Forum: Wirtschaft
Wende in der US-Geldpolitik: Warum der Crash erst mal abgeblasen ist
AP/dpa

Ist die Finanzwelt nun völlig verrückt geworden? Monatelang zitterten Aktienhändler davor, dass die US-Notenbank den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik einläuten könnte. Nun ist genau das passiert - und die Kurse steigen. Eine Erklärung.

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böseronkel 19.12.2013, 16:53
30.

Zitat von eryx
Das bestätigt eigentlich nur meine Meinung, dass Börsianer schlichtweg keinen Schimmer haben, was sie da eigentlich treiben und Kurse offensichtlich nur emotionsgesteuert sind.
Ich hätte eine noch viel einfachere Erklärung, die Wenigen auf der Welt mit bei den Sternen angekommenen Einkommen wissen nicht wohin mit ihrem vom Fiskus weitgehend unbehelligten Einkünften.

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THINK 19.12.2013, 16:54
31.

Zitat von muellerthomas
Nein, die Aussagen sind belegbar richtig: Die privaten Schulden lagen in Q1 2009 bei 13.740 Mrd. USD, in Q3 2013 bei 13.083 Mrd. USD, das nominale BIP ist in der Zeit von 14.381 Mrd. USD auf 16891 Mrd. USD gestiegen. Die Schuldenquote der privaten Haushalte ist also von 95,5% auf 85% gefallen. Die Realeinkommen sind 2011 gefallen, 2012 und 2013 aber gestiegen und die Arbeitslosenquote von 10% im Oktober 2009 auf zuletzt 7,0% gefallen. Welche Daten haben Sie? *LOL Auf Destatis findet man Daten zur Schuldenquote der US-Privathaushalte? Aber da Sie so überzeugt sind, zeigen Sie doch mal Ihre Daten, dann prüfen wir das.
Über das Statistische Bundesamt kann man selbstverständlich auch auf Daten der OECD-Staaten zugreifen.

Es macht keinen Sinn, Ihnen Grundlagen der Statistik beibringen zu wollen, da Sie nur Zahlen, die in ihr ideologisch gefärbtes Weltbild passen, sehen.

Übrigens, normal denkende Menschen verstehen unter "rasant gesunken" etwas anderes als Sie.

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apetri1 19.12.2013, 17:05
32. Von wegen vertagt!

Da ist schon etwas mutig, zu behaupten, der Crash sei wegen der Fortsetzung des billigen Geldes erst mal vertagt. Das Gegenteil dürfte eher zutreffen: je länger es billiges Geld gibt, desto eher kommt der Crash. Denn bislang entstanden die meisten Crashs vor allem auch deswegen, weil - gemessen an der Realwirtschaft - zu viel Geld im Umlauf war. Und wird es auch beim nächsten Crash sein, der eher näher als ferner ist.

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muellerthomas 19.12.2013, 17:14
33.

Zitat von THINK
Über das Statistische Bundesamt kann man selbstverständlich auch auf Daten der OECD-Staaten zugreifen.
Ah interessant. War mir nicht bekannt. Und die OECD hat Daten zur Verschuldung der US-Haushalte? Ahja.


Zitat von
Es macht keinen Sinn, Ihnen Grundlagen der Statistik beibringen zu wollen, da Sie nur Zahlen, die in ihr ideologisch gefärbtes Weltbild passen, sehen.
*ROFL

Also ich habe mehrere Vorlesungen Statistik besucht, Sie auch?

Nur zur Klarstellung: Sie zweifeln also die von mir vorgelegten Zahlen an, haben aber selbst keine anderen?

Gehen Sie doch mal auf die Homepage der Fed, dort finden Sie die relevanten Daten. Die Schuldenquote ist - so wie von mir gesagt - deutlich gesunken, die Arbeitslosigkeit ist genau wie von mri gesagt gesunken und die Realeinkommen haben sich auch genau wie von mir geschrieben entwickelt.


Wenn Sie andere Daten haben, legen Sie diese eifnach vor, ich bin gespannt.



