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Warteschleife: Das Geheimnis der Frühstücksbomben

Kinder lieben "Frosties" und "Mini Zimtos", doch wie viel davon darf ein kleiner Junge essen? Tom König hätte darauf gerne eine Antwort - doch die Hersteller speisen ihn mit Ausreden ab. Ein Unternehmen teilt gar mit: "Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt."

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rainer_d 28.10.2011, 10:27
50. Wenn man es nicht gewöhnt ist, kriegt man das Zeug gar nicht runter

So süss ist das.
Ich weiche über Nacht 2-3 Esslöffel 5-Korn Flocken, Sonnenblumenkerne, Leinsamen und Rosinen in Milch ein.
Komischerweise ist das dann am Morgen auch "süss", ohne ein Gramm extra Zucker.

Wenn ich mir einen Frischkornbrei (20gr geschroteten Dinkel, 30ml Wasser über Nacht einweichen, am Morgen dann Rosinen, gehobelte Äpfel und Nüsse/Mandeln dazu) mache, tue ich allerdings schon Honig dazu.
90% der Sachen im Supermarkt könnte man eh' wegwerfen und es würde deswegen niemand verhungern - der Nährwert geht eh' schon gegen Null.

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Zazzel 28.10.2011, 10:32
51. Falscher Ansprechpartner

Zitat von mibarina
Darum geht es nicht. Es geht darum, dass ich als Vater oder Mutter in vielen Lebenssituationen Entscheidungsgrundlagen benötige, um meine Verantwortung für mein Kind umfassend und sachgerecht wahrnehmen zu können - so auch bei der Ernährung. Und die befragten Unternehmen waren offenbar nicht bereit, diese Entscheidungsgrundlagen zu liefern.
Ich finde das Verhalten der Unternehmen hier durchaus nachvollziehbar (Ich halte selbst von "Ernährungsempfehlungen" wenig - die werden alle paar Jahre mal umgeschmissen ;)).

Als Elternteil würde ich mich auch keineswegs an den Hersteller wenden, um eine *Bewertung* zu klären. Was die Eltern hier wollen, ist eine klare "Gutachterfrage". Wenn Sie ein Haus bauen, holen Sie sich ja schließlich auch einen externen Gutachter, um Mängel auszuschließen. Oder fragen Sie den Bauunternehmer? Dann machen Sie den Bock zum Gärtner, und er wird sich bei der Frage, wie er den Garten pflegen wird, ziemlich winden.

Gerade in Ernährungsdingen ist auch vieles ungeklärt, es kommen ständig Erkenntnisse hinzu (oder bestehende Dogmen werden umgeworfen).

Meine Eltern haben mir jedenfalls als Kind weder Cola erlaubt noch merklich Süßigkeiten. Und als Frühstücksflocken gab es allenfalls (mal) Corn Flakes, ungesüßt. Eigentlich ganz wenige, einfache Regeln. Das wichtigste war jedoch wohl, dass wir so oft wie möglich zusammen gegessen haben. Dann schlingt man nicht so viel in sich rein.

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kamillentee 28.10.2011, 10:34
52. Rotz und Wasser...

...bzw Milch ;)

Ich mochte das Zeugs als Kind schon nicht. Heute gehört der halbe Markt Nestlé - eine Firma, die mit ihren Lebensmitteln nur eins versucht: Kunden und Hersteller in die Abhängigkeit führen! Von der Herstellung genmanipulierter Rohstoffe (teils durch Kinderarbeit), Verwendung von Hybridsamen damit die Bauern immer nachkaufen müssen, über geschmacksverstärkende Zutaten (Zucker als erstes!) und Preisdruck auf die Konkurrenz (siehe zB das Nestlé Plastikflaschenwasser, was fast Konkurrenz zu Aldi ist! dazu gehört denen schon ein Markensegment, wo man es schwer hat, zu erkennen, das es von Nestlé kommt).

Also was? Kellogs ist wahrscheinlich nicht besser, würde ich aber vorziehen, wenn überhaupt.

Egal was es ist, mit großem Zuckeranteil macht man sich die Kinder halt gefügig, dann noch bunte Verpackungen mit bunten und altersgerechten abgedruckten "Helden" - fertig.

Wer ist schuld? Die Eltern? Der Staat? Wir alle?

