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Weltwirtschaft: IWF-Chefin Lagarde warnt vor Großer Depression

Steht die Welt vor einer Rückkehr zu Protektionismus, Isolation und wirtschaftlichem Rückzug? Vor dieser Gefahr warnt jetzt die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, in einem eindringichen Appell. Sie vergleicht die Lage bereits*mit der Großen Depression vor dem Zweiten Weltkrieg.

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Maun 16.12.2011, 23:18
180. Propagandasprüche können sie sich sparen

Zitat von 2wwk
WolgangO, das Problem ist fehlendes Wachstum. Nur durch "Wachstum" kommen wir voran. Deutschland konnte nur durch Wachstum erreichen was wir erreicht haben. Wahnsinn ist der Traum von einem sozialen friedlichen Leben "ohne" Wachstum! Hat noch nie funktioniert! Was wuerde wohl aus der Welt ohne Wachstum werden, es schliesst schliesslich neues Lernen ein ... auch Wissen muss wachsen!
Diese olle Schallplatte kennen wir zur genüge !! Was haben wir denn "erreicht" ? Daß sich die reichen noch ein paar blechkisten, gärtner und dienstmägde mehr leisten können ? Woher wollen sie überhaupt wissen, daß ein leben ohne wachstum "noch nie funktioniert" hat ? wir werden ohnehin kein wachstum haben - in den ganzen nächsten Jahrzehnten vermutlich nicht. Dann werden sie sehen daß weder das wissen schrumpft noch die welt untergeht.

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dunnhaupt 17.12.2011, 04:26
181. Krisensichere Jobs bei der EZB

Zitat von ludovicosettembrini
Am Ende wird sich die EZB selbst retten müssen. Das wird nicht zu ihrem Nachteil sein. Wenn sie es geschickt macht, kann sie dabei zur mächtigsten Institution Europas werden.
Die EZB braucht sich nie zu retten, denn sie kann ja überhaupt nie bankrott gehen, weil sie eine Druckpresse hat. Und sie ist sowieso schon die mächtigste Finanzinstitution in Euroland.

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BkyThatcher 17.12.2011, 12:31
182. Beachtung der Privatsphäre

Zitat von donnerfalke
Eine Bilderbergerin will uns vor dem wirtschaftlichen Rückzug warnen will obwohl viele Menschen die Diktatur der Wirtschaft satt haben. Wie putzig ist das denn? Erinnert mich an Warnungen der großen Funktionäre der kommunistischen Partei.
Ich warne schon seit 50 Jahren vor der Großen Depression nach dem Motto: Wir haben die Große Depression aber keinen kümmert das. Jeder Mensch hat ein Recht auf die Große Depression und damit hat auch die Welt ein Recht darauf. Normalerweise begeben sich Menschen bei der Großen Depression in psychotherapeutische Behandlung, um von ihrem Leiden erlöst zu werden. Aber wenn das Leiden erst die Große Freude ist, wenn gut schlecht und schlecht gut ist, dann ist auch an der Großen Depression etwas Positives. Also Frau Lagarde, erklären sie einmal der Welt was positiv an der Großen Depression ist und unken sie nicht die Katastrophe herbei. Wer Tschernobyl und Fukushima überlebt hat und die Klimaerwärmung überleben wird, der trinkt sicherlich gern ein Gläschen Wodka auf die kommende Große Depression und lallt dann etwas von Griechenland und wie die mit der Großen Butterlieferung an Norwegen sich mit einem Schlag von den Schulden befreit haben. Also Frau Lagarde. Sie kommen doch aus dem Land mit dem Guten Essen - Nationales Kulturerbe - und den Guten Wein. Das verpflichtet meines Erachtens zu mehr Freude und nicht zu den düsternen Bildern, die sie gerade malen. Frau Lagarde, mir grünt's vor dir!

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silverhair 17.12.2011, 13:27
183. Nicht ganz so mächtig

Zitat von dunnhaupt
Die EZB braucht sich nie zu retten, denn sie kann ja überhaupt nie bankrott gehen, weil sie eine Druckpresse hat. Und sie ist sowieso schon die mächtigste Finanzinstitution in Euroland.
Das erste stimmt - die EZB kann nicht bankrott gehen, weil sie das Recht hat beliebig viel Zentralbankgeld zu erzeugen wie zur Aufrechterhaltung der Wirtschaft notwendig ist - das zweite allerdings nicht!

Die EZB ist keine Institution - sie ist - letztlich wie die FED nur ein gemeinsames Verwaltungsorgan der EU-Notenbanken - und ihre Ausstattung (Bilanz) umfaßt normal 140 Mrd. Euro, inzwischen wohl um die 300 Mrd. Euro ..
Da sie aber keinen direkten Zugang zum Geldmarkt hat ist die "Mächtigkeit der deutschen Bank mit ihrer 2 Billionen Bilanz" weitaus grösser!

