Forum: Wirtschaft
Wegen Brexit: EU-Firmen verlassen die Insel - britische Manager rechnen mit Jobverlus
AFP

Großbritannien verlässt 2019 die EU, viele Manager setzen aber schon heute Notfallpläne um. Für britische Bürger wird das wohl teuer: Die Firmen wollen die "lähmenden Brexit-Kosten" auf die Kunden abwälzen.

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lanzelot72 20.03.2018, 20:09
150. @schwester arno (148)

Auch nicht ganz korrekt, alle Staaten haben zwar jeweils eine Stimme, aber die Stimme eines deutschen Ministers ist grob gesagt das 10-fache wert, wie die eines österreichischen Ministers (Prinzip der qualifizierten Mehrheit). Und dieses Verfahren macht ja auch Sinn. Unser Stadtmusikant propagiert hier aber gerade, daß die Stimmen von Wählern in Nehmerländern (z.B. Berlin, Mecklenburg, etc.) bei Bundestagswahlen niedriger gewichtet werden sollten wie die der Geberländer wie z.B. Bayern oder Baden-Württemberg. Aber er wird sicher gleich mit der Behauptung um die Ecke kommen, daß das ja gar nicht vergleichbar sei.

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kuac 20.03.2018, 20:16
151.

Zitat von marcaurel1957
Das Handel Wohlstand schafft, wissen wir seit David Ricardos Forschungen....... Auch für die weniger entwickelten Länder ist Handel segensreich, auch wenn geringe Löhne bezahlt werden. Nur so haben diese Länder die Möglichkeit, sich mittel und langsfristig zu entwickeln. Wenn Sie Vietnam oder Bangla Desh die 3 Euro Jobs wegnehmen, bliebt nichts!
Nur wenn der Handel auf der gleichen Augenhöhe läuft, damit einer den anderen nicht über den Tisch ziehen kann.
Der Weizen kostet auf dem Weltmarkt ca 100€/Tonne billiger als die Produktionskosten der Deutschen Bauern. Wir exportieren dennoch unsere Weizen (Mehl) nach Afrika zum Weltmarktpreis. Die Bauern hier kassieren dann den fehlenden Betrag plus Gewinn als Subvention. Und so gehen die Bauern in Afrika pleite. Ähnlich läuft mit Hühnerfleisch und anderen Fertigfuttern, die wir nach Afrika exportieren.
Pervers ist, dass gleichzeitig die EU Getreidemühle als Entwicklungshilfe nach Afrika schickt, damit sie dort ihre eigene Getreide mahlen und verkaufen können. Alle diese Mühlen bleiben stehen, weil das so erzeugte einheimische Mehl mit dem billigen Mehl aus der EU nicht konkurrieren kann.
Wenn wir Textilien aus Bangladesch kaufen, das ist sicher gut für Bangladesch. Wenn die Menschen dort aber mit dem Geld von der EU subventionierte Produkte kaufen müssen, dann schaden wir den einheimischen Unternehmen erheblich.
So produzieren wir nur neue Flüchtlinge.

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theodtiger 20.03.2018, 20:21
152. Unverständnis

Zitat von stadtmusikant123
Wie edel und humanistisch die EU agiert kann man den deutschen Waffenlieferungen an die Türkei sehen. Nicht nur das diese Waffenlieferungen moralisch verwerflich sind, sie produzieren auch noch gerade die Flüchtlingswelle. Das spricht für sich und gegen diese heuchlerische EU-Verherrlichung.
Was soll denn dieser Unsinn?
Deutsche Waffenexporte werden von der Bundesregierung genehmigt - nicht von der EU (Kommission).
Die EU dafür verantwortlich zu machen, obwohl sie keinerlei Kompetenzen auf diesem Gebiet hat, ist völlig schräg. Soll das etwa EU Kompetenz werden? Sowas verblüfft umso mehr als der EU doch oft zu unrecht vorgeworfen wird, dass sie Dinge regeln will, die besser national geregelt werden können. EU Kritiker sind wohl gerne widersprüchlich, wenn es den eigenen Vorurteilen hilft.

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Herr_Jeh 20.03.2018, 20:39
153. "Lieferketten abreißen - oder unrentabel werden"

Das ist ganz normales Business. Steuervermeidungs-Strategien gehen irgendwann nicht mehr auf oder es finden sich anderswo Wege, um noch mehr Steuern zu sparen oder Subventionen abzugreifen. Also werden Lizenzen, Verwertungsrechte oder auch physisch greifbare Produkte anders herum im Kreis geschickt, bevor sie dem realen Wirtschaftskreislauf zugefügt werden. Da ohnehin nur Dumping-Steuern angefallen sind, verliert der britische Staat nur unwesentlich. Und die Manager, Bankster und Investoren werden weiter dort leben, wo es besonders hipp und angesagt ist. Und das wird trotz Brexit erst einmal GB bleiben.

