Forum: Wirtschaft
Weltwirtschaft: Unglaubliche Zeiten
REUTERS

Wir haben uns längst an die neue Normalität des extrem billigen Geldes gewöhnt. Dabei bleiben die damit verbundenen Risiken beträchtlich.

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maxi_stulz 21.07.2019, 21:22
10. Ich habe mich nicht daran gewönt

Und es ärgert mich jeden Tag. Anstatt früher schwierige Zeiten zu durchleben hat man vor lauter Angst immer wieder nach hinten verschoben bis das Problem immer größer wurde. Die Politik versagt, weil Politiker inkompetent sind und sich niemand eine Krise ankreiden lassen will. Die EZB ist schon lange nicht mehr unabhängig auch wenn viele das gern behaupten. Draghi fällt nichts anderes ein als die Zinsen zu senken und meiner Meinung nach illegale Anleihenkäufe zu tätigen. Und was hat es gebracht? Die nächste Krise wird kaum mehr zu bewältigen sein.

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karl_der_kurze 21.07.2019, 21:24
11.

Demokratietheoretisch betrachtet wackelt der EZB-Schwanz mit den Wirtschaftspolitiken von 19 Hunden, die wegen ihrer Heterogenität ein wildes Durcheinander makroprudenzieller Reaktionen auf eine one-size-doesn't-fit-all - Geldpolitik implementieren müssen. Der Euro funktioniert nicht.

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derhey 21.07.2019, 21:26
12. Lösungen?

Keine - wird es wohl auch nicht ohne Aufgabe der derzeitigen Wirtschaftssysteme nicht geben. Negativzinsen auch beim sog. kleinen Mann, Abschaffung des Bargeldes etc? Ob das funktioniert ohne massive wirtschaftliche Folgen für die derz. Systeme? Tauschhandel, Flucht in andere Währungen, wer macht mit, steigt aus? Mehr Konsum - ich kauf mir keine neue Waschmaschine, SUV oder T-Shirt, wenn ich es nicht wirklich brauche. Schulden, nein danke (abgesehen vom noch Baudarlehen), also keine Kredite. Die Währungshüter müssen sich was einfallen lassen mit der Maßgabe daß nicht immer mehr verbraucht wird, daß der gemeine Bürger nur noch das anschafft, was er braucht. Immer den neuesten TV - dieses Denken war wohl gestern.
Was vielleicht hilft: Die enormen Kosten, die durch den Klimawandel entstehen - so fügt sich alles.

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andrésonntag 21.07.2019, 21:26
13. ach skylarkin

warum gehen sie nich aif die strasse und demonstrieren gegen die z. Zt. herrschende Zinspolotik? Woran liegts? Ich schätze mal, Sie gehören zu der mir tiefst zuwideren Gruppe von Mitbürgern, die lieber nölen, als handeln. Und eventuell, aber nur vielleicht, könnte ja ein stabiles Weltklima viel weitreichenderen Einfluss auf ihre Komfortzone haben, als die europäische Zinspolitik.

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brooklyner 21.07.2019, 21:26
14.

Zitat von rizzo_the_spacerat
Auf dem Konto liegen habe verliert an Wert. Eine Immobilie kann ich mir nicht leisten, da die Preise in Hannover keinerlei Gegenwert fuer das Geld mehr darstellen. Handwerker fuer eine etwaige Rennovierung gibt's nicht (mir reicht ja nen Fliesenleger und einer der rohre macht). Ich komme mir echt fuer dumm verkauft vor
Renovieren ist auf youtube schnell gelernt. Und der Rest ebenso.

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axel_spon 21.07.2019, 21:30
15. @suchenwi

Haben Sie mal überlegt, wo Ihr Depot stehen würde, wenn Sie schon im Dezember 2017 umgeschichtet hätten und haben Sie den Stand von heute mal mit vor 2 Wochen verglichen? Geht doch? Das ist eine Frage der Perspektive.

