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Warnung von Wirtschaftsverbänden: Brexit wäre Schock für britische Wirtschaft
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Die Briten sind in der Brexit-Frage gespalten. Nun versuchen Wirtschaftsverbände, mit Studien für den Verbleib in der EU zu werben. Sie rechnen vor, wie teuer ein Austritt für das Land wäre.

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rompipalle 21.03.2016, 17:26
120. Ich habe mir jetzt nich alle Kommentare durchgelesen...

dennoch möchte ich eine Anekdote von meinem englischem Arbeitskollegen schildern, welche mir doch zu denken gegeben hat. Er antwortete auf meine Frage (vor drei Jahren) warum England nich den Euro hat so:..." wenn England den Euro bekommen würde, dann stünden sie schlechter dar als Griechenland ". Ich habe von Wirtschaft und der gleichen sehr wenig Ahnung und denke dennoch, wer sich eine Wirtschaft fast nur auf spekulative Geldgeschäfte aufbaut und sehr wenig Produkte exportiert ist wohl recht schlecht auf gestellt. Und dabei habe ich noch nicht mal über diese Daten Schnüffelei nachgedacht, welche wohl auch nicht vor Industrie Spionage halt macht.

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emo.alberich 21.03.2016, 17:34
121. Kurz- und mittelfristig stimmt das

- das wissen auch die Befürworter des Brexit. Längerfristig ist die persönliche Einschätzung der Entwicklung der EU entscheidend.

Eine Einschätzung eines Befürworters im SPIEGEL war, dass der Platz im Rettungsboot angenehmer sei als der gegenüber an Deck der sinkenden Titanic.

Man ist sich also der aktuell drohenden Verluste gewahr.

In den letzten zehn Jahren hat sich die EU besonders unter deutscher Führung zu etwas für viele, selbst Deutsche, Unberechenbaren entwickelt.
Einerseits wird ständig die "politische Integration", nicht etwa die Einigung beschworen, Kleinstaaterei und Alleingänge gegeisselt, anderseits ist Angela Merkel die grösste Alleingängerin des Kontinents seit den Anfängen europäischer Kooperation.
Da werden "Beitrittsperspektiven" eröffnet, die man niemals einzuhalten gedenkt, wie die der Türkei und der Ukraine.
Ursula von der Leyen fordert eine EU-Armee, einfach mal so, ohne Verfassung, die sich gemäss Jean-Claude Junker die EU dann schon noch gibt - wenn die "politische Integration vollendet" ist. Man kann also beitreten und bleiben, die Bedingungen erfährt man dann, wenn sie im Sinne der Solidarität und der Wertegemeinschaft angewendet werden sollen.
Angela Merkel hat letztlich für ihre Kanzlerschaft den Türkei-Deal geschlossen, ohne die möglichen, befürchteten oder realen geopolitischen Konsequenzen zu beachten. Das geht nach dem Prinzip Hoffnung. Aber nicht für eine Nation, die Stabilität, Frieden und Sicherheit will. Das lässt sich weder der EZB noch "Brüssel" unterordnen.

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emo.alberich 21.03.2016, 17:40
122. würde mich auch interessieren.

Zitat von gruss.aus.uk
Wenn Deutschland nicht EU Mitgleid ware, wie viele Leute wuerde denn Beitritt zum Europaeischen Gemeinschaft heute zustimmen?.
dazu gibt es natürlich keine Befragungen - man ist mit der Flüchtlingsfrage und der AfD schon hoffnungslos überlastet.

Im ARD Teletext findet man immerhin eine Umfrage, wonach ein Viertel der Deutschen in der in der Mitgliedschaft in der EU "eher oder überwiegend Nachteile" sieht. Für ein Gründungsmitglied eine erstaunlich hohe Zahl.

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emo.alberich 21.03.2016, 17:46
123. Bei Null anfangen

Zitat von RenegadeOtis
Ich denke das sind im Fall der Briten sogenannte "spürbare Nachteile". Mit dem austritt aus der EU müssen alle Handelsabkommen neu ausgehandelt werden.
müsste Grossbritannien bei einem Austritt nicht. Es gibt ja noch den EWR und die EFTA mit Abkommen mit der EU. Laut den Befürwortern eines Brexit könnten die Briten der EFTA beitreten. Kooperation ohne politische "Integration" in eine verfassungslose Wertegemeinschaft, was auch immer das sein mag.

