Forum: Wirtschaft
Warnstreik: Am Montag bleiben in Berlin Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen stehen
Monika Skolimowska/ZB/ DPA

Berliner müssen sich am Montag erneut auf Einschränkungen im Nahverkehr einstellen: Alle Beschäftigten der BVG sollen ganztägig die Arbeit niederlegen. Es ist der dritte und härteste Warnstreik in der laufenden Tarifrunde.

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helgemnielsen 29.03.2019, 09:12
10. höhere Fahrpreise

Wenn die Gewerkschaften diese Forderung durchsetzen, werden die Fahrpreise exorbitant steigen. Die Gewerkschaften streiken nicht gegen die Beförderungsunternehmen, sondern gegen die Fahrgäste insgesamt. Jedes Jahr werden neue höhere Forderungen gestellt und erhalten. Dann schreien diese wieder auf, wenn sie auch dafür zur Kasse gebeten werden. Irgendwann wird das Beförderungskonzept auf den Prüfstand gestellt und abgeschafft. Warum, weil sich das keiner mehr leisten kann. Ein Hoch für den Klimawandel, Leute geht zu Fuß.

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28zwei27 29.03.2019, 09:21
11.

Zitat von nolol
ihr arbeitet für die BVG. Ein Monopol! D.h. es gibt keine Konkurrenz. Alles was ihr tut geht zu Lasten der Menschen die jeden Tag auf die BVG angewiesen sind. Alte und kranke Menschen können Ihren Arzt nicht aufsuchen, Arbeitnehmer müssen sich jetzt etwas einfallen lassen?! Nur damit Ihr mehr bekommt? Ich sag euch was und das ist jetzt nur Meinung. Ihr habt für die Nummer und das ist nicht das erste mal , viel weniger Geld verdient. Man sollte euch alle für den Schaden den ihr anrichtet haftbar machen. LG Nolol (Es gibt nichts zu lachen)
Da haben Sie den Sinn und Zweck eines Streiks exakt beschrieben: Aussenwirkung, damit der Position der AN mehr Nachdruck verliehen wird.
Über die Anzahl und Dauer der von der "Gewerkschaft" verdi ausgerufenen sog. Warnstreiks müsste sicher nachgedacht werden.

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bubbax84 29.03.2019, 09:27
12. Danke für diesen Kommentar!

Zitat von eurusiii
Ich hab es noch nie verstanden, warum gestreikt wird ! Irgendwann einigen sich beide Seiten und gut ist. Also Vertreter beider Seiten in einen großen Raum sperren und erst dann wieder rauslassen, wenn man sich geeinigt hat. Mir geht diese Kinderkacke seit Jahrzehnten auf den Sack, weil sie stets zu Lasten der Allgemeinheit geht !
Endlich mal jemand, der meine Sprache spricht! Sehr guter Kommentar, exakt das sage ich auch seit Jahren. Macht es wie bei der Papstwahl, sperrt die Beteiligten so lange ein, bis sie sich geeinigt haben! Dieses Rumgestreike ist das Letzte.

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spiegelleser987 29.03.2019, 09:38
13.

Zitat von Koana
.... die 90 Mio. locker durch Beschneidung des Führungspostenparadieses locker machen. Aber diese Damen und Herren streiken nicht, sie sind damit beschäftigt ihr Paradies weiter auszubauen, die Gelder der BVG zu veruntreuen und die "Verantwortung" für das ganze Chaos zu tragen. Ist ein noch schönerer Posten andernorts in Sicht, lässt man sich eine Abfindung anweisen und macht das BVG-Pöstchen für einen neuen Kleptokraten frei. Die Gesellschaft schleppt eine Heer von solchen Leuten auf Ihren Schultern, sie sollte kollektiv in den Generalstreik treten, bis diese ganze Bande endlich von den Trögen verjagt ist. Stattdessen könnte man dann einen wirklich guten und gerechten ÖPNV organisieren - da würden Arbeitskreise der Belegschaft genügen - die wissen wie so was geht - ohne Korruption und Vetternwirtschaft - mit Vernunft und Klugheit, für die Sache, nicht mit Verschlagenheit für den eigenen Geldbeutel. Das Ende wären gerechte Löhne und ein funktionierender Betrieb.
Das Geld ist überhaupt nicht da. Deshalb müssten wieder mal die Mieten über die Grundsteuer erhöht werden. Oder wie soll das gehen?