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kirschlorber 21.07.2019, 21:31
16. Der Angleich an Asien

Über Jahrzehnte predigten neoliberale Politiker, dass sich deutsche Arbeitnehmer doch mal die Löhne in Asien als Beispiel nehmen sollten. Was natürlich nicht viel Anklang fand. Durch die Geldentwertung der EZB nähern wir uns langsam aber sicher diesem Niveau. Und keiner merkt es wirklich. Noch nicht...

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zudummzumzum 21.07.2019, 21:32
17. In der Dienstleistungsgesellschaft ...

... auf die wir ja wohl zusteuern, gelten die altehrwürdigen Gesetze der Volkswirtschaftslehre nicht mehr. IT-gestützte Dienstleistungen können nicht knapp werden. 100.000 Leute täglich SpON lesen oder 1.000.000, ist von der Kostenseite für den Verlag fast völlig egal - lediglich bei den Einnahmen und Gewinnen spielt das noch eine Rolle. Dementsprechend funktionieren die ganzen Regeln von Angebot und Nachfrage nur noch sehr begrenzt. Das hat seine Auswirkungen auf die Geldwirtschaft. In den neuen Zeiten sind längst die Daten zur Währung geworden, aber unsere Politiker debattieren über Libra. Und wir reden über Niedrigzinsen, nach den Regeln von vorgestern ...

Sparen und Habenzinsen ergeben Sinn, wenn die Güter, die man kaufen möchte, auch noch in ein paar Jahren attraktiv sind. Sonst nicht. Aber von diesen Gütern haben wir immer weniger, sonder "Sparen" für eine "Altersovorsorge", für die allen Finanzwirtschaftlern klar ist, dass die Gelddeckung als Wert an sich nie funktioniert hat.

Insofern machen die Zentralbanker einen guten Job.

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vliege 21.07.2019, 21:32
18. Goldman Drahgi und Co.

Otto Normalo bezahlt für die Endlos Gier Zockerei der Banken seit 2008 gleich doppelt. Die Nullzins Politik aka kalte Enteignung. Die Banken/ "Investoren" zocken jetzt mit den billigen Geldschwemmen mit Spekulationen auf Immobilien. Otto Normalo bezahlt die Rendite/ Dividende mit immer höheren Mieten.
Mir können noch so viele "Wirtschaftsweise" oder Forumsökonomen etwas anderes vorgaukeln oder statistisch erklären. Die Fakten sprechen für sich. Ein von pseudowissenschaftlichen Ökonomen propagiertes "Argument" lautet ja, "Zinsen seien kein festgeschriebenes Gesetz o.ä"
Das der Steuerzahler für Banken haftet jedoch auch nicht. "Alternativlos" nicht abwickeln können ebenso wenig. Die Patienten Banken siechen weiterhin Zombiehaft vor sich hin.

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qjhg 21.07.2019, 21:35
19. Wir haben uns überhaupt nicht an die

Normalität niedriger Zinsen gewöhnt. Die Kleinsparer, Lebensversicherer und Normalverdiener haben in den Jahren, in denen Herr Draghi EZB Präsident war, immense Verluste hinnehmen müssen und immer noch hinzunehmen, damit die finanzschwachen Länder Südeuropas, besonders Italien, noch mehr Schulden zu billigen Zinsen aufnehmen konnten. Erzählt wurde jedoch, das Italien etc. Durch die niedrigen Zinsen, Schulden tilgen könnte. Und was tut die Merkel Regierung. Anstatt zu versuchen, das EZB Präsidium mit einem stabilitätsorientierten deutschen Kandidaten zu besetzen, legte sie Wert darauf mit Frau von der Leyen eine Kommisionspräsidentin zu installieren, deren Einfluß genauso gering sein wird, wie der von Herrn Junker. Und Frau Lagard wird die Politik von Herrn Draghi zum Schaden Deutschlands fortführen.

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