Zitat von
Übrigens, normal denkende Menschen verstehen unter "rasant gesunken" etwas anderes als Sie.
Herrlich diese Herablassung. Da Sie die Zahlen offenbar nicht kennen, wäre es vielleicht hilfreich, wenn Sie sich diese erstmal ansehen würden. Die private Verschuldung ist in den letzten Jahren zum ersten Mal seit Ende des Zweiten WK überhaupt nominal gesunken und Rückgänge der Schuldenquote gab es zwar in den 1960er Jahren aber nie in diesem Ausmaß. Wenn also ein historisch beispielloser Rückgang nicht "rasant" ist, was denn dann? Ihnen scheinen die Dimensionen gar nicht bewusst zu sein.

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muellerthomas 19.12.2013, 17:19
34.

Zitat von THINK
Es macht keinen Sinn, Ihnen Grundlagen der Statistik beibringen zu wollen, da Sie nur Zahlen, die in ihr ideologisch gefärbtes Weltbild passen, sehen..
Ach, ich wüsste noch gerne, wie denn meine "Ideologie" Ihrer Meinung nach aussieht. Bin ich Ihnen zu wirtschaftsliberal oder zu links?

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ashrak2013 19.12.2013, 17:30
35. optional

Wieder mal wird die Lage völlig verkannt, der Crash wird sich nicht ankündigen oder Langsam kommen. Der wird wie 1929 von Jetzt auf gleich kommen. Da wird keine Vorwarnung kommen, wo man sich etwa Rüsten und noch flux seine Aktien verkaufen kann.

Die Illusion sollte man sich nehmen.

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k-f-a 19.12.2013, 18:25
36.

Zitat von muellerthomas
Also 5,3% des BIPs und damit nicht besonders viel.
Nicht besonders viel? Ist denn die Realwirtschaft in den letzten Jahren um jeweils 5,3% gewachsen? Nein, ist sie nicht. 2008 und 2009 war das Wachstum eine Schrumpfung, danach jeweils bei ungefähr 2%. Das bedeutet, daß der deutlich größere Teil der Geldflut eben nicht in Produktivitätssteigerung oder Inflation der Güterpreise landet, sondern in der Inflation der Asset-Preise. Nur nennt man das dort nicht Inflation, sondern "Wertsteigerung". Der Schneeball rollt schon lange wieder.

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royal_flush 19.12.2013, 18:29
37.

Zitat von gesellschaft
leihen sich umsonst Geld, legen es kurzfristig an,stecken den Gewinn ein, zocken trotzdem den Sparer ab.
Es steht jedem frei, sich am Aktienmarkt zu engagieren, geht auch mit kleinen regelmäßigen Summen. Langfristig fährt man damit besser als mit jedem Sparbuch.Zwischendurch geht's auch mal runter, aber das gleicht sich mit der Zeit aus.
Und schon muß man nicht von außen zuschauen, wie andere von steigenden Kursen profitieren.

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ambulans 19.12.2013, 19:01
38. >muellerthomas (oben),

nein - >VWL haben sie garantiert noch nie auch nur aus der nähe gesehen geschweige denn gehört oder möglicherweise vielleicht sogar ansatzweise verstanden, statistik ist für sie (wie schon einige mit-foristen zutreffenderweise herausgefunden haben) ebenfalls ein fremd-wort, und da sie offensichtlich den US-amerikanischen statistik-veröffentlichungen blindlings vertrauen (nennen sie doch einfach einmal wenigstens drei, auf ein quartal zutreffende, nicht nachträglich korrrigierte relevante daten!), sind sie für mich sowas wie der nicht gerade zu beneidende steuermann eines "fliegenden holländers". ahoi! möge ihr radar, damit anderen möglichst nicht allzu viel passiert, wenigstens einigermaßen funktionieren!

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muellerthomas 19.12.2013, 19:05
39.

Zitat von k-f-a
Nicht besonders viel?
Nö, eher wenig.


Zitat von
Ist denn die Realwirtschaft in den letzten Jahren um jeweils 5,3% gewachsen?
Die 5,3% beziehen sich ja auf die Zukunft. Also in der Eurozone ist die Geldmenge M3 seit Herbst 2008, also in den letzten 5 Jahren um insgesamt etwas mehr als 5% gestiegen und damit weniger als das nominale BIP.

In den USA war der Geldmengenanstieg etwas höher als der Anstieg des nominalen BIPs, aber im historischen Vergleich unterdurchschnittlich.


Zitat von
Nein, ist sie nicht. 2008 und 2009 war das Wachstum eine Schrumpfung, danach jeweils bei ungefähr 2%.
Sie müssen hier schon mit den nominalen BIP rechnen - oder die Geldmenge preisbereinigen.

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