Desweiteren ist durch das Banken-Buch-Geld - was zwar keinerlei gesetzliche Sicherung hat - und in dann doch dubioser Art über die Mindestreserve noch nicht mal gedeckt ist inzwischen ein Wirtschaftsfaktor gegen den die EZB nur noch schwache Mittel hat!

Genau das ist einer der Gründe dafür warum die Aktivitäten der EZB in der Praxis immer weniger Wirkungen zeigten - der verlust der Kontrolle über das Geldwesen durch fast verschwinden von Bargeld und Ersatz durch das "Leer-Verkaufs-Gut der Banken = Buchgeld" hat die Mächtigkeit gewaltig eingedampft!

Und genau das hat wiederum auch das Wettern der banken gegen die EZB und die Anleihenkäufe als Ursache. Kauft die EZB - dann werden vor allem die Geschäftsmodelle der priv. Banken ausgehebelt - ihr "Buchgeld" wird nicht mehr benötigt, da das Zentralbankgeld über den Staat, die Angestellten wieder direkt in die Wirtschaft fließt - ein 100'te Mrd. reicher Markt an kostenlosen Gewinnen stirbt damit für die Banken ...

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silverhair 17.12.2011, 13:47
184. Wird nicht klappen

Zitat von 2wwk
WolgangO, das Problem ist fehlendes Wachstum. Nur durch "Wachstum" kommen wir voran. Deutschland konnte nur durch Wachstum erreichen was wir erreicht haben. Wahnsinn ist der Traum von einem sozialen friedlichen Leben "ohne" Wachstum! Hat noch nie funktioniert! Was wuerde wohl aus der Welt ohne Wachstum werden, es schliesst schliesslich neues Lernen ein ... auch Wissen muss wachsen!
Das Wachstum können sie ruhig in den Mülleimer der Geschichte werfen!

Über ein paar Mio Jahre war ein "Wachstum" immer nur proportional zur Anzahl der Menschen möglich. Ein Mensch braucht ca. 2400 KiloKal an Energiezufuhr , und auch nur genau diese "Arbeitsleisung" kann er erbringen! Erst die Erfindung der Dampfmaschine ermöglichte eine Zusätzliche Arbeitsleistung - und damit auch ein Wachstum der Produktion - praktisch ein Kraftverstärker des Menschen.
Die Umsetzung des Computer als Massenprodukt 1984 ermöglichte den geistigen Ersatz des Menschen zusätzlich!

Der fatale Hacken ist aber , nicht nur die Produktion , sondern auch der Verbrauch des Menschen hängt von diesen 2400 Kilokal ab - sie können nur eine begrenzte Menge essen - und auch geistig können sie nicht beliebig viele Produkte "verkonsumieren"! Und diese Grenze ist in den letzen 30 Jahren in den Industriestaaten längst überschritten worden. Wir leben in einer Welt wo die Überproduktion längst auf dem Müll landet - und es so oder so immer schwieriger wird die ganzen Spielzeuge zu verkaufen .. die Leute können davon einfach nicht mehr aufnehmen!

Deshalb war ja auch die Hoffnung das man diesen Überschuss irgendwo in China oder Indien los wird - nur diese Länder spielen da nicht mit - die wollen einfach nicht die Renten und Gewinne der Industrieländer finanzieren .. die wachsen durchaus , aber zu ihrem EIGENEN Nutzen!

Auch hat das Wachtum selber ein math. Problem, es "sinkt von Hause aus" nämlich!
Wenn sie eine Badewanne mit Wassereimern füllen - dann können sie bei gleichbleibender "Schüttleistung" zwar die Wanne kontinzierlich füllen - aber "Wachstum wird über das Verhältnis des Eimers zum Füllstand der Wanne" gerechnet. Der Erste Eimer hat so 100% Wachstum - nach oben zu nimmt das automatisch immer mehr ab, bis das "Wachstum gegen Null sinkt" obwohl sie immer noch die gleiche Menge "Arbeit reinstecken" die Wanne zu füllen!

Wollen sie umgekehrt aber diese "Wachstumzahl konstant halten" - dann müssen sie eine expotentell steigende Arbeitsleistung da reinstecken - und da stoßen sie schnell an physikalische Grenzen - den sie können nicht pro Zeiteinheit unendlich viele Arbeitsschriitte umsetzen ..

So oder so - das Wachstum stirbt - und andere Faktoren sorgen dafür das auch die "Gewinne" sinken - wo immer mehr "Arme" rumlaufen gibts eben auch keine Einnahmen, also Gewinne mehr!

