Forum: Wirtschaft
Weihnachtskonsum: Ein Drittel der Deutschen kauft Geschenke vor allem online
Daniel Bockwoldt/ DPA

Die Adventszeit ist angebrochen, die Deutschen gehen wieder auf Geschenkejagd für Weihnachten. Eine SPIEGEL-Umfrage zeigt: Sie wollen dabei Geld ausgeben - und das zunehmend im Internet.

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Metternich 02.12.2019, 12:57
1. Internetkäufe

Weihnachten. Onlinehandel-Irrsinn: Verstopfte Straßen, Nachbarn müssen annehmen, Boten am körperlichen Limit (bei miesem Lohn), Verödung der Innenstädte, Verpackungsmüll-Lawine, 30% Retouren(!). Einkaufen in der Stadt hat auch mit Kultur zu tun, mit Sinnlichkeit. Ich plädiere für eine Steuer auf den Internet-Handel, die so hoch ist, dass wieder deutlich mehr "analog" gekauft wird. Alle reden vom Verkehrskollaps und von Emissionen. Also Politik: macht was!

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HeutenurfürStammgäste 02.12.2019, 12:59
2. Nichts als heiße Luft

All das Gerede vom Klimawandel, F4f, Klimanotstand ff. Wenn es darauf ankommt sind Deutschen nichts als Maulhelden. Umweltbilanz durch Online-Handel - ist denen doch egal. Hauptsache bequem. Das Fressen ging noch immer über die Moral.

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qualidax 02.12.2019, 13:05
3. Da kann man die lokalen "Fachhändler" bedauern, wie man will ...

... der Trend wird sich nicht mehr umkehren. Alleine die Artikel-Vielfalt und die Preise sind online fast immer unschlagbar. Natürlich gibts auch Nepp und Betrig, aber den haben nicht erst die Online-Händler erfunden.

Ich bin z.B. sehr technik-affin, Freund von sog. "Gadgets" und gehe oft mal einfach so zu Mediamarkt oder Saturn bummeln. Aber jedesmal bestätigt sich meine Ansicht: Keinerlei "Wow"-Artikel, nur langweilige Standard-Stangen-Ware, von den Preisen garnicht erst zu reden.

LG-Kurzdistanzbeamer? Yamaha Netzwerk-Receiver? Letzters ja, aber nur 2 Modelle, nicht das gewünschte ... usw.

Beispiel 1: Ich hatte spontan die Idee, ein Basecap mit NASA-Logo haben zu wollen. Karstadt, Esprit, New Yorker? Fehlanzeige. Bei Amazon aus dutzenden Varianten in Sekunden gewählt, wird morgen geliefert.

Beispiel 2: Aufgrund eines gesehenen Filmes kam in der Diskussion mit Freunden spontan die Idee auf, man müsste mal den Whisky Vat69 testen. Kaufland, REWE, Karstadt? Fehlanzeige, online in 1 Minute gefunden und bestellt.

So ließe sich das endlos fortsetzen.

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sonnemond 02.12.2019, 13:06
4. Ein Desaster

Online-Handel verbraucht enorm viel CO2, enorm viel Verpackungen, zerstört den Einzelhandel und die Innenstädte, degradiert die Arbeiter zu Sklaven. Geiz ist, Bequemlichkeit und Gier, soviel Unbewusstheit ist unerträglich. VWL- und ökomäßig ein Desaster.

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grabenkaempfer 02.12.2019, 13:07
5.

Zitat von Metternich
Weihnachten. Onlinehandel-Irrsinn: Verstopfte Straßen, Nachbarn müssen annehmen, Boten am körperlichen Limit (bei miesem Lohn), Verödung der Innenstädte, Verpackungsmüll-Lawine, 30% Retouren(!). Einkaufen in der Stadt hat auch mit Kultur zu tun, mit Sinnlichkeit. Ich plädiere für eine Steuer auf den Internet-Handel, die so hoch ist, dass wieder deutlich mehr "analog" gekauft wird. Alle reden vom Verkehrskollaps und von Emissionen. Also Politik: macht was!
Onlinehandel und verstopfte Straßen und dann sollen noch mehr in die Städte fahren? Ich lach mich schief. Ich fahre freiwillig in keine Innenstadt mehr und sorge damit dafür das mehr Platz auf den Straßen ist. DHL liefert mir fast alles an eine Packstation die auf dem Arbeitsweg liegt und wo es 2 Supermärkte direkt zusammen gibt.

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Nordstadtbewohner 02.12.2019, 13:07
6. Das Einkaufsverhalten ändert sich

und das ist auch gut so. Ich kaufe gerne online, denn das bedeutet für mich, dass ich jederzeit (zum Beispiel nachts nach der Arbeit) für meine Mitmenschen Geschenke erwerben kann. Sehr nützlich sind vor allem die Bewertungen anderer Käufer, die 100 Mal mehr wert sind als die Beratung im Innenstadtgeschäft. Dazu kommt, dass man beim Online-Kauf nicht belästigt wird wie zum Beispiel von geschwätzigen Personen, die an der Kasse alles aufhalten. In die Stadt geht es dann nur noch zum Bummel auf dem Weihnachtsmarkt. Ich denke auch, dass Onlineeinkäufe die Zukunft des Einkaufs sind.

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so-long 02.12.2019, 13:11
7. Den Verpackungsmüll

Zitat von HeutenurfürStammgäste
All das Gerede vom Klimawandel, F4f, Klimanotstand ff. Wenn es darauf ankommt sind Deutschen nichts als Maulhelden. Umweltbilanz durch Online-Handel - ist denen doch egal. Hauptsache bequem. Das Fressen ging noch immer über die Moral.
gibt es gratis hinzu. Und die Rücksendeaktionen.

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aausmade 02.12.2019, 13:12
8. in unserer

Familie sind wir noch verrückter, wir schenken uns nichts mehr ;). Aber nun zum Thema: alle die vom Untergang der Kultur und des Abendlandes schwadronieren: mittlerweile hat selbst der stationäre Handel nur begrenzte Auswahl. Man hört immer wieder: bestellen wir Ihnen gerne.....mit dem Ergebnis: man bewegt sich wieder in die Stadt, man braucht auch zwei Tage bis man die Sachen hat und der Händler bestellt das auch Online (im besten Fall im eigenen Lager). Da kann ich einen Großteil der Menschen verstehen die sich die Sachen gleich direkt nach Hause bestellen. In diesem Sinne: schönes Fest

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im_ernst_56 02.12.2019, 13:15
9. Fazit

Das hört sich nicht gerade danach an, dass die Diskussion um den Klimawandel sich bei der übergroßen Mehrheit der Deutschen auf das Konsumverhalten ausgewirkt hat. Und dass die Geschenke vor allem im Internet bestellt werden sollen zeigt, dass nicht mal ein Bewusstsein für klimaschädliches Verhalten vorhanden ist. Wahrscheinlich helfen tatsächlich nur rigide Zwangsmaßnahmen wie ein persönliches CO2-Budget.....

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