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Weniger Einbruchdiebstähle: Mit diesem Argument können Sie Ihren Hausrat günstiger ve
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In Deutschland wird immer weniger eingebrochen - das müsste Hausratversicherungen eigentlich günstiger machen. Bei Ihnen nicht? Dann sollten Sie handeln und notfalls mit Kündigung drohen.

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JonnyKarton 13.04.2019, 12:15
1. Immer ins gleiche Horn

Die Combined Ratio lag in dem von Ihnen aufgezeigten Jahr bei ca. 75 %.
Sie wissen ja was das bedeutet.

Als würden sich die Versicherungsvertreter (wie Sie hier stark vereinfachend alle mit der Vermittlung tätigen, nennen) die Taschen voller Geld stopfen.
Natürlich auf Kosten der Kunden.

Ich denke ein Kunde hat wesentlich mehr von der Beratung eines seriösen Vermittlers vor Ort, als von den Tipps von vermeintlichen Verbraucherschützern wie Ihnen. Stichwort: "Briefmarkensammlung für die Altersvorsorge" als eines der Highlight-Tipps.

Außerdem verwechseln Sie eines auch immer VÖLLIG! Und das ist der Unterschied zwischen der Theorie von der Sie reden und von der Praxis der Menschen vor Ort.
Das näher zu erläutern würde aber zu weit führen.

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PolitBarometer 13.04.2019, 12:46
2.

Vielleicht sollte man bei der ganzen Sparfuchserei aber auch nicht vergessen, dass es nicht entscheidend ist, den Versicherungsjahresbeitrag auf Biegen und Brechen unter die 100 EUR Marke zu drücken. Bei ca. 120-150qm bewohnbarer Fläche sind bei einer durchschnittlichen Versicherungssumme von ca. 94.000 EUR zu zahlende Jahresbeiträge in Höhe von 125-150 EUR vollkommen normal. Und selbst, wenn von den 94.000 EUR Sachwert etwa 25.000 EUR nicht durch real vorhandene Sachwerte im Haus abgesichert sein sollten (Überversicherung), ist es viel wichtiger, die Details und Zahlungsbedingungen der Versicherung im Vertrag bei einem möglichen Schadensfall genau zu kennen.
Ausserdem sollte eine gute Erreichbarkeit und Ansprechbarkeit der Versicherung gewährleistet sein. Bei vielen von "Mr. Money" gelisteten Versicherungen, von den Allermeisten habe ich noch nie gehört, habe ich da erhebliche Zweifel. Da könnte günstig am Ende richtig teuer kommen.

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k70-ingo 13.04.2019, 14:08
3. Au weia

Als langjähriger Schadenregulierer auch im Hausratbereich kräuseln sich mir bei Herrn Tenhagens Ausführungen die Fußnägel.

Letztendlich macht er lediglich für Vergleichsportale Werbung - von denen jeder weiß, daß der Anbieter an Nummer 1 genannt wird, der dafür bezahlt hat. Qualität und Preis-Leistungsverhältnis stehen in keinem Zusammenhang mit der Platzierung.
Eine Erkenntnis, die übrigens nicht nur für Versicherungsvergleichsportale gilt, sondern für alle.

Außerdem sollte der Kunde genau hinschauen, ob die vermeintlichen Superdupersonderangebote nicht abgespeckte Einfachversionen des Produktes darstellen, bei dem aufgrund des Preisdrucks normal übliche Leistungen herausgenommen wurden.
Normalerweise wird das All-Inclusive-Angebot verkauft, im Interesse aller Beteiligten, nicht nur des Vertreters, auch des Kunden und des Versicherers - allein deswegen, weil es dabei im Schadenfall keine Diskussionen wegen nicht mitversicherter Schäden gibt.
Gewiß, die XXL-Vollschutz-All-Inclusive-Zusatzbedingungen enthalten viel Augenwischerei, mitversicherte Leistungen, die in realiter nie eintreten - aber eben auch sinnvolle Absicherungen durchaus eintretender kostenträchtiger Schäden.

