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Warnung an russische Konzerne: Medwedew will Einhalten von US-Sanktionen zur Straftat
DPA

Die US-Sanktionen wirken - und bringen russische Unternehmen in Schwierigkeiten. Der Kreml hält jetzt dagegen: Wer die Sanktionen einhält, wird bestraft. Wer es nicht tut, dem hilft der Staat.

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kritische_masse 28.04.2018, 13:32
1. Dabei wäre das alles doch so einfach:

Die gestohlene Krim wieder zurück geben, die Terroristen aus der Ostukraine abziehen und aufhören Assad zu unterstützen.

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trex#1 28.04.2018, 13:40
2. Wirtschaftskrieg

Der Hinweis auf die Aluminiumindustrie zeigt, dass unter dem Vorwand von Sanktionen wohl auch Protektionismus betrieben wird. Gegen die EU sprechen die USA nicht von Sanktionen, sondern von Strafzöllen.
Es ist ein Wirtschaftskrieg, bei dem die USA gute Karten haben, gegen Russland, gegen die EU, gegen China

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cup01 28.04.2018, 13:48
3.

Der beste Beweis dafür, dass Russland kein Rechtsstaat ist. Oder!?

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Crom 28.04.2018, 14:01
4.

Wie soll man sich das vorstellen? Wenn die US-Sanktionen das Einfrieren von Vermögen und es US-Bürgern verbietet Geschäfte mit den betroffenen Firmen zu machen, wie soll Russland darauf Einfluss nehmen? Das Vermögen in den USA ist eingefroren und da kann auch ein russisches Gesetz nichts ändern. Ob man als US-Bürger bestimmte Geschäfte nicht macht, kann ja wohl kaum von Seitens Russland verboten werden.

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go-west 28.04.2018, 14:06
5. Russland hat gar nicht den finanziellen Spielraum

um alle Sanktionswirkungen zu kompensieren. Es ist weise, die nationalistischen oder gar imperialistischen Bestrebungen Russlands nicht mit militärischen sondern mit wirtschaftlichen Mitteln zu bekämpfen bzw. im Zaum zu halten. Dies hat schon einmal funktioniert und wird auch erneut konkrete Ergebnisse bringen.

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joG 28.04.2018, 14:13
6. Da könnte es eng werden....

....für deutsche Firmen, die die Betroffenen Oligarchen und Konglomerate in Russland bedienen könnten. Aber Russland gebärdet sich kriegerisch und feindlich auch in Europa. Und von diesem Land soll Deutschland sich energetisch noch mehr mit Nordstream abhängig machen? Aber Putin hat gut vernetzte Lobbyisten, die ihm sehr ergeben sind und wir laufen mit Ihnen sehenden Auges in Richtung Feindschaft mit dem anderen Land, das uns mehr als ein halbes jahrhundert uns Freiheit und Wohlstand sicherte.

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dunnhaupt 28.04.2018, 14:21
7. Typisch russische Reaktion

Belohnungen für Nichteinhaltung der Sanktionen. Das war zu erwarten, denn Russland gefällt sich doch stets darin, den bösen Buben in der Schulklasse zu spielen.

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ricson 28.04.2018, 14:43
8.

Das wirkt aber schon wie der sehr verzweifelte Versuch die Illusion von starken unabhängigen Russland aufrecht zu erhalten. Wie soll das überhaupt praktisch funktionieren? Firmen passen ihre Strategie an die äußeren Bedingungen an. Wird jetzt jede Entscheidung eines Unternehmens bestraft? Schließlich findet Sie ja in Zeiten der Sanktionen statt. Wenn sich zum Beispiel ein Unternehmen das bisher in die USA exportiert hat neue Absatzmärkte sucht, wird es dann bestraft? Vielleicht hätte es das ja auch ohne Sanktionen getan. Vermutlich müssen russische Unternehmen in Zukunft also jede Entscheidung mit dem Kreml abstimmen. Kurz gesagt für russische Unternehmen ändert sich nichts. Und wie will man die Unternehmen die durch die Sanktionen Nachteile haben jetzt entschädigen? Russland hat zwar kaum Schulden aber eben auch kaum Geld. Kredite aufnehmen ist für Russland wiederum sehr teuer. Dieser Schritt ist aber auch überraschend wenn man bedenkt wie sehr die russische Regierung bisher darauf beharrt hat, dass diese Sanktionen Russland überhaupt nicht schaden. Das man einen solchen Schritt für nötig hält zeigt dann doch, dass dem wohl nicht so ist.

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EconomistGI 28.04.2018, 14:50
9. Irrwitzig

Zitat von Crom
Wie soll man sich das vorstellen? Wenn die US-Sanktionen das Einfrieren von Vermögen und es US-Bürgern verbietet Geschäfte mit den betroffenen Firmen zu machen, wie soll Russland darauf Einfluss nehmen? Das Vermögen in den USA ist eingefroren und da kann auch ein russisches Gesetz nichts ändern. Ob man als US-Bürger bestimmte Geschäfte nicht macht, kann ja wohl kaum von Seitens Russland verboten werden.
Es ist ja noch viel krasser: Es sollen ja RUSSISCHE Firmen sanktioniert werden, wenn sie keine Geschäfte mit US-Firmen machen. Wie sollen erstere denn nachweisen, dass sie vielleicht gar nicht vorhatten, solche Geschäfte zu machen? Und ab welchem Grad der (vergeblichen) Bemühungen kann man dann Sanktionen durch den russischen Staat entkommen?

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