Forum: Wirtschaft
Warteschleife: Hier kommt Hasso vom Inkasso

Wenn der Geldeintreiber im Mittelalter wegen Außenständen anklopfte, brachte er meist Hammer und Zangen mit. Auch die modernen Experten für Forderungsmanagement versetzen die Menschen in Angst und Schrecken. Als Post vom Inkasso bekommt, schwant ihm Schlimmes.

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bbär 01.10.2012, 07:07
1. Warum immer auf 1&1?

Das können alle - bei mir war es vor Jahren Tele2. Wegen einer längst gekündigten Preselection.
Das Problem ist nicht der Dienstanbieter. Es sind die zu laschen Regeln, die es den Inkassounternehmen durchgehen lassen Forderungen zu stellen, die nicht gerechtfertigt sind, sogar wider besseres Wissen.

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Demokrator2007 01.10.2012, 07:22
2. "Schwarze Schafe eher Regel als Ausnahme"

Zitat von sysop
Wenn der Geldeintreiber im Mittelalter wegen Außenständen anklopfte, brachte er meist Hammer und Zangen mit. Auch die modernen Experten für Forderungsmanagement versetzen die Menschen in Angst und Schrecken. Als Tom König Post vom Inkasso bekommt, schwant ihm Schlimmes.
Mein Blog heißt nicht umsonst Kettenhunde

Blog von DerDemokrator

Es waren die Methoden der Inkassobranche die mich zu diesem Namen inspiriert haben. Und es ist ua. die Arvato Infoscore, die bereits Inkassoforderungen von Internetbetrügern bei mir durchzusetzen versucht hat.
Insofern kann man sagen: "Schwarze Schafe sind in der Branche eher die Regel als Ausnahme".
P.S. Auch die Schufa arbeitet keineswegs so sauber wie ihre Image dies vorgibt.

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marthaimschnee 01.10.2012, 07:24
3.

Zitat von sysop
Vor kurzem hat mir 1&1 mitgeteilt, man habe das Inkassoverfahren gegen mich eingestellt und die Forderung "in voller Summe storniert".
Und da verwundert es nicht mehr, daß sich inzwischen ganze Wirtschaftszweige mit Abmahnungen und dem Stellen fragwürdiger Forderungen beschäftigen. Im besten Fall kassiert man und im schlimmsten Fall passiert der Firma: NICHTS! Keinerlei Risiko, außer der "Kunde" zahlt nicht. Die Politik wäre gut beraten, hier einzugreifen, allerdings läßt sie sich scheinbar von der Gegenseite beraten. Und auch die öffentliche Verwaltung ist kein unbeschriebenes Blatt. Kommt es zu Rechtsstreitigkeiten gehen die durch alle Instanzen, es kostet sie ja nichts (zahlt ja der Steuerzahler) und es steigt die Wahrscheinlichkeit, daß der "Kunde" unterwegs aus nervlichen oder finanziellen Gründen aufgibt. Bloß keinen Präzedenzfall womöglich noch im Sinne des Pöbels generieren. Was nützt es da, daß das Gesetzbuch auf meiner Seite ist, wenn ich es mir nicht leisten kann, von eben diesem System auch einen Urteilsspruch dazu zu bekommen? An dem Punkt können wir Rechtsstaat sein, wie wir wollen, es regiert dann trotzdem das Faustrecht. Und dann verwundert es tatsächlich jemanden, wenn der Staatsanwalt oder die Sachbearbeiter beim Arbeitsamt angegriffen werden? Nee Freunde, mich verwundert eher, wie gutmütig der gemeine Deutsche sein muß, daß angesichts dieser Zustände solche Ausraster die Ausnahme sind!

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jav666 01.10.2012, 07:25
4. wer angst vorm inkasso hat...

...ist selbst schuld. wenn man sich im recht glaubt, einfach alle "post" von inkasso & anwälten ignorieren bis der gerichltiche mahnbescheid kommt, dem unbedingt innerhalb der frist wiedersprechen. das wars. habe danach von keinem inkasso/anwalt jemals was wieder gehört. man muss sich aber sicher sein, das man im recht ist, sonst wird inkasso & so vor gericht gehen. und natürlich wird die drohkolisse immer größer aufgebaut.

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zorngibel 01.10.2012, 07:26
5. Schade ...

... hätte gerne die Fortsetzung gelesen ;=)

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vrdeutschland 01.10.2012, 07:31
6. Nicht schlecht...

...wenn man hier als Journalist seinen kleinen, persönlichen Kleinkrieg vor Milliarden von Spon-Lesern austragen kann. und welch Überraschung: 1&1 lenkt ein und storniert den Betrag und stellt das Verfahren ein. Was kommt als nächstes ? Die Tickets für falsches Parken ? Die versehentlich doppelt abgerechnete Butter bei Edeka ? Immer schön lächeln, Leute, auch wenn ihr glaubt im Recht zu sein. Es könnte ein Spon-Journalist sein, der Euch hier auf der Seite zerpflückt.

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uschikoslowsky 01.10.2012, 07:34
7. Hilfreich

Wirkich hilfreiche Tips im Umgang mit den Inkassobuden gibt es z.B. auf Forum Schuldnerberatung (Forum Schuldnerberatung).

