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"Werbelüge des Jahres": Alete bekommt Goldenen Windbeutel
Foodwatch

Sie werden als Säuglingsnahrung verkauft, bestehen aber zu einem Viertel aus Zucker: "Kinderkekse" von Alete erhalten den "Goldenen Windbeutel" 2017. Organisator Foodwatch spricht von Marketing am Rande der Körperverletzung.

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martin76hl 28.11.2017, 09:44
20. Überall Zucker drin

Geht man in einen Supermarkt und schaut sich die industriell hergestellten Produkte an, so findet man in fast allen Produkten Zucker drin, selbst in Kartoffelchipstüten findet man Zucker. Man muss schon sehr lange suchen, um ein Produkt zu finden, dass keinen Zucker als Zusatz beinhaltet. Süße Sachen enthalten sehr viel Zucker, da "weiß" man es schon vorher aber der versteckte Zucker in anderen Produkten ist für Verbraucher quasi nicht erkennbar und am Ende des Tages hat man doch das 2-fache oder mehr der WHO Tagesdosis verspeist neben den anderen wie Salz und anderen Inhaltsstoffen, die in zu großen Mengen nicht sehr gesund sind.

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moev 28.11.2017, 09:49
21.

Zitat von twan
Zudem muss man die ganzen Reinkarnationen auch erst einmal kennen:
Nein, muss man nicht. Einfach Nährwerttabelle lesen, da steht ganz klar:

Kohlenhydrate: XX
davon Zucker: XX

ganz egal in welchen mannigfaltigen Formen der Zucker zugesetzt ist, diese einfache Zahl steht da und mehr braucht man gar nicht.

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zweiter 28.11.2017, 09:59
22. Auch Muttermilch ..

Zitat von isar56
der Spiegel des Themas annimmt. Es ist unglaublich welchen Dreck die Industrie für die „Kindergesundheit“ auf den Markt schmeißt, schmeißen darf. Ich wünschte mir einen Leitartikel über Anfangsmilch, Pre-Nahrung, womit zugefüttert wird oder die als Muttermilchersatz verscherbelt wird. Kein einziges Produkt ist schadstofffrei und das am wenigsten belastete ist kaum zu bekommen, weil ständig ausverkauft. Naja, ab dem 6. Monat kann mit selbstgemachtem Glyphosatbrei ergänzt werden.
... ist nicht frei von Schadstoffen und nicht jede Frau kann, oft auch auch gesundheitlichen Gründen, stillen. Selbst Bio-Ware fällt mit schöner Regelmäßigkeit bei Tests mit hohen bis nicht verkehrsfähigen Keimzahlen und beginnendem Verderb negativ auf. Also bitte mal ehrlich bleiben. Nur weil etwas nicht von der "der Industrie" kommt ist noch lange nicht besser und selbst ein Trottel kann sich eigentlich denken, dass Speisen nichts sein können, die zuhause aus 5 allgemein bekannten Zutaten gemacht werden, auf deren Inhaltsliste sich dann aber 25 Dinge mit Namen aus dem Laborbereich finden.

Ich kann jedenfalls nur den Kopf schütteln, wenn jemand für einen Milchreis, eine Tomatensuppe oder Pastasauce zur Tüte greift.

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amuseemanc 28.11.2017, 10:13
23.

Vor Jahren wollte man für Lebensmittel die Ampelkennzeichnung für alle EU-Länder einführen. So wäre es auch für den etwas unbedarften Verbraucher schnell erkennbar gewesen, wie gesundheitstauglich ein Produkt ist.
Es ist am Widerstand Deutschlands gescheitert. Die deutsche Lebensmittellobby hat dies erfolgreich verhindert.
Warum wohl?
Immer wieder erstaunlich, wie manche Leute hier den Verbraucher den schwarzen Peter zuschieben wollen.

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vish 28.11.2017, 10:15
24. 25%? Ist doch gar nix!

