Forum: Wirtschaft
Warnung an die Konzernleitung: Betriebsratschef Osterloh droht VW-Vorstand
AP

Bernd Osterloh ist bei Volkswagen fast ebenso mächtig wie der Vorstandsvorsitzende. Der Betriebsratschef sitzt im VW-Aufsichtsrat. Jetzt warnt er: Sollte die Krise bei dem Autobauer zu Kündigungen führen, hätte das Konsequenzen.

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Direwolf 22.08.2016, 10:32
50. Welcher Nachfragerückgang?

Zitat von pizzerino
also schöner gehts doch garnicht. Die Dieselkrise ist selbstgemacht, der Nachfragerückgang die logische Folge. Und wer zahlt für die Kurzarbeit? Schöner gehts doch garnicht.
Vielleicht bei einem bestimmten Modell, aber einen NAchfrageeinbruch sehe ich in dne Zahlen nicht.
Im ersten Halbjahr hat die Marke VW genauso viele Pkw in Europa - also der Markt de rvon deutschen Werken beliefert wird - zugelassen wie im Vorjahr. Bei der VW Gruppe steht ein Plus von 4,5%. Das ist deutlich schlechter als die Gesamtmarktentwicklung, aber ein Absatzeinbruch sieht anders aus.

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Direwolf 22.08.2016, 10:36
51. Aha

Zitat von Circular
den Aktienkurs von Volkswagen zu drücken, um dann einem Investor den günstigen Einstieg und die anschließende Neuausrichtung/Zerschlagung des Konzerns zu ermöglichen.
In Anbetracht von 10 Prozent der VW Stammaktien im Streubesitz wirklich eine überzeugende Idee

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böseronkel 22.08.2016, 11:03
52.

Zitat von genugistgenug
Sind Leihsklaven und Werkvertragsarbeiter nicht einmal erwähnenswert für die Gewerkschaften? Irgendwie verkörpert VV die deutsche Politik - rumwursteln, ignorieren und sich eine eigene Realität zusammenkonfabulieren. Mal sehen wann der Zusatz 'i.L.' hinter dem Namen erscheint. Persönliches Fazit: Als Zulieferer würde ich Barzahlung bei Lieferung verlangen.
Ein Scheinsozialdemokrat namens Gerhard Schröder hat mit Eiführung der Sozialabbauagenda 2010 bestimmt, dass Leih- und Scheinwerkvertragssklaven nicht von Betriebsräten vertreten werden dürfen. Natürlich ist es diesen Sklaven freigestellt beim Sklavenhändler eine Interessenvertretung zu bilden, aber dann stehen sofort die von Werner Rügemer und Elmar Wigand so eindrucksvoll beschriebenen Fertigmacher auf der Matte.

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Edoe 22.08.2016, 11:12
53. Nicht mehr so viel arbeiten dürfen

"Nicht mehr so viel arbeiten dürfen wie normal" heisst doch auch "nicht mehr so viel müssen".
Dürfte doch häufig auch als Vorteil wahrgenommen werden, wenn man einmal mehr Zeit für Familie, Haus und Hobby hat.
Es ist doch oft die Rede von der Work-Life-Balance, zurecht. Die Dauerarbeit, 5 Tage die Woche den Großteil des Tages in der Fabrik, kann doch nicht die letzte Weisheit sein.
Und wirtschaftlich dürfte niemand verhungern - die Kernbelegschaft wird gut bezahlt, deutlich besser als die meisten Zulieferer, und auch als andere Branchen.
Also bitte einfach mal beide Seiten sehen.

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kleinsteminderheit 22.08.2016, 11:23
54. VW Betriebsrat

Bislang hat Herr Osterloh sehr konstruktiv bei der Bewältigung der durch das Management verursachten Probleme mitgearbeitet. Die Belegschaft ist sicherlich bereit, vieles mitzutragen. Derzeit werden aber offensichtlich durch ein katastrophales Krisenmanagement
Fehler der Vergangenheit verschlimmert und noch neue Fehler draufgesattelt. Dass die Belegschaft dafür nicht allein die Zeche zahlen will ist nur verständlich.

