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Weniger Preiskämpfe: Verbraucher akzeptieren teurere Lebensmittel
DPA

Rabattaktionen im deutschen Lebensmittelhandel haben laut Experten nachgelassen. Denn die Verbraucher seien bereit, mehr auszugeben.

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sametime 24.04.2018, 09:22
1. Einheitspreise

Mittlerweile ist es egal, wo man einkauft. Bei Standardartikeln unterscheiden sich die Preise nicht mehr, egal ob Discounter oder Supermarkt. Überall auf den Cent gleich. Ein Fall für das Kartellamt?

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beton 24.04.2018, 09:33
2. höhere Preise sind Klassenkampf von oben

Die Oligopolisierung des deutschen Einzelhandels ist mit politischer Unterstützung – Obersozi Gabriel lässt grüßen - in den letzten Jahren immer weiter vorangeschritten, und das ist das Ergebnis: Weniger Wettbewerb und höhere Preise zu Lasten der Verbraucher. Die zusätzliche Marge landet garantiert nicht beim gebeutelten Produzenten, sondern bei den Anteilseignern, die ihre wachsende Marktmacht auch zu deren Lasten ausspielen werden. Und dass im Ausland höhere Preise gezahlt werden, weil man dort qulitätsbewußter sei, ist auch eine Mär. Dort war der Konzentrationsprozess lediglich nur fortgeschrittener.

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purple 24.04.2018, 09:53
3. Extreme Preiserhöhungen

Dem Lebensmitteleinzelhandel ist es gelungen, die deutschen Preise an die Phantasiepreise, die in anderen EU-Ländern schon länger bezahlt werden, hier einzuführen ohne die Qualität zu steigern. Das liegt an vielen Singles, die jeden Dreck (convinience Food z.b. abgepackte vorbereitete Salate in viel Plastik) kaufen und dabei nicht auf den Preis schauen. Die Familien sind die Verlierer.

Ein für mich besonders ärgerliches Beispiel sind z.B. Tomaten die bis zu 8.-€/kg kosten und trotzdem nur wässrige Tennisbälle sind.

Auch was an Fleischtheken angeboten wird, ist teilweise schwindelerregend, speziell bei Lamm und Rindfleisch - von Fisch ganz zu schweigen.

Teilweise liege es natürlich auch an dem aus deutscher Sicht lächerlich schwachen Euro.

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freigeistiger 24.04.2018, 10:49
4. Preise gleich, Zutaten unterschiedlich

Zitat von sametime
Mittlerweile ist es egal, wo man einkauft. Bei Standardartikeln unterscheiden sich die Preise nicht mehr, egal ob Discounter oder Supermarkt. Überall auf den Cent gleich. Ein Fall für das Kartellamt?
Es gibt etliche Produkte bei denen es die gleiche Preise bei allen Anbietern gibt. Manchmal sind die Zutaten bei verarbeiteten Produkten sehr unterschiedlich. Billige Zutaten um den Preis zu halten.

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Horch und Guck 24.04.2018, 10:49
5. Verbraucher akzeptieren teurere Lebensmittel

Aber nur dann wenn der Verbraucher logischerweise dann auch qualitativ bessere Lebensmittel akzeptieren darf, wenn er quantitativ mehr Geld dafür hinlegen soll!
Oder will uns die Headline suggerieren die Verbraucher wären jetzt bereit mehr für Chemie-Schrott, durch Mikroplastik verseuchte Nahrungsmittel und das mit Wasser schwergespritzte und mit Antibiotika abgefüllte Fleisch für 2 Euro das Kilo zu zahlen?

Nur weil sie jetzt plötzlich alle auf wundersame Weise viel, viel mehr verdienen?
Für bessere Qualität sind die Verbraucher bereit mehr zu zahlen. Aber nicht für das Mehrzahlen für das gleiche "qualitative" Menschenfutter wie bisher, welches es deswegen ja auch die ganze Zeit so billig zu kaufen gab.

Logischerweise, denn die Verbraucher laufen ja auch nicht ganz neben der Spur. Aber im Artikel kommt es so rüber als wären die Verbraucher alle glücklich damit jetzt einfach mehr für den gleichen Mist bezahlen zu müssen, weil es nun einmal so ist.