Alles uralt und bekannt - und ist sogar den Theoretikern des Kapitalismus klar das ihr Wachtsumsmodell eine Halbwertszeit hat .. je schneller man "Wächst", desto schneller kommt man an den Punkt wo es kein Wachstum mehr gibt .. aus vielerlei Gründen!

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ehkroencke@t-online.de 17.12.2011, 14:31
185. Schuldenschnitt

Zitat von sysop
Steht die Welt vor einer Rückkehr zu Protektionismus, Isolation und wirtschaftlichem Rückzug? Vor dieser Gefahr warnt jetzt die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, in einem eindringichen Appell. Sie vergleicht die Lage bereits*mit der Großen Depression vor dem Zweiten Weltkrieg.
Man kann es drehen und wenden wie man will: Der Schuldenschnitt kommt. 30%, 50% oder mehr? Wir werden es in den nächsten Monaten erfahren. Schuld? Hat keiner. Kein Politiker, kein Staat und auch die EZB nicht. Bezahlen müssen es die Bürger. Wie immer.

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wolfgango3 17.12.2011, 21:44
186. wir wachsen uns zu Tode

Zitat von 2wwk
WolgangO, das Problem ist fehlendes Wachstum. Nur durch "Wachstum" kommen wir voran. Deutschland konnte nur durch Wachstum erreichen was wir erreicht haben. Wahnsinn ist der Traum von einem sozialen friedlichen Leben "ohne" Wachstum! Hat noch nie funktioniert! Was wuerde wohl aus der Welt ohne Wachstum werden, es schliesst schliesslich neues Lernen ein ... auch Wissen muss wachsen!
Gibt es da nicht die schön-schaurige Geschichte von den Lemmingen?
Wenn es zu viele Lemminge gibt, stürzen sie sich in den Abgrund.
Ähnliches wird der Menschheit auch widerfahren, wenn sie weiterhin auf diesen Wachstumspfad wandelt!

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Igelnatz 19.12.2011, 12:46
187. Ihnen mehr Gelassenheit

Sie sehen das so furchtbar besserwisserisch verbissen. Wachstum mit höherem Energieverbrauch/ Ressourcenverbrauch (badewannenphilosophisch absolut oder pro Kopf) ist sicher nicht gut. Es können aber doch andere Dinge wachsen (und dafür andere schrumpfen). Z.B. kann umweltfreundliche Technik wachsen und dadurch der Energie- und Ressourcenverbrauch sinken! Aan kann dies monetär bewerten (das ist nicht der Teufels!) und so z.B. durchaus zu einem Ergebnis des monetär bewerteten Wachstums bei geringerem Ressourcenverbrauch kommen. Schön wenn es so wäre bzw. wird!
Übrigens gibt es schon nicht zuletzt aus der Ökologie sehr fortgeschrittene Modelle über Wachtum von Populationen und Ressourcenverbrauch. Es gehört zu den Kennzeichen des Lebens zu wachsen (aber auch zu schrumpfen). Wissenschaftlich weiss die Menschheit wie es steht. Dies in die Praxis umzusetzen ist ungleich schwerer bzw. unmöglich zu kontrollieren. Die Menschheit hat den Schritt in die Technikwelt mit allen vor- und Nachteilen nun einmal vollzogen - wir kommen jetzt nicht mehr zurück in die Steinzeit mit 2400 Kilokalorien. Das Wachtum in den Mülleimer geworfen haben z.B. die Roten Khmer - viel Spass dabei!

Herzlichst Igelnatz

Zitat von silverhair
Das Wachstum können sie ruhig in den Mülleimer der Geschichte werfen! Über ein paar Mio Jahre war ein "Wachstum" immer nur proportional zur Anzahl der Menschen möglich. Ein Mensch braucht ca. 2400 KiloKal an Energiezufuhr , und auch nur genau diese "Arbeitsleisung" kann er erbringen! Erst die Erfindung der Dampfmaschine ermöglichte eine Zusätzliche Arbeitsleistung - und damit auch ein Wachstum der Produktion - praktisch ein Kraftverstärker des Menschen. Die Umsetzung des Computer als Massenprodukt 1984 ermöglichte den geistigen Ersatz des Menschen zusätzlich!
Zitat von silverhair
Auch hat das Wachtum selber ein math. Problem, es "sinkt von Hause aus" nämlich! Wenn sie eine Badewanne mit Wassereimern füllen - dann können sie bei gleichbleibender "Schüttleistung" zwar die Wanne kontinzierlich füllen - aber "Wachstum wird über das Verhältnis des Eimers zum Füllstand der Wanne" gerechnet. Der Erste Eimer hat so 100% Wachstum - nach oben zu nimmt das automatisch immer mehr ab, bis das "Wachstum gegen Null sinkt" obwohl sie immer noch die gleiche Menge "Arbeit reinstecken" die Wanne zu füllen!

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