Forum: Wirtschaft
Warnstreiks bei der Bahn - überzieht die Lokführergewerkschaft?

Zugausfälle, Wartezeiten an den Bahnhöfen - und das bei eisigen Temperaturen. Die Streikmaßnahmen der Lokführer haben bereits für Turbulenzen gesorgt. Überzieht die Lokführergewerkschaft ihren Kampf?

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Kirschelein 05.03.2011, 10:47
210.

Zitat von capu65
Die Lokführer der GDL haben nicht den gesamten Bahnverkehr lahmgelegt.
Das stimmt, das haben sie in der Tat nicht. Aber welche Bereiche haben sie denn nicht bestreikt: Notverkehre, Güterverkehre, S-Bahnen, mit denen man angeblich "Mitleid" hat und Privatbahnen insofern, dass durch die geringe Mitgliederanzahl die Auswirkungen gering bis kaum zu spüren waren.

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masch 05.03.2011, 10:49
211. Die warnstreikenden...

Zitat von Robert Rostock
Die streikenden Telekom-Mitarbeiter haben auch nicht 75% des Telefonnetzes lahmgelegt und das dann noch als Riesen-Erfolg gefeiert.
...Telekomer können nicht 75% des Netzes lahmlegen, da die Technik erstmal auch ohne Menschen weiterläuft. Außerdem sind die Telekomer derzeit noch weit entfernt einen Erfolg feiern zu können, da dort der Arbeitgeber auch unseriöse angebote vorgelegt hat. Bitte vor Wortmeldungen sachkundig machen, lieber Forist.

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masch 05.03.2011, 10:55
212. Richtig...

Zitat von Robert Rostock
Klar. Es sind immer die anderen. Und das Vorgehen der GdL ist quasi "alternativlos". Wenn da ein paar Fahrgäste ins Schussfeld kommen und geschädigt werden, dann kann die GdL da überhaupt nichts dafür. Das sind quasi Kollateralschäden, die man hinnehmen muss. Sind ja schließlich selber schuld, was wollen sie auch unbedingt Bahn fahren. Und dann sind die auch noch so undankbar und freuen sich nicht mal über die stehengebliebenen Züge. Da darf man sie dann auch beschimpfen ("verantwortlich für die Misere"), belügen ("wir streiken nicht auf dem Rücken der Pendler") und verhöhnen ("Wir kündigen rechtzeitig an").
...erkannt. Streiks sind einfach alternativlos und sollten von uns respektiert werden. Jeder sollte sich überlegen, wie er/sie sich zur Wehr setzt, bei einer definierten Ungerechtigkeit. In unserer Gesellschaft sind es halt Streiks, man gut:-), und kein Kugelhagel. Deshalb immer die Kirche im Dorf lassen und die streikenden Menschen unterstützen!

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Robert Rostock 05.03.2011, 11:01
213.

Zitat von masch
...Außerdem sind die Telekomer derzeit noch weit entfernt einen Erfolg feiern zu können, da dort der Arbeitgeber auch unseriöse angebote vorgelegt hat.
Ich fürchte, die GDL ist derzeit noch weiter entfernt davon, einen Erfolg (im Sinne von Erfüllung ihrer Forderungen) zu feiern. Wahrscheinlich sogar weiter als vor dem Streik. Eine Einigung mit den Privatbahnen auf einen Flächentarifvertrag kann sie meiner Meinung nach vergessen.

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capu65 05.03.2011, 11:01
214.

