Forum: Wirtschaft
Wende in der US-Geldpolitik: Warum der Crash erst mal abgeblasen ist
AP/dpa

Ist die Finanzwelt nun völlig verrückt geworden? Monatelang zitterten Aktienhändler davor, dass die US-Notenbank den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik einläuten könnte. Nun ist genau das passiert - und die Kurse steigen. Eine Erklärung.

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Becks0815 19.12.2013, 19:06
40. Schaeun wir mal

Nur weil die Welt nicht sofort unterging heisst das noch gar nichts. Die ersten Reaktionen sehe ich schon. Die Zinsen für 10-Jahresanleihen der USA steigen seit gestern. Aktuell liegen sie bei 2.935% (Dienstag: 2.84%) und sind somit noch unter dem Wert vom September, als der erste Taperspuk durch die Zeitungen geisterte (2.979%), aber es geht aufwärts. Und nicht vergessen, es wurde lediglich von 85 Milliarden auf 75 Milliarden pro Monat reduziert und nicht der Aufkauf eingestellt...

Sollten wir Werte wie 2010 (3.89%) oder gar 2000 (6.43%) erreichen könnte es spannend werden. 2010 waren es grob 12 Billionen Staatsschulden, jetzt sind es 17 Billionen - da kommt einiges an Zusatzkosten zusammen.

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kölschejung72 19.12.2013, 19:09
41.

Zitat von warholandy
Dabei ist das Wirtschaftsgeschehen viel zu komplex als dass es geistig noch zu durchdringen wäre, geschweige denn zu prognostizieren.
Da bin ich anderer Meinung. 2017 wird das Jahr des Dollar Crashes. Der Termin ist bereits festgelegt. Um es mit den Worten von Benancke zu sagen: "Geniesst das Leben...." fieses Grinsen "... solange ihr noch könnt".

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Pater-Noster 19.12.2013, 19:11
42. Warum aufregen?

Das haben wir doch alle gewählt . Das war so und bleibt so. Es gibt eben Dinge die gesetzmäßig sind.
Wie eben Finanzwelt, Kriege , Hunger, und und und.
Ein Glück das wir uns, durch den Fleiß unserer Leute , alles in Ruhe ansehen können .
Wer Vertrauen in Banken hat ist eben ein kleines bisschen dumm.

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warholandy 19.12.2013, 19:12
43. hmm

Zitat von muellerthomas
Die Berechnung der Statistik wurde in den letzten drei Jahren verändert? Wohl nicht und dennoch ist die Arbeitslosenquote von über 10% auf 7% gefallen. Sicher können Sie nun sagen, die "wahre" Quote sei höher, dann war sie 2010 aber ebenfalls höher als damals ausgewiesen und ist also dennoch seitdem gefallen. Immerhin sind seit Anfang 2010 7,4 Mio. neue Jobs entstanden.
Die Mär, dass Arbeitslosigkeit ein Problem wäre und ein Arbeitsplatz per se etwas Gutes, lässt sich nur entlarven, wenn man ein bisschen tiefer ins Geschehen blickt.

Wir hätten morgen Vollbeschäftigung, wenn wir die Löhne weiter soweit senkten bis ich mir zwei Haushaltskräfte leisten kann. Eine für den Abwasch, eine für das Abtrocknen.

Volkswirtschaftlich wäre nichts gewonnen.

Deshalb: Arbeitslosenquote ist ein schlechter Gradmesser für wirtschaftlichen Erfolg/Misserfolg. Wenn überhaupt, dann ist die Reduktion von Arbeit ein Zeichen für hohe Produktivität.

Unsere Ingenieure suchen doch nicht nach Lösungen, die MEHR Arbeitskraft erfordern sondern WENIGER.

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TS_Alien 19.12.2013, 19:17
44. .

Zitat von royal_flush
Es steht jedem frei, sich am Aktienmarkt zu engagieren, geht auch mit kleinen regelmäßigen Summen. Langfristig fährt man damit besser als mit jedem Sparbuch.Zwischendurch geht's auch mal runter, aber das gleicht sich mit der Zeit aus. Und schon muß man nicht von außen zuschauen, wie andere von steigenden Kursen profitieren.
Der Zweck einer Anlage in Aktien ist es, über moderate Dividenden am Unternehmensertrag beteiligt zu sein. Das geht problemlos auch bei gleichbleibenden Aktienkursen. Seit rund 20 Jahren ist diese Anlagestrategie in vielen Fällen ersetzt worden durch die Spekulation auf höhere Aktienkurse. Wenn viele (alle?) so denken, muss es zwangsläufig etliche geben, die am Ende mit Verlusten dastehen. Ob das nun ein Jahr dauert, drei Jahre oder länger. Es tritt garantiert ein.

