Forum: Wirtschaft
Was kann der G-20-Gipfel bewirken?

In Kanada treffen sich die Mächtigen der Welt zum G-20-Gipfel. Auf der Tagesordnung steht vor allem ein Thema: neue Regeln für die entfesselten Finanzmärkte. Aber wie realistisch ist eine Einigung? Werden sich die Regierungen auf eine gemeinsame Linie festlegen?

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zynik 21.06.2010, 16:54
1.

"Wo tritt die Übermacht der Bankenlobby besonders zutage?

Giegold: Erst jüngst wieder bei der Richtlinie AIFM, mit der die Investment- und Hedgefonds reguliert werden sollen. Da gab es eine unglaubliche Lobby-Schlacht. Alle Abgeordneten wurden massiv bedrängt, es gab insgesamt 1600 Änderungsanträge zum Vorschlag der EU-Kommission. Von denen hatte die Finanzindustrie rund 900 selbst verfasst. Ein entgegenstehendes progressives Lobbying gab es zu diesen Themen nicht."

http://sueddeutsche.de/geld/intervie...lacht-1.962829

Und da glaubt noch jemand vom G-20-Gipfel wäre irgendetwas zu erwarten, ausser wortreiches Marionettentheater?

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tschort 21.06.2010, 17:05
2. Die Politiker können es nicht besser als die Bankmanager

Während der Wirtschaftkrise sind auch staatliche Banken Pleite gegangen, zum Beispiel die Kreditanstalt für Wiederaufbau. Wenn die Politier der Meinung sind, dass sie die Banken besser als die Bankmanager regulieren können, wieso waren sie nicht in der Lage, ihre eigenen Banken effizient to überwachen?

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rolli 21.06.2010, 17:32
3.

Zitat von zynik
"Wo tritt die Übermacht der Bankenlobby besonders zutage? Giegold: Erst jüngst wieder bei der Richtlinie AIFM, mit der die Investment- und Hedgefonds reguliert werden sollen. Da gab es eine unglaubliche Lobby-Schlacht. Alle Abgeordneten wurden massiv bedrängt, es gab insgesamt 1600 Änderungsanträge zum Vorschlag der EU-Kommission. Von denen hatte die Finanzindustrie rund 900 selbst verfasst. Ein entgegenstehendes progressives Lobbying gab es zu diesen Themen nicht." Und da glaubt noch jemand vom G-20-Gipfel wäre irgendetwas zu erwarten, ausser wortreiches Marionettentheater?
Merkel ist ja bereits bei der G7 abgewatscht worden was die Bankenabgabe angeht. Es wurde dort beschlossen, dass die Bankenabgabe erforscht werden soll. Merkel rechnet aber in ihrem Sparpaket bereits mit einigen Milliarden aus diesem Programm. Ich denke, dass das Ringen der Politik um das Primat zunichtegemacht wird, und dass der rasante Abstieg der Staaten in die Schuldenfalle erfolgen wird. Am Ende muss zwangsläufig eine Währungsreform und ein kommunistisches Regierungsprinzip herrschen. Kommunimsus für das Volk und Turbokapitalismus für die Wirtschaft. Der neoliberalismus ist genau darauf ausgelegt.

rolli

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Reiner Weint 21.06.2010, 17:57
4. Eingeschränkte Zustimmung

Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind für mich größtenteils sinnvoll. Die Trennung von Investment- und Retailbanken: gut! Mehr Eigenkaptial für Banken als Risikopuffer - volle Zustimmung. TÜV für Finanzprodukte? Auf jeden Fall! Viele dieser Konstruktionen für einfache Endkunden sind schon in quasi betrügerischer Absicht konstruiert worden.
Hedge Fonds regulieren? Wie will ein Staat etwas regulieren, von dem er nichts versteht? Hedge Fonds sollten ordentliche Bilanzen vorlegen, wie jede Bank und jedes andere Unternehmen. Diese Unterlagen sollten zumindest für die Investoren in einen HF verpflichtend einsehbar sein. Was heisst bewachen (in der Kopfzeile)? Wie soll das denn gehen? Staatliche Einmischung in die Geschäfte eines HF? Ich kann nicht mehr folgen. HF sind ja sowieso größtenteils in Steueroasen außerhalb der G20 Länder beheimatet.
Rating Agenturen: Uneingeschränkte Zustimmung. Für den großen Einfluß der Agenturen sind sie bisher lausig reguliert und kontrolliert. Und es gibt keine wirkliche Konkurrenz unter ihnen.
Was ich im Ton nicht verstehe: "Und die Investmentbanken sind bereits dabei, ein neues Spielcasino zu eröffnen, den Handel mit Rohstoffen". Organisierten Handel mit Rohstoffen gibt es seit Eröffnung der ersten Warenbörse 1409 in Brügge. Was ändert sich da jetzt? Was hat der Handel mit Rohstoffen mit einem Spielcasino zu tun? Dieser billige Tonfall konterkariert die sachlichen Argumente.

