Und ein Berliner Busfahrer hat dich frisch rasiert und solar gebräunt angelächelt. Mann brauchte Beziehungen, um bei der BVG unterzukommen. Heute klebt an jedem Bus ein "Wir suchen Fahrer" drauf. Die S Bahn fährt im 20 min Takt, wenn sie fährt. Das diese Politik allen schadet, sollte nun langsam mal begriffen werden. Ist aber so´ne Sache mit der Verantwortung und einer nachhaltigen Wirtschaftspolitik. Der in der Regel studierte politisch Verantwortliche hat keinen Bezug mehr zu den realen gesellschaftlichen Zusammenhängen.
Eine Generation schafft - eine verdient - und die dritte studiert Kunstgeschichte.

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laermgegner 29.03.2019, 07:10
4. Am Montag ist der 1. April

Ein Witz schon so lange voranzumelden ist auch neu. Verdi hat also immer wieder Steigerungsforderungen.

Zur Sache, eigentlich weiß doch gar keiner mehr, warum es einen Arbeitskampf gibt. Die Fahrpreise sind Frechheit, sie regulieren nicht den Verkehrsfluß in der Stadt und sie sind qualitätiv nicht gerechtfertigt. Auf der anderen Seite fordert man Leistungen von den Fahrern ab, die eine erhebliche Belastung darstellen. Andere Unternehmen bezahlen anders. Also kann doch der eigentliche Protest nur die Kündigung sei für den BVG - MItarbeiter. Der Autofahrer hat doch schon lange entschieden, was er vom ÖNPV hält.

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nolol 29.03.2019, 07:15
5. Ja liebe BVGler

ihr arbeitet für die BVG. Ein Monopol! D.h. es gibt keine Konkurrenz. Alles was ihr tut geht zu Lasten der Menschen die jeden Tag auf die BVG angewiesen sind. Alte und kranke Menschen können Ihren Arzt nicht aufsuchen, Arbeitnehmer müssen sich jetzt etwas einfallen lassen?! Nur damit Ihr mehr bekommt? Ich sag euch was und das ist jetzt nur Meinung. Ihr habt für die Nummer und das ist nicht das erste mal , viel weniger Geld verdient. Man sollte euch alle für den Schaden den ihr anrichtet haftbar machen.

LG Nolol (Es gibt nichts zu lachen)

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bbuchtaleck 29.03.2019, 07:46
6. Fakten, Zahlen, Hintergründe

All dies fehlt: Fakten, Zahlen, Hintergründe. Natürlich klingt 90 Millionen Euro mehr nach sehr viel. Aber wie viel verdient man in welcher Position bei der BVG eigentlich? Was will Verdi erreichen? Warum sperrt sich der Arbeitgeber dagegen? Dieser Artikel ist so inhaltsarm, dass ich nicht einmal in die Lage versetzt werde, eigene Schlussfolgerungen zu ziehen. Letztlich bleibt von diesem Artikel nicht mehr hängen als das Gefühl der Empörung, wobei man nicht einmal sagen kann, weswegen man nun empört ist.

Ich bin empört, weil ich in solchen Artikeln eine vierte Gewalt nicht mehr erkennen kann.

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nairolf 29.03.2019, 08:24
7. Verständnis haben

Natürlich habe ich Verständnis für den Arbeitskampf der BVG Angestellten. Ich werde am Montag dann mal wieder ein gutes Stück zu Fuß gehen müssen, aber wenn damit ein Schritt gegen die allgemeine Unterbezahlung der normalen Arbeiterklasse unterstützt werden kann, nehme ich das schweißnassen Hauptes in Kauf.
Leider ist derartige Solidarität heutzutage völlig aus der Mode gekommen. Jeder kämpft für sich selbst und will nur noch eigene Verluste mindern, auch auf Kosten anderer. An einer allgemeine schrittweise Verbesserung für alle Schichten hat in unserer Ellenbogen kaum noch jemand Interesse.

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Koana 29.03.2019, 08:26
8. Wahrscheinlich könnte man.....

.... die 90 Mio. locker durch Beschneidung des Führungspostenparadieses locker machen.
Aber diese Damen und Herren streiken nicht, sie sind damit beschäftigt ihr Paradies weiter auszubauen, die Gelder der BVG zu veruntreuen und die "Verantwortung" für das ganze Chaos zu tragen.
Ist ein noch schönerer Posten andernorts in Sicht, lässt man sich eine Abfindung anweisen und macht das BVG-Pöstchen für einen neuen Kleptokraten frei.
Die Gesellschaft schleppt eine Heer von solchen Leuten auf Ihren Schultern, sie sollte kollektiv in den Generalstreik treten, bis diese ganze Bande endlich von den Trögen verjagt ist.
Stattdessen könnte man dann einen wirklich guten und gerechten ÖPNV organisieren - da würden Arbeitskreise der Belegschaft genügen - die wissen wie so was geht - ohne Korruption und Vetternwirtschaft - mit Vernunft und Klugheit, für die Sache, nicht mit Verschlagenheit für den eigenen Geldbeutel.
Das Ende wären gerechte Löhne und ein funktionierender Betrieb.

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eurusiii 29.03.2019, 08:52
9. Ganz ehrlich ?

Ich hab es noch nie verstanden, warum gestreikt wird ! Irgendwann einigen sich beide Seiten und gut ist. Also Vertreter beider Seiten in einen großen Raum sperren und erst dann wieder rauslassen, wenn man sich geeinigt hat. Mir geht diese Kinderkacke seit Jahrzehnten auf den Sack, weil sie stets zu Lasten der Allgemeinheit geht !

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