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stadtmusikant123 21.03.2018, 07:11
154. xxx

Zitat von theodtiger
Was soll denn dieser Unsinn? Deutsche Waffenexporte werden von der Bundesregierung genehmigt - nicht von der EU (Kommission). Die EU dafür verantwortlich zu machen, obwohl sie keinerlei Kompetenzen auf diesem Gebiet hat, ist völlig schräg. Soll das etwa EU Kompetenz werden? Sowas verblüfft umso mehr als der EU doch oft zu unrecht vorgeworfen wird, dass sie Dinge regeln will, die besser national geregelt werden können. EU Kritiker sind wohl gerne widersprüchlich, wenn es den eigenen Vorurteilen hilft.
Ist schon komisch , da haben Sie Recht.

Auf der einen Seite wendet die EU Milliarden auf, um die Flüchtlingswelle einzudämmen.

Andererseits liefern EU-Mitglieder fleissig Waffen.

Ganz offensichtlich ist die Bananenkrümmung etwas zu bedeutend, so dass sich die EU da vehement drum kümmern muss.

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stadtmusikant123 21.03.2018, 07:14
155. xxx

Zitat von lanzelot72
Auch nicht ganz korrekt, alle Staaten haben zwar jeweils eine Stimme, aber die Stimme eines deutschen Ministers ist grob gesagt das 10-fache wert, wie die eines österreichischen Ministers (Prinzip der qualifizierten Mehrheit). Und dieses Verfahren macht ja auch Sinn. Unser Stadtmusikant propagiert hier aber gerade, daß die Stimmen von Wählern in Nehmerländern (z.B. Berlin, Mecklenburg, etc.) bei Bundestagswahlen niedriger gewichtet werden sollten wie die der Geberländer wie z.B. Bayern oder Baden-Württemberg. Aber er wird sicher gleich mit der Behauptung um die Ecke kommen, daß das ja gar nicht vergleichbar sei.
Dann rechnen Sie uns doch bitte mal die Sitzverteilung im EU-Parlament bezüglich der Wählerschaft von Zypern vor.

Vielleicht kommen Sie dann drauf.

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markus_wienken 21.03.2018, 07:59
156.

Zitat von stadtmusikant123
Ist schon komisch , da haben Sie Recht. Auf der einen Seite wendet die EU Milliarden auf, um die Flüchtlingswelle einzudämmen. Andererseits liefern......
Auch ohne Waffenlieferungen müsste sich die EU um die Flüchtlingsthematik kümmern, insofern:
Dann lieber noch etwas Geld verdienen.

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schwester arno 21.03.2018, 10:24
157.

Zitat von stadtmusikant123
Ist schon komisch , da haben Sie Recht. Auf der einen Seite wendet die EU Milliarden auf, um die Flüchtlingswelle einzudämmen. Andererseits liefern EU-Mitglieder fleissig Waffen. Ganz offensichtlich ist die Bananenkrümmung etwas zu bedeutend, so dass sich die EU da vehement drum kümmern muss.
Och Gottchen, um die Bananenkrümmung hat sich die EG niemals gekümmert, in der entsprechenden Verordnung ist und war die Bananenkrümmung nicht erwähnt. Das wird auch nicht wahrer, wenn man seine erlogenen Behautpungen durch polemische Worte, wie "zu bedeutend" oder "vehement" zu stützen versucht. Unglaublich, dass heutzutage immer noch jemand mit diesem alten Hut kommt, auch wenn mancher Stammtisch das immer noch zum Thema hat.

Ich nehme an Sie meinen die Verordnung zu den Gurken die in ähnlicher Form übrigens in Österreich schon bestand als sie noch gar nicht in der EG/EU war, aber das wissen Sie sicherlich auch nicht. Deren Abschaffung wurde übrigens von Mitgliedsstaaten und manchen Verbänden kritisiert, wissen Sie warum? Haben Sie schonmal die zollrechtlichen Regelungen der Schweiz über Fleischerzeugnisse den Würzstoffe beigefügt wurden gelesen? Sie sehen auch Länder ausserhalb der EU regeln Dinge, die ein ahnungsloser Kleingeist vielleicht nicht nachvollziehen kann.

Es scheint ja gerade so, dass Sie auch die Ansicht des "kleines Mannes" haben, sämtliche EU Mitarbeiter kümmern sich nur um ein Thema. Ist ziemlich naiv, scheint sich aber nachdrücklich zu halten-

Wenn die Mitgliedsstaaten der EU nicht Vollmacht geben über Waffenverkäufe Regelungen zu erstellen, gibt es sie nicht. So einfach ist das, ob Sie bei Ihrer Unkenntnis der Rechtslage nachvollziehen können oder nicht, ist komplett irrelevant

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schwester arno 21.03.2018, 10:36
158.

