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Weniger Einbruchdiebstähle: Mit diesem Argument können Sie Ihren Hausrat günstiger ve
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In Deutschland wird immer weniger eingebrochen - das müsste Hausratversicherungen eigentlich günstiger machen. Bei Ihnen nicht? Dann sollten Sie handeln und notfalls mit Kündigung drohen.

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sven2016 13.04.2019, 16:05
10. Erstaunlich, dass die bisher meisten Kommentare

von versicherungsnahen Dienstleistern kommen.

Bei den sonst immer bei Vertragsberatungen erwähnten günstigen Prämien sollte dann doch Bewegung entstehen, sobald die Schadenssummen länger deutlich sinken.

Portale muss man kritisch betrachten, Außendienstler und Schadensregulierer allerdings auch.

Prwiswerter wird es wohl eher durch einen Wechsel als durch Nachverhandeln.

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fliffis 13.04.2019, 16:08
11. billig nicht immer gut

Ich leiste mir eine etwas teurere (Haftpflicht-) Versicherung.
Bei 3 Schadensfällen in den letzten 20 Jahren hat diese Versicherung sehr schnell, sehr einfach und sehr hilfreich reagiert und den Schaden problemlos reguliert - bzw in einem Fall durch Einschalten der Rechtsabteilung einen vermeintlichen Schadenersatzanspruch gegen mich vollständig abgewehrt. Was ich dabei tun musste? Nix, nur auf das Schreiben warten: "Hat sich erledigt; sie werden nicht weiter für den Schaden verantwortlich gemacht."
Das ist mir das Geld - letztlich 4 Euro im Monat, die ich mehr zahle, allemal wert. Im Bekanntenkreis höre ich regelmäßig anderes

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Björn L 13.04.2019, 16:36
12. @6 und 7

Als Makler der an Nachhaltigkeit intressiert ist, begleite ich auch Schadenfälle und kämpfe für die Interessen meiner Kunden. Das nicht selten, denn Versicherer stehen sich selbst am nächsten samt gebundener (Ausschließlichkeits-)Vertreter.
Mir dadurch einen Mangel an Qualifikationen zu unterstellen, berührt mich nicht, denn meinen Kunden wissen, was sie haben und wo die Grenzen sind und wer sich für ihre Interessen am Ende einsetzt. Die Zahl der Schadenfälle in meinem Kundenkreis ( ca. 3500) im Bereich Einbruch-Diebstahl ist konstant gleich. Dies deckt sich mit Berichten wonach die Statistiken geschönt sind. Dass ihre Ansprechpartner nur mit der Vermittlung beschäftigt sind und alles weitere ihnen überlassen wundert micht nicht. Im Bereich der Hausratvers. gibt es nichts nennenwertes zu verdienen. Wenn sie meinen dass alle Versicherungsmakler Schmierlappen sind, dann haben sie noch keine Rechtsanwälte, Banker oder Zahnärtze erlebt. Da ist das chronisch.

Sie beide sind perfekte Online-Vergleichsportal-Kandidaten und schimpfen später auf alles, aber das Knaller ist, sie können niemanden haftbar machen.

Allein der Bereich Hausrat umfasst in meinen Vorschlägen 9 Seiten. Fragen sie sich, was sie bekommen, um die Grenzen auf Papier aufgezeigt zu bekommen

Abschließend mag ich erwähnen, dass bei Einbruch-Diebstahl überwiegend Wertgegenstände und anderes leicht transportables entwendet wird. Bei Leitungswasserschäden infolge Rohrbruch oder gar Feuer durfen sie in ein Hotel ziehen bis dies erledigt ist. Ob das im Umfang dessen bezahlt wird, was dann anfällt wissen sie erst dann, wenn es eintritt. Meine Kunden wissen dies ganz genau und können mich in Haftung nehmen. Dank Fernabsatzgesetzt können sie sich am Ende über sich selbst ärgern, besonders tragisch wenn es ihre Existenz bedroht oder ganz pauschal Maulen zwecks Ableckung der eigenen Unzulänglichkeit

Guten Tag !

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k70-ingo 13.04.2019, 16:47
13.

