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Warren Buffett und Berkshire Hathaway: Seit 50 Jahren Chef - und Topgewinne
AP/dpa

Die Geldmaschine von Starinvestor Warren Buffett läuft pünktlich zur 50. Jahresfeier auf Hochtouren. Am Samstag treffen sich die Aktionäre erneut zum "Woodstock der Kapitalisten", um Spitzeneinnahmen zu feiern.

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wll 02.05.2015, 20:52
40. Kein Titel

Zitat von mistergarak
Und raten sie mal woher es kommt? Genau aus den Taschen des kleinen Arbeiters und Konsumenten entweder durch Senkung der Personalkosten oder über höhere Preise! Die Firmen machen ja nicht aus Luft einen Gewinn sondern Herr Buffet treibt die Vorstände seiner Firmenbeteiligungen genau so vor sich her wie ein verschwendungssüchtiger Milliardär.
Berkshire Hathaway hat den Ruf, langfristig in Unternehmen zu investieren und sich aus der Unternehmensführung herauszuhalten. Wenn das zutrifft, nehmen Sie Buffet m. E. zu Unrecht in Sippenhaft für die hierbei oft extrem aggressiven Hedgefonds (vulgo "Heuschrecken") und die Analysten mit ihren häufig abwegigen Zielvorgaben...

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steve72 02.05.2015, 22:18
41.

SPON glaubt an bestehende überholte Verhältnisse und findet es progressiv.

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regelaltersrentner 02.05.2015, 22:19
42.

Zitat von Inselbewohner
Wieviele Jahre Knast sitzen denn da eigentlich beisammen? Spekulanten die mit nichts als Zahlen ihr Geld verdienen und durch ihr tun unglaublich viele Menschen in die Armut stürzen oder halten. Ich glaube nicht an die Bibel aber sollte es eine Hölle geben sollten diese Typen einen Extraplatz bekommen. HP
In wie weit stürzt ein Aktionär Menschen in Armut?

In meinem Besitz sind ein Paar von Daimler und es wäre mir neu, das die Arbeitnehmer von Daimler in die Armut gestürzt sind.

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regelaltersrentner 02.05.2015, 22:29
43.

Zitat von rotertraktor
Stimmt, aber dann sollten Sie auch erwähnen, dass es nicht sein eigener, sondern der Schweiß anderer Leute war, der Herrn Buffet reich gemacht hat - und zwar der Schweiß der Leute, gegen die Herr Buffet nach seinen eigenen Worten Krieg führt. „There's class warfare, all right, but it's my class, the rich class, that's making war, and we're winning.“ „Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen". http://de.wikipedia.org/wiki/Klassenkampf#cite_note-18 bzw. im Original: http://www.nytimes.com/2006/11/26/business/yourmoney/26every.html
Auf dem Nummernschild seines Autos, so will es der Buffett-Mythos, steht immer noch "thrifty". Geizig. Doch ohne zu Zögern, entschied er sich 2006, 85 Prozent seines Vermögens sukzessive zu verschenken. Für ihn war es ein logischer, ein rationaler Schritt. Er überschrieb es der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung, die damit zur finanzkräftigsten Stiftung der Welt wird.

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spiegelleser987 02.05.2015, 23:08
44.

Zitat von gruebi01
Dem Mann macht seine Arbeit mehr Spass, als 5 Yachten und 10 Villen. Hat der alles nicht, wohnt noch immer in seinem ersten Haus. Werden Sie nie verstehen - ich schon.
Nicht nur das. Seine Ernährung ist auch ungewöhnlich: Eis, Hamburger, Cola, ...

http://www.welt.de/wirtschaft/article137919138/Buffett-schwoert-auf-Cola-Eis-und-kein-Gemuese.html

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Hermes75 02.05.2015, 23:28
45.

