Forum: Wirtschaft
Weltweite Studie "Global Wealth Report 2018": Die Geldvermögen sinken, die Schulden s
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Die Welt wird ärmer, zumindest ein bisschen: Laut einer neuen Studie schrumpften die weltweiten Privatvermögen im vergangenen Jahr erstmals seit der Finanzkrise. Zugleich wachsen die Schulden immer weiter.

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echtermünchner 18.09.2019, 11:12
1. Kaufkraft, Vermögen

Warum hat Deutschland nach Belgien die zweithöchste Steuerbelastung Europas?

Vergleichen sie mal die Kaufkraft pro Kopf, das Vermögen pro Kopf und die Eigenheimquote mit anderen Ländern.

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Tom77 18.09.2019, 11:14
2. Von der Politik so gewünscht

Durch Nullzinsen kann kaum noch jemand vorsorgen und Vermögen anhäufen. Diejenigen, die ohne Probleme in Aktien investieren können, sind die Reichen, die eben immer reicher werden. Der kleine Sparer überlegt es sich eben zweimal, ob er in Aktien investiert und dann ggf. genau zu dem Zeitpunkt, wenn er sein Geld braucht, in einem Abschwung gefangen ist. Es ist schön, wenn die Kurse hochgehen, aber wenn dann zum Renteneintritt dummerweise gerade eine globale Wirtschaftskrise zuschlägt, kann Geld, das über 10 Jahre angespart wurde, auch schnell wieder bei Null Rendite sein. Reiche Leute können sich Vermögensverwalter leisten, die ständig umschichten und den Markt im Blick halten. Die billigen Kreditzinsen führen zudem dazu, dass sich viele Menschen verschulden, um z.B. Immobilien zu kaufen - und das, obwohl die Immobilienpreise aktuell einfach wahnwitzig hoch sind. Eine Immobilienblase sondergleichen. Und dann kommt eben beides zusammen: Keine Rücklagen im Alter und Kreditschulden. Wenn dann der Job weg ist oder die Wirtschaft den Bach runter geht, stehen solche Menschen schnell mit einem Fuß in der Privatinsolvenz. Die Politik feuert derzeit nur kurzfristiges Wirtschaftswachstum und Konsum an. Nachhaltig ist das aber auf keinen Fall.

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phantomias3782 18.09.2019, 11:15
3. Wechselnde Wahrnehmung

Ich bin ja gespannt ob das von "linken / eher linken" Bevölkerungsgruuppen auch wahrgenommen wird. Während einem Aufschwung, bei dem Aktienkurse steigen wird lamentiert die Reichen verdienen ohne etwas zu tun. Das Risiko, dass die Kurse auch wieder sinken wird ausgeblendet. Bei einem Abschwung, bzw. 2018 auch ohne sinken die Kurse auch wieder. Dies zeigt auch darauf, dass die Reichen das Geld nicht bar haben. Dann würde der Geld mindestens gleich bleiben. Die meisten Reichen beziehen ihren Reichtum aus der Beteiligung an einem Unternehmen.
Jetzt wird (kann) sich die "Schere" auch wieder etwas schließen, falls wir in einen saftigen Abschwung geraten. Ob das aber im Sinne der Bevölkerung ist, ist mMn zweifelhaft.

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Cannonier 18.09.2019, 11:15
4. Wie wäre es mit einer Steuer auf Schulden?

Das funktioniert ja im Prinzip so ähnlich wie die Strafzahlungen die die EU Mitgliedsländern aufbrummt die ihre Defizitziele nicht erreichen und Konten überziehen :)

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currywurst_hans 18.09.2019, 11:22
5. Na dann mal weiter so!

Zitat:"Gravierend verändert hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten aber die regionale Zusammensetzung der Schichten: So nahm der Anteil der Asiaten an der globalen Mittelschicht um 20 Prozent zu, während der Anteil der westlichen Bevölkerung, also Nordamerikanern, Westeuropäern und Japanern, um denselben Wert zurückging." ----- O-Ton Merkel: "Deutschland geht es gut. Das ist ein Grund zur Freude"

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exilator_ 18.09.2019, 11:24
6.

