Forum: Wirtschaft
Wegwerfgesellschaft: Anteil der Einwegflaschen steigt weiter
Sebastian Kahnert/ zb/ DPA

Getränke in Mehrwegflaschen wären ein gutes Mittel gegen die deutschen Müllberge - wenn die Kundschaft sie denn kaufen würden. Vom angestrebten Ziel entfernen sich die Deutschen immer weiter. Bis auf eine Ausnahme.

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cohiba 18.09.2019, 10:28
30. Einweg aus Versehen...

Meiner Meinung nach liegt das Problem in den Einweg-Pfandflaschen. Viele Kunden wissen gar nicht, dass ihre Plasikflaschen, die sie in die Pfandautomaten der Supermärkte stopfen, direkt im Automaten zerschreddert werden. Viele denken "na ja, ich hab sie doch zurück gebracht, also ist es doch auch Mehrweg"...
Warum kann man nicht die "echten" Mehrweg-Kunstoffflaschen in den selben handlichen Sixpacks verkaufen wie die Einwegflaschen. Dann würde auch die Akzeptanz steigen. Das größte Kaufhemmnis für Mehrweg sind meiner Ansicht die Getränkekisten....
Einwegflaschen müssten zusätzlich zum Pfand mit einer Art Umweltabgabe z.B. von einem Euro versehen sein. Dann würde sich das Problem schnell erledigen.

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weusti 18.09.2019, 10:28
31. Verkehrte Daten

Die dargestellten Daten sind rein theoretisch und entsprechen nicht der Praxis. Mehrweg (MW)-PET Flaschen werden maximal 15x wiederverwendet, MW-Glas Flaschen maximal 25x. Ansonsten stellen sie eine Bruchgefahr an den Kontaktstellen (Glas) dar. Vorschlag: ALLE MW Flaschen mit 1? Pfand beaufschlagen, dann werden sich viele überlegen, sie einfach in den Müll zu werfen. Außerdem sind EW-PET Flaschen zu 100% recycelbar, und es können wieder EW-PET Dlaschen hergestellt werden.

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bstendig 18.09.2019, 10:33
32. Sie müssen das etwas differenzierter betrachten

Zitat von rambazamba1968
ich sehe es wie die Politik. Es gibt keine Alternative zum Einweg. Wasser gehört in Einwegplastik. Wo kommen wir denn hin, wenn wir glas benutzen würden. Dann müsste man ja die Flaschen beim nächsten Einkauf zurückbringen. Wahnsinn. Oder die Discounter (aldi, lidl) wird das anbieten müssen und ist kurz vor der Insolvenz. Nein, das können wir den Albrechtbrüdern nicht antun.
Für Mineralwässer ist die PET-Pfandflasche keine schlechte Lösung.

Warum? Nun, bei den Glasflaschen weiß man nie, was der Kudne da abgefüllt hat. Ob sie z.B. da reigepinkelt haben, bevor Sie die Flaschen zurückbringen. Oder Rattengit, Pflanzengift etc. darin angerührt haben.
Deshalb wird mit immensem Aufwand, mit extrem scharfen Chemikalien und heißem Wasser gereinigt. DAS ist auch nicht garade umweltfreundlich.
Dazu kommt noch das hoge Gewicht bei den Glasflaschen (Transport).
Eine Einwegverpackung OHNE Pfand gehört allerdings SOFORT verboten. Dann klappt das auch mit der Rückgabe problemlos. So ein Euro pro DOSE Pfand - verleiht Flügel:-)

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mmmc125387413442794 18.09.2019, 10:34
33. Welchen Einfluss hat Sodastream ?

wie haben sich denn die absoluten Zahlen entwickelt ? Wir selber und viele in meinem Bekanntenkreis kaufen gar keine Merhwegwasserflaschen mehr.
Hat das einen messbaren effekt ?

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fahrgast07 18.09.2019, 10:36
34. Lösung:

7% Mehrwertsteuer auf Mehrweg, 19% auf Einweg.

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august2019spiegel 18.09.2019, 10:40
35.

Zitat von chillervonnatur
Grade die Zahlen zur Entwicklung der Bierflaschen zeigen deutlich, dass hier nicht mangelndes Umweltbewusstsein, sondern ein Mangel im Geldbeutel das Problem ist. Gutes Bier, egal ob Hell, Export, Kölsch, Alt oder Weißbier gibt es nunmal nur in Glas.
Der normale Biertrinker will einfach nur was etwas zischt und „fröhlich“ macht. Und gerade wer viel trinkt, will einfach nur noch saufen und das natürlich so billig wie möglich.

