Forum: Wirtschaft
Was tun zum weltweiten Klimaschutz?

Frankreichs Präsident Sarkozy verliert die Geduld: Er droht mit Strafzöllen in Europa, sollte beim Gipfel in Kopenhagen kein globales Klimaabkommen zustande kommen. Doch die Einführung von Energie-Importabgaben hätte verheerende Folgen, warnen Experten. Wie kann effektiver Klimaschutz weltweit erreicht werden?

Seite 1 von 33
lateral 18.09.2009, 15:16
1.

Zitat von sysop
Frankreichs Präsident Sarkozy verliert die Geduld: Er droht mit Strafzöllen in Europa, sollte beim Gipfel in Kopenhagen kein globales Klimaabkommen zustande kommen. Doch die Einführung von Energie-Importabgaben hätte verheerende Folgen, warnen Experten. Wie kann effektiver Klimaschutz weltweit erreicht werden?
Sich immer und immer nur eine einzige Frage zu stellen: "Cui bono?"

Beitrag melden
AndyH 18.09.2009, 15:52
2.

Zitat von sysop
Wie kann effektiver Klimaschutz weltweit erreicht werden?
Völliger Unfug. Garnicht.
Klima ist ein Durchschnittwert von 30 Jahren Wetter.
Das heisst Sarkozy müsste Wetter machen, aber das konnten weder die Hexen noch die Regentänzer.
Es ist mir schon klar, dass die Staatshaushalte klamm sind und gegen die Konkurrenten gerne mal Zölle eigneführt werden sollten, aber das alles ist nur Unfug und nichts anderes als Protektionismus im Ökogewand.

Beitrag melden
e-ding 18.09.2009, 16:54
3. ...

Zitat von sysop
Wie kann effektiver Klimaschutz weltweit erreicht werden?
Der Zug ist abgefahren, es sei denn Sarkozy schafft es irgendwie, die Weltbevölkerung zu halbieren.

Beitrag melden
login37 18.09.2009, 17:51
4.

Mal abgesehen davon, das ich überhaupt kein Fan von Zöllen bin, verstehe ich das Duckmäusertum gegenüber China nicht. Natürlich würde es einer Reihe von europäischen Unternehmen weh tun, wenn China als Gegenreaktion auch diverse Strafzölle einführt. Aber egal ob Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, andere europäische Länder oder auch die USA: Die haben alle seit Jahren ein gigantisches Außenhandelsdefizit mit China. Für China ist Deutschland der wesentlich wichtigere Exportmarkt als umgekehrt China für Deutschland. Für die anderen Länder gilt das genauso.

Bei einem Handelskrieg hat China wesentlich mehr zu verlieren als Europa. Und insofern darf das Thema schon mit harten Bandagen ausgefochten werden. Der ständige Verweis auf Chinas Bedeutung als Absatzmarkt ist so nicht gerechtfertigt.

Beitrag melden
filou11 18.09.2009, 17:57
5. Dummes Geschwätz

Das was Sarkorzy da fordert ist Unfug hoch 3! Dieser Mann hat im Gegensatz zu seinem Vorgänger von nichts eine Ahnung, davon aber eine ganze Menge.

Da es nun modern ist von „Klimaveränderungen“ zu reden, glaubt dieser „Präsident“ er müsse auch seinen Senf dazu geben. Ich möchte dazu einmal in Erinnerung rufen, dass es die gleichen „Wissenschaftler“ sind, sofern diese noch leben, die jetzt von Klimakatastrophe und Erderwärmung faseln, noch vor 30 Jahren eine Eiszeit beschworen haben.

Glaubt etwa der Herr der „Grand Nation“ im ernst, dass Länder wie China oder Indien ihn ernst nehmen? Wenn der glaubt, Europa sei noch immer der Mittelpunkt der Welt unter Führung Frankreich, so hat der die Zeichen der Zeit überhaupt nicht mitbekommen. Europas und auch Frankreichs Zeit ist schon lange, lange vorbei. Und das kann dem nur klar gemacht werden, wenn Indien und China sich nicht erpressen lassen. Und Frankreich hat diesen Ländern so wie so nichts zu bieten!

Beitrag melden
Trashosaurus 18.09.2009, 17:58
6. Veränderungen sind der Motor der Entwicklung

Der weltweite Klimaschutz ist eine wichtige Angelegenheit. Leider haben wir keine wirkliche Weltgemeinschaft. Wir haben nicht einmal ein nationenübergreifendes "Wir-Gefühl" als Menschen. Der Mensch sieht sich als erstes als Angehöriger eines Staates und auch zuerst diesem verpflichtet. Dies gilt besonders für Politiker. Politik wird in diesem Sinne immer erst geprägt sein von nationalen Interessen. Paradoxerweise müsste der Klimaschutz im Interesse aller Nationen liegen.

Es ist so ähnlich wie bei dem "Rüstungsdilema". Man unterstellt, dass alle Nationen Frieden als Ziel haben. Um diesen Frieden zu erreichen müsse man aber eine gewisse Abwehrmacht und Drohkulisse habe. Hätte niemand mehr Waffen wäre der Frieden erreicht und die Drohkulisse überflüßig. Nun hat jeder Angst den ersten Schritt zu machen, da er immer die Gefahr wähnt, dass die anderen nicht mitziehen und er am Ende keine Waffe mehr hat, die anderen aber noch welche um man sich nun schlechter gestellt hat.