Zitat von TS_Alien
Wenn eine Aktie neu ausgegeben wird, hat eine AG tatsächlich etwas von Aktienkäufen. Das Geld wandert in ihre Tasche. Bei späteren Aktienkäufen wandert nichts in die Tasche der AG. Aktienbesitzer ziehen mit ihren Dividenden ziemlich viel Geld aus einer AG, teilweise Milliarden im Jahr. Andere Firmenfinanzierungen als über Aktien dürften auf Dauer billiger sein. Langfristig angelegte Gelder sind Investitionen. Alles andere ist Zocken. Buffet setzt sicher nicht nur sein Geld ein, sondern dürfte das eine oder andere Management gewaltig unter Druck setzen. Indirekt geht das immer auf Kosten der Belegschaft (niedrigere Löhne) oder der Kunden (höhere Preise). Ein Menschenfreund ist Buffet sicher nicht. Da nützen auch alle Spenden nichts. Mit viel Einfluss kann man sogar gesunde Firmen plattmachen, so dass lästige Konkurrenten frühzeitig ausgeschaltet werden. Jemand, der an der Börse immer Gewinne macht, macht sich verdächtig.
Eine Aktie ist nichts anderes als ein handelbarer Anteil am Eigenkapital einer Gesellschaft. Niemand würde sein Geld in ein Unternehmen investieren wenn er keine Rendite erwarten könnte.
Bei den "anderen Firmenfinanzierungen" handelt es sich um Fremdkapital, sprich Anleihen oder Kredite.
Für diese muss im Gegensatz zu Eigenkapital i.d.R. eine fixer Zinssatz bezahlt werden und Forderungen aus Fremdkapital müssen vor Forderungen aus Eigenkapital bedient werden, was ein wesentlich höheres Risiko bedeutet.
Daraus folgt, dass man sich Fremdkapital nur leihen kann wenn man schon ein hinreichendes Eigenkapital hat. Die Gesellschaftsform der Aktiengesellschaft ist die beste Möglichkeit große Mengen an Eigenkapital einzusammeln. Ohne diese Gesellschaftsform wären viele Großunternehmen wie z.B. Eisenbahnen oder Fluggesellschaften kaum möglich gewesen.

Warren Buffet ist übrigens bekannt dafür, dass er hauptsächlich langfristige Abnlagen und Beteiligungen verfolgt. Insofern ist der Vorwurf der Spekulation an seine Adresse verfehlt.
Und ja, natürlich ist Berkshire Hathaway nicht die Heilsarmee. Das Interesse eines solchen Investmentunternehmens ist es, dass der Wert der Unternehmen an denen man beteiligt ist langfristig steigt und darin in Warren Buffet nun einmal sehr erfolgreich.

Ich finde einen Menschen der sehr viel verdient dann den größten Teil seines Vermögens freiwillig spendet jedenfall sympathischer, als all die kleinen Neidhammel die in ihrem Leben nie in die Verlegenheit kommen werden eine solche Entscheidung überhaupt treffen zu können.

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TS_Alien 02.05.2015, 23:57
47.

Zitat von g0r3
Wenn Sie schon rumpesten, dann achten sie wenigstens darauf, dass es anhand von Fakten geschieht. Zitat Wikipedia "Im Gegensatz zu den Gepflogenheiten vieler Hedgefonds oder Private-Equity-Unternehmen greift Berkshire in der Regel nicht in das operative Geschäft der einzelnen Tochtergesellschaften ein und erwirbt Unternehmen auch nicht durch Aufnahme neuer Schulden oder Neuemission von Anteilsscheinen. Das Unternehmen hat sich in diesem Zusammenhang offenbar bereits einen guten Ruf als „freundlicher“ Investor erarbeitet." http://de.wikipedia.org/wiki/Berkshire_Hathaway
Wikipedia ist sicherlich keine ernstzunehmende Quelle, wenn es um Finanzgeschäfte geht, in denen Verschwiegenheit oberstes Gebot ist.

Milliardengewinne müssen von anderen Menschen erwirtschaftet werden. Heutzutage geht das über niedrigere Löhne oder höhere Produktpreise. Die Firmen, die an der Börse am wertvollsten sind, machen genau das. Das ist KEIN Zufall.

