Forum: Wirtschaft
WeChat: Chinesischer IT-Riese will Apples App-Store überflüssig machen
AFP

Bislang hat Apple durch seinen App Store die volle Kontrolle über mobile Dienste für das iPhone. Nun hat der chinesische IT-Gigant Tencent ein System entwickelt, das die Allmacht brechen könnte.

Seite 3 von 9
thomas_b. 23.09.2016, 00:47
20. Meinungsmache statt Nachrichten

Zitat von alangasi
Web Apps sind wahrlich nichts Neues und auch was die da machen ist nichts auch nichts Neues. Entsetzt bin ich nur über den reißerischen subjektiven Text. Ich frag mich in welchen Stadium SPON eigentlich angekommen ist? Geht unter verbrämten Neid und Weltuntergang hier eigentlich gar nichts mehr?
Leider ist das wohl ein Trend bei so manchen namhaften Nachrichtenseiten, reisserischer Titel, lückenhafte Information und viel persönliche Stimmungsmache von so genannten Redakteuren.

Vor Jahren lief eine TV-Werbung vom Handelsblatt mit dem Kernsatz "Wer nur die Hälfte weiss, weiss gar nichts."

Gefühl ist heute wohl wichtiger als Fakten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
DerDifferenzierteBlick 23.09.2016, 01:41
21. Was ich noch nicht verstanden habe: Wieso gelten für Apple nicht die normalen Regeln des freien Marktes?

Wieso darf eigentlich Apple (gilt eingeschränkt auch für Nachahmer) in seinem App-Shop seine Marktmacht* ausnutzen, um den App-Entwicklern nicht nur zahllose Bedingungen aufzuzwingen und den Wettbewerb zum eigenen Vorteil aussetzen, sondern sogar 30% der Programmkosten einstecken, obwohl die Entwicklungsarbeit von eben diesen App-Entwicklern gemacht wird?

Müsste nicht in einem freien Markt (wie es auch immer bei Windows-Programmen üblich war), jeder Programmierer ein Programm anbieten und alleine den Gewinn der eigenen Arbeit einstreichen können? Apple entwickelt und verkauft die Hardware (iPhone etc.) und die Software (iOS) und kann damit gerne Gewinn machen. Die Apps hingegen werden nicht von Apple entwickelt und trotzdem verdient Apple daran 30% (ebenso Google)?
Natürlich hat Apple das Recht, für seinen Service (die Apps auf Sicherheit zu untersuchen und ein Zahlungssystem bereit zu stellen) auch Geld zu verlangen, aber:

1. Die Gebühren sind durch die Ausgaben bei weitem nicht zu rechtfertigen und ausschließlich auf Apples Marktmacht zurückzuführen. In anderen Wirtschaftszweigen würde hier sofort das Kartellamt einschreiten.
2. Es ist nicht einzusehen, dass Apple hier Dinge diktieren kann, die die Marktteilnehmer (App-Entwickler) unbegründet einschränken.
3. In einem freien Markt müssen zwingend auch Konkurrenzangebote zugelassen werden (konkurrierende App-Shops und auf jeden Fall frei installierbare Apps) und der Markt sollte entscheiden, welcher App-Shop den besten Service (also die besten und sichersten Apps und die niedrigsten Preise) bietet. Wer glaubt, nur mit Apples App-Shop wäre man sicher, der kann ja weiterhin nur solche Apps installieren. Aber jeder Mensch sollte auch die Möglichkeit haben, sich anders zu entscheiden.
4. Es sollte Apple verboten sein, aus seiner Marktmacht einen wirtschaftlichen Vorteil zum Nachteil des Marktes zu ziehen, indem Apple ohne objektiven Grund Apps aus seinem Shop entfernt, deren einziges Verbrechen darin besteht, dass sie eine Konkurrenz zu einem (mit Kosten verbundenen) Apple-Service sind. Da Apple solche Services (Siri, Night-Shift, Multiwindow etc.) oft nicht für ältere Produkte anbietet (selbst wenn sie noch iOS-Updates bekommen), zwingt Apple durch das Entfernen (oder gar nicht erst Zulassen) solcher Konkurrenz-Apps aus dem App-Shop die Nutzer, die diese Funktionen nutzen wollen, sich neuere Produkte zu kaufen.

*Wenn ich von Markt spreche, dann meine ich nicht den Smartphone-Markt, sondern den Markt für Apple-Apps, bei dem Apple eine ziemlich große Macht hat... Und es hat mir bislang noch keiner sagen können, warum dieser Markt im Markt nicht den gleichen Regeln unterliegen sollte, wie jeder andere Markt auch. Und bislang sind hier offensichtlich die Marktregeln ausgesetzt. Denn wenn der Markt funktionieren würde, dann könnten die App-Shop-Anbieter (also auch Google) nicht solche Bedingungen diktieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
totalmayhem 23.09.2016, 01:42
22.

Zitat von Benko
Der Artikel ist wirklich ein Schuß in den Ofen. Hysterisch, informationslos, lau. Der neue Standard.
Allerdings. Da wird verzweifelt versucht, einen schon lange totgerittenen Gaul wieder zum Leben zu erhypen. Mit Apples "Allmacht" war es vorbei, als Google Android erfand. Heute ist das Gelumpse aus Cuperino bestenfalls noch ein Nischenprodukt, welches truarig am Rande der Bedeutungslosigkeit herumduempelt, was die Marktanteile betrifft. Herrlich fand ich diesen Artikel, bei MacRumours, als man mit stolzgeschwellter Brust rumtoente, wie toll Android und iOS doch "gemeinsam" den Markt dominieren (das Android fast das Fuenffache an Marktanteilen (im Vergleich mit iOS) vorzuweisen hat, erfaehrt der geneigte Leser erst im Kleingedruckten. :D

http://www.macrumors.com/2016/02/18/ios-android-market-share-q4-15-gartner/

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fessi1 23.09.2016, 02:36
23. Macht

