Forum: Wirtschaft
Wegbrechende Einnahmen: Ölpreis-Verfall würgt Russlands Wirtschaft ab
REUTERS

Der Absturz des Ölpreises kostet Russland Milliarden und gefährdet die ambitionierten Pläne des Kreml. Moskauer Hardliner vermuten gar eine gezielte "Spezialoperation" der Amerikaner, um Russland zu schwächen.

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rubberduck59 28.11.2014, 21:26
30. Pech gehabt, Herr Putin

Nachdem sich die Neo-Sowjets aufgemacht haben, ihr "altes Reich" wieder einzusammeln und über Land und Leute ihrer Nachbarländer herfallen ist mein Mitleid bezüglich eines schlingenden russisch Staatshaushaltes mehr als begrenzt. Und da offenbar Rohölexporte und Panzerkolonnen den Gesamtumfang russischen Warenangebots erschöpfend beschreiben (ok, nehmen wir die Sojus-Busfahrten für die ISS-Besatzungen noch dazu) hat sich seit Breschnew doch nix geändert.
Nun mögen die Speerspitzen pro-russischer Verstehertruppen in diesem Forum über mich herfallen...

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behr22 28.11.2014, 21:27
31.

Dieser zusätzliche Druck auf Russland kommt der USA nicht ungelegen, aber langfristig wird das auch dem heimischen Fracking schaden. Die Probleme in Russland sind aber hausgemacht. Die Wirtschaft beruht praktisch nur auf fossilen Rohstoffen. Somit gibt es nur ein Standbein und ist dementsprechend anfällig. Statt die Verantwortung nun mal bei sich selber zu suchen und gucken was man besser machen könnte wird stattdessen die ganze Schuld auf andere geschoben. Wie die russische Wirtschaft da steht sieht man schon daran, dass allein Apple mehr als die gesamte russische Börse wert ist

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sunrise560 28.11.2014, 21:29
32. Gut so!

das ist die Sprache, die Putin noch lernen wird! Da kann er noch so mit dem Säbel rasseln. "Kriege" - wenn man sie denn so nennen will - werden heute anders geführt. Intelligenter. Mich freut's an der Tankstelle! Ach ja - und noch etwas für diejenigen, die meinen, Russland könne das aushalten. Es gibt eine (Öl-)Preisschwelle, die bedeutet, dass jeder unter diesem Preis verkaufter Barrel Öl zu höherem Verlust führt. Überproportional. Und das tut richtig weh! Ich werde morgen wieder tanken....!

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schroesti 28.11.2014, 21:29
33. IS Dumping

Spon: Is wirft offenbar grosse Menge Rohöl zu Dumpingpreisen auf den Markt. Erstens ist das eine Vermutung, zweitens stellt sich die Frage: wie läuft die Produktion weiter nach Eroberung der Erdölfelder durch die IS, wer verschifft das Öl, an wen geht die Lieferung, wer bezahlt wieviel Geld auf welches Konto (was natürlich der IS gehören muss). Geht es nicht ein bisschen konkreter und besser recherchiert

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pauschaltourist 28.11.2014, 21:31
34.

Im Interesse der baltischen und weiteren osteuropäischen Staaten kann man nur hoffen, dass der sanktionsgebundene Druck sowie die sinkenden Erträge des einzig nennenswerten Russischen Exportgutes dazu führen, dass Putin zur Räson oder besser noch vom rationalen Teil der Russischen Bevölkerung, die sich durch einseitigen Konsum kremelgelenkter Propagandamedien beeinflussen ließen, politisch zur Strecke gebracht wird.

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Pfaffenwinkel 28.11.2014, 21:32
35. Was da für ein Spiel

gespielt wird und warum, wird die Öffentlichkeit mal wieder erst nach Jahren erfahren.