Ach ja, die Überschüsse aus der Hausratversicherung machen nicht die Taschen der Versicherer voll, sondern dienen -mit eingeschränktem Erfolg- dazu, die Verluste in der Gebäudeversicherung abzupuffern. Dort entstehen branchenweit jährlich Millionenverluste, zum einen durch die zunehmenden Sturmschäden, noch mehr aber durch die immensen Zahlungen im Rahmen der Leitungswasserdeckung.

Und wie der vorherige Mitforist ausführte: man sollte sich als Kunde nicht auf den Beitrag fokussieren, sondern auf den Versicherungsschutz, den man benötigt, und dabei sollte man speziell den realen Neu(!)wert seiner Habe berücksichtigen. Wer in einer großen, sparsam möblierten Wohnung lebt und Versicherungsschutz auf Basis der Wohnfläche abschließt, zahlt drauf.
Wer hingegen auf wenig Fläche viel Werthaltiges -wie gesagt, der Neuwert ist entscheidend- besitzt, kann bei einer flächenbasierten Berechnung hintenrunterfallen.

Fazit: Preisfuchserei und pauschale Gießkannenberechnung bringen nichts. Wer Ärger aus dem Weg gehen will, der muß sich die Zeit nehmen und überlegt seine Auswahl treffen.

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Björn L 13.04.2019, 14:17
4. Als Versicherungsmakler streuben sich die Haare

1. Leitungswasserschäden häufen sich
2. Hausratversicherung ist nicht gleich Hausratversicherung. Was ist mit Einschluß grober Fahrlässigkeit und zu welchem Prozentsatz, Handelsware, Sportgeräte, Außenversicherung, Wertsachen, Kunst und und und. Bereits andere Artikel über Versicherungen waren genauso schlecht. Vielleicht sollten sie einen Fachmann mit derlei Artikel beauftragen.

Online gibts die Katze im Sack und jeder Kunde ist sich selbst überlassen. Darüber hinaus merke ich nicht, dass die Zahl der Einbrüche zurück geht. Die Hausrat beinhaltet mehr versicherte Gefahren als Einbruch-Diebstahl. Schreiben sie doch mal ihren Versicherer an und sehen was dann verhandelbar ist. Viel Spaß

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wetzer123 13.04.2019, 14:49
5. Da wundere ich mich doch über die Foristen vor mir

Natürlich ist es nicht sinnvoll irgendwo nur nach dem Preis zu gehen, man sollte auch auf die Leistungen schauen. Und man sollte auch auf sich selbst schauen, das sage ich weil es bei den Versicherern mit Außenvertireb durchaus gängig ist kleinere Schäden die eigentlich nicht abgedeckt sind mithilfe des findigen Außenvertrieblers kulant zu regulieren. Mir wäre es zuwider so etwas mitzufinanzieren.

Aber tatsächlich ist eine Schadenquote von um die 40% zu niedrig, d.h. hier sollten dringend die Tarife gesenkt werden, aber anders als bei KFZ schauen sich wohl zu wenige regelmäßig um. Und das ist ein Punkt den Tenhagen immer wieder bringt: Wer sich nicht selbst kümmert wird von Anbietern 'gemolken', ganz egal ob das Versicherungen, Telefonverträge, Zeitungen oder Fitnessstudios sind. Wer sich nicht jährlich seine Verträge anschaut ist der Dumme.

Ein anderes Thema welches Tenhagen anspricht ist auch relevant, es mag ja ok sein sich beim Abschluss eines Vertrages beraten zu lassen und dafür auch zu bezahlen, das sollte eine Einmalleistung sein. Diese Bestandsprovisionen für den Außenvertrieb finde ich indiskutabel. Versicherer die solche Gelder aus meinen Beiträgen ausschütten bekommen von mir kein Geld.

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wetzer123 13.04.2019, 15:06
6. @Björn L

Wenn sie nicht merken dass die Anzahl der Einbrüche zurückgeht, dann sind sie als Makler offenbar ungeeignet, weil sie nicht einmal wissen was in dem Bereich für den sie Vertrieb machen los ist. Wenigstens ehrlich das zuzugeben.

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k70-ingo 13.04.2019, 15:19
7.

