Forum: Wirtschaft
Warnstreiks: Karstadt-Mitarbeiter legen Arbeit nieder
DPA

Arbeitskampf bei Karstadt: In ganz Deutschland demonstrieren Mitarbeiter der angeschlagenen Warenhauskette für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Trotz der Warnstreiks bleibt keine Filiale geschlossen. Teilweise müssen aber laut Gewerkschaft die Führungskräfte selbst an der Kasse sitzen.

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Nörgelrentner 26.10.2013, 08:55
20.

Zitat von sucher533
Verdi sorgt mal wieder für den Absatz von Trillerpfeifen.
Werden die Trillerpfeifen eigentlich im lokalen Musikalienhandel oder im Laden für Sicherheitsausrüstung gekauft, um Arbeitsplätze zu sichern, oder werden die im Internet in China bestellt?

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naklar? 26.10.2013, 11:12
21. Ohne (zahlungskräftige) Kunden kein Umsatz ...

... und auch kein Gewinn. Die Betonung liegt hier auf "zahlungskräftig".

Seit ca. 10-Jahren strömen die Verlierer der H4-Agenda in die Rente. Und jedes Jahr sieht es düsterer mit deren Rentenansprüchen aus. Über die vielen Arbeitnehmer, welche für Dumpinglöhne im Hochpreisland "Deutschland" arbeiten, wird ja fast wöchentlich in den Medien berichtet.

Ich sehe für die Mitarbeiter von Karstadt leider ein ähnliches Ende wie für die Schlecker-Mitarbeiter. Am Ende wird der Reset kommen.
Und am wenigsten hat dies mit demotivierten Mitarbeitern oder mit Herrn Berggruen selbst zu tun, dann schon eher mit Resignation und einem veränderten Markt.

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OskarVernon 26.10.2013, 13:43
22.

Zitat von naklar?
Am Ende wird der Reset kommen. Und am wenigsten hat dies mit demotivierten Mitarbeitern oder mit Herrn Berggruen selbst zu tun, dann schon eher mit Resignation und einem veränderten Markt.
Umso unverständlicher find ich die geringe Motivation, den verbeibenden zahlungskräftigen und vor allem -willigen Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen - klingt nicht nett, nix anderes ist aber letztlich der Job von VerkäuferInnen.

Heute morgen die Probe aufs Exempel: Suche nach einer Winterjacke, gerne gehobener Preisklasse. Bei Karstadt musste ich mir erstmal jemanden suchen - das ganze Verkaufs"gespräch" bestand dann aus einem strafenden Blick der Art "wie, du wagst es zu stören...??!" und der lapidaren Ansage, der geneigte Kunde müsse sich halt mal umsehen - die Kasse sei dann "da hinten"... oO

Bei der Konkurrenz nebenan gab's freundliche und fachkundige Beratung - und infolge derer einen zufriedenen Kunden, der einiges an Geld dagelassen hat und gewiss gerne wiederkommt; So geht das! :-)

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Steve Holmes 26.10.2013, 19:23
23.

Zitat von naklar?
und auch kein Gewinn. Die Betonung liegt hier auf "zahlungskräftig". Seit ca. 10-Jahren strömen die Verlierer der H4-Agenda in die Rente. Und jedes Jahr sieht es düsterer mit deren Rentenansprüchen aus. Über die vielen Arbeitnehmer, welche für Dumpinglöhne im Hochpreisland "Deutschland" arbeiten, wird ja fast wöchentlich in den Medien berichtet. Ich sehe für die Mitarbeiter von Karstadt leider ein ähnliches Ende wie für die Schlecker-Mitarbeiter.
Weder Schlecker noch Karstadt sind an der Zahlungskraft der Kunden gescheitert. Der private Konsum brummt und seit Schlecker abgewickelt ist, wird nicht weniger Seife oder Klopapier gekauft, nur woanders.

Zum Glück haben wir Kunden die Wahl wo wir unser Geld lassen. Bei manchen Firmen führt das zu immer neuen Umsatzrekorden und andere müssen die Pforten schließen. Selbst innerhalb des Karstadtkonzerns gibt es profitable Häuser und solche die wohl bald dicht gemacht werden. Vor allem die hochpreisigen Geschäfte wie das KaDeWe laufen gut, was gegen ihre Theorie der geringen Kaufkraft spricht.

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