Zitat von Robert Rostock
Die streikenden Telekom-Mitarbeiter haben auch nicht 75% des Telefonnetzes lahmgelegt und das dann noch als Riesen-Erfolg gefeiert.
Vielleicht hatten Sie dazu nicht die Möglichkeit und somit keinen Grund zum Feiern.
Geben Sie eine Umfrage in Auftrag, wer überhaupt weiß, daß die Telekommitarbeiter dieses Jahr schon gestreikt haben. Dieser Arbeitskampf hat es noch nicht auf Seite 1 der Bildzeitung geschafft. Sie würden jämmerliche Umfragewerte haben. Logischerweise könnte Ihnen das mit der GDL nicht passieren.
Der Telekommitarbeiter hat das Recht zu streiken, der Lokführer ebenso. Beim erstgenannten interessiert es keinen, dafür kann der Lokführer aber nichts. Jeder bestreikt seinen Arbeitsplatz.

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capu65 05.03.2011, 11:07
215.

Zitat von Robert Rostock
Die streikenden Telekom-Mitarbeiter haben auch nicht 75% des Telefonnetzes lahmgelegt und das dann noch als Riesen-Erfolg gefeiert.
Die GDL feiert ihre 75%. Das ist deren gutes Recht. Ein Streik, der es nicht bis in diesen Prozentbereich schafft ist sinnlos.

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masch 05.03.2011, 11:08
216. Unterschreibe...

Zitat von capu65
Vielleicht hatten Sie dazu nicht die Möglichkeit und somit keinen Grund zum Feiern. Geben Sie eine Umfrage in Auftrag, wer überhaupt weiß, daß die Telekommitarbeiter dieses Jahr schon gestreikt haben. Dieser Arbeitskampf hat es noch nicht auf Seite 1 der Bildzeitung geschafft. Sie würden jämmerliche Umfragewerte haben. Logischerweise könnte Ihnen das mit der GDL nicht passieren. Der Telekommitarbeiter hat das Recht zu streiken, der Lokführer ebenso. Beim erstgenannten interessiert es keinen, dafür kann der Lokführer aber nichts. Jeder bestreikt seinen Arbeitsplatz.
...ich so, wie geschrieben!!

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Robert Rostock 05.03.2011, 11:23
217.

Zitat von capu65
Vielleicht hatten Sie dazu nicht die Möglichkeit und somit keinen Grund zum Feiern. Geben Sie eine Umfrage in Auftrag, wer überhaupt weiß, daß die Telekommitarbeiter dieses Jahr schon gestreikt haben. Dieser Arbeitskampf hat es noch nicht auf Seite 1 der Bildzeitung geschafft. Sie würden jämmerliche Umfragewerte haben. Logischerweise könnte Ihnen das mit der GDL nicht passieren.
Ziel eines Streiks ist es also, auf Seite 1 der Blödzeitung zu kommen. Seltsam. Ich dachte, es geht darum, Forderungen an den AG durchzusetzen.
Und da bleibe ich bei meiner Aussage, dass die GDL von diesem Ziel heute eher weiter entfernt ist als vor Beginn des Streiks.
Zitat von capu65
Der Telekommitarbeiter hat das Recht zu streiken, der Lokführer ebenso. ...
Habe ich nie bestritten. Es geht um das WIE.

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Robert Rostock 05.03.2011, 11:27
218.

Zitat von masch
...Telekomer können nicht 75% des Netzes lahmlegen, da die Technik erstmal auch ohne Menschen weiterläuft. ..
Apropos, mal ne Zwischenfrage:

Ist es dort auch so, dass die Deutsche Telekom bestreikt wird, um Forderungen an O2, Vodaphone und Alice durchzusetzen?

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capu65 05.03.2011, 11:37
219.

Zitat von Robert Rostock
Ziel eines Streiks ist es also, auf Seite 1 der Blödzeitung zu kommen. Seltsam. Ich dachte, es geht darum, Forderungen an den AG durchzusetzen. Und da bleibe ich bei meiner Aussage, dass die GDL von diesem Ziel heute eher weiter entfernt ist als vor Beginn des Streiks. Habe ich nie bestritten. Es geht um das WIE.
Was wollen Sie mir denn hier in den Mund legen? Sie müssen lesen und das Gelesene langsam verarbeiten. Natürlich geht es nicht darum, auf die Seite 1 zu kommen.

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