Forum: Wirtschaft
Weltkonjunktur: Wenn Wirtschaft so einfach wie Fußball wäre

Verglichen mit der Weltkonjunktur ist eine Fußball-WM eine simple Angelegenheit. In einem so chaotischen System wie dem globalisierten Kapitalismus gibt es nur eine Sicherheit: Bereits kleine Ereignisse können das Gesamtsystem ins Wanken bringen.

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Dirk Ahlbrecht 15.07.2014, 15:32
50.

Zitat von tomxxx
Tja... beim Patentamt müssen sich die Prüfer immer wieder mit neuen Erfindungen zum Perpetuum Mobile rumschlagen. Leider verstehen anscheinend nur Naturwissenschaftler und Ingenieure Erhaltungssätze (und s.o., auch nicht alle!) Bei den Geisteswissenschaften (inklusive Wirtschaft) gibt es dazu kein Verständnis, kein Modell. Darum kann man da auch beliebig über die Grenzen des ....
Darauf muss man erst einmal kommen, tomxxx. Da verhält sich ein Marktteilnehmer, im diesen Fall der Staat, gegen jede ökonomische Gesetzmäßigkeit, weil er es a) kann und weil er b) ein politisches Projekt mit Namen Euro verfolgen will; und diese Umstände zu den aktuellen Krisen führen.

Aber statt nun diesen dafür Verantwortlichen beim Namen zu nennen, sollen sich die Wirtschaftswissenschaften neu erfinden. Ich kann natürlich auch mit 100 km/h und ohne angelegten Sicherheitsgurt gegen einen Baum fahren. Und, sofern ich diesen Crash überleben sollte, die Autoindustrie für deren schlechte Produkte verantwortlich machen.

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curiosus_ 15.07.2014, 15:51
51. Komisch,

Zitat von Dirk Ahlbrecht
Darauf muss man erst einmal kommen, tomxxx. Da verhält sich ein Marktteilnehmer, im diesen Fall der Staat, gegen jede ökonomische Gesetzmäßigkeit, weil er es a) kann und weil er b) ein politisches Projekt mit Namen Euro verfolgen will; und diese Umstände zu den aktuellen Krisen führen. Aber statt nun diesen dafür Verantwortlichen beim Namen zu nennen, sollen sich die Wirtschaftswissenschaften neu erfinden. Ich kann natürlich auch mit 100 km/h und ohne angelegten Sicherheitsgurt gegen einen Baum fahren. Und, sofern ich diesen Crash überleben sollte, die Autoindustrie für deren schlechte Produkte verantwortlich machen.
warum habe ich zu Zeiten der €-Einführungs-Diskussion nichts von einen gemeinsamen Aufruf unseren Ökonomen zum Thema "verhält sich .... gegen jede ökonomische Gesetzmäßigkeit" mitbekommen? Selbst von den „Top“-Ökonomen war solches nicht zu vernehmen.

Dagegen werden Autos regelmäßig gecrasht um die Grenzen aufzuzeigen. Wo war damals der Ökonomen-Crashtest?

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Dirk Ahlbrecht 15.07.2014, 16:48
52.

Zitat von curiosus_
warum habe ich zu Zeiten der €-Einführungs-Diskussion nichts von einen gemeinsamen Aufruf unseren Ökonomen zum Thema "verhält sich .... gegen jede ökonomische Gesetzmäßigkeit" mitbekommen? Selbst von den „Top“-Ökonomen war solches nicht zu vernehmen. Dagegen werden Autos regelmäßig gecrasht um die Grenzen aufzuzeigen. Wo war damals der Ökonomen-Crashtest?
Rufen Sie bei Youtube, curiosus, einmal Videos mit Helmut Kohl als verantwortlichem Bundeskanzler auf, in denen dieser vor dem deutschen Bundestag bezgl. der Zustimmung zum Euro gesprochen hat. Was dort für Argumente kamen, welche Begründungen dort für die Einführung des Euro herangezogen wurden.

Es ist keine Frage, daß die Ökonomie viel lauter und energischer gegen diesen Unsinn hätte vorgehen müssen, keine Frage. Doch mit welcher politischen Legitimation hätte sie dies tun sollen? Die Ökonomie hat keine diesbezügliche Einflussmöglichkeit.

Wie gesagt: Hätten wir unabhängige Institutionen beispielsweise in Währungsfragen, der Euro wäre nicht gekommen. Am deutschen Volk wäre er im Übrigen auch gescheitert, das ja mehrheitlich dagegen war.

Kohl ließ sich ja auch nach der Euro-Einführung mit dem Satz "Bei der Euro-Einführung war ich ein Diktator!" vernehmen.

Darüber hinaus, es ging in der Diskussion nicht darum, wer wann was nicht verhindert hat. Dies ist eine berechtigte Diskussion, keine Frage. Jedoch ging es gerade noch darum, daß nunmehr gleich das gesamte westliche Wirtschaftssystem in Frage gestellt wird bzw. deren theoretische Grundlagen.

Und dies ist in meinen Augen absolut nicht notwendig. Vorläufig reicht es wohl vor allem erst einmal aus den Staat an die Kette zu legen. Und dies ist Aufgabe einer Bürgergesellschaft.

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micromiller 15.07.2014, 16:53
53. wirtschaft sind arbeitende und produzierenden, investoren und spekulanten

arbeitende und investoren sind die grundlage unseres fortschritts und wohlstands. spekulanten sind spieler, die mit dem erarbeiteten direkt oder indirekt in einer casione landschaft spielen, ihr handeln basiert auf geruechten, hoffnungen und bewussten vernichten von werten und den menschen, die diese geschaffen haben. es ist an der zeit, dass die vereinten nationen weltweit das parasitaere spielen mit unserer wirtschaftlichen gegenwart und zukunft aechten.

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bugs bunny 15.07.2014, 17:47
54. Fussballerweisheit

Wie sagte schon Poldi:
Fußball ist wie Schach - nur ohne Würfel.

Frei nach Poldi:
Volkswirtschaftslehre ist wie würfeln!

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hjoburg 16.07.2014, 15:41
55. Stabilität sehr dürftig erklärt?

Zitat von sysop
Verglichen mit der Weltkonjunktur ist eine Fußball-WM eine simple Angelegenheit. In einem so chaotischen System wie dem globalisierten Kapitalismus gibt es nur eine Sicherheit: Bereits kleine Ereignisse können das Gesamtsystem ins Wanken bringen.
Das Ende der “Stabilität” so dürftig zu erklären, schränkt Münchaus abschließende Ausführungen etwas ein. Man mag darüber streiten, ob Afrikas oder Lateinamerikas wirtschaftliche Aktivitäten in den 80ern bedeutend waren.

Auf jeden Fall war das globale Kapital in die damaligen Schuldenkrise dieser Kontinente voll involviert – inklusive der schädlichen Rezeptur vonWeltbank und IWF. Und natürlich geht es nicht einfach um die Globalisierung der Finanzmärkte, sondern vor allem um die Deregulierung des Finanzsektors in den USA und Europa.

Ansonsten d’accord: “Der einzige Akteur, der in einem solchem Umfeld noch Kapazitäten hat, ist der Staat. Da sich im Euroraum die Staaten mit Schuldenbremsen und Fiskalpakten selbst begrenzen, ist es kein Wunder, dass die Erholung schwach ist. Quelle NDS

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