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paoloDeG 21.06.2010, 18:13
5. Das Gute und das Böse !

In Wahrheit wer die Krisen verursacht ist das Böse = die Netze organisierten Verbrechens und die Korruption! Der Teil von der Bevölkerung, der Freiheit Gleichheit und Würde respektiert, ist immer demselben Ritual unterworfen : die Krisen ausbaden!
Dagegen und hingegen die Netze organisierten Verbrechens, einschließlich die Netze finanziellen Verbrechens, und Korruption immer mehr an Macht gewinnen und sie immer mehr Reichtum anhäufen!
Es ist unbedingt notwendig, gegen diese ungerechten und barbarischen Praxen in Deustchland und in allen Ländern der Europäischen Union zu handeln!
Man muß einen Präsidenten der Europäischen Union wählen, um dies zu ändern und um eine europäische FreiheitsArmee zu bilden, um die Tausende Milliarden Euro wiederzubekommen, die den Völkern gestohlen, betrogen und erspresst worden sind! Beim G-20-Gipfel dies vorbringen, damit alle anderen Staaten dasselbe tun! Europa braucht mich als President !

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mark anton 21.06.2010, 18:14
6. Die Gigantonomie allerortens ist die Ursache der Fehlentwicklungen

Wallstreet, die Oelkonzerne sind Urheber der "Global Economy" die einwandfrei zu Lasten der westlichen Laender geht, massive Arbeitsplatzverluste zu Gunsten Chinas und Indiens, waehrend die Kassen der Multiaufgesstellten Grosskonzerne (Wallstreet etc, Banken) klingeln.

Nicht einmal die EU ist mit der Zusammensetzung viabel.
Wenn prosperierende Nationen den Versagern Milliarden sog. Transferzahlungen genannt, in Wirklilchkeit Wohlfahrtszahlungen, leisten muessen, wird Leistung bestraft, Versagen honoriert.

Der Aufwand fuer die G 20 Gipfel ist nicht mehr zu rechtfertigen, allein fuer die "Safety" muss der kan. Steuerzahler 1 Milliarde !!! auf den Tisch blaettern, dafuer haette man besseres tun koennen,

warum nicht abspecken und eine elektronische Konferenz abhalten, wo jeder zu Haus am Computer sitzt?

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Kontrastprogramm 21.06.2010, 18:34
7.

Zitat von sysop
In Kanada treffen sich die Mächtigen der Welt zum G-20-Gipfel. Auf der Tagesordnung steht vor allem ein Thema: neue Regeln für die entfesselten Finanzmärkte. Aber wie realistisch ist eine Einigung? Werden sich die Regierungen auf eine gemeinsame Linie festlegen?
Der nationale Egoismus wird eine einstimmige Politik wie immer verhindern.

Daher wird es immer wichtiger, dass Staaten einzeln oder im Verbund mit anderen vorwegmaschieren.

Wer ständig auf Einstimmigkeit wartet, wird nichts zusammenbekommen. Siehe Klimapolitik.

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newtaxas 21.06.2010, 18:46
8. goldener G20-Gipfel...... das ist der absolute Gipfel!!

Zitat von mark anton
Der Aufwand fuer die G 20 Gipfel ist nicht mehr zu rechtfertigen, allein fuer die "Safety" muss der kan. Steuerzahler 1 Milliarde !!! auf den Tisch blaettern, dafuer haette man besseres tun koennen, warum nicht abspecken und eine elektronische Konferenz abhalten, wo jeder zu Haus am Computer sitzt?
Das ist doch der eigentliche Skandal, den man sich mal auf der Zunge zergehen lassen muss!! 1 Mrd. Kosten!!!! Die habe doch nicht mehr alle Latten am Zaun!
Was soll solch eine Verschwendung? Was sagen die Kanadier zu solch einem Schwachfug? Alles unter der schrechlichen Terrorgefahr..... ich kann es echt nicht mehr hören. der Vorschlag elektronische Konferenz ist genau richtig..... dann ist man sicher im heimatlichen Büro. Und die CO2 -Bilanz ist dann auch noch gut.
Sagt Nein zur Geldverschwendung! Von Wirtschaftskrise haben diese Pappnasen wohl noch nichts gehört?!?!

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Baikal 21.06.2010, 19:24
9. Merkelmurks

Zitat von zynik
Und da glaubt noch jemand vom G-20-Gipfel wäre irgendetwas zu erwarten, ausser wortreiches Marionettentheater?
Wie soll das auch geschehen, wenn die Regierungen für ihre Gesetzesentwürfe (soweit überhaupt vorhanden) dieselben Anwaltsfirmen (von - kanzleien zu sprechen verbietet sich angesichts von Größe und Macht) beschäftigen wie die Hochfinanz selbst? Nichts ist schließlich lukrativer als zuerst jene Lücken einzubauen nach deren Schließung dann im Regierungsauftrag ( so überhaupt) gesucht werden soll. Da können Sie gleich die Maus als Katze einstellen ( oder andersrum)

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