Grundregeln sind z.B.:
- Kommuniziere nie mit Inkassobuden, vor allem nicht telefonisch. Alles was Du von Dir preisgibst wird gegen Dich verwendet.
- Zahlungen gehen nur direkt an den Gläubiger (z.B. hier 1&1). Du bist nicht verpflichtet, dies der Inkassobude mitzuteilen.
- Willst Du die Inkassobude doch ein wenig beschäftigen, weise die Forderung vollumfänglich zurück und verlange die Inkasso-Vollmacht. Willst Du die Inkassobude noch weiter ärgern, verlange das Original der Inkasso-Vollmacht.
- Untersage der Inkassobude die Speicherung Deiner Daten mit Verweis auf das Bundesdatenschutzgesetz. Ebenso teile denen mit, dass Du Dir weitere Kommunikation verbittest, da diese nicht zielführend ist. Das gleiche gilt auch für die dem Inkasso nachfolgenden Anwälte.
- Ignoriere alle Drohungen des Inkassobüros. Lass es notfalls auf einen Mahnbescheid ankommen, wenn Du Deine Schulden beim Ursprungsgläubiger schon bezahlt hast. Widersprich dann diesem Mahnbescheid vollumfänglich.

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ArnoNym 01.10.2012, 07:35
8. Hier könnte Ihre Werbung stehen

Zitat von sysop
Wenn der Geldeintreiber im Mittelalter wegen Außenständen anklopfte, brachte er meist Hammer und Zangen mit. Auch die modernen Experten für Forderungsmanagement versetzen die Menschen in Angst und Schrecken. Als Tom König Post vom Inkasso bekommt, schwant ihm Schlimmes.
Jaja, die Damen und Herren von 1&1 - mit denen habe ich auch schon meine äußerst negativen Erfahrungen gemacht: Auf einem Fax hatte ich 5 Domain-Pakete gekündigt, aber nur für 3 erhielt ich eine Bestätigung der Kündigung. Für 2 war angeblich die Kündigung nicht rechtzeitig eingegangen. Hallo? Gleiches Fax und nachweislich Kündigungsfrist ganz locker eingehalten. Erst kam eine Mahnung, und ich bemühte mich, den Fehler von 1&1 aufzuklären: Ich sandte also Fax samt Kündigungsbestätigung an 1&1. Aber scheinbar sah sich dort niemand die Beweise an. Also wurde ordentlich gemahnt, und ich erklärte es der Inkassofirma nochmal. Dann wuchsen die Mahnbeträge ins Unermeßliche, ich heftete die Mahnungen nur noch mit einem Lächeln ob des völlig unangemessenen Tons ab und wartete auf den gerichtlichen Mahnbescheid, der aber leider nicht kam. Stattdessen kamen dann Mahnungen von einem Rechtsanwalt, dem ich die Lage ebenfalls detailleirt schilderte. Er versprach, die Sachlage mit 1&1 zu klären. Einige Zeit später meldete er dann, daß 1&1 der Meinung sei, Forderungen mir gegenüber zu haben, und die Mahnungen gingen lustig weiter. Nur leider kam nie ein gerichtlicher Mahnbescheid. Und irgendwann war auch die Anwaltskanzelei müde, Mahnbescheide zu verschicken. Kurz später ging dann die gleiche Chose wegen der zweiten angeblich nicht gekündigten Domain los - dann aber ohne jede Reaktion meinerseits. Auch dort war zu beobachten: Was von alleine anfängt, hört auch von alleine wieder auf. ;-)

Im Gegensatz zum Autor des Artikels kam von 1&1 aber nie eine Reaktion, daß man die Forderung storniert habe.
Was haben wir gelernt?
1. Wenn man sich sicher ist, die Kündigungsfristen eingehalten zu haben und dafür auch einen belastbaren Nachweis besitzt, nicht ins Bockshorn jagen lassen!
2. Egal wie gut das Angebot auf dem Papier sein mag: Nie wieder 1&1

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peschko 01.10.2012, 07:35
9. Ende gut alles gut

Zitat von sysop
Wenn der Geldeintreiber im Mittelalter wegen Außenständen anklopfte, brachte er meist Hammer und Zangen mit. Auch die modernen Experten für Forderungsmanagement versetzen die Menschen in Angst und Schrecken. Als Tom König Post vom Inkasso bekommt, schwant ihm Schlimmes.
[...]
Zitat von
Postscriptum: Vor kurzem hat mir 1&1 mitgeteilt, man habe das Inkassoverfahren gegen mich eingestellt und die Forderung "in voller Summe storniert".
Ich hatte selbst mal einen solchen Fall mit 1&1. Vor Jahren kündigte ich meinen Webspace und meine Domain. 1&1 tat dies auch, allerdings gab es damals wohl Probleme mit dem Datenabgleich. So bekam ich Jahre später eine satte Rechnung vom Inkassobüro von 1&1 für meine Domain+Webspace. Hat ewig gedauert, bis ich per Tel + Email alle überzeugen konnte, dass ich gekündigt hatte. Gut fand ich dabei, dass 1&1 meine Kündigung noch hatte, denn ich hatte die Bestätigungsemail nicht mehr... kurzum, 1&1 hat sicherlich Probleme ihre Kundenstämme zu managen, bei Mio Kunden kann das vereinzelt passieren. Auch ist 1&1 schnell mit Inkasso dabei, vielleicht zur Abschreckung. Auf jeden Fall sollte man telfonisch in Kontakt treten. Bei mir lies sich so alles lösen...

Und, trotzdem habe ich die zweite Bestätigung per Email (auch schon Jahre her) NICHT gelöscht - man weiss ja nie.

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