Hier mal etwas von 2017: Die BVG-Chefin verdient 496.900 (+6486) Euro. 2013 waren es nur 433.000 Euro. Im Jahr 2017 waren bei der BVG 14.589 Mitarbeiter angestellt. Würde man das Gehalt der Chefin auf Null setzen und verteilen, wären es pro Angestellte geade mal 34 Euro. Die BVG hat die Einnahmen 2017 auf 715,6 Mio. erhöht. Gleichzeitiig bekommen die 303,3 Mio. Euro zusätzlich vom Land Berlin, also dem Steuer-und Gebührenzahler. Deshalb sind die Löhne bei den meisten anderen Berufsgruppen niedriger. Das ist fast überall so. Die Staatsdiener verdiener am meisten. Und damit es nicht auffällt, hat man den Mindestlohn festgelegt. Dass der Staat den KMUs und Selbständigen das Geld nicht mehr übrig lässt, wird vertuscht.

Und wer hat die Einkommen der Berliner Chefinnen und Chefs festgelegt? Das ist die rot-rot-grüne Regierung. Die legen die Einkommen fest.

siehe z.B.:
"Warum verdienen die Chefs von BVG & Co. so viel?"
https://www.bz-berlin.de/berlin/warum-verdienen-die-chefs-von-bvg-co-so-viel

"B.Z. verrät, wie viel mehr die Berlin-Chefs verdienen"
https://www.bz-berlin.de/landespolitik/b-z-verraet-wie-viel-mehr-die-berlin-chefs-verdienen

Die arme BVG-Chefin. Die hat ihren Dienstwagen ihrem Mann für private Benutzung übergeben und lässt sich von anderen Fahrzeugen der BVG-Pool-Fahrzeuge und im ÖPNV fahren.

https://www.bz-berlin.de/berlin/bvg-chefin-nikutta-nutzt-mehrere-dienstwagen

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BruceWayne 29.03.2019, 09:38
14. For a few dollars more...

Man könnte sich jetzt trefflich darüber streiten, welcher Schaden durch Streiks angerichtet wird. Es hat Fälle während eines wohl längst vergessenen "Ärzte" Streiks gegeben, die waren lebensgefährlich. Wenn er öffentliche Nahverkehr lahmgelegt wird. die Müllabfuhr, der Flugverkehr, dann darf man sich schon einmal fragen, wer da eigentlich getroffen werden soll. Die ursprüngliche "Idee" eines Streiks - damals in den Fabriken der Industrialisierung - war es den Fabrikanten zu zwingen mehr Lohn zu zahlen. Das ist dann ja auch okay... Heute hat sich das alles verschoben. Und jetzt kommt etwas, was sicher wieder zu Aufständen hier im Forum führen wird...Die Beschäftigten wissen in dem Moment wenn sie einen Arbeitsvertrag unterschreiben, was sie bekommen. Das ist kein Überraschung. Dafür haben sie im öffentlichen Dienst einen bombensicheren Arbeitsplatz - und verhalten sich auch so. Es wird niemand gezwungen Busse zu fahren, oder sich bei der städtischen Müllentsorgung zu bewerben. Man kann auch etwas früher ansetzen - wie wäre es mit zur Schule gehen, damit man sich bessere Jobs aussuchen kann? Im Übrigen sind 450.- Euro brutto im Monat ein ziemlich großer Schluck auf das sowieso schon üppige Salär. Kleiner Tipp - weil wir nicht mehr in der Industrialisierung sind - im öffentlichen Dienst und vergleichbaren Stellen einfach eine automatische Erhöhung in den Tarifvertrag - funktioniert bei Beamten super.

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Hans-Dampf 29.03.2019, 09:43
15.

Zitat von helgemnielsen
Wenn die Gewerkschaften diese Forderung durchsetzen, werden die Fahrpreise exorbitant steigen.
Falls (!) dem so wäre, sind die derzeitigen Diskussionen rund um kostenlosen ÖPNV müßig.
Laut dem BMVI kommt etwas weniger als die Hälfte der in Deutschland für den ÖPNV aufgewendeten Mittel aus Einnahmen, die man für Fahrscheine zahlt. Da ÖPNV nicht kostendeckend ist, kann man wenigstens die Leute, die dort arbeiten, vernünftig bezahlen. Ein BVG-Fahrer erhält im Schnitt viel weniger als einer in NRW oder Bayern.