Zitat von stadtmusikant123
Dann rechnen Sie uns doch bitte mal die Sitzverteilung im EU-Parlament bezüglich der Wählerschaft von Zypern vor. Vielleicht kommen Sie dann drauf.
Dann rechnen Sie doch mal die Stimmen im Repräsentantenhaus für Wyoming mit den von Kalifornien hoch, oder vom Kanton Appenzell Innerrhoden mit dem Kanton Zürich im Schweizer Nationalrat (der Kanton Zürich demnach etwas weniger als 3 mal soviele Sitze haben, wie er hat).
Das kommt nunmal vor, wenn die Sitzverteilung nach Untereinheiten (Staaten, Länder, Kantone) festgelegt werden und das ist nicht nur im EU Parlament so.
Man gibt den kleinen Ländern (Lux, Mal, Est, Cyp) 6 Sitze, damit das Wahlergebnis dort auch einigermassen wiedergegeben werden kann, was bei 1 Sitz nicht wirklich geht. Niemand möchte aber ein Parlament mit 5000 Abgeordneten.
Man kann in einem Land mit einem 1 Sitz auch mit weniger als 50 % den Sitz erhalten, während alle anderen Wählerstimmen unter den Tisch fallen (so ist es zum Beispiel im Britischen Unterhaus).

Auch scheinen Sie der Ansicht zu sein, alle Abgeordneten eines Lands stimmen identisch, was natürlich Blödsinn ist, gerade bei den Abgeordneten des UK ist so, dass die SNP und Plaid Cymru Abgeordneten komplett anders gestimmt haben, in fast allen Abstimmungen wie UKIP. bei den Abgeordneten anderer Länder ist das auch nicht anders, daher gibt es auch die Fraktionen, das hat sich aber möglicherweise noch nicht bis zu Ihnen rumgesprochen.

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stadtmusikant123 21.03.2018, 11:08
159. xxx

Zitat von schwester arno
Dann rechnen Sie doch mal die Stimmen im Repräsentantenhaus für Wyoming mit den von Kalifornien hoch, oder vom Kanton Appenzell Innerrhoden mit dem Kanton Zürich im Schweizer Nationalrat (der Kanton Zürich demnach etwas weniger als 3 mal soviele Sitze haben, wie er hat). Das kommt nunmal vor, wenn die Sitzverteilung nach Untereinheiten (Staaten, Länder, Kantone) festgelegt werden und das ist nicht nur im EU Parlament so. Man gibt den kleinen Ländern (Lux, Mal, Est, Cyp) 6 Sitze, damit das Wahlergebnis dort auch einigermassen wiedergegeben werden kann, was bei 1 Sitz nicht wirklich geht. Niemand möchte aber ein Parlament mit 5000 Abgeordneten. Man kann in einem Land mit einem 1 Sitz auch mit weniger als 50 % den Sitz erhalten, während alle anderen Wählerstimmen unter den Tisch fallen (so ist es zum Beispiel im Britischen Unterhaus). Auch scheinen Sie der Ansicht zu sein, alle Abgeordneten eines Lands stimmen identisch, was natürlich Blödsinn ist, gerade bei den Abgeordneten des UK ist so, dass die SNP und Plaid Cymru Abgeordneten komplett anders gestimmt haben, in fast allen Abstimmungen wie UKIP. bei den Abgeordneten anderer Länder ist das auch nicht anders, daher gibt es auch die Fraktionen, das hat sich aber möglicherweise noch nicht bis zu Ihnen rumgesprochen.
Ich habe Ihnen schon mal gesagt, mich interessiert nicht wie Hans und Franz ihre ihre Sitzverteilung organisieren , sondern lediglich die Legitimation des EU-Parlamentes.

Wenn die EU in Richtung "EU-Finanzminister", "Politische Union" oder gar den "vereinigten Staaten von Europa" marschieren will, sollte schon eine demokratische Legitimation auf eindeutiger Basis vorhanden sein, und nicht eine Legitimation nach "selbstgebastelten" Vorstellungen des Ministerrates.

Wie wollen Sie denn in Zukunft Entscheidungen des Parlaments rechtfertigen? Heute schon werden Entscheidungen getroffen, die nicht mehr in nationalen Parlamenten besprochen und beschieden werden , die allerdings schon maßgeblich die Interessen des Einzelnen betreffen. Soll das dann in Zukunft verstärkt tatsächlich auf dieser selbstgerechten, selbstgebastelten Legitimation geschehen?

Der Entscheidungsmodus des Ministerrates war bis zur Einführung des Binnenmarktes noch ok. Danach allerdings schon nicht mehr.

Wenn Sie das so wollen fliegt Ihnen der Laden schneller um die Ohren als Sie gucken können. Die letzten Wahlergebnisse haben Ihnen offensichtlich noch nichts gesagt.

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