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Schartin Mulz 18.09.2019, 10:40
36. Schon wieder

wird den Verbrauchern die Schuld zugewiesen.
Aber wenn Geränke in Einwegflaschen wesentlich billiger angeboten werden als Getränke in Mehrwegflaschen, muss man sich doch nicht wundern.

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vogel_hansi 18.09.2019, 10:40
37.

Zitat von peter_rot
Es gibt inzwischen Studien die belegen, dass die PET Einwegflasche umweltfreundlicher ist als die Mehrwegflaschen aus Glas und Kunststoff.
Gilt das nicht eher für PET *Mehrweg*-Flaschen als PET *Einweg*? Siehe z.B. https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/ressourcenschonung/einzelhandel-und-umwelt/mehrweg/nabumehrwegguide.html

Hansi

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b1964 18.09.2019, 10:42
38. Widerspruch!

Zitat von peter_rot
Es gibt inzwischen Studien die belegen, dass die PET Einwegflasche umweltfreundlicher ist als die Mehrwegflaschen aus Glas und Kunststoff. Durch den hohen Pfand kommt es zu einem Rücklauft von nahezu 100 %. Das PET wird recyclet und für neue Einwegflaschen oder für Flaschen im Bereich Haushaltsreiniger verwendet. Der Energieaufwand ist deutlich geringer bei Glasflaschen. Man sollte lediglich die Pfandpflicht auf alle Getränke in PET Flaschen ausweiten, also auch auf Säfte etc. Gegenwärtig sieht man die Probleme des Glasmehrwegsystems besonders bei Bierflaschen und Kästen.
PET-Flaschen haben grundsätzliche gesundheitliche und hygienische Nachteile. Die Weichmacher können von den Getränken herausgelöst werden (insbesondere bei säurehaltigen Getränken inkl. Kohlensäure). Während z.B. Mineralwasser in der Mehrwegflasche des deutschen Brunnen bei fachgerechter Lagerung (kühl und dunkel) quasi unbegrenzt haltbar ist, ist es in PET-Flaschen grds. auf 6 Monate begrenzt.
Das Thema Mehrweg ist komplex. Hier muss man in die Zeit der Kohlregierung (Umweltminister Töpfer) zurückgehen. Das Marketing verlangte für jedes Produkt individuelle und optisch "hochwertige" Verpackungen. Dann kann ich das gleiche Wasser/Bier für den deutlich höheren Preis verkaufen. Nachteil war, dass dann die Rücklaufsysteme derart divers wurden, dass die Rücklaufquoten sanken. Mehrweg landete schlicht im Müll. Da war die Einwegverpackung "günstiger". Zudem wurde die billigere PET-Flasche beworben, weil sie leichter ist (und auf die Transportkästen zugunsten der Folie verzichtet). Das "Leichter"-Argument zog natürlich beim Verbraucher. Austrinken und ab in den Müll.
Die Verpackungsverordnung von Töpfer (auf Wunsch der Industrie zur Vermeidung von Ordungsreglen geschaffen) ging von versprochenen Quoten aus, die sofort unterschritten wurden. Töpfer ließ einmal mit erniedrigten Quoten nachbessern. Der neue Umweltminister Tritin hingegen, ließ sich bei erneutem Unterschreiten nicht darauf ein, so dass das "Dosenpfand" als gesetzliche Folge der Töpfer-Regelung in Kraft trat.
Die Industrie juckt das alles gar nicht. Marketing rules the world. Ich gehörde zu den Exoten, die sich mit dem Produkt und der Gesundheit beschäftigen. Deshalb (!) kaufe ich noch immer die Getränke in Glasflaschen und als Mehrweg. Die meisten Menschen sind einfach nur bequem. Würden wir die Mehrwegsysteme wie in den 80er Jahren mit weitgehend Einheitsflaschen gestalten, wäre das ökologisch weit günstiger. Dazu müssten aber die Marketing-Leute erst mal entlassen werden!

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jemand_schreibt 18.09.2019, 10:43
39.

Die Discounter setzten auf Einweg, damit sie keinen Platz für die Lagerung der leeren Flaschen bereitstellen müssen. Einweg einfach verbieten und gut ist.

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