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Thorsten_Barcelona 28.11.2014, 21:32
36. Putins Wirtschaftspolitik hat versagt

Zitat von zenfire
Warum schadet der Preisverfall denn nur Russland und nicht auch den USA? Gerade das teure Fracking dürfte für die USA, die eh schon hoch verschuldet sind, die Notwendigkeit einer gewissen Gewinnspanne bei der Rohstoffförderung bedingen.
Der Grund ist, dass Russland nichts anderes als seine Rohstoffe hat. Gemessen an seiner Einwohnerzahl ist das BIP noch kleiner als das der Seychellen. Insbesondere hat Putin bei der Industrialisierung versagt. Da sind die chinesischen Machthaber wesentlich klüger und es macht Sinn, dass Putin sich ihnen als Juniorpartner anbiedert.

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sponposter 28.11.2014, 21:34
37. Russland stürzt ab

Ein wirtschaftlich abstürzendes Russland kann nicht in unserem Interesse sein. Das bedeutet erhebliche Verwerfungen in vielerlei Hinsicht. Aber ein Russland, das eine Bedrohung für seine Nachbarstaaten darstellt und mit Waffengewalt das Gebiet von Nachbarn annektiert, kann ebenso wenig unser Partner sein. Es ist ein schwieriger Kurs, den wir hier in Europa gegenüber Russland steuern müssen. Und es muss schon auch mal gesagt werden: Hätte die russische Führung rechtzeitig die Ruder herumgeworfen und die sprudelnden Öl- und Gaseinnahmen rechtzeitig genutzt, um die Wirtschaft zu reformieren und andere Wirtschaftszweige aufzubauen, wäre das Dilemma nicht so groß. Stattdessen wird in Sportveranstaltungen, das Militär samt der Annexion des Teils eines Nachbarlandes und einen schwelenden Krieg in der Ost-Ukraine sowie in enorm viel Propaganda (auch hier im Westen) investiert. Sehen so zukunftsweisende Investitionen aus? Zu einem tief greifenden Umbau gehört auch die Schaffung einer funktionierenden Zivilgesellschaft mit mehr echter Demokratie, mehr Rechtsstaat, weniger Korruption. Dazu gehört auch, endlich einmal die Zeit der Sowjetunion abzuhaken und anzuerkennen, dass sich die Bedeutung eines Landes schon längst nicht mehr an der Zahl der Panzer und den Quadratkilometern besetzten Gebietes bemisst. Wenn Russland diese Wende schaffen würde, dann wäre der Westen und westliche Investoren auch nicht mehr der Feind, und man könnte zusammen an einem friedlichen, wohlhabenden Russland arbeiten. Aber mit dieser Aufrüstung und dem Großmacht-Gehabe schafft sich das Land nur Feinde und setzt seinen Abwärtstrudel fort.

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quakiutel 28.11.2014, 21:36
38. Natürliche Schwankungen der Preise...

...die es immer mal wieder gibt. So wird in wenigen Jahren das Öl bedeutend teurer werden.
Natürlich nützt die momentane Entwicklung irgendwelchen Machtgruppen.

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lee-achim 28.11.2014, 21:36
39. Das ist doch nicht das Hauptproblem

Wie schon jemand anders schrieb, wiederholt sich die Geschichte. Die UdSSR ging pleite als in den 80ern die Saudis und andere den Oelpreis in den Keller fallen liessen durch immer hoehere Foerdermengen. Moeglich dass jetzt Aehnliches passieren wird. Aber das Hauptproblem, von dem mit dem fallenden Oelpreis abgelenkt wird, ist doch die Tatsache dass die verfuegbaren Mengen immer kleiner werden, es ist halt nur eine bestimmte Menge Oel insgesamt verfuegbar, von der wir m.E. schon mehr als die Haelfte gefoerdert haben, ein guter Teil des Rests wird gar nicht gefoerdert werden koennen da zu weit unten/zu teuer, etc. Das dauernde Hurrah-Geschreie der Amerikaner wegen Fracking ist unertraeglich, besonders wenn man bedenkt wie wahnsinnig umweltschaedlich es ist und wie schnell die Foerdermengen bei diesen Bohrloechern geringer werden. Aber die Menschheit gibt sich den damit zusammenhaengenden Versprechungen hin da sie nur das hoert was sie hoeren moechte, statt sich intensiv mit Alternativen auseinanderzusetzen.

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