Besser als mit jedem Sparbuch ist das sicherlich nicht. Zumal höhere Aktienkurse auch bedeuten, dass die Anleger höhere Dividenden erwarten. Dafür müssen Einnahmen erhöht werden (höhere Produktpreise) und/oder Ausgaben verringert werden (niedrigere Löhne). Indirekt bezahlt jeder Bürger für steigende Aktienkurse an anderer Stelle.

Der Crash ist vertagt. Und das bezahlen bereits jetzt alle Bürger, die geringere Einnahmen beim verliehenen Geld ihrer Zentralbank verkraften und unter der höheren Inflation leiden müssen. Miese Bezahlungen und prekäre Jobs inklusive. Beim nächsten Crash müssen wieder Steuerbillionen verwendet werden, um das System zu "retten". Dabei gibt es keine Rettung.

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muellerthomas 19.12.2013, 19:19
45.

Zitat von ambulans
nein - >VWL haben sie garantiert noch nie auch nur aus der nähe gesehen geschweige denn gehört oder möglicherweise vielleicht sogar ansatzweise verstanden,
Also ich habe VWL studiert und Sie? Was bringt Sie einheitlich zu diesen herablassenden Behauptungen? Welche Fakten habe ich Ihrer Meinung nach falsch gesagt?



Zitat von
statistik ist für sie (wie schon einige mit-foristen zutreffenderweise herausgefunden haben) ebenfalls ein Fremdwort,
Ich kenne die Zahlen (was übrigens etwas ganz anderes ist als das Unifach Statistik) sicher besser als Sie.


Zitat von
und da sie offensichtlich den US-amerikanischen statistik-veröffentlichungen blindlings vertrauen
Nö, ich vertraue nicht blind, ich prüfe die alle auf Konsistenz. Der Forist, der behauptete, die von mir genannten Zahlen seien falsch, kannte offenbar überhaupt keine.

Also Sie bezweifeln, dass die Schuldenquote der US-Haushalte gesunken ist? Basierend auf welchen Daten?


Zitat von
(nennen sie doch einfach einmal wenigstens drei, auf ein quartal zutreffende, nicht nachträglich korrrigierte relevante daten!),
:-) Oh man, volkswirtschaftliche Daten werden fast immer nachträglich revidiert, das liegt in der Natur der Sache. Die Zahlen werden jedoch in beide Richtungen revidiert und nur selten ändert sich dadurch die Gesamttendenz.

Welchen Zahlen mißtrauen Sie denn und weshalb und welchen Zahlen vertrauen Sie?


Zitat von
sind sie für mich sowas wie der nicht gerade zu beneidende steuermann eines "fliegenden holländers". ahoi! möge ihr radar, damit anderen möglichst nicht allzu viel passiert, wenigstens einigermaßen funktionieren!
Nunja, meine Prognosen waren bisher weitestgehend richtig, während die Verschwörungstheoretiker hier nun seit Jahren falsch liegen: Wir haben keine Hyperinflation, der Goldpreis steht nicht bei 5.000 USD, die Zinsen sind nicht explodiert, die US-Wirtschaft nicht implodiert, die Eurozone nicht zusammengebrochen.

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ambulans 19.12.2013, 19:38
46. >muellerthomas (nr. 45),

ihre argumentation verrät sie, auch wenn ihnen das nicht gefallen sollte. die qualität statistischer angaben, werte und zahlen ist die eine sache (auf die ich ja höflich hingewiesen hatte), die fachliche interpretation eine andere. was verstehen sie eigentlich unter "schuldenquote" der US-haushalte? wenn sie - nur für den fall - einmal die credit card debts aufsummieren und mit der höhe der öffentlichen verschuldung der USA (zum jahresende: ca. 18 billionen $US, oder?) vergleichen oder eventuell sogar beide aufaddieren sollten, ergibt sich - was? da fängt für mich, mit verlaub, eine ernsthafte wirtschaftliche betrachtung erst an (übrigens, by the way: rechtswissenschaften + beruf, wirtschaftswissenschaften + manager, unternehmensberater, banker, dozent, fachjournalist, etc. - da sie es ja erfahren wollten)

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muellerthomas 19.12.2013, 19:51
47.

Zitat von ambulans
ihre argumentation verrät sie, auch wenn ihnen das nicht gefallen sollte.
Na das hoffe ich doch.


