Forum: Wirtschaft
Weltwirtschaft: Wettlauf der Währungskrieger
Anthony Kwan/ Bloomberg/ Getty Images

Die eskalierenden Handelskonflikte haben eine unheilvolle Dynamik in Gang gesetzt: Die Wechselkurse werden zu zentralen Steuerungsgrößen der Wirtschaftspolitik. Die Risiken sind gigantisch.

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Heimratt 11.08.2019, 17:42
1. Wechselkurse als "zentralen Steuerungsgrößen"

Ehrlich?

Dann müssen wohl alle Bücher über Marktwirtschaft neu geschrieben werden, die Löhne und Preis als zentrale Steuerungsgrössen einer Volkswirtschaft ansehen.

Wechselkurse steuern nichts, sodnern sind eine Bedingung, unter denen Aussenhandel läuft.

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Nubari 11.08.2019, 17:50
2. Ergänzung

Zwei wichtige Schlüsse fehlen in Hendrik Müllers treffender Betrachtung. Kredit- und Preisblasen durch weitere Kapitalschwemme werden zum Zusammenbruch von einzelnen Marksegmenten und ganzen Volkswirtschaften führen. Währungspolitik wird vom Marktgeschehen abgekoppelt und unilateralen und möglicherweise irrationalen Zielen unterworfen. Chaos, Unsicherheit und Verarmung werden die Folge sein. Schwache Volkswirtschaften (arme Länder) werden stärker betroffen sein. Migrationsdruck wird global ansteigen. Mittel zur Bekämpfung der Folgen des Klimawandels werden knapp.

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TS_Alien 11.08.2019, 17:55
3.

Der Devisenmarkt ist sicher nicht derart liquide, weil die Marktteilnehmer ihre Milliarden frei verfügbar haben, sondern weil sie sich günstige Kredite dafür verschaffen können.

Kleines Szenario: Bank A leiht Bank B eine Milliarde. Bank B leiht Bank A ebenfalls eine Milliarde. Beide Banken können nun mit ihrer Milliarde spekulieren. Und dafür haben sie ein Eigenkapital von vielleicht 50 Millionen eingesetzt. Oftmals noch viel weniger. Etwaige größere Spekulationsverluste kann man als reine Buchverluste weit in die Zukunft verschieben. Die Kredite werden entsprechend "verlängert".

Was mit einer Milliarde geht, geht natürlich auch mit zehn Milliarden. Was sind schon zehn Milliarden bei Bilanzsummen im Billionenbereich?

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Freidenker10 11.08.2019, 18:01
4.

Das blöde ist doch, dass ein normaler Angestellter weder was von einer starken noch von einer schwachen Währung hat, außer er macht mal außereuropäischen Urlaub. Die Exportbranchen verdienen gutes Geld bei einer schwachen Eigenwährung zahlen auch Steuern und bezahlen ihre Angestelten i.d.R. auch angemessen, aber was haben die normalen Angestellten fernab der Exportbranchen davon? Nichts, kann da ein Lied von der gelobten Globalisierung singen! Einen günstigen Fernseher den ich mir alle Dekade mal kaufe oder ein günstiges Handy stimmen mich da nicht um! Ich darf höchsens über meine Steuern noch Banken retten oder Abwrackprämien bezahlen und mich über eine teils marode Infrastruktur ärgern! Also mir kann dieses ganze Spielchen mit Währungen, Zöllen, Globalisierung usw. den Buckel runterrutschen!!!

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oldisepp 11.08.2019, 18:04
5. ist das was Neues ? ?

Als hätten wir von Heute auf Morgen einen Wirtschaftskrieg. Man muß sich nur die letzten 10 Jahre anschauen, das Spektakel ist doch schon die ganze Zeit im gange. Und man braucht sich nur die letzten 50 Jahre anschauen, als Amerika begann die Goldpreisbindung aufzugeben. Oder eine gewisse Person gegen eine ganze Währung wettet und gewinnt.
Ist doch alltäglich und nix neues, wird halt blos von den Leitmedien immer gerne klein gehalten.

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tailspin 11.08.2019, 18:15
6. Fuer Risiken und Nebenwirkungen ..

.. lesen Sie bitte die Packungsbeilage.

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Mister Stone 11.08.2019, 18:25
7.

Die eskalierenden Handelskonflikte haben eine unheilvolle Dynamik in Gang gesetzt.

Typische Hendrik Müller Rhetorik "Schuld an der Krise ist die Krise". Nein, Herr Müller, nicht die Konflikte haben das in Gang gesetzt, sondern Herr Trump. Er hat die Konflikte erzwungen. Und die neoliberalen Eliten der restlichen westlichen Welt (also "die Märkte"), die diese unheilvolle Dynaik stoppen könnten, kriechen ihm in den Hintern.

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hannesmann 11.08.2019, 18:35
8.

Zu 4
Natürlich haben Sie was von einer starken Währung. Alle Importgüter z.B. Benzin werden günstiger. Zusätzlich entsteht auch ein Preisdruck auf inländische Güter da diese vielfach auch durch ausländische Produkte ersetzt werden können. Eine starke Währung ist gut für die Konsumenten und eine schwache für die Exportindustrie.

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rudi_ralala 11.08.2019, 18:40
9.

Freude.
Wenn dann der Währungekrieg erst einmal Fahrt aufgenommen hat, gibt es endlich die heißersehnte Inflation, allerdings in einem anderen Umfang als sich Draghi das vorstellt hat.
Schöne Grüße nach Simbabwe.

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