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Hans-Dampf 29.03.2019, 09:47
16.

Zitat von bubbax84
Endlich mal jemand, der meine Sprache spricht! Sehr guter Kommentar, exakt das sage ich auch seit Jahren. Macht es wie bei der Papstwahl, sperrt die Beteiligten so lange ein, bis sie sich geeinigt haben! Dieses Rumgestreike ist das Letzte.
Na denn, auf an die Reformation des Streikrechts! Ich hätte da noch gerne einen anderen Vorschlag, den der Arbeitgeber trifft: lasst an solchen "Streiktagen" die Kundschaft kostenlos fahren und verbraucht viel Strom in Bahnen (d. h. Heizung voll an usw.).

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spiegelleser987 29.03.2019, 09:56
17.

Zitat von raoul2
Statt sich über irgendwelche Streikaktionen zu mokieren oder über weitere Preiserhöhungen nachzudenken, sollte die Hauptstadt mit gutem Beispiel vorangehen und das öffentliche Verkehrsnetz vollkommen umgestalten: Freie Fahrt auf allen Linien für einen möglichst angemessenen (monatlichen oder jährlichen) Preis. Aufstockung des Personals, der Strecken und der Haltestellen - das würde Berlin zu einer der modernsten Großstädte Deutschlands machen und die Lebensqualität erheblich erhöhen.
Dieser Gedanke mit den Jahresgebühren und der angeblichen kostenlosen Fahrt kam vor einigen Wochen in mehreren Zeitungen. Diese Jahresgebühren sollten auch noch stark erhöht werden. Wegen der angeblich kostenlosen ÖPNV-Fahrt danach, würde der Autoverkehr abnehmen. Was soll der Blödsinn? Das ist Schummelei, wie man bei VW immer wieder sagt. Warum sollen diejenigen, die den ÖPNV wöchentlich für nur eine einzige Fahrt pro Woche benutzen, Jahresgebühren zahlen? Damit meine ich keine Autofahrer sondern diejenigen, die z.B. in der Nähe der Arbeitstelle wohnen und nur freitags Einkaufen gehen.

Genauso ist es mit den angeblich kostenlosen Fahrten, die über Steuern gezahlt werden. Dann zahlen auch wieder alle ohne .es zu benutzen.

Diese angeblich kostenlosen Dienstleistungen auch in anderen Bereichen, wie z.B. das kostenlose Essen in der Kita und Schule, sind voll daneben. So bringt man Kindern bei, dass Arbeit nicht bezahlt werden muss. Da ist das Prinzip aus DDR-Zeiten bessser. Die Kosten für bei Fahrten oder das Essen sollten nicht so hoch sein. Sie wurden damals zu niedrigen Preisen Kinder festgelegt. Und die Kinder mussten so in der Schule und im Kindergarten für das Essen etwas bezahlen und genauso bei Fahrten mit Straßenbahn oder Bus. So hat man Kindern beigebracht, dass Arbeit bezahlt werden muss. Und heute ist es umgekehrt. Deshalb hat das Prinzip vor einigen Jahren einer der Erfinder der OpenSource-Software in einem Interview (das war wahrscheilich bei SPON) kritisiert.

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stiller_genießer 29.03.2019, 19:45
18. Streiks verbieten? Klingt irgendwie nach Sozialneid!

Die seit Jahren von der SPD geführte Landesregierung hat Milliarden für den bisher unfertigen BER übrig und will bereits bestehende Wohnungen zurückkaufen statt neue zu bauen. Am Geld scheints also nicht zu fehlen.
Andererseits werden U-Bahn- und Busfahrer gesucht, die man sicher nur bekommt, wenn man die Löhne und die Arbeitsbedingungen verbessert.
Wo sind eigentlich die Stimmen der Grünen, die sich sonst fortwährend gegen Fliegen und Autofahren aussprechen? Und wo sind Linke und SPD, die sich sonst für die Benachteiligten aussprechen, die sicher oft BVG fahren, aber bestimmt selten fliegen?

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