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M@ESW 28.10.2011, 10:34
53. _

Zitat von miraculics
Aber darunter sollten halt auf Dauer die restlichen 96% nicht über Adipositas u.Ä. leiden müssen...
Dann sollten diese sich bewegen, das große Geheimnis ist das man fett wird wenn man mehr Energie isst als man verbrennt.

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H-Vollmilch 28.10.2011, 10:36
54. .

Zitat von Ben Major
Solche Kohlehydrat- Bomben sind keine Lebens-, sondern Genussmittel, ähnlich wie Alkohol und ebenso ungesund. Abhängigkeit, Fettleibigkeit und Diabetes sind die Folgen.
Ich esse seit meiner Kindheit dies Flocken. Ich bin nicht Abhängig, nicht Fettleibig und Diabetes hab ich auch nicht.
Gut ich rauche und abundzu ein Bier schmeckt mir dann doch. Ist bestimmt Kelloggs dran schuld!

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citizen_kane 28.10.2011, 10:37
55. @strauch

Zitat von strauch
Ich bin auch sehr dafür das Produkte vernünftig gekennzeichnet sind, aber die Konzerne können doch nicht die Verantwortung dafür übernehmen was ich meinen Kindern für einen Müll reinstopfe.
Der Hersteller eines Produktes ist nicht verantwortlich für sein Produkt?
Und was die Sache noch schlimmer macht: Wenn man dieses Produkt dann auch noch als vermeintlich gesund anpreist.
Verantwortung ist in einer Marktwirtschaft nicht nur die Verantwortung des Kunden, sondern auch des Herstellers.

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herr minister 28.10.2011, 10:38
56. .

Wie, in dem Zeug ist Zucker drinnen? Und der Hersteller gibt den realen Wert nicht an? Noch nicht mal auf Nachfrage? Dann aber doch aber net so ganz klar, also wie jetzt?
Der Autor teilt uns mit, dass z.B. einer Firma Nestle, die zu DEN 3 global Playern der Lebensmittelindustrie gehört, also dass dieser Firma der Profit wichtiger ist als das Wohlergehen des Kleinkindes vom Autor.
Sapperlott! Das ist mal eine Sauerei.

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abby_thur 28.10.2011, 10:38
57. Zucker

Ich finds immer witzig wenn auf den Cornflakes Packungen Portionsgrößen von 30g angegeben sind- das ist total unrealistisch, selbst in einer Kinder-Müsli-Schüssel sieht diese Menge winzig aus.

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Wuacca 28.10.2011, 10:42
58. Esst mehr Wale, ihr Fett ist gesund!

Peinlich, wie hier mit Un- und Halbwissen um sich geworfen wird. Und vor allem mit welcher Selbstüberzeugung. (Mir ist natürlich klar, dass sich Menschen grundsätzlich für Experten halten, wenn sie eigentlich keine Ahnung haben.)

Es gibt keine Makronährstoffe die fett machen, es gibt nur einen Kalorienbedarf und dessen Überschreitung, was Gewichtszunahme zur Folge hat. Zwar hat man keinen "Bedarf" an Zucker, weil der Körper auch super nur mit Fett und Protein (die er beide allerdings tatsächlich "braucht") auskommt, die GDA-Empfehlung zielt aber auf eine maximal effiziente/effektive Ernährung ab, da Zucker schneller Energie bereitstellt als Protein oder gar Fett.
Und der Grund für den hohen Anteil an Übergewichtigen ist nicht der, dass der Hunger kein zuverlässiger Indikator für o.g. Bedarf ist (IST ER!), sondern daran, dass viele dieser Menschen verlernt haben, diesen Indikator zu nutzen. Kulturell wurde dieser natürliche Mechanismus also außer Kraft gesetzt. Wenn man aber von (Klein)Kindern spricht, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man deren Ernährungsgewohnheiten noch nicht völlig zerschossen hat, auf deren Hunger zu achten ist also goldrichtig. Und das SÄTTIGUNGSgefühl tritt auch nicht unbedingt erst nach zwanzig Minuten ein, da lässt vielleicht erst der Appetit nach, aber für eine Mahlzeit sollte man sich auch mehr Zeit lassen als fünf Minuten - Genau diese Hast bei der Ernährung ist einer der Gründe, warum viele verlernt haben, sich "satt" zu essen.
Auch hat Süßstoff (oder Zuckeraustauschstoffe) nicht den (durchaus logisch erscheinenden, aber nachgewiesen nicht existenten) Effekt, dass der Körper sich auf Zucker einstellt und diesen umso vehementer fordert, wenn er ihn nicht bekommt.

