Forum: Wirtschaft
Wegbrechende Einnahmen: Ölpreis-Verfall würgt Russlands Wirtschaft ab
REUTERS

Der Absturz des Ölpreises kostet Russland Milliarden und gefährdet die ambitionierten Pläne des Kreml. Moskauer Hardliner vermuten gar eine gezielte "Spezialoperation" der Amerikaner, um Russland zu schwächen.

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Ishibashi 28.11.2014, 23:27
70. Dazu braucht es keinen Mathematiker

"Wenn der Rubel gegen den US$ um 50% und Oel in US$ um 40% faellt, erhaelt Russland dann mehr oder weniger Rubel zur Deckung seines Staatshaushaltes, der in Rubel bezahlt wird?"
Die Antwort ist simpel: Es fehlt Russland in dem Beispiel genau 40% Devisen auf der Einnahmenseite und 50 % auf der Ausgabenseite. Die Bürger sind also doppelt bestraft. Für Innländische Produkte wäre es rein theoretisch ein Wettbewerbsvorteil aber Mangels Masse ist das Vernachlässigbar.

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tomparisdc 28.11.2014, 23:31
71.

mit den Russen und Putin habe ich ueberhaupt kein Mitleid. Dieses ganze Getue in Deutschland und die Unterstuetzung das dieser Faschist in Deutschland bekommt ist doch einfach erstaunlich. Mir wird's dabei uebel. Seine systematischen Verstosse gegen unterschiedliche Voelkergruppen sind ekelhaft.

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franz.urbanek 28.11.2014, 23:31
72. Großmannsucht....

Wer wie Putin Ambitionen als Weltmacht hat, aber nur ein BIP in Höhe von 2 Billionen Euro hat, was etwa 2/3 des deutschen entspricht, dem tun 80 Milliarden weniger Einnahme natürlich sehr weh. Jede Mrd last seinen Traum von der Weltmacht schrumpfen. Gut so!

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aufachse 28.11.2014, 23:39
73. Viel mehr Oel !

Hier in den USA ist noch viel, viel mehr Oel. Unter den Quellen, die jetzt im Moment angebohrt und ausgepumpt werden gibt es noch eine weitere Sedimentschicht. Und unter der verbetgen sich noch 10x mehr Oel ! Oel satt !!
Amerika braucht diese Einnahmen aber nicht, um die Wirtschaft aufrecht zu erhalten. Nein, im Gegenteil ! Die Wirtschaft wird boomen ! Ich habe mein Auto am Montag fuer $35 vollgetankt.
Viele andere Laender hingegen brauchen die Oel Einnahmen, da Sie zum grossen Teil den Staatshaushalt finanzieren.

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deviet 28.11.2014, 23:41
74. Der Grundfehler des Westens

Wer hat Russland wirklich schon einmal kennengelernt? Ich meine nicht den Urlaub mit Flugzeug hin und zurück. Wer wissen will, was Russland wirklich ist, sollte mit dem Zug fahren. Es ist eine Fahrt durch das Nichts. Aller paar Stunden mal ein Dorf mit Holzhäusern. Bei deren Anblick man sich hundert Jahre in die Vergangenheit versetzt fühlt.

Wer dieses Russland kennt weis, mit Sanktionen wird man dieses Land nicht brechen. Russland braucht einen Putin, um existieren zu können.
Eine Demokratie im westlichen Sinn würde mit Sicherheit in den großen Städten funktionieren. Auf dem Land, da wo Putin seine Wähler hat, weiß man damit nichts anzufangen. Dort geht manchmal noch zu, wie zu Sowjetzeiten. Sie wollen einen starken Mann, der für Ordnung sorgt. Wir mögen darüber lachen, wie sich Putin manchmal selbst zur Schau stellt. Dem einfachen Russen macht es stolz, wenn er einen starken Präsidenten sieht.
Gorbatschow ist mit seinen Demokratieversuch gestartet und ist grandios gescheitert.