Als Vater eines vier Monate alten Sohnes kann ich andere Eltern nur sehr eindringlich dazu anhalten, immer, wirklich immer, die Nährwertangaben auf den Produkten zu lesen. Selbst innerhalb der gleichen Marke gibt es massive Unterschiede in der Qualität und bekannte Namen bedeuten gar nichts. Das krasseste Beispiel bisher: Ein Früchtebrei zum Anrühren der Marke Baby-Vita: Über 50% Zucker! Und nein, es war kein fruchteigener sondern zugesetzter! Aber unsere Politiker haben die Köpfe so tief im A.... der Industrie, dass hier garantiert niemals etwas passieren wird.

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Plasmabruzzler 28.11.2017, 10:19
25.

Zitat von moev
Nein, muss man nicht. Einfach Nährwerttabelle lesen, da steht ganz klar: Kohlenhydrate: XX davon Zucker: XX ganz egal in welchen mannigfaltigen Formen der Zucker zugesetzt ist, diese einfache Zahl steht da und mehr braucht man gar nicht.
So ist es. In Ergänzung hier die Angaben für besagtes Produkt (pro 100g):
Kohlenhydrate: 75g
davon Zucker: 25g
Man muss kein Rechenkünstler sein, um die Aussage zu treffen, dass ein Viertel des Kekses aus Zucker besteht bzw. die Kohlenhydrate zu einem Drittel aus Zucker.
Pro Riegel (11,2g) ergibt sich übrigens 2,8g Zucker.
Man muss auch kein Ökotrophologe sein, um festzustellen, dass der Zuckeranteil nicht unerheblich ist.
Man findet nahezu beliebig viele Rezepte für Babykekse (resp. Kinderkekse) ohne Zucker zum selbst backen - das ist a) preiswerter und b) weiß man ganz genau, was tatsächlich drin ist und c) dauert die Herstellung nicht lange und man kann auf Vorrat backen. Mit der Zuckermenge kann man ja auch, wenn man möchte, variieren und/oder verschiedene Arten Zucker ausprobieren.

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mr.pixel 28.11.2017, 10:33
26.

Hallo Papa Staat? Wo bleibt eigentlich die Lebensmittelampel? Was ist daran so schwer?

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Plasmabruzzler 28.11.2017, 10:43
27.

Zitat von mr.pixel
Hallo Papa Staat? Wo bleibt eigentlich die Lebensmittelampel? Was ist daran so schwer?
Ein bisschen Eigenverantwortung kann und muss man auch von den Leuten erwarten. Ich halte die Lebensmittelampel für sinnvoll, doch steht es jedem zu, seine eigenen Entscheidungen zu treffen. Gerade das Thema ausgewogene Ernährung ist omnipräsent sich darüber zu erkundigen erfordert kein Reifezeugnis. Wenn ich mir selbst zuckerhaltige Lebensmittel gebe, ist das meine persönliche Entscheidung. Was ein Kind bekommt, sollte man kritisch beleuchten (oder aber zu übertreiben), weil es ja selbst noch keine weitreichenden Entscheidungen treffen kann. Die Lebensmittelindustrie ist ja nicht doof und weiß, dass Kinder Zucker gerne mögen. Man sollte als erwachsener Mensch aber ebenso diese Kenntnis haben und nach Augenmaß agieren und sich nicht von der Industrie einreden lassen, was nun an das Kind gegeben wird.

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moev 28.11.2017, 10:48
28.

Zitat von mr.pixel
Hallo Papa Staat? Wo bleibt eigentlich die Lebensmittelampel? Was ist daran so schwer?
Und dann? Dann wird das meiste Obst schon mal rot, weil so ein "gesunder" frischer Bio-Apfel auch seine 8-9% Zucker hat.

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investor3000 28.11.2017, 10:52
29.

Wir alle müssen solidarisch für die für die (steig steigenden) Gesundheitskosten aufkommen und da will ich mich nicht darauf verlassen, dass alle die Zutatenlisten studieren und die viele Ersatzwörter für Zucker auswendig gelernt haben.
Das meine Bundesregierungen der letzten 20-30 Jahre eher den Interessen der Zucker-Industrie nachkommt als meinen nehme ich mit bedauern zur Kenntnis. Wenn denn die Zuckerindustrie wenigsten eine wichtige Schlüsseltechnologie wäre, könnte ich es ja noch ansatzweise verstehen. So fällt D. wiedereinmal international ab.

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