Zitat von sven2016
von versicherungsnahen Dienstleistern kommen. Bei den sonst immer bei Vertragsberatungen erwähnten günstigen Prämien sollte dann doch Bewegung entstehen, sobald die Schadenssummen länger deutlich sinken. Portale muss man kritisch betrachten, Außendienstler und Schadensregulierer allerdings auch. Prwiswerter wird es wohl eher durch einen Wechsel als durch Nachverhandeln.
Bezüglich der sinkenden Schadensummen hat sich der fachunkundige Autor des Artikels allein auf einen kleinen Teilbereich einer Sparte fokussiert: Einbrüche im Rahmen der Hausratversicherung.
Abgesehen davon, daß es in anderen Bereichen wie Sturm und Leitungswasser ganz anders aussieht -da macht jeder Versicherer Miese-, sei angemerkt, daß es sich bei der Hausratversicherung um eine verbundene Versicherung handelt. Das heißt, daß alle Risiken -Feuer (mit Blitzschlag), Einbruchdiebstahl (mit Raub), Leitungswasser (mit Frost) und Sturm (mit Hagel)- fest im Vertragswerk verankert sind.

Im Gegensatz zu gebündelten Versicherung wie der Gebäude- oder Geschäftsinhaltsversicherung, wo man auf Wunsch die Risiken einzeln versichern kann, ist diese Trennung bei der Hausratversicherung nicht möglich.
Somit ist eine Prämienberechnung auf Basis der einzelnen Risikoentwicklung hier nicht möglich.

Permanente Wechselei ist für den Kunden nicht unbedingt vorteilhaft. Bei langjährigen, umfangreichen Geschäftsbeziehungen wird im Streitfall anders entschieden als bei Neukunden mit ein, zwei Miniverträgen à la Hausrat oder Privathaftpflicht.

Ach ja: wer billig will, der kriegt auch billig.
Das gilt nicht nur für die Produkte, sondern auch für die Fachkräfte.
Bei aufstrebenden Neuanbietern mit auf Niedrigpreis getrimmten Produkten finden Sie uns altgediente, gutbezahlte und mit Erfahrung bewehrte Silberrücken nicht.

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gertenberlin 13.04.2019, 17:17
14.

Zitat von JonnyKarton
Die Combined Ratio lag in dem von Ihnen aufgezeigten Jahr bei ca. 75 %. Sie wissen ja was das bedeutet. Als würden sich die Versicherungsvertreter (wie Sie hier stark vereinfachend alle mit der Vermittlung tätigen, nennen) die Taschen voller Geld stopfen. Natürlich auf Kosten der Kunden. Ich denke ein Kunde hat wesentlich mehr von der Beratung eines seriösen Vermittlers vor Ort, als von den Tipps von vermeintlichen Verbraucherschützern wie Ihnen. Stichwort: "Briefmarkensammlung für die Altersvorsorge" als eines der Highlight-Tipps. Außerdem verwechseln Sie eines auch immer VÖLLIG! Und das ist der Unterschied zwischen der Theorie von der Sie reden und von der Praxis der Menschen vor Ort. Das näher zu erläutern würde aber zu weit führen.
Naja, wenn die Versicherer 3 Millarden an Beiträgen einnehmen und 1,25 Milliarden für Schäden ausgebgen (sagt das Jahrbuch des GDV) sind Tenhagens Fragen schon berechtigt.
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gertenberlin 13.04.2019, 17:19
15.

Zitat von k70-ingo
Was haben Makler mit der Situation im Schadenbereich zu tun? Es ist unmöglich, daß jemand im Versicherungsbereich allumfassend orientiert ist. Als Schadenregulierer kenne ich die Umstände des Vertriebs auch nicht. Ich weiß noch nicht einmal, was eine Hausrat- oder Gebäudeversicherung an Prämie kostet. Es ist mir auch egal, denn das hat mit meiner Arbeit nichts zu tun.
Sagt doch keiner, dass Sie das wissen müssen. Aber für Kunden ist es schon irritierend, wenn Kunden über drei Milliarden Euro für die Hausratversicherung ausgeben und nur 1,25 Milliarden für Schäden zurückkommt.