Wollen wir wirklich mit Russland sprechen, müssen wir anerkennen, dass Russland eine Großmacht ist. Wir müssen anerkennen, dass eine Großmacht in Einfluss Sphären denkt. Was wir bei den USA als selbstverständlich ansehen, müssen wir auch Russland zugestehen.
Wir können nicht mit Russland auf Augenhöhe verhandeln. Der Westen ist dafür zu schwach.

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freiheitsk 28.11.2014, 23:47
75. Industrie

Zitat von georgia.k
sich zum Industriestaat zu entwickeln, ist unverständlich.
Russland ist seit 70 Jahren schon ein Industriestaat, nur wurde stets ins Militär investiert. Statt mit Hochleistungsmotoren Kampfjets oder Atom-Uboote zu betreiben könnte man diese genauso in der Bohrtechnik verwenden. Das hat Igor Setschin auch im Welt-Interview gemeint: Russland wird durch den fallenden Ölpreis nicht ärmer, es müssen nur diverse (Militär-)Projekte "verschoben" werden.

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deviet 28.11.2014, 23:58
76. Die europäische Friedensordnung

Russland gefährdet die europäische Friedensordnung, die nach Ende des Kalten Kriegs entstanden ist. Das wird Russland immer wieder vorgeworfen.

Wie sieht denn diese Friedensordnung aus?

Der Zerfall von Jugoslawien vollzog sich alles andere als friedlich. Entgegen jedes Völkerrechts überfiel der Westen Restjugoslawien und zerstörte dessen nationale Integrität.
Die europäische Friedensordnung war kein demokratischer Akt. Sie wurde im Bombenhagel auf Serbien geschmiedet.
Dabei wurden Russlands nationalen Interessen nicht beachtet. Im Gegenteil. Der Westen hat Russlands administrative Schwäche, den ewig besoffenen Jelzin, ausgenutzt, um Russland über den Tisch zu ziehen. Auch das ist ein Teil der europäischen Friedensordnung, die unsere Kanzlerin immer wieder beschwört.

Die Ordnung in Europa kann deshalb für Russland keine Friedensordnung sein.

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tommykochers_revenge 29.11.2014, 00:16
77. sollte einem das Angst machen??

Wer so an die Wand gedrängt wird neigt dazu etwas unüberlegtes zu tun... Russland befindet sich defakto in der Ukraine schon im Krieg... Es ist nur noch ein kleiner Schritt daraus einen grossen Krieg zu machen. Langsam geht es für die Russen ums überlebenden. Und das macht mir Angst!

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ulrich-lr. 29.11.2014, 00:21
78. Schadenfreude und Enttäuschung

Zitat von hatshepsut
Den Russen kann man gerade garnicht genug schaden. So kommt es halt wenn man Gebiete anderer Länder annektiert. Karma nennt sich das.
Gar nicht so einfach. Denn unsere amerikanischen Fracking-Freunde halten bekanntlich einen Ölpreis unter 72 USD nicht lange aus.
Einige OPEC-Experten rechnen damit, dass bereits nach 6 Monaten die US-Fracking-Branche in die Knie geht und nicht so schnell mehr aufsteht. Das ist das Ziel.

DARUM geht's!
DESHALB überschwemmt die OPEC den Markt.

Und Ende nächsten Jahres wären die Preis wieder oben.

PS. Ich persönlich meine ja, das es einen Tick länger dauert, die Fracker fertig zu machen. Aber es könnte klappen.

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freddygrant 29.11.2014, 00:36
79. Wenn dem so ist, ...

... dass diese Sanktions- und Manipulationspolitik der USA und der EU diese Schwächung der russischen
Wirtschaft herbeiführt, hat der Westen ja sein politisches
Ziel erreicht. Von globaler Friedenspolitik - die Grundlage
einer deutschen Außenpolitik sein sollte - kann man dabei aber keinesfalls sprechen ....

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