Zitat von
die qualität statistischer angaben, werte und zahlen ist die eine sache (auf die ich ja höflich hingewiesen hatte), die fachliche interpretation eine andere.
Nun auch Sie scheinen die Zahlen ja einfach anzuzweifeln.


[quote]
was verstehen sie eigentlich unter "schuldenquote" der US-haushalte?
[/quote|
*LOL

oh man, abgesehen davon, dass ich dies geschrieben hatte und auch die entsprechenden Zahlen gepostet hatte, ist das eigentlich klar. Also Schulden der privaten Haushalte geteilt durch nominales BIP (oder auch möglich durch das nominale, verfügbare Einkommen).


Zitat von
wenn sie - nur für den fall - einmal die credit card debts aufsummieren und mit der höhe der öffentlichen verschuldung der USA (zum jahresende: ca. 18 billionen $US, oder?) vergleichen oder eventuell sogar beide aufaddieren sollten, ergibt sich - was?
oh je oh je. Die Kreditkartenschulden machen nur einen recht kleinen Teil der Schulden der privaten Haushalte aus, den größten Teil die Hypothekenschulden (wie in praktisch allen Ländern). Die Zahlen für die Gesamtschulden der privaten Haushalte hatte ich gepostet in #29.

Weshalb wollen Sie dazu nun die öffentlichen Schulden der USA dazu addieren? Dann ist es nicht mehr die Schuldenquote der privaten Haushalte. Wenn überhaupt sollten Sie dann auch noch die Schulden der nicht.finanziellen Unternehmen dazu addieren und können so die Gesamtschuldenquote ermitteln. Diese wiederum ist seit Anfang 2009 konstant.


Zitat von
da fängt für mich, mit verlaub, eine ernsthafte wirtschaftliche betrachtung erst an
Mit Verlaub: Sie scheinen weder die Zahlen zu kennen, noch an einer ernsthaften Diskussion interessiert zu sein.




Zitat von
(übrigens, by the way: rechtswissenschaften + beruf, wirtschaftswissenschaften + manager, unternehmensberater, banker, dozent, fachjournalist, etc. - da sie es ja erfahren wollten)
Mit Verlaub: Glaub ich Ihnen nicht, nicht eins davon. Dafür kennen Sie die Fakten zu wenig, scheinen auch gar nicht interessiert daran zu sein, sind zu aggressiv, werden persönlich, ohne zu argumentieren, wissen offenkundig selbst die Basics (was mit Schuldenquote gemeint ist) nicht usw.

Aber gut, wenn Sie sachlich argumentieren wollen, dann los: Stimmen Sie denn nun zunächst den Fakten zu, dass die Schuldenquote der privaten Haushalte von 2009 bis heute gesunken ist? Und wenn nein, basierend auf welchen Daten?

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tomo1 19.12.2013, 19:53
48. Umlaufgeschwindigkeit nicht vergessen

Zitat von muellerthomas
Nö, eher wenig. Die 5,3% beziehen sich ja auf die Zukunft. Also in der Eurozone ist die Geldmenge M3 seit Herbst 2008, also in den letzten 5 Jahren um insgesamt etwas mehr als 5% gestiegen und damit weniger als das nominale BIP. In den USA war der Geldmengenanstieg etwas höher als der Anstieg des nominalen BIPs, aber im historischen Vergleich unterdurchschnittlich. Sie müssen hier schon mit den nominalen BIP rechnen - oder die Geldmenge preisbereinigen.
Ihre Kritiker setzen Geldmengenwachstum auch immer mit Inflation (je nach Gusto Realgueter- oder Assetinflation) gleich. Ohne Betrachtung der Umlaufgeschwindigkeit macht das wenig Sinn. Wenn wesentliche Marktteilnehmer auch Unsicherheit hohe Liquiditaetsreserven halten, (wie z.B. wenn der Interbankenmarkt sogut wie zusammenbricht) so ist die Ausweitung der Geldmenge noetig, um das realwirtschaftliche Transaktionsvolumen zu finanzieren.

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muellerthomas 19.12.2013, 19:59
49.

Zitat von tomo1
Ihre Kritiker setzen Geldmengenwachstum auch immer mit Inflation (je nach Gusto Realgueter- oder Assetinflation) gleich. Ohne Betrachtung der Umlaufgeschwindigkeit macht das wenig Sinn.
Stimmt, und wenn darauf hinweist, bekommt man patzige Antworten ähnlich denen hier im Thread. Meist - so ja offenbar auch hier - kennen die Forsten die Zahlen zudem nicht einmal. Das wäre alles erträglich, wenn die Unwissenheit nicht in vielen Fällen gepaart wäre mit so viel Aggressivität.

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