So ist es in der Klimapolitik. Es bleibt bei Lippenbekenntnissen. Argumente von China, Indien und anderen Schwellenländer halte ich für Fadenscheinig, aber von der Argumentation verständlich. Die Aussage "Wir spielen ja erst seit ein paar Jahren mit und die entwickelten Länder" schon länger, deshalb müssen die entwickelten Länder auch voran gehen" kann man verstehen nur ist dient Sie diesem Problem nicht. Es ist eben nicht das Problem "Ihr habt länger "diese Party gefeiert" jetzt räumt mal auf und lasst uns noch etwas länger feiern.
Das Weltklima ist ein höchst dynamischer Prozess, welchen der Mensch selbst nicht 100% versteht und vielleicht, bedingt durch die Komplexität, auch nie ganz verstehen wird.

Das Weltklima wird sich ändern. Es wird in meinen Augen zum Tot durch Hunger von vielen Millionen führen. Riesige Bevölkerungsteile der Erde werden umsiedeln müssen. Es wird Kriege geben um Land und Ressourcen. Doch das Klima hat sich über tausende Jahre immer wieder verändert, ohne diese Änderungen hätte es uns Menschen gar nicht gegeben. Die Menschen bekriegen sich seit tausenden Jahren. Völkerwanderungen gibt es seit tausenden Jahren. Würde man die Menschheit und die Welt aus dieser Perspektive sehen würde man merken, es bleibt alles wie es schon immer war.

Vielleicht bietet ja gerade diese Entwicklung die Möglichkeit, dass sich die Menschen unter diesen Bedingungen weiterentwickeln. Unser Gehirn hätte ja noch genug Kapazität für so etwas.

Beitrag melden
AndyH 18.09.2009, 18:23
7.

Zitat von Trashosaurus
Der weltweite Klimaschutz ist eine wichtige Angelegenheit.
Wie?
Zitat von
Das Weltklima wird sich ändern. Es wird in meinen Augen zum Tot durch Hunger von vielen Millionen führen. Riesige Bevölkerungsteile der Erde werden umsiedeln müssen.
Welche und warum? Und wer sagt das auf 50-100 Jahre im voraus?
Zitat von
Unser Gehirn hätte ja noch genug Kapazität für so etwas.
Gerade die Klimadiskussion lässt mich an den Gehirnkapazitäten zweifeln.

Beitrag melden
filou11 18.09.2009, 18:35
8.

Zitat von login37
Bei einem Handelskrieg hat China wesentlich mehr zu verlieren als Europa. Und insofern darf das Thema schon mit harten Bandagen ausgefochten werden. Der ständige Verweis auf Chinas Bedeutung als Absatzmarkt ist so nicht gerechtfertigt.
Das ist eine Ansicht welche ich nicht zu teilen vermag. Man sollte China nicht unterschätzen. Die Chinesen sind, was Geschäfte anbetrifft, sehr clever. Ein Chinese in Singapore sage mir, wir wissen wie man Geschäfte macht, Ihr in Europa müßt das noch lernen. Vielleicht etwas übertrieben, aber wir haben wenig dagegen zu halten. In Indien und China leben 1/3 der Weltbevölkerung, das sollte keiner vergessen.

Beitrag melden
tripelspiegel 18.09.2009, 19:53
9. Überzeugter Europäer

Zitat von sysop
Frankreichs Präsident Sarkozy verliert die Geduld: Er droht mit Strafzöllen in Europa, sollte beim Gipfel in Kopenhagen kein globales Klimaabkommen zustande kommen. Doch die Einführung von Energie-Importabgaben hätte verheerende Folgen, warnen Experten. Wie kann effektiver Klimaschutz weltweit erreicht werden?
An hohen Importzöllen gegen China und Indien führt längerfristig sowieso kein Weg vorbei, da sonst die europäischen Fertigungsindustrien zugrunde gehen werden. Ein weiterer Anstieg der Arbeitslosigkeit wäre unvermeidlich die Folge. Womit will Europa die Importwaren aus China und Indien bezahlen? Mit Staatsanleihen? Durch Verkauf der staatlichen Infrastruktur und staatlichem Grund und Boden? China und Indien haben durch mangelnde Aufwendungen für Umweltschutz und Dumpinglöhne einen nicht einholbaren Wettbewerbsvorteil. Hinzu kommen Einsparungen bei der Produktentwicklung durch Patentrechtverletzungen. Der globale Freihandel ist die Wurzel der wirtschaftlichen Probleme Europas - insbesondere der hohen Arbeitslosigkeit.

Die Forderung nach einem globale Klimaabkommen, das China und Indien so stark belastet, dass diese Staaten nicht darauf eingehen können, ist ein guter Vorwand, endlich das Richtige zu tun. Aber auch Patentrecht-Verletzungen können zur Begründung von Importzöllen herhalten. Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer wirkt übrigens ähnlich wie Importzölle, d.h. sie verteuert Importwaren relativ zu europäischen Waren.

Sarko ist eben ein überzeugter Europäer. Genauso wie Steinmeier und Erdogan und Blair.

Europa wird handlungsfähiger.

Beitrag melden
Seite 1 von 33
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!