"und selbst wenn es für Apple gefährlich würde, würde man die App als "unsicher" brandmarken und aus dem Store nehmen."
Das ist ja gerade für Apple nicht mehr möglich. Kommt in dem Artikel nur so klar nicht rüber. WeChat besitzt in China eine sehr... sehr große Marktdurchdringung. Die chinesischen Nutzer sind mehr in WeChat unterwegs, als im "normalen" Internet. WeChat ist Messenger, Facebook, EBay, Paypal, Homepage in einem. Die Nutzer betreiben in WeChat eigene Stores, die großen Marken eigene Auftritte. Ich bezahle Strom, Wasser, Sch..., Handyrechnung alles per OneKlick in WeChat. Die meisten dieser Funktionen sind nur in China nutzbar. Aber dort umso beliebter. Wenn Apple WeChat aussperrt, haben sie ein Riesenproblem. Millionen weniger verkaufter iPhones. Die Leute können/wollen nicht mehr ohne WeChat. Im wichtigsten Applemarkt könnte das aussperren definitiv einem Todesstoß gleichkommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
quark2@mailinator.com 23.09.2016, 03:18
24.

Solange es kein mobiles Gerät mit der Offenheit älterer Windowssysteme gibt, nutz ich die nur, wo ich muß. W10 versucht ja nun auch, möglichst geschlossen und totalüberwacht zu sein, ergo kommt das auch nicht auf die Rechner. Wenn es bloß mal sowas wie professionelles Linux gäbe. Dieses Chaos da bringt einen um.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thequickeningishappening 23.09.2016, 03:53
25. Nothing lasts forever

Commodore, Nokia, Apple war schon mal fast Pleite (luckily Steve Jobs came back but sadly he passed away). Erinnert sich noch jemand an Nixdorf? Nach dem Tod von Heinz Nixdorf kam Das Vacuum. Dann kam Siemens!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Konstruktor 23.09.2016, 05:01
26.

Zitat von ogg00
und selbst wenn es für Apple gefährlich würde, würde man die App als "unsicher" brandmarken (was sie ja auch mangels Kontrolle wäre) und aus dem Store nehmen. Haben denn alle schon das Schicksal von Flash vergessen oder glaubt irgendjemand, dass das aus Sicherheitsgründen aus den mobilen und später den anderen Browsern flog???
So ziemlich jeder, der sich in den letzten Jahren mit Computer-Sicherheit beschäftigt hat, weiß das, und eine für nur eine einzige Software enorme Anzahl von als schwerwiegend eingestufter Sicherheits-Warnungen und Bugmeldungen spezifisch für Flash bestätigt das eindrücklich.

Apple war lediglich schneller und konsequenter dabei, diesen unglaublichen Mist aus ihrem mobilen System radikal rauszuwerfen, und auch in macOS haben sie es schon länger auf "Wollen Sie das wirklich benutzen?"-Status heruntergestuft. Nach viel zuvielen Notfall-Patches habe ich es schon seit längerem ganz runtergeworfen und bin froh darüber.

Inzwischen hat auch Adobe selbst eingesehen, daß dieser Misthaufen nicht mehr zu retten ist und hat bereits angekündigt, daß Flash engültig ausläuft und eingestellt werden wird.

Das Thema ist durch, und jeder, dem seine eigenen Daten irgendetwas wert sind, sollte froh darüber sein.

Und das hat rein gar nichts mit dem einen oder dem anderen Plattform-Hersteller zu tun –da ist sich die gesamte Branche inzwischen einig, inklusive des Flash-Anbieters Adobe selbst.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
uhrentoaster 23.09.2016, 06:17
27. freiwillig

Es wird niemand dazu gezwungen, ein Appleprodukt zu kaufen bzw. sich von Apple abhängig zu machen, aber manche Menschen möchten halt gerne abhängig sein. Lassen wir ihnen doch weiterhin den Spaß, denn sie erkennen ihre Abhängigkeit ja nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
DocEmmetBrown 23.09.2016, 06:43
28.

Zitat von echoanswer
es reicht, wenn die unerträglicher Arroganz von Apple einen Kratzer bekommt. Schrott und Bevormundung kann man mit der Dummheit der User in Milliarden verwandeln. Leider wird auch aus denen wieder nur noch mehr Schrott.
Oh Mann, "unerträgliche Arroganz"? Sie kaufen also von sympathischen und bescheidenen Unternehmen? Welche sind das? Samsung, Google, Huawei, HTC, Microsoft, ....? Ja, alle sehr bescheiden und in keinster Weise arrogant.
Solche Kommentare lassen tief blicken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
DocEmmetBrown 23.09.2016, 06:49
29.

Zitat von ogg00
und selbst wenn es für Apple gefährlich würde, würde man die App als "unsicher" brandmarken (was sie ja auch mangels Kontrolle wäre) und aus dem Store nehmen. Haben denn alle schon das Schicksal von Flash vergessen oder glaubt irgendjemand, dass das aus Sicherheitsgründen aus den mobilen und später den anderen Browsern flog???
WebApps wurden nie als unsicher gebrandmarkt. Ganz im Gegenteil, diese Technologie war in den Anfängen des iPhones der einzige Weg, überhaupt Apps auf das Gerät zu bringen. Dazu müsste Apple schon die Unterstützung von HTML5 aus seinem Browser nehmen. Ein Standard den sie mit der Verbannung von Flash ja eher gefördert haben.

Und warum haben inzwischen nahezu alle mobilen Plattformen bzw. Browser die Unterstützung von Flash entfernt?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 9