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lapetrovna 03.05.2015, 00:04
48. zum Schluss, weil mein Tippen auf Deutsch so langsam ist

Ist meine Anmeldung meistens nicht mehr gueltig. Wollte aber sagen, dass mit einem etwa 30-Jahren Zuschuss von 10% des jeweiligen Gehalts, in ein SEP-IRA, entscheiden konnte, wie das Geld angelegt wurde. Glueck gehabt, denen wenn jetzt nur meine Sozialrente haette, von etwa $1000/Monat, waere ich arm dran. Zugefuegt, jung anfangen, ueber Nacht klappt das nicht, sollte ein Lernfach in der Schule sein! The power of compounding, plus the rule of 72

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rotertraktor 03.05.2015, 01:07
49.

Ja, ich habe ihn gelesen, verstanden, und bin mir der Dialektik auch durchaus bewußt, aber wenn ich ausführlicher auf die Differenzierung zwischen der Person Warren Buffett und seiner Funktion in Finanzmärkten und Realwirtschaft eingegangen wäre, dann wäre es wieder einer dieser lang(atmig)en Kommentare geworden, die eh kaum einer liest.
Aber wenn Sie unbedingt darauf bestehen.;-)

Als Privatperson erscheint mir Herr Buffett durchaus integer und ich schätze viele seiner Ansichten und sein soziales und politisches Engagement. Es gehört schon Chuzpe dazu, seine eigene Klasse (der Reichen) so offen zu kritisieren und bei einigen seiner "Kollegen" hat er sich damit auch schon lange den Ruf eines Nestbeschmutzers eingefangen.

Aber - und da macht er selbst ja auch gar keinen Hehl draus - als Investor und wirtschaftlicher Akteur ist er ein nicht ganz unbedeutender Teil dieses Mensch und Natur ausbeutenden Systems und wendet alle "Folterwerkzeuge" des Kapitalismus genauso an wie alle anderen, konkurrierenden Wirtschaftsakteure - eher noch ein wenig gründlicher, denn sonst läge seine Rendite nicht über dem Durchschnitt.

Die Unternehmen, in denen Herr Bufett durch seine Investitionen maßgeblichen Einfluss besitzt, sind nicht gerade für Fair Trade, ökologische Produktionsweisen oder gar besonders großzügige Löhne und Arbeitsbedingungen bekannt.

Obwohl, man weiss ja nie - wenn ich einer seiner zahlreichen PR-Berater wäre, dann würde ich ihm genau dazu raten - natürlich nur in homöopathischer Dosis, aber gerade genug um damit öffentlichkeitswirksam zu protzen (so wie RWE uns tagtäglich in der Werbung seine Windräder vor die Nase setzt, obwohl diese im produzierten Energiemix nur einen kleinen Bruchteil ausmachen).

Public Relation ist schon lange eines der Lieblingsspielzeuge unserer Geldelite, spätestens seit dem Ludlow Massacre von 1914, wo im Auftrag des Rockefeller-Imperiums 25 streikende Bergarbeiter mit Maschinengewehren niedergemäht wurden und Mister Rockefeller folglich ein kleines Imageproblem an der Backe hatte.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ludlow-Massaker#Die_Folgen
"Die Ereignisse lenkten die Aufmerksamkeit der Medien an der Ostküste auf die Zustände in den Bergwerksstädten. Insbesondere John D. Rockefeller, Jr. wurde von den Zeitungen für die Ausbeutung der Arbeiter verantwortlich gemacht. Er engagierte daraufhin den Marketing-Fachmann Ivy Lee und investierte große Summen, um sein Image zu verbessern. Dies gilt als Geburtsstunde der Corporate Public Relations. In der Folge brachte er große Teile des Familienvermögens in die schon 1913 gegründete Rockefeller-Stiftung ein und stellte es damit für wohltätige Zwecke zur Verfügung. War er 1914 einer der meistgehassten Menschen im Land, galt er um 1920 als der größte Philanthrop."

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