Die Gründe, warum das so ist, sind hier etwas dümmlich beschrieben. Schulden sind ja das Vermögen der Anderen, wenn also die Schulden steigen, dann wächst das Vermögen der Anderen. Geld wird ja nicht einfach so verbrannt.
Der ganze Report und die Schlussfolgerungen hieraus scheint mir etwas minderbegabt.

exilator

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Hoberg 18.09.2019, 11:25
7. Der Staat als Dieb

keine 30% Vermögen in D im Verhältnis zu dem Amis. Ein Skandal und dann wird hier noch über Vermögenssteuer diskutiert . Auch hat SPON mal wieder falsch zitiert : das Vermögen Amerika liegt sicher höher als die „unfassbaren“ 1800Mrd. Kleines Karo . Ganz kleines . Tja, da weiß man dann warum man bei 4.600 netto schon als reich gilt .. Mann o Mann..

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Egonolsen 18.09.2019, 11:28
8.

Zitat von Tom77
Durch Nullzinsen kann kaum noch jemand vorsorgen und Vermögen anhäufen. Diejenigen, die ohne Probleme in Aktien investieren können, sind die Reichen, die eben immer reicher werden. Der kleine Sparer überlegt es sich eben zweimal, ob er in Aktien investiert und dann ggf. genau zu dem Zeitpunkt, wenn er sein Geld braucht, in einem Abschwung gefangen ist. Es ist schön, wenn die Kurse hochgehen, aber wenn dann zum Renteneintritt dummerweise gerade eine globale Wirtschaftskrise zuschlägt, kann Geld, das über 10 Jahre angespart wurde, auch schnell wieder bei Null Rendite sein. Reiche Leute können sich Vermögensverwalter leisten, die ständig umschichten und den Markt im Blick halten. Die billigen Kreditzinsen führen zudem dazu, dass sich viele Menschen verschulden, um z.B. Immobilien zu kaufen - und das, obwohl die Immobilienpreise aktuell einfach wahnwitzig hoch sind. Eine Immobilienblase sondergleichen. Und dann kommt eben beides zusammen: Keine Rücklagen im Alter und Kreditschulden. Wenn dann der Job weg ist oder die Wirtschaft den Bach runter geht, stehen solche Menschen schnell mit einem Fuß in der Privatinsolvenz. Die Politik feuert derzeit nur kurzfristiges Wirtschaftswachstum und Konsum an. Nachhaltig ist das aber auf keinen Fall.
... es ist kein Privileg der reichen in Aktien zu investieren. Das kann jeder auch mit kleinen Beträgen. genauer er sollte es sogar. Und wenn man hin und wieder einen Blick in sein Depot wirft, dann verkauft man eben, wenn es gefühlt abwärts geht. Ich spare seit über 20Jahren in Aktien mit kleinen Beträgen und habe sicher schon 2x alles verkauft. Eine Kriese am Aktienmarkt hat mich aber eher zum kaufen animiert. Und gelohnt hat sich das mehr als meinem Tagesgeld beim Schimmeln zuzusehen. Wer sein Geld aber gerne anstarrt sollte weiter alles unters Kopfkissen stecken.

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doitwithsed 18.09.2019, 11:28
9.

Wie immer wertlos, wenn die Methodik nicht klar ist. Sind in Deutschland Renten- und Pensionsansprüche eingerechnet oder nicht?

Natürlich ist in einem Land, in dem die Altervorsorge überwiegend privat organisiert ist und die dafür angesparten Rücklagen auch kapitalisierbar sind, das Individualvermögen höher, als in einem Land, wo dieselben Beträge nur in Form von Ansprüchen an die staatliche Altersvorsorge existieren und eben nicht kapitalisierbar sind.

Beispiel: Ein deutscher Rentner hat einen Anspruch auf Rente, die monatlich bis zum Lebensende gezahlt wird und erhält bis dahin in Summe rund 240.000 Euro. Ein Rentner anderswo hat keine Rentenansprüche, aber 240.000 Euro Vermögen zur Alterssicherung. Der deutsche Rentner ist, wenn er nichts anderes besitzt, vermögenslos, der andere besitzt ein Vermögen von mindestens 240.000 Euro. Dennoch sind beide gleich wohlhabend.

Erst wenn diese Gewichtungen rechnerisch ausgeglichen werden, ist ein objektiver Vergleich möglich.

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