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j.geisberger 22.08.2016, 11:43
55.

Zitat von michibln
...an allen Strippen zieht und der eigentliche Boss ist. Das Ergebnis ist das endlose Desaster bei Volkswagen. Herzliches Beileid allen anständigen Beschäftigten, die einfach nur ihren Job machen wollen.
Sie machen jetzt die Gewerkschaft für das Desaster bei VW verantwortlich? Im Ernst? Wirklich im Ernst?
Komme gerade aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus.
Mir tut schon der Nacken weh.

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kunibertus 22.08.2016, 11:47
56. Der VW-Betriebsrat

beruhigt sich schon wieder. Da gibt es einen "Erfahrungsaustausch" in der brasilianischen Tochterfirma, und schon ist er wieder auf Linie gebracht und stört die Kreise der Führung nicht mehr.

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lucky.sailor 22.08.2016, 11:55
57. Systematisch niedermachen?

In Erwiderung auf @jomo3 möchte ich mal darauf hinweisen, dass die VW-Gruppe nicht von außen und schon gar nicht durch kritische Foristen niedergemacht wird, sondern alleine durch gravierende Fehler des eigenen unfähigen aber dennoch üppig bezahlten Managements vor dem Abgrund steht.
Wer aus Gründen kurzfristiger, bonifördernder Gewinnmaximierung Kunden, Behörden, Anleger und Zulieferer arglistig täuscht oder mies behandelt, der kann in einer Marktwirtschaft mittelfristig nicht bestehen.
Wann handelt endlich der Aufsichtsrat und löst dieses Missmanagement (ohne Belohnungen!) wegen geschäftsschädigendem Verhalten fristlos ab?

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uediman 22.08.2016, 12:20
58.

Abgasaffäre und Zuliefererstreit rücken auch unweigerlich die aufgeblasenen sehr teuren Wasserkopfstrukturen im Gesamtkonzern immer mehr in den Fokus. Intern spricht man leise vom längst überfälligen Ballastabwerfen in den Angestelltenrängen und höher.

Osterloh kann es sich gegenüber intern sehr gerne sparen, sich als Beschützer der (wohlgemerkt: STAMM-) Belegschaft zu geben. Sein Fußvolk ist lahm und zieht im Handumdrehen willfährig das Genick ein gegenüber den gottgleichen Managements, nur um ja nichts an Einfluss, Position oder Karriere zu riskieren. Man liefert sich nun einen pro forma Schaukampf, täuscht Seelenpein bei Arbeiterentlassungen vor, die inzestuöse Wasserkopfstrukturen werden verteidigt! Warum? BR's bugsieren ungeniert die halbe Familie in erquickliche Broterwerbe im Konzern auf Lebenszeit, protegieren und betreiben ohne Skrupel aber mit Gegenleistung die Einstellung von Nachbars-Freunden-Chefsprösslingen per privatpersönlicher Einflußnahme, betreiben kurzum die im Konzern übliche kaskadierende Vetternwirtschaft. Was für hohleste Konstrukte mit welcher Art von unbelastbaren Posertalenten über die Jahrzehnte vom BR mitaufgebaut wurde, vorbei an den angeblich so strengen Einstellungskriterien, kann man sich vorstellen.

Justitiable Zuschanzungen von beispielsweise flatdesign-Aufträgen an Ehefrauenfirmen wären für einen engagierten Kostenreduzierer auch von Bedeutung.

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ir² 22.08.2016, 12:35
59.

Machen wir uns nichts vor, das VW Problem ist bei der Belegschaft angekommen. Langfristig wird es ohne Einschnitte beim Personal nicht gehen, VW hat Absatzprobleme im Kerngeschäft und wird entsprechend reagieren müssen. Das Deutsche "Wirtschaftswunder" bekommt hässliche Risse, die Realität frisst sich durch....

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