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dasfred 24.04.2018, 10:52
6. Wer achtet beim Einkauf noch bewusst auf Preise

Ich beobachte, wie viele Kunden einfach nur den Einkaufszettel abarbeiten, noch einige spontan Käufe in den Wagen und dann an der Kasse die Karte in den Schlitz. Unterhalte ich mich mit Bekannten über die kontinuierlichen Preissteigerungen, so kommt meistens nur ein Achselzucken. Wir können ja doch nix ändern. Ich selbst achte zwar auf die Grundpreise per Kilo, kaufe Eigenmarken und Saison Gemüse sowie Sonderangebote aber dem allgemeinen Preisanstieg bin ich trotzdem ausgeliefert.

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cabeza_cuadrada 24.04.2018, 11:23
7. Achselzucken

was will man auch machen. Milch zu teuer? Also keine Milch mehr kaufen? Wer öfter im europäischen Ausland ist wird bemerkt haben, wie günstig Lebensmittel in Deutschland sind. An der Grenze zu DK gibt es riesige Supermärkte in denen sich die Skandinavier eindecken. Gut, die verdienen mehr als wir Deutsche, aber auch nicht alle! Ich achte überhaupt nicht auf Preise von Lebensmitteln. Verglichen werden maximal die unterschiedlichen Marken bzw. Eigenmarken. Lediglich der "Sonntagbraten" wird ab und an durch das Angebot bestimmt wenn mir vorher nichts eingefallen ist.

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fleischwurstfachvorleger 24.04.2018, 11:45
8. Huch

Zitat von purple
Dem Lebensmitteleinzelhandel ist es gelungen, die deutschen Preise an die Phantasiepreise, die in anderen EU-Ländern schon länger bezahlt werden, hier einzuführen ohne die Qualität zu steigern. Das liegt an vielen Singles, die jeden Dreck (convinience Food z.b. abgepackte vorbereitete Salate in viel Plastik) kaufen und dabei nicht auf den Preis schauen. Die Familien sind die Verlierer. Ein für mich besonders ärgerliches Beispiel sind z.B. Tomaten die bis zu 8.-€/kg kosten und trotzdem nur wässrige Tennisbälle sind. Auch was an Fleischtheken angeboten wird, ist teilweise schwindelerregend, speziell bei Lamm und Rindfleisch - von Fisch ganz zu schweigen. Teilweise liege es natürlich auch an dem aus deutscher Sicht lächerlich schwachen Euro.
ist schon wieder Tomatenzeit??

Ne, ist es nicht!

Also muss man sich auch nicht wundern, wenn man für Treibhaustomaten viel Geld ausgeben muss. Genau so für Erdbeeren.

Wer unbedingt ganzjährig frisches Obst und Gemüse kaufen MUSS, braucht sich über Preis und Qualität nicht wundern.

Wenn man nur einmal die Woche Fleisch kauft, ist der Preis vollkommen egal, wenn die Qualität stimmt.

Also weniger meckern, sondern bewusst regional, saisonal und Bio-Produkte einkaufen.

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stiller_denker 24.04.2018, 11:49
9. Konsequentes vergleichen hilft immer noch

Bei Eigenmarken sind die Qualitätstests meist besser als bei den namhaften Marken aus der TV-Werbung, es gibt nur noch weniger "no name" Produkte die definitiv schlechter schmecken. Die 20%, 10% und 5% Aufkleber eines Discounters zum selber kleben sammeln wir immer und kaufen damit Kaffee, Waschmittel, Lachs, Bier u.ä. teurere Produkte. Dann die Angebote, die nur samstags gelten lohnen sich oft für eine Bevorratung. Ein anderer Discounter hat oft nur noch kürzer haltbare Lebensmittel die 30% günstiger sind und die man einfrieren kann. Bei den "Kauf mehr, Spar mehr" Aktionen kostet 1 Kiste Bier schonmal ab 3 Stück 8 Euro anstatt sonst 10,90 Euro, das hält sich ja ein paar Monate. Oder 3 Mozzarella für je 49 Cent anstatt sonst 65 Cent. Die berühmte Nuss-Nougat-Creme ist oft 3 Wochen hintereinander überall für ca. 4 Euro anstatt 5 Euro/kg im Angebot, wir warten dann bis zur 5. Woche, da gibt's die dann in einem Laden für 3,20 Euro/kg. Nach 2 Monaten Preisvergleich weiß man die kg-Preise auswendig und dann ist es auch nicht mehr lästig.

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