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emo.alberich 21.03.2016, 17:58
124. Wieso sich aufregen,

Zitat von shardan
In sofern bin ich gar nicht so sicher, dass der Schaden für die EU so immens wäre, zumal ein teurer Dauernörgler damit vom Tisch wäre, der viele notwendige Entscheidungen blockiert oder zur Erpressung genutzt hat. Ein Brexit wäre alldem nach für die EU nicht so schlimm wie hier gern behauptet wird - für GB wäre er eine Katastrophe.
wenn die EU vom Brexit nur profitieren kann? Diese Rosinenpicker, Nörgler, Erpresser und Extrawürstler endlich weg wären?
Angela Merkel hat kürzlich dem Nichtmitglied Türkei namens der gesamten EU eine ganze Schlachtplatte offeriert. Da kann man ein paar Extrawürste schon brauchen, besonders von einer Nation, die die letzten beiden Weltkriege für ein freies Europa gekämpft hat, ein alte Demokratie ist und über Brüssels Tellerrand hinaus zu sehen, gewohnt ist.

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emo.alberich 21.03.2016, 18:06
125. Nicht der Beitritt ist die Frage,

Zitat von kjartan75
Oh Mann, Sie tun ja gerade so, als wären UK und Griechenland nie und nimmer Nutznießer der EU gewesen. Man muss schon sehr verblendet sein, um auf den kruden Gedankengang zu stoßen, dass diese souveränen Länder gezwungen worden wären, in die EU einzutreten.
sondern die Bedingungen des Verbleibens oder des Austrittes. Nichts ist geregelt, wird ad hoc entschieden und diktiert. Wären die EU-Verträge das Papier wert, auf das sie geschrieben sind, gäbe es klare Regel über einen Austritt und die Bedingungen und eine klare Kompetenzausscheidung zwischen Union und Nationen statt des Subsidiaritätsprinzips und "Überlagerung" nationalen Rechts und EU-Rechts.
Einerseits will man keine Vereinigten Staaten von Europa, anderseits in die hinterste und letzte Amtsstube hineinregieren. Jeder Gliedstaat der USA ist souveräner, rechtssicherer und damit freier als jeder europäische Staat, egal ob in oder ausserhalb der EU.

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gruss.aus.uk 21.03.2016, 18:19
126. @119

Danke, das ist eigentlich das Problem, mann weiss es nicht. Im alltaeglichen Leben hier wir merken nicht das wir Mitgleid sind, wir haben den Euro nicht, gehoeren den Schengenraum nicht, dafuer aber kreigen wir allen Nachteilen und Mangeln sofort mit, Eurokrise, Greichenland, Fluechtling/Migrantenkrise, Ukraine, usw. Anstatt das Politiker erklaeren die Vorteile/Nachteile von der EU, wir kriegen nur Drohungen, Frankreich will uns mit Migranten ueberfluten, Spanien will Gibralter zurueck nehmen usw. Genau wie dieser Bericht wir haben den gleichen Bericht bekommen vor wir den Euro abgelehnt haben.

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brainstormerene 21.03.2016, 18:22
127. 107 darwins affe

Ich glauben kaum das die deutschen in schottland unbeliebter als die briten sind.
und es wird so sein das ein Edinburgh in der EU sehr verlockend sein wird fuer die britische finanzindustrie und auch andere bereiche der britischen wirtschaft.
das pfund ist fuer die schottische wirtschaft sicher kein vorteil im vergleich zum euro.
und das oel der schotten wird eh im normalfall international in dollar gerechnet.
der austritt GB aus der EU wird das ende von grossbritanien sein und England wird uebrig bleiben. ein land dessen stimme in der welt dann gar nicht mehr gehoert wird . Es wird unwichtiger fuer die USA und fuervden rest der welt sowieso.
und das broeckelne errodierende commmonwelth ist schon heute nur noch folklore ohne wirkliche bedeutung geschweige denn einfluss. das ist am beispiel australiens gut abzulesen wo china heute schon mehr einfluss und bedeutung fur australien hat als es GB fuer australien in den letzten 100 jahren je hatte.
da bleibt nicht viel uebrig..........ausser einem felsen in der nordsee.

