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Warnung vor Hungersnot: Nordkorea halbiert Essensrationen für Bevölkerung
AFP

Gesten der Stärke sehen anders aus: Kurz vor dem zweiten Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und Machthaber Kim Jong Un ist ein Bettelbrief aus Nordkorea bei der Uno eingegangen.

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Ontologix II 22.02.2019, 10:02
10. Das hat doch Tradition ...

... unter kommunistischen Diktatoren. Obwohl Millionen von Chinesen verhungerten, exportierte Mao Lebensmittel, um seine Militär- und Atomrüstung zu finanzieren. Ceaucescu rüstete zwar sein Land nicht atomar auf, ließ aber seine Untertanen hungern und frieren, um seine megalomanen Projekte zu finanzieren. Rumänen berichteten mir von 6 Grad Wintertemperatur in Wohnblocks, immerhin über Null. Hungersnöte mit mit Millionen Toten in Nordkorea sind nichts Neues. Wenn Karl Marx das wüsste ...

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MagittaW 22.02.2019, 10:04
11. Das Atomprogramm ist nur ein Teil des Problems

Das Atomprogramm ist jetzt aber nicht die Ursache für den Hunger!
Nordkorea ist schlicht nicht in der Lage, seine Bevölkerung zu ernähren, weil die Geografie das verbietet. Ebenso wenig ist Japan oder Südkorea in der Lage, seine Bevölkerung zu ernähren - zu viele Menschen, zu wenig Ackerfläche.
Die reichen Länder können aber Lebensmittel importieren, weil sie diese bezahlen können.
Nordkorea bekommt aber Lebensmittelhilfe, aus China, Südkorea, Japan und von der UN - sogar aus Deutschland gab es Lebensmittel.
Das Atomprogramm ist also nicht Schuld am Hunger, es war das Wetter! Vermutlich wird der Hunger der Bevölkerung auch als Druckmittel gegen den Westen gezielt eingesetzt. Er hilft im Inneren, den Zusammenhalt zu stärken und innere Opposition verstummen zu lassen und hilft nach außen, die Sanktionen als unmenschlich zu brandmarken.
Wie gesagt: Nordkorea benutzt den Hunger als Verhandlungsmasse - ziemlich perfide.

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Steinberg 22.02.2019, 10:11
12. Beitrag 7

Die Reportage war kein Fake.
Sie müssen sich Pjöngjang wie ein überdimensioniertes Wandlitz (für die Jüngeren und Westbevölkerung einfach googlen) vorstellen.

Das Gros der NK Bevölkerung hat weder die Möglichkeiten noch die Erlaubnis überhaupt nach Pjöngjang zu gelangen.
Diese armen Seelen sind es auch die den Bonzen in pingpong-city ein einigermaßen angenehmes Leben ermöglichen.

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Steinberg 22.02.2019, 10:18
13. #8

Es gibt in NK keine Vororthilfe durch Caritas Rotkreuz oder gar EU.

Die Hilfen werden durch nordkoreanische Strukturen verteilt.
95% dürften also früher oder später bei der Armee landen. Jeder der nicht vollkommen verblendet ist, ist sich dessen auch bewusst.
Warum macht man es trotzdem?!
Weil die Hoffnung besteht, dass der Staat den Bauern etwas weniger Erzeugnisse abpresst und die Landbevölkerung so etwas mehr von ihren Ernten für sich selbst behalten kann.

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firefox34 22.02.2019, 10:24
14. Das hat

Das hat sein Vater doch auch schon so gemacht. Bei der UNO betteln gehen um Lebensmittel, weil der böse Westen an der schlechten Versorgungslage schuld ist. Das das Geld für Waffen anstatt für die Entwicklung der Landwirtschaft und Lebensmittel ausgegeben wird wissen die Bewohner ja nicht. Das der "liebe Führer" betteln geht wird auch verschwiegen. Sein Vater hat dann der Bevölkerung erzählt, er hätte die Lebensmittellieferungen als Reparation für die "Verbrechen der Amerikaner" im Koreakrieg herausgehandelt... Die Kims haben den Westen schon immer vorgeführt... aber man kann die Menschen ja auch nicht verhungern lassen.

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Ontologix II 22.02.2019, 10:25
15. Es ist doch so ...