Aber das wundert natürlich alles nicht bei einem derart schlechten Artikel. Reißer wie "Frühstücksbomben" mal beiseite ist ja alleine schon die Idee, Hersteller sollten differenzierte Angaben auf ihre Packungen schreiben, unfassbar absurd. Die durchaus logische und zwingende Argumentation hat der Autor natürlich einfach abgelehnt: Im Gegensatz zu DEM Mann und DER Frau, bei denen auch schon stark abgewichen wird - ist der Bedarf doch von Masse, Muskelanteil und täglicher Leistung abhängig (ich beispielsweise verbrauche täglich 3000kcal, meine Nachbarin aber nur die Hälfte) - lässt sich der Bedarf für DAS Kind oder DEN Heranwachsenden einfach nicht angeben, weil die Abweichungen nach Alter und Gewicht derart gravierend sind, dass DAS unverantwortlich wäre. Sogar der Tipp den Arzt zu fragen ist besser (weswegen er vom Autor selbstredend ignoriert wurde), denn dieser hätte diesen Unverstand vermutlich aufgeklärt.

Und selbst von dieser falschen Motivation abgesehen, ist es auch eine Frechheit von Herstellern zu erWARten, dass sie einen mit allen Informationen versorgen, die man braucht. Muss ein Fleischer künftig auf die ethischen Hürden des Fleischkonsums hinweisen und müssen Jeans künftig Temperatur-Empfehlungen beilegen?

Und die Lebensmittelampel wurde nicht wegen des großen Einflusses der bösen Zuckerlobby aufgehalten, sondern weil das System aussagelos und irreführend gewesen wäre. Eine genauere Kennzeichnung (allerdings völlig anders als der Autor sie sich hier vorstellt) ist erstrebenswert und hoffentlich auch Zukunft, aber dann auch in transparenter und sinnvoller Art. (Und nein, "Gut", "Ok" und "Böse" ungeachtet des Grundes ist weder transparent noch sinnvoll.)


Gruß.

PS: Dreikäsehoch vier Käse breit? Wundervoll! <3

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Alpennomade 28.10.2011, 10:45
59. Hörige des Marktes

Darf man Zigaretten an Kinder verkaufen? Nein. Warum darf die Lebensmittelindustrie dann nachweislich für Kinder vollkommen ungeeignete Nahrung als ein kindgerechtes Lebensmittel an die Eltern bringen? Das ist nichts anderes als Täuschung und Betrug der Verbraucher. Nicht alle Eltern sind gebildet und gehen reflektiert durchs Leben. Verbraucher werden durchaus von Warenauslagen und geschickter Vermarktung manipuliert. Das fängt schon im kleinsten Alter mit quietschbunten Verpackungen an und geht weiter, bist jeder ein iPhone oder sonstigen Industrie-Schrott besitzt. Nicht wahr, ihr hippen und gebildeten Apple-Jünger? ... nur mal so als Beispiel.

Diese Produkte sind doch für einen Großteil der Eltern herrlich bequem: es gibt keinen Stress am Frühstückstisch, da mit dem irrsinnigen Energiegehalt und dem Transporteur "Süße" der Nachwuchs doch prima ruhig gestellt wird. Es wird aufgegessen, bis der Arzt kommt. Das Kind wird fürs Leben auf diesen Süß-Flash geprägt, regelrecht angefixt. Die ständige Nachfrage für die Industrie-Dealer ist nachhaltig gesichert. Später sind es dann nicht mehr die Schokoflocken, sondern die Fertig-Pizzen und Burger-Brater um die Ecke.

Hier trägt der Staat durchaus Verantwortung, genau wie bei Alkohol und Zigaretten, die unter das Jugendschutz-Gesetz fallen. Anonsten heißt es bis in alle Ewigkeit: Zucker-Gewinne privatisieren, Folgeschäden sozialisieren.

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