Zitat von wetzer123
Wenn sie nicht merken dass die Anzahl der Einbrüche zurückgeht, dann sind sie als Makler offenbar ungeeignet, weil sie nicht einmal wissen was in dem Bereich für den sie Vertrieb machen los ist. Wenigstens ehrlich das zuzugeben.
Was haben Makler mit der Situation im Schadenbereich zu tun?
Es ist unmöglich, daß jemand im Versicherungsbereich allumfassend orientiert ist. Als Schadenregulierer kenne ich die Umstände des Vertriebs auch nicht. Ich weiß noch nicht einmal, was eine Hausrat- oder Gebäudeversicherung an Prämie kostet. Es ist mir auch egal, denn das hat mit meiner Arbeit nichts zu tun.

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GoaSkin 13.04.2019, 15:20
8. Online-Betrug, Phishing und Abo-Fallen sind bequemer als Einbruch

Wer sich auf Kosten Anderer bereichern möchte, der macht sich heute nicht mehr die Finger schmutzig und geht einbrechen oder klauen. Er haut die Leute lieber mit Phishing Mails, Telefon-Spam, Abofallen oder Firmen, die zum insolvent gehen gegründet wurden, übers Ohr. Doch im Gegensatz zum klassischen Diebstahl zahlt in solchen Fällen die Hausrat nicht.

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k70-ingo 13.04.2019, 15:30
9.

Zitat von wetzer123
Natürlich ist es nicht sinnvoll irgendwo nur nach dem Preis zu gehen, man sollte auch auf die Leistungen schauen. Und man sollte auch auf sich selbst schauen, das sage ich weil es bei den Versicherern mit Außenvertireb durchaus gängig ist kleinere Schäden die eigentlich nicht abgedeckt sind mithilfe des findigen Außenvertrieblers kulant zu regulieren. Mir wäre es zuwider so etwas mitzufinanzieren. Aber tatsächlich ist eine Schadenquote von um die 40% zu niedrig, d.h. hier sollten dringend die Tarife gesenkt werden, aber anders als bei KFZ schauen sich wohl zu wenige regelmäßig um. Und das ist ein Punkt den Tenhagen immer wieder bringt: Wer sich nicht selbst kümmert wird von Anbietern 'gemolken', ganz egal ob das Versicherungen, Telefonverträge, Zeitungen oder Fitnessstudios sind. Wer sich nicht jährlich seine Verträge anschaut ist der Dumme. Ein anderes Thema welches Tenhagen anspricht ist auch relevant, es mag ja ok sein sich beim Abschluss eines Vertrages beraten zu lassen und dafür auch zu bezahlen, das sollte eine Einmalleistung sein. Diese Bestandsprovisionen für den Außenvertrieb finde ich indiskutabel. Versicherer die solche Gelder aus meinen Beiträgen ausschütten bekommen von mir kein Geld.
Da gebe ich ganz elegant den Schwarzen Peter an Sie zurück und verkünde, daß Sie, ja, genau die Leute wie Sie, ein ernsthaft Zeit, Nerven und auch Gold kostendes Problem darstellen.

Genau diese Schlaumeierchen, die -man ist ja viel cleverer als alle Versicherungsfuzzis- sich fachkenntnisbefreit in den Weiten des Webs ihre eigenen Weisheiten zusammenstöpseln und, da voll auf dem Geiz-ist-geil-ich-mir-Vollchecker-kann-keiner-was-erzählen-Trip, ihre Verträge ebenso beratungsfrei wie beratungsresistent selber zurechtpopeln.
Genau diese Leute, die alles besser wissen, viel besser als die langjährigen Fachleute, und die mit ihren endlosen Tiraden in Wort und Schrift den Sachbearbeiter nervenzerfetzend und zeitverschwendend von seiner richtigen Arbeit abhalten.

Ja, das Raushauen von eigentlich nicht versicherten Kleinschäden ist viel wirtschaftlicher als das ewige Herumdiskutieren mit merkbefreiten Querulanten.
Das hat nichts mit der alten Schadenreguliererweisheit "Zahlen schafft Freunde" zu tun, sondern mit den durch diesen Aufwand anfallenden wirklichen Kosten für den Versicherer.
Und für den einzelnen Sachbearbeiter. Genau diese Vorkommnisse sind ein Hauptgrund, warum viele Kollegen irgendwann hinschmeißen und einen anderen Job suchen (wenn sie nicht gleich ganz krank werden).

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