Zitat von MagittaW
Das Atomprogramm ist jetzt aber nicht die Ursache für den Hunger! Nordkorea ist schlicht nicht in der Lage, seine Bevölkerung zu ernähren, weil die Geografie das verbietet. Ebenso wenig ist Japan oder Südkorea in der Lage, seine Bevölkerung zu ernähren - zu viele Menschen, zu wenig Ackerfläche. ... Das Atomprogramm ist also nicht Schuld am Hunger, es war das Wetter! Vermutlich wird der Hunger der Bevölkerung auch als Druckmittel gegen den Westen gezielt eingesetzt. Er hilft im Inneren, den Zusammenhalt zu stärken und innere Opposition verstummen zu lassen und hilft nach außen, die Sanktionen als unmenschlich zu brandmarken. Wie gesagt: Nordkorea benutzt den Hunger als Verhandlungsmasse - ziemlich perfide.
... dass die kommunistische Erbmonarchie Kim die eigene Bevölkerung in Geiselhaft genommen hat. Nordkorea ist zwar gebirgiger als Südkorea, ist aber mit 200 Einwohnern pro Quadratkilometer (Deutschland 230) nicht überbevölkert. Vor der kommunistischen Diktatur konnte das Land seine Menschen auch ernähren. Es ist alles eine Frage der Ressourcenverteilung und der Organisation.

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mwroer 22.02.2019, 10:46
16.

Zitat von forscher56
... als auf "arte" die Dokumentation "Have Fun in Pjöngjang" gezeigt wurde. Dachte zuerst an einen zynischen Scherz, aber es wurde relativ glaubhaft gezeigt, dass sich der Lebensstandard in Nordkorea in den letzten Jahren massiv verbessert haben soll. Muss wohl doch ein Fake gewesen sein, aber wirklich gut gemacht.
Pjöngjang ist die Hauptstadt. Das hat, ähnlich wie in der DDR mit Ost-Berlin, wenig bis nichts mit dem Lebensstandard und den Verhältnissen im Rest des Landes zu tun.

Das war kein Fake - das ist einfach die Glitzerseite einer Stadt.

Nur so als Hinweis: Seoul und der Rest, speziell die ländlichen Gebiete, von Süd-Korea haben ebenfalls genau so viel miteinander zu tun wie die erweiterte Innenstadt von Rom mit Sizilien oder Downtown New York mit den Außenbezirken von Detroit.

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Aberlour A ' Bunadh 22.02.2019, 10:54
17. Have Fun in Pjöngjang

Zitat von forscher56
... als auf "arte" die Dokumentation "Have Fun in Pjöngjang" gezeigt wurde. Dachte zuerst an einen zynischen Scherz, aber es wurde relativ glaubhaft gezeigt, dass sich der Lebensstandard in Nordkorea in den letzten Jahren massiv verbessert haben soll. Muss wohl doch ein Fake gewesen sein, aber wirklich gut gemacht.
Eine Hauptstadt herauszuputzen kriegt noch jeder hin. Aber wie es wirklich in einem Land aussieht, sieht man nirgends besser als im "Hinterland" oder dem, was man im Englischen "rural backwaters" nennt. Fotos/Filmchen können natürlich täuschen. Von gut gekleideten und wohlgenährten Demonstranten in Venezuela bis zu fußballspielenden Kindern in Adidas-Klamotten in Nordkorea, die mal ein amerikanischer Fotograf in einem SPON-Beitrag über eine Reise durch Nordkorea veröffentlicht hat.

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Henk-van-Dijk 22.02.2019, 10:57
18. Kims BMI

Schaut man sich den BMI von Kim Jong Un an würde man fast meinen, mit seinen Ernährungsgewohnheiten könnte man ein Dutzend seiner Landsleute ernähren. Wenn es nicht so traurig wäre... Oben wird geprasst, unten gehungert. Hoffentlich gehen die Öffnungsgespräche voran. Nur so kann diesem armen Volk geholfen werden.

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mwroer 22.02.2019, 10:59
19.

Zitat von Ontologix II
... dass die kommunistische Erbmonarchie Kim die eigene Bevölkerung in Geiselhaft genommen hat. Nordkorea ist zwar gebirgiger als Südkorea, ist aber mit 200 Einwohnern pro Quadratkilometer (Deutschland 230) nicht überbevölkert. Vor der kommunistischen Diktatur konnte das Land seine Menschen auch ernähren. Es ist alles eine Frage der Ressourcenverteilung und der Organisation.
Ich frage mich gerade woher Sie Ihr Wissen beziehen dass Korea seine Menschen 'vor der kommunistischen Diktatur' ernähren konnte?

In Korea gab es schon unter japanischer Besatzung immer wieder Hungersnöte und Aufstände. Die Provinz Korea war für Japan die Kornkammer - das galt aber eher für den Süden. Das Land kam nur frei weil Japan im zweiten Weltkrieg verloren hat - aus keinem anderen Grund. Vorher gehörte es lange zu China ... also ein 'vorher' gab es ohnehin nur für einen sehr eng begrenzten Zeitraum und in diesem konnte man wenigstens Handel betreiben.
Das fällt weg. In Süd-Korea würde es übrigens nicht anders aussehen wenn man keine Nahrungsmittel importieren dürfte. In Deutschland vermutlich auch nicht.

Kaum ein Staat auf dieser Welt hat genug Fläche um komplett autonom zu sein. Ausnahmen sind Flächenstaaten wie Russland, Australien und die USA (etc).

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