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wetzer123 13.04.2019, 20:44
16.

Zitat von k70-ingo
Was haben Makler mit der Situation im Schadenbereich zu tun? Es ist unmöglich, daß jemand im Versicherungsbereich allumfassend orientiert ist. Als Schadenregulierer kenne ich die Umstände des Vertriebs auch nicht. Ich weiß noch nicht einmal, was eine Hausrat- oder Gebäudeversicherung an Prämie kostet. Es ist mir auch egal, denn das hat mit meiner Arbeit nichts zu tun.
Natürlich weiß niemand alles, aber wenn ich als Makler dazu beraten möchte welche Policen sinnvoll sind, dann MUSS ich wissen wie die Schadenquoten und - höhen sind, sonst kann ich gar nicht sinnvoll beraten,

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wetzer123 13.04.2019, 20:48
17.

Zitat von k70-ingo
Da gebe ich ganz elegant den Schwarzen Peter an Sie zurück und verkünde, daß Sie, ja, genau die Leute wie Sie, ein ernsthaft Zeit, Nerven und auch Gold kostendes Problem darstellen. Genau diese Schlaumeierchen, die -man ist ja viel cleverer als alle Versicherungsfuzzis- sich fachkenntnisbefreit in den Weiten des Webs ihre eigenen Weisheiten zusammenstöpseln und, da voll auf dem Geiz-ist-geil-ich-mir-Vollchecker-kann-keiner-was-erzählen-Trip, ihre Verträge ebenso beratungsfrei wie beratungsresistent selber zurechtpopeln. Genau diese Leute, die alles besser wissen, viel besser als die langjährigen Fachleute, und die mit ihren endlosen Tiraden in Wort und Schrift den Sachbearbeiter nervenzerfetzend und zeitverschwendend von seiner richtigen Arbeit abhalten. Ja, das Raushauen von eigentlich nicht versicherten Kleinschäden ist viel wirtschaftlicher als das ewige Herumdiskutieren mit merkbefreiten Querulanten. Das hat nichts mit der alten Schadenreguliererweisheit "Zahlen schafft Freunde" zu tun, sondern mit den durch diesen Aufwand anfallenden wirklichen Kosten für den Versicherer. Und für den einzelnen Sachbearbeiter. Genau diese Vorkommnisse sind ein Hauptgrund, warum viele Kollegen irgendwann hinschmeißen und einen anderen Job suchen (wenn sie nicht gleich ganz krank werden).
Das ist ja toll wie sie mich zu kennen meinen, ist zwar alles falsch, spielt aber in Zeiten von Fake News wohl keine Rolle.

Nur eine Bemerkung möchte ich noch loslassen, mir ist es zuwider zu versuchen etwas regulieren zu lassen was nicht wirklich gedeckt ist, aber oft hilft der Außenvertrieb genau bei diesem 'kleinen Versicherungsbetrug' mit. Insofern verursacht mein Ansatz genau gar keine Kosten bei meiner Versicherung wenn ich einen Schaden habe der durch meine Police nicht gedeckt ist.

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dasmagazin2017 13.04.2019, 23:15
18. Und wie steht es mit dem Regulierungsverhalten?

Was Tenhagen sagt, ist leider viel zu einfach. Es nützt keinem, eine besonders billige Versicherung zu haben, wenn die im Schadensfall nicht zahlt! Aber gerade die regulierungspraxis ist nie Gegenstand der Bewertung von Versicherungen. Das sollte sich dringend ändern.

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inecht 14.04.2019, 10:24
19. einfach den Versicherer nach netto-Tarifen fragen. Provisionsfrei .

Mindestens 25% von JEDEM bezahlten Beitrag fliessen an Vertreter oder Makler .
Bei JEDEM Vertrag (etwas weniger bei Kfz).
Arbeitet der Vermittler über einen Pool, verdient der zusätzlich mit .
Vergleichsportale kassieren wegen ihrer Marktmacht noch mehr bei allen Sachversicherungen und Herr Tenhagen lässt sich seine Werbung für xy- Portale sogar vergüten!

https://www.versicherungsbote.de/id/4812187/Tenhagen-Interview-Finanztip-Check24/

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