Forum: Wirtschaft
Weniger Steuerprüfungen: Linke beklagen Nachsicht der Finanzämter gegenüber Reichen
Carsten Rehder/ DPA

Finanzämter gehen nach Meinung der Linken zu gutgläubig mit Topverdienern um. Einer Zahl des Finanzministeriums zufolge sei der Anteil der Betriebsprüfungen seit 2018 um 30 Prozent gefallen.

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frmwltd 09.10.2019, 10:42
1. Zur Beruhigung

In Sachsen Anhalt werden Firmen eher häufiger geprüft. Gibt halt zu wenige Firmen zu viele Beamte. Scheint also ein perfektes Land nach Vorstellung der Linken zu sein. Nach dieser Logik ist es aber seltsam , dass es Bayern besser zu gehen scheint.

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charly05061945 09.10.2019, 10:49
2. zu wenige Prüfungen?

Das kann ich aus meiner Sicht so nicht bestätigen! Unser Minibetrieb (80 Mitarbeiter) wird als "Großbetrieb" jährlich geprüft. Als Begründung wurde genannt dass unser Betrieb auf Grund des recht hohen Gewinnes als Großbetrieb einzustufen ist (bedeutet für mich: vielleicht ist bei diesem treuen Steuerzahler noch mehr zu holen). Es gibt sicherlich Branchen in denen eine häufigere und vor allem schnellere Prüfung angebracht wäre (z.B. Gastronomie, Handwerker und alle anderen Gewerke in denen Steuervermeidung relativ einfach ist).

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hdueker 09.10.2019, 10:49
3. Politiker und Wähler

der Linken sind der Teil der Bevölkerung, die mit einem verschwindend kleinen Anteil zum gesamten Steueraufkommen beitragen. Wir zahlen schon genug Steuern. Unter Schröder waren es noch 400 Mrd. Euro p.a., unter Merkel verdoppelte sich das Steueraufkommen auf 800 Mrd. Euro. Der Staat bekommt nie genug (u.a. wegen Wahlgeschenke an die eigene Klientel, maßlose Einwanderung, Energiewende, Eurorettung usw..) . Und jetzt redet man von Kaputtsparen, Weg mit der schwarzen Null usw.) . Und die Linken sind als SED- Nachfolgepartei die letzten, sich über mangelnde Steuerprüfungen zu beschweren. Die haben schon mal einen Staat in die Pleite getrieben wegen erwiesener Unfähigkeit.

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postmc 09.10.2019, 10:52
4. Das Thema ist schon länger bekannt,

doch leider passiert nichts. Offensichtlich sind da auch Verbandelungen mit der Politik. Wen das Thema interessiert empfehle ich das Buch „Steueroase Deutschland“.
https://www.amazon.de/Steueroase-Deutschland-Reiche-Steuern-zahlen/dp/3406666973

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stelzerdd 09.10.2019, 10:56
5. Nachsicht für Reiche?

Die Gleichsetzung von teilweise unterlassenen Betriebsprüfungen mit Nachsicht für Reiche ist schon eine Frechheit und zeigt, daß für einen Teil der Partei "Linke" Unternehmer immer noch ein Feindbild sind.
Diese Herrschaften sollten sich mal bei Herrn Ramelow (Thüringer Ministerpräsident) schlau machen, wer in der Wirtschaft für das Funktionieren sorgt.

Zitat Winston Churchill: "Es gibt Leute, die halten Unternehmer für einen räudigen Wolf, den man totschlagen müsse, andere meinen, der Unternehmer sei eine Kuh, die man ununterbrochen melken kann. Nur ganz wenige sehen in ihm das Pferd, das den Karren zieht."

Meine Erfahrung mit den Finanzbehörden ist diese: seriöse kleine und mittlere Unternehmen werden häufig mit Betriebsprüfungen behelligt. Und dort sucht man nicht nach Steuerhinterziehungen durch böse "Reiche" sondern nach Fehlern, welche gutgläubige Unternehmer im Dschungel der deutschen Steuergesetze machen könnten.

Nicht geprüft werden erfahrungsgemäß solche Betriebe, von denen die Beamten der Finanzbehörden persönliche Unannehmlichkeiten zu befürchten scheinen. Oder wie ist das mit der in letzter Zeit häufig erwähnten "Clan-Kriminalität"

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marcanton80 09.10.2019, 10:57
6.

Falls es noch einen Beweis Bedarf wer hier im Land die Fäden zieht,bitte sehr.Kenne selbst einen Buchprüfer der beim Finanzamt arbeitet dort wurde jahrelang ausgedünnt,Stellen nach Pensionierung nicht neu besetzt. Das alles ist politisch gewollt, und es wird Zeit das der deutsche Michel das endlich mal zu Kenntnis nimmt,für wen die CDU und auch weite Teile ( zumindest die derzeitigen Verantwortlichen)der SPD Politik machen,sicher nicht für den viel zitierten kleinen Sparer

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Misha 09.10.2019, 11:00
7. Weniger Prüfungen wegen Datenabgleich mit den Banken

Vielleicht braucht man deswegen weniger Steuerprüfungen, da mittlerweile automatisch die Finanzämter ihre Daten mit den Banken abgleichen. Hmmm, was hatte damals Finanzminister Hans Eichel gesagt?

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Kanalysiert 09.10.2019, 11:00
8.

Und wir haben schon Theater, weil das Arbeitszimmer auf der Galerie ist und keine Tür hat....für die dreieinhalb Euro Stress hat das Amt anscheinend super Zeit. Aber wir haben ja auch keine teuren Steuerberater und Anwälte, da stresst es sich leichter rum.

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bert1966 09.10.2019, 11:01
9. Klientelpolitik

Durch Schwarzarbeit entgeht dem Staat jährlich eine vorsichtig geschätzte Summe von mehr als 30 Milliarden (!) Euro allein an Steuereinnahmen. Entgangene Sozialversicherungsbeiträge sind dabei noch nicht eingerechnet. Die Täter sind dabei gerade NICHT diejenigen mit besonders komplizierten Steuererklärungen, sondern die, die ohnehin keinen besonders hohen Beitrag zum steuerlichen Gesamtaufkommen leisten, diesen aber noch dreist reduzieren (relativ gesehen wohl im Mittel weit überproportional zu jemandem, der 100.000 Euro Steuern im Jahr zahlt). Maßnahmen gegen Schwarzarbeit? Verschwindend wenig. Natürlich weisen die Linken auf diese Misere nicht so gerne hin, man träfe ja die eigene Wählerklientel.

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