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silverhair 21.03.2016, 19:07
128. Nur alle zusammen können das

Zitat von drs3
... Ein Kontinent in welchem viele kleine Staaten und wenige grössere Staaten mit Ihren Regierungsformen, Eigenheiten, Kulturen und Gesetzen funktionieren. Also ein Vorbild ! Die Europäische Idee ist keinesfalls ein 4tes Reich, also ein Europäischer Grossstaat nach amerikanischem Vorbild. Haben Sie ernsthaft das Gefühl, europäische Kleinstaaten und die Russen haben einem solchen Bestreben ohne Not beigepflichtet ? Nein es geht lediglich um Sicherheit und zusammenarbeit...um mehr nicht! Allein der Versuch über die Freiheiten der Staaten eine Käseglocke zu stülpen und ein regierungsfähiges Parlament zu bauen, zeigt dass die Idee eines geeinten Europas basierend auf Freiwilligkeit gestorben ist. Dies ist übrigens der Grund warum die Russen sich die Krim genommen haben.
Ich hab ja nichts gegen das Vorbild, aber man sollte es nicht mit falschen Vergleichen versuchen als Vorbildlich darzustellen.

Die USA sind kein Grossstaat.. Sie bestehen aus 52 förderativen Ländern, die ihre eigenen Gesetze haben, ihre eigenen Regeln, die aber schlicht einige wenige gemeisame Zentrale funktionen haben.

Der US -Präsident ist der "Kriegslord" , er ist für die Aussenverteidigung zuständig ,ansonsten ist sein Machtbereich so richtig schön klein, den er hat den einzelnen Staaten überhaupt nichts zu sagen.

Die Regeln alles gemeinsame im Kongress und Senat, die in etwa unserem Bundesrat entsprechen.

Einen gemeinsamen Führer =Kanzler , oder gemeinsames Parlament haben die überhaupt nicht .. das ist schön fein säuberlich bei denen getrennt!

Und warum braucht man gemeinsame Strukturen , vor allem eine gemeinsame Sprache - damit man sich auch unterhalten kann ,und gemeinsame Interessen auch gemeinsam aushandeln kann, das hat nichts mit "überstülpen zu tun , sondern ist schlicht der gigantischen Verteilten Arbeitsteilung der modernen, nicht auf Ackerbau und Viehzucht -sondern auf dem "selber zusammen setzen" durch Naturwisssenschaft und Technik geschuldet!

Da ist einfach keiner mehr der Kühe +Pflanzen wachsen läßt, das müssen schon alle zusammen hinbekommen , Glas und Stahl, und Mrd. von einzelnen Technologien zusammensetzen, damit am nächsten Tag auch irgendwas sinnvolles nch vor der Tür steht!

Kein Mensch auf diesem Planeten weiss wie eines unserer "Produkte" hergestellt wird, keiner kann es alleine herstellen, niemand wäre auch nur in der Lage die einzelnen Arbeitschritte für einen Bleistift herzustellen alle aufzulisten, das ist alle verstreut über Amerike, China, Europa , eben die gesamte Welt, und nur alle zusammen könen das irgndwo in sinnvolle Bahnen lenken!

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gersco 21.03.2016, 19:15
129. @ gruss.aus.uk # 126 Naja, man weiß nicht wie die ...

... Deutschen heute abstimmen würden, aber was man weiß, ist, daß für UK der Austritt in vielerlei Hinsicht problematisch wird. Drohungen sind nie ein probates Mittel der Politik, erinnern Sie sich an das Schottland-Referendum: Am Anfang war Schottland regelrecht politisiert und die Leute interessierten sich plötzlich sehr für die sie betreffende Politik. Kurz vor Ende des Referendums machte die eine Seite nur Panik und warnte vor den Folgen (Gegner/Cameron, etc.) und die Gegenseite sprach Schotten, die mit Nein gegen eine Abspaltung stimmen wollten, ab, daß sie dann richtige Schotten wären. Letztendlich sah man daran nur wie wichtig das Thema war und vielleicht auch wieder wird. Politiker erklären einerseits nicht viel bis gar nichts (ist in D auch so), andererseits ist der deutsche Wähler zumindest bisher nicht sonderlich an Details interessiert (daher auch die AfD). Aber daß Sie im normalen Leben die Vorteile der EU nicht spüren, kann doch nicht Ihr Ernst sein! Lassen wir mal kurz die Migrantenflut durch Frankreich weg, da gehören immer zwei zu. Aber es gibt doch in UK keine nennenswerte Infrastrukturmaßnahme, die nicht mindestens teilweise von der EU finanziert wird. Alle britischen Firmen, die heute halbwegs gut dastehen, tun das sicher nicht, weil die Binnennachfrage in UK so groß ist, sondern weil der Außenhandel nicht trotz, sondern wegen der EU funktioniert. Das zieht sich sogar bis in die Erhaltung von britischer Kultur in entlegensten Gebieten (Ansiedlung, Erhalt, Sprache, Dialekte, etc.). Da gäbe es noch vieles mehr, man hat sich nur dran gewöhnt